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Montag, 10. Juni 2024

Insulin icodec von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 17. Mai 2024 Insulin icodec (Awiqli, Novo Nordisk) zur Behandlung des Diabetes mellitus bei Erwachsenen zugelassen. Es ist ein Basalinsulin zur einmal wöchentlichen  subkutanen Verabreichung. Die Verabreichung sollte immer am gleichen Wochentag erfolgen.

Durch die Bindung an Albumin sowie eine reduzierte Insulinrezeptor-Bindung und -Clearance wird eine langsame und stetige Glucose-senkende Wirkung von Insulin icodec erreicht. Die verlängerte Halbwertszeit von Insulin icodec ist dadurch bedingt, dass Insulin icodec langsam und kontinuierlich aus dem Albumin-gebundenen Speicher im Blutkreislauf und im interstitiellen Kompartiment freigesetzt wird und spezifisch an den Insulinrezeptor bindet. Bindet Insulin icodec an den Humaninsulinrezeptor, führt dies zu denselben pharmakologischen Effekten wie Humaninsulin.

Innerhalb des klinischen Phase-3a-Studienprogramms ONWARDS wurden Wirksamkeit und Sicherheit von einmal wöchentlich verabreichtem Insulin icodec versus herkömmlichen Basalinsulinen untersucht. Im Vergleich zu herkömmlichen Basalinsulinen erzielte das Wocheninsulin dabei eine effektive Blutzuckerkontrolle, gemessen an der Veränderung des HbA1c in Woche 52 bzw. 26, und konnte die Nicht-Unterlegenheit gegenüber herkömmlichen Basalinsulinen belegen (primärer Endpunkt).

Quelle

Info der EMA



Dienstag, 7. Mai 2019

Sotagliflozin von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat Ende April 2019  Sotagliflozin (Zynquista, Sanofi) zusätzlich zu Insulin für die orale Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 zugelassen, deren BMI ≥ 27 kg/qm beträgt und bei denen trotz optimaler Insulintherapie keine adäquate glykämische Kontrolle erreicht werden kann.

Sotagliflozin ist ein dualer Inhibitor des Natrium-Glucose-Cotransporter Typ 1 (SGLT1) und SGLT2. Die lokale Hemmung des im Darm vorkommenden SGLT1, dem Haupttransporter bei der Glucoseresorption, verzögert und verringert die Glucoseresorption im proximalen Darmabschnitt,  was eine Abschwächung und Verzögerung der postprandialen Hyperglykämie zur Folge hat. SGLT2 ist der Transporter, der maßgeblich für die Rückresorption von Glucose aus dem glomerulären Filtrat zurück in den Blutkreislauf verantwortlich ist. Durch die Hemmung von SGLT2 reduziert  Sotagliflozin die Rückresorption von gefilterter Glucose in den Nieren und senkt die renale Glucoseschwelle, wodurch die Ausscheidung von Glucose über den Urin erhöht wird.
Wirksamkeit und Sicherheit von Sotagliflozin bei Typ-1-Diabetes-Patienten, die auf ihre derzeitige Insulintherapie nicht adäquat ansprechen, wurde in drei doppelblinden, placebokontrollierten Studien untersucht. In inTandem1 (Studie 1) und inTandem2 (Studie 2) wurde Sotagliflozin zusätzlich bei einer optimierten Insulintherapie angewendet, während in inTandem3 (Studie 3) Sotagliflozin zusätzlich zu einem beliebigen Insulinregime angewendet wurde bei Patienten, die ihren HbA1c-Zielwert nicht erreichten.

Quelle
EPAR der EMA


Montag, 4. März 2019

Sotagliflozin von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Februar 2019 empfohlen, Sotagliflozin (Zynquista, Sanofi) zusätzlich zu Insulin für die orale Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 zuzulassen, deren BMI ≥ 27 kg/qm beträgt und bei denen trotz optimaler Insulintherapie keine adäquate glykämische Kontrolle erreicht werden kann.

Sotagliflozin ist ein Hemmer des SGLT1 und SGLT2 in Darm und Nieren. Dadurch hemmt und vermindert es die Glucoseabsorption in Darm und Nieren. Es verbessert dadurch die glykämische Kontrolle, senkt das Körpergewicht und erhöhte Blutdruckwerte.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 1. März 2019

Donnerstag, 27. November 2014

Dulaglutid von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 25. November 2014 Dulaglutid (Trulicity, Lilly) für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen. Dulaglutid kann in Monotherapie bei Patienten angewendet werden, die auf Diät und körperliche Aktivität nicht ausreichend ansprechen und bei denen Metformin nicht eingesetzt werden kann. Außerdem ist die Anwendung in Kombination mit anderen Blutzuckerspiegel-senkenden Medikamenten einschließlich Insulin möglich.
Dulaglutid ist wie Exenatid, Liraglutid und Lixisenatid ein s.c. applizierbarer GLP1-Rezeptoragonist.

Quelle:
Mitteilung der EU-Kommission

Donnerstag, 7. August 2014

Empagliflozin von der FDA zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Empagliflozin (Jardiance, Boehringer Ingelheim) für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 in Monotherapie und in Kombination mit anderen Blutzucker-senkenden Medikamenten einschließlich Insulin zugelassen, wenn mit diesen keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erreicht werden kann.
Von der EU-Kommission war die Substanz am Anfang Juni 2014 zugelassen worden.
Empagliflozin ist wie z.B. Dapagliflozin oder Canagliflozin ein SGLT2-Hemmer. Durch Hemmung des Natrium-Glucose-Cotransporter-2-Proteins in den Nieren wird vermehrt Glucose über den Urin ausgeschieden und damit die glykämische Kontrolle bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 verbessert ohne die Insulinsekretion zu verstärken.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 1. August 2014

Samstag, 28. Juni 2014

Inhalierbares Insulin von der FDA zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat inhalierbares Insulin (Afrezza, MannKind) zugelassen.

Inhalierbares Insulin (Afrezza) ist ein rasch wirksames Insulin, das zu Beginn jeder Mahlzeit oder innerhalb von 20 Minuten nach Beginn einer Mahlzeit inhaliert wird. Es muss in Kombination mit lang wirksamem Insuln bei Typ-1-Diabetikern eingesetzt werden. Es wird nicht für die Behandlung der diabetischen Ketoazidose oder für die Behandlung von rauchenden Patienten empfohlen.
Ausdrücklich wird auf das Risiko akuter Bronchospasmen hingewiesen, die bei Patienten mit Asthma und COPD beobachtet wurden. Es soll deshalb nicht bei Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen verwendet werden.
Häufigste unerwünschte Wirkungen in den klinischen Studien waren Hypoglykämie, Husten und Halsschmerzen bzw. Reizungen.
Die FDA hat