Die Europäische Zulassungsbehörde (EMA) empfiehlt den Widerruf der Zulassung von Bufexamac wegen des hohen Risikos von Kontaktallergien.
Die Empfehlungen des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) basieren auf einem Review, der über ein hohes Risiko von manchmal schweren Kontaktallergien mit Bufexamac berichtet. Das Risiko war für Patienten höher, die unter bestimmten Ekzemformen litten, für die Bufexamac häufig verordnet wird. Die durch Bufexamac ausgelösten allergischen Reaktionen sind den Erkrankungen sehr ähnlich, die mit der Substanz behandelt werden, was zu einer Verzögerung der korrekten Diagnose und Behandlung führen kann. Vermutlich sind Kontaktallergien noch häufiger als berichtet, weil es schwierig ist, zwischen Therapieversagen und allergischer Reaktion zu unterscheiden.
Darüber hinaus sind die Daten zur Wirksamkeit des NSAR nur sehr begrenzt, so dass der Ausschuss der Ansicht ist, dass der Nutzen das Risiko nicht überwiegt.
Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hatte im November 2009 mitgeteilt, dass es den Widerruf der Zulassungen für die entsprechenden Präparate beabsichtigt. Die EMA hatte daraufhin eine eigene Nutzen-Risiko-Bewertung in die Wege geleitet. Nun muss die EU-Kommission über den Widerruf entscheiden.
In Deutschland sind Hämorrhoidenpräparate und Dermatika zahlreicher Hersteller betroffen.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 22. April 2010
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Donnerstag, 22. April 2010
Mittwoch, 24. März 2010
EU: Zulassungserweiterung für Duloxetin zur Langzeitbehandlung
Die EU-Kommission hat die bisherige Zulassung von Duloxetin (Cymbalta®, Boehringer Ingelheim, Lilly) für "schwere depressive Episoden" nun ergänzt um den Bereich "schwere depressive Erkrankungen". Damit kann Duloxetin jetzt zur Langzeitbehandlung von Patienten mit einem erhöhten Risiko wiederholt auftretender depressiver Episoden eingesetzt werden.
Duloxetin ist in Europa nun zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (Major Depression), zur Behandlung der generalisierten Angststörung und zur Behandlung von Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie zugelassen.
Quelle:
Presseinformation Boehringer Ingelheim Pharma/Lilly Deutschland GmbH vom 23. März 2010
Duloxetin ist in Europa nun zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (Major Depression), zur Behandlung der generalisierten Angststörung und zur Behandlung von Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie zugelassen.
Quelle:
Presseinformation Boehringer Ingelheim Pharma/Lilly Deutschland GmbH vom 23. März 2010
Montag, 21. Dezember 2009
Eplivanserin: Zulassungsantrag von Sanofi Aventis zurück gezogen
Sanofi Aventis hat seinen Zulassungsantrag für Eplivanserin 5 mg Filmtabletten (Sliwens) bei der EMEA zurück gezogen. Es sollte zur Behandlung chronischer Schlafstörungen eingesetzt werden.
Quelle:
Pressemitteilung der EMEA vom 21. Dezember 2009
Quelle:
Pressemitteilung der EMEA vom 21. Dezember 2009
Dienstag, 15. Dezember 2009
EU: Prevenar 13* zugelassen
Die Europäische Kommission hat den 13-valenten Pneumokokken-Impfstoff Prevenar 13* (Pfizer) zugelassen zur aktiven Immunisierung gegen 13 Streptococcus-pneumoniae-Serotypen bei Kindern im Alter von 6 Wochen bis 5 Jahren zur Verhütung von Pneumonien und akuter Otitis media. Prevenar 13* enthält die Serotypen 4, 6B, 9V, 14, 18C, 19F, 23F, 1, 3, 5, 6A, 7F und 19A.
Quelle:
Pressemitteilung Biospace 11. Dezember 2009
Quelle:
Pressemitteilung Biospace 11. Dezember 2009
Samstag, 5. Dezember 2009
FDA: Ecallantid für Patienten mit hereditärem Angioödem zugelassen
Die amerikanische FDS hat Ecallantid (Kalbitor®, Dyax) zur subkutanen Gabe für die Behandlung von Patienten ab 16 Jahren mit akuten Attacken eines hereditären Angiödems (HAE) zugelassen. Das HAE ist eine seltene Erbkrankheit, die durch schwere, stark beeinträchtigende und oft schmerzhafte Schwellungen gekennzeichnet ist, die am Abdomen, im Gesicht, an den Händen und in den Atemwegen auftreten können.
Ecallantid ist ein selektiver und reversibler Plasma-Kallikrein-Inhibitor.
Die Zulassung basierte auf den Ergebnissen zweier Plazebo-kontrollierten Phase-III-Studien (EDEMA3® und EDEMA4®) mit 143 Patienten (64 mit abdominalen, 55 mit peripheren und 24 mit laryngealen Schwellungen), die mit 30 mg Ecallantid s. c. oder Plazebo behandelt wurden. Die Therapie wurde mit dem Mean Symptom Complex Severity (MSCS) Score und dem Treatment Outcome Score (TOS) beurteilt. In der EDEMA4-Studie sank nach 4 Stunden der MSCS bei den mit Ecallantid behandelten Patienten signifikant stärker als in der Plazebogruppe (-0,8 vs. -0,4; p = 0,010), der mittlere TOS stieg stärker (53 vs. 8, p = 0,003). Ähnliche Ergebnisse wurden in der EDEMA4-Studie erhalten.
Häufigste Nebenwirkungen, die bei ≥3% der mit Ecallantid behandelten Patienten auftraten, waren Kopfschmerzen, Übelkeit, Diarrhöe, Pyrexia, Reaktionen an der Injektionsstelle und Nasopharyngitis. Auch potentiell schwere Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich anaphylaktischer Reaktionen wurden berichtet.
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 2. Dezember 2009
Pressemitteilung der Firma Dyax
Ecallantid ist ein selektiver und reversibler Plasma-Kallikrein-Inhibitor.
Die Zulassung basierte auf den Ergebnissen zweier Plazebo-kontrollierten Phase-III-Studien (EDEMA3® und EDEMA4®) mit 143 Patienten (64 mit abdominalen, 55 mit peripheren und 24 mit laryngealen Schwellungen), die mit 30 mg Ecallantid s. c. oder Plazebo behandelt wurden. Die Therapie wurde mit dem Mean Symptom Complex Severity (MSCS) Score und dem Treatment Outcome Score (TOS) beurteilt. In der EDEMA4-Studie sank nach 4 Stunden der MSCS bei den mit Ecallantid behandelten Patienten signifikant stärker als in der Plazebogruppe (-0,8 vs. -0,4; p = 0,010), der mittlere TOS stieg stärker (53 vs. 8, p = 0,003). Ähnliche Ergebnisse wurden in der EDEMA4-Studie erhalten.
Häufigste Nebenwirkungen, die bei ≥3% der mit Ecallantid behandelten Patienten auftraten, waren Kopfschmerzen, Übelkeit, Diarrhöe, Pyrexia, Reaktionen an der Injektionsstelle und Nasopharyngitis. Auch potentiell schwere Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich anaphylaktischer Reaktionen wurden berichtet.
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 2. Dezember 2009
Pressemitteilung der Firma Dyax
EU: Indacaterol (Onbrez Breezhaler) zugelassen
Die Europäische Kommission hat den Bronchodilatator Indacaterolmaleat Onbrez® Breezhaler® (Novartis) für erwachsene Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zur einmal täglichen Bronchodilatation zugelassen.
Indacaterol ist ein lang wirksames Beta-Sympathomimetikum, dessen Wirkung rasch innerhalb von 5 Minuten nach Inhalation eintritt, dann aber über 24 h anhält.
Die Zulassung basiert auf den klinischen Ergebnissen bei über 6.000 Patienten. Phase-III-Studien zeigten, dass Indacaterol die Lungenfunktion verbessern kann, und zwar signifikant besser als zweimal täglich appliziertes Salmeterol. Symptome der Atemnot wurden im Vergleich zu Tiotropium signifikant verbessert. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Nasopharyngitis, Husten, obere Atemwegsinfektionen und Kopfschmerzen.
Quelle:
Pressemitteilung Novartis Pharma vom 3. Dezember 2009
Indacaterol ist ein lang wirksames Beta-Sympathomimetikum, dessen Wirkung rasch innerhalb von 5 Minuten nach Inhalation eintritt, dann aber über 24 h anhält.
Die Zulassung basiert auf den klinischen Ergebnissen bei über 6.000 Patienten. Phase-III-Studien zeigten, dass Indacaterol die Lungenfunktion verbessern kann, und zwar signifikant besser als zweimal täglich appliziertes Salmeterol. Symptome der Atemnot wurden im Vergleich zu Tiotropium signifikant verbessert. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Nasopharyngitis, Husten, obere Atemwegsinfektionen und Kopfschmerzen.Quelle:
Pressemitteilung Novartis Pharma vom 3. Dezember 2009
Montag, 30. November 2009
EU: Dronedaron für Patienten mit Vorhofflimmern zugelassen
Die europäische Kommission hat Dronedaron (Multaq, Sanofi aventis) zur Behandlung von erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit nicht permanentem Vorhofflimmern zugelassen, um das Wiederauftreten von Vorhofflimmern zu verhindern oder um die ventrikuläre Herzfrequenz zu senken.
Quelle:
Pressemitteilung Sanovi-Aventis vom 30.11.2009
Quelle:
Pressemitteilung Sanovi-Aventis vom 30.11.2009
Freitag, 30. Oktober 2009
EU: Prucaloprid zugelassen
Die europäische Kommission hat Prucaloprid (Resolor, Movetis) für die Behandlung der chronischen Obstipation bei Frauen, die mit Laxanzien keinen ausreichende Therapieerfolg erzielen, zugelassen. Mit der Markteinführung wird im ersten Quartal 2010 gerechnet.

Quelle:
Pressemitteilung der Firma Movetis vom 22. Oktober 2010

Quelle:
Pressemitteilung der Firma Movetis vom 22. Oktober 2010
Dienstag, 27. Oktober 2009
EMEA: Neue Zulassungsempfehlungen Oktober 2009
Das Committee for Medicinal Products for Human Use hat in seiner Sitzung vom 19. bis 22. Oktober 2009 folgende neuen Arzneimittel zur Zulassung empfohlen:
Update der H1N1-Impfstoffe
Das CHMP prüfte frühe Daten von klinischen Studien mit den drei pandemischen ImpfstoffenCelvapan, Focetria und Pandemrix. Die im September ausgesprochene Empfehlung, die drei Impfstoffe jeweils in zwei Dosen mit einem Abstand von drei Wochen zu impfen wird danach aufrecht erhalten. Die Daten deuten bei Pandemrix und Focetria darauf hin, dass bei Erwachsenen möglicherweise eine Dosis ausreicht, sie reichen aber für eine allgemeine Empfehlung noch nicht aus.
Erweiterung der Zulassung
Das CHMP empfahl für folgende Substanzen eine Erweiterung der Zulassung:
Ein Review zu Nutzen und Risiken von Tysabri wurde begonnen, weil nunmehr 23 Berichte vn PML weltweit vorliegen.
Quelle:
CHMP Pressemitteilung vom 23. Oktober 2009
- Besilesomab (Scintimun, CIS bio international) Radiopharmazeutikum zur Szintigraphie zusammen mit anderen bildgebenden Verfahren um eine Entzündung/Infektin im peripheren Knochen bei Erwachsenen mit Verdacht auf Osteomyelitis zu lokalisieren
- Amifampridin (Zenas, EUSA Pharma SAS) zur symptomatischen Behandlung von Lambert-Eaton Myasthenischem Syndrom (LEMS) bei Erwachsenen. Zenas ist das 59th orphan drug das vom CHMP empfohlen wird.
Update der H1N1-Impfstoffe
Das CHMP prüfte frühe Daten von klinischen Studien mit den drei pandemischen ImpfstoffenCelvapan, Focetria und Pandemrix. Die im September ausgesprochene Empfehlung, die drei Impfstoffe jeweils in zwei Dosen mit einem Abstand von drei Wochen zu impfen wird danach aufrecht erhalten. Die Daten deuten bei Pandemrix und Focetria darauf hin, dass bei Erwachsenen möglicherweise eine Dosis ausreicht, sie reichen aber für eine allgemeine Empfehlung noch nicht aus.
Erweiterung der Zulassung
Das CHMP empfahl für folgende Substanzen eine Erweiterung der Zulassung:
- Tadalafil (Adcirca, Eli Lilly) zur Behandlung der pulmonalen Hypertonie.
- Bivalirudin (Angiox, Medicines Company UK Ltd,) zur Behandlung von Patienten mit ST-Hebungsinfarkt, die sich einer primären PCI unterziehen.
- Duloxetin (Cymbalta, Eli Lilly, Xeristar, Boehringer Ingelheim International GmbH) zur Behandlung der schweren Depression
- Telmisartan (Micardis, Boehringer Ingelheim International GmbH, Pritor, Bayer Schering Pharma AG, Kinzalmono, Bayer Schering Pharma AG) zur Verringerung der kardiovaskulären Morbidität bei Patienten mit manifester atherotrombotischer kardiovaskulärer Erkrankung (KHK, Schlaganfall oder PAVK in der Anamnese) oder mit Diabetes mellitus Typ 2 und nachgewiesener Organschädigung.
Ein Review zu Nutzen und Risiken von Tysabri wurde begonnen, weil nunmehr 23 Berichte vn PML weltweit vorliegen.
Quelle:
CHMP Pressemitteilung vom 23. Oktober 2009
Dienstag, 6. Oktober 2009
EU: Saxagliptin zugelassen
Die Europäische Kommission hat den DPP-4-Hemmer Saxagliptin (Onglyza) für die Behandlung von Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen.
Quelle:
Pharmafocus.com 6.10.09
Quelle:
Pharmafocus.com 6.10.09
Freitag, 25. September 2009
EMEA: Neue Zulassungsempfehlungen September 2009
Das Committee for Medicinal Products for Human Use hat in seiner Sitzung vom 21. bis 24. September 2009 folgende neuen Arzneimittel zur Zulassung empfohlen:
Zwei Impfstoffe gegen pandemischen H1N1-Virus, und zwar Focetria von Novartis und Pandemrix von GlaxoSmithKline
Weitere Informationen gibt es hier.
Erweiterung der Indikation:
Quelle:
EMEA-Pressemitteilung vom 25. September 2009
Zwei Impfstoffe gegen pandemischen H1N1-Virus, und zwar Focetria von Novartis und Pandemrix von GlaxoSmithKline
Weitere Informationen gibt es hier.
- Dronedaron (Multaq, Sanovi-Aventis) zur Behandlung von klinisch stabilen erwachsenen Patienten mit Vorhofflimmern.
- Indacaterolmaleat (Onbrez Breezhaler, Hirobriz Breezhaler, Oslif Breezhaler, Novartis) für die bronchodilatatorische Erhaltungstherapie bei Ewachsenen mit COPD.
- Pneumokokken-Polysaccharid-Vakzine, konjugiert, 13-valent (Prevenar 13, Wyeth Lederle) zur Pävention von Pneumonie und akuter Otitis media durch Streptococcus pneumoniae.
- Humanes Hepatitis-B-Immunoglobulin (Zutectra, Biotest Pharma GmbH) zur Prävention der Hepatitis-B-Virus-Reinfektion bei HBV-DNS-negativen Patienten ≥ 6 Monate nach Lebertransplantation wegen Hepatitis-B-induziertem Leberversagen.
Erweiterung der Indikation:
- Oseltamivir (Tamiflu, Roche) für die Anwendung bei Kindern unter 6 Monaten zur Behandlung bei pandemischer Influenza und bei Kindern unter 1 Jahr zur Postexpositionsprophylaxe.
Quelle:
EMEA-Pressemitteilung vom 25. September 2009
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Freitag, 29. Mai 2009
Neue Zulassungsempfehlungen der EMEA - Mai 2009
Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) hat in seiner Sitzung vom 26. bis 29. Mai 2009 positive Empfehlungen für die Zulassungen folgender Substanzen ausgesprochen:
* Everolimus (Afinitor, Novartis) zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, das bei oder nach Behandlung mit einer antiangiogenetischen Therapie fortschreitet.
* Plerixafor (Mozobil, Genzyme) in Kombination mit Granulocyten-Kolonie-stimulierendem Faktor (G-CSF) zu Verstärkunge der Mobilisierung von hämatopoetischen Stammzellen zur Sammlung und autologen Transplantation bei Patienten mit Lymphom oder multiplem Myelom mit schlechter Zellmobilisierung.
* Tolvaptan (Samsca, Otsuka) zur Behandlung der Hyponatriämie aufgrund einer unzureichenden ADH-Sekretion (SIADH).
Empfehlungen für Indikationserweiterungen:
* Pemetrexed (Alimta, Eli Lilly) zusätzlich als Monotherapie-Erhaltungstherapie von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, bei denen die Behandlung nach einer Platin-haltigen Chemotherapie nicht sofort fortschritt.
* Sildenafil (Revatio, Pfizer) zusätzlich zur Behandlung von Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) WHO-Klasse II.
Quelle:
http://www.emea.europa.eu/pdfs/human/press/pr/33058009en.pdf
* Everolimus (Afinitor, Novartis) zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, das bei oder nach Behandlung mit einer antiangiogenetischen Therapie fortschreitet.
* Plerixafor (Mozobil, Genzyme) in Kombination mit Granulocyten-Kolonie-stimulierendem Faktor (G-CSF) zu Verstärkunge der Mobilisierung von hämatopoetischen Stammzellen zur Sammlung und autologen Transplantation bei Patienten mit Lymphom oder multiplem Myelom mit schlechter Zellmobilisierung.
* Tolvaptan (Samsca, Otsuka) zur Behandlung der Hyponatriämie aufgrund einer unzureichenden ADH-Sekretion (SIADH).
Empfehlungen für Indikationserweiterungen:
* Pemetrexed (Alimta, Eli Lilly) zusätzlich als Monotherapie-Erhaltungstherapie von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, bei denen die Behandlung nach einer Platin-haltigen Chemotherapie nicht sofort fortschritt.
* Sildenafil (Revatio, Pfizer) zusätzlich zur Behandlung von Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) WHO-Klasse II.
Quelle:
http://www.emea.europa.eu/pdfs/human/press/pr/33058009en.pdf
Donnerstag, 23. April 2009
Neue Zulassungsempfehlungen der EMEA - April 2009
Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) hat in seiner Sitzung vom 20. bis 23. April 2009 positive Empfehlungen für die Zulassungen folgender Substanzen ausgesprochen:
http://www.emea.europa.eu/pdfs/human/press/pr/24966009en.pdf
http://www.emea.europa.eu/htms/human/opinion/opinion.htm
Fentanylcitrat (Instanyl, Nycomed) als Nasenspray für die Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Krebspatienten, die eine Dauertherapie mit Opioiden erhalten.Quelle:
Gefitinib (Iressa, AstraZeneca) für die Behandlung von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom mit Mutationen von EGFRTK.
Coffeincitrat (Nymusa, Chiesi) für die Behandlung der primären Apnoe bei Frühgeborenen.
Liraglutid (Victoza, Novo Nordisk) für die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2.
http://www.emea.europa.eu/pdfs/human/press/pr/24966009en.pdf
http://www.emea.europa.eu/htms/human/opinion/opinion.htm
Donnerstag, 26. Juni 2008
Neue Zulassungsempfehlungen der EMEA - Juni 2008
Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der EMEA hat in seinem Treffen im Juni 2008 u. a. für folgende Substanzen eine Zulassung empfohlen:
Quellen:
http://www.emea.europa.eu/htms/human/opinion/opinion.htm
http://www.emea.europa.eu/pdfs/human/press/pr/32726508en.pdf
- Etravirin (Intelence) von Janssen-Cilag in Kombination mit einem geboosteten Proteaseinhibitor and anderen antiretroviral wirkenden Substanzen für die Behandlung der HIV-Infektion bei vorbehandelten Erwachsenen (mehr zu Etravirin in diesem Blog)
- Lacosamid (Vimpat) von UCB Pharma, als Zusatztherapie bei Krampfanfällen mit oder oder sekundäre Generalisierung bei Patienten mit Epilepsie im Alter ab 16 Jahren (mehr zu Lacosamid in diesem Blog)
- Duloxetin (Cymbalta) von Lilly und Boehringer Ingelheim GmbH zur Behandlung von generalisierten Angsterkrankungen. Bisher ist Duloxetin für die Behandlung von schweren Depressionen und diabetischre Neuropathie zugelassen.
- Bosentan (Tracleer) von Actelion zur Behandlung von Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie Klasse II. Bisher ist Bosentan für Patienten mit PAH Klasse III zugelassen.
Quellen:
http://www.emea.europa.eu/htms/human/opinion/opinion.htm
http://www.emea.europa.eu/pdfs/human/press/pr/32726508en.pdf
Samstag, 3. Mai 2008
Tocilizumab bei rheumatoider Arthritis
Tocilizumab ist ein humanisierter Antikörper, der das Zytokin Interleukin 6 (IL-6) blockiert. IL-6 ist an der Entstehung und Aufrechterhaltung der systemischen und der Gelenksymptome bei rheumatoider Arthritis beteiligt. Es ist ein kleines Polypeptid, das aus vier alpha-helikalen Bereichen besteht, die durch Disulfid-Brücken stabilisiert werden. Seine Wirkungen vermittelt es durch Bindung an membrangebundene und lösliche IL-6-Rezeptoren, die Glykoprotein (gp)130 als signalübertragende Einheit verwenden. IL-6 kann Zellen ohne membranständige Rezeptoren durch Bindung an lösliche Rezeptoren über gp130 aktivieren. Es hat vielfältige Funktionen, so wirkt es unter anderem auf B-Zellen, T- Zellen, Chondrozyten, Makrophagen und auch Osteoklasten. Es spielt eine Rolle bei Entzündungsvorgängen, beim Überleben von Krebszellen, bei der Differenzierung von Nervenzellen und bei der Blutbildung.
Tocilizumab bindet sowohl an membranständige als auch an lösliche IL-6-Rezeptoren.
In der OPTION-Studie und in der TOWARD-Studie über je 24 Wochen wurde eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von Tocilizumab bei Patienten mit rheumatoider Arthritis gezeigt. CRP-Werte besserten sich rasch und die Fatigue der Patienten nahm ab.
Es wurden keine vermehrten Infektionen beobachtet, es kommt jedoch zu Veränderungen im Fettstoffwechsel, die beobachtet werden müssen.
Im April 2008 hat Chugai in Japan die Zulassung für Actemra (Tocilizumab) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) erhalten. Actemra wurde von den japanischen Behörden für die Indikation der rheumatoiden Arthritis, einschliesslich der Vorbeugung von strukturellen Gelenkschädigungen zugelassen. Mit dieser Zulassung ist auch die Behandlung der juvenilen idiopathischen Arthritis möglich.
Japan ist weltweit der erste Markt, in dem Tocilizumab für die Behandlung der RA ist. In der EU wird die Zulassung zum Jahreswechsel 2008/2009 erwartet. Welchen Handelsnamen Tocilizumab in Europa erhalten wird, ist noch offen.
Quellen:
Pressekonferenz der Roche Pharma AG und der Chugai Pharma Marketing Ltd., Berlin, 29. April 2008
http://www.roche.com/de/med-cor-2008-04-16b
Tocilizumab bindet sowohl an membranständige als auch an lösliche IL-6-Rezeptoren.
In der OPTION-Studie und in der TOWARD-Studie über je 24 Wochen wurde eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von Tocilizumab bei Patienten mit rheumatoider Arthritis gezeigt. CRP-Werte besserten sich rasch und die Fatigue der Patienten nahm ab.
Es wurden keine vermehrten Infektionen beobachtet, es kommt jedoch zu Veränderungen im Fettstoffwechsel, die beobachtet werden müssen.
Im April 2008 hat Chugai in Japan die Zulassung für Actemra (Tocilizumab) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) erhalten. Actemra wurde von den japanischen Behörden für die Indikation der rheumatoiden Arthritis, einschliesslich der Vorbeugung von strukturellen Gelenkschädigungen zugelassen. Mit dieser Zulassung ist auch die Behandlung der juvenilen idiopathischen Arthritis möglich.
Japan ist weltweit der erste Markt, in dem Tocilizumab für die Behandlung der RA ist. In der EU wird die Zulassung zum Jahreswechsel 2008/2009 erwartet. Welchen Handelsnamen Tocilizumab in Europa erhalten wird, ist noch offen.
Quellen:
Pressekonferenz der Roche Pharma AG und der Chugai Pharma Marketing Ltd., Berlin, 29. April 2008
http://www.roche.com/de/med-cor-2008-04-16b
Donnerstag, 1. Mai 2008
FDA lehnt Zulassung von Niacin/Laropiprant ab
Während die europäische Zulassungsbehörde EMEA die Zulassung von Niacin/Laropiprant vor einigen Tagen empfohlen hat (http://medpharmtext.blogspot.com/2008/04/neue-zulassungsempfehlungen-der-emea.html),
lehnte nun die amerikanische FDA die Zulassung ab. Die Gründe sind nicht bekannt. Lipid-Experten spekulieren, dass es möglicherweise Sicherheitsbedenken sind und die Behörde weitere Daten für erforderlich hält.
Laropiprant soll den durch Niacin induzierten Flush verringern: siehe http://medpharmtext.blogspot.com/2008/01/laropiprant-verhindert-flush-bei-niacin.html
Quelle:
http://www.theheart.org/article/860399.do
lehnte nun die amerikanische FDA die Zulassung ab. Die Gründe sind nicht bekannt. Lipid-Experten spekulieren, dass es möglicherweise Sicherheitsbedenken sind und die Behörde weitere Daten für erforderlich hält.
Laropiprant soll den durch Niacin induzierten Flush verringern: siehe http://medpharmtext.blogspot.com/2008/01/laropiprant-verhindert-flush-bei-niacin.html
Quelle:
http://www.theheart.org/article/860399.do
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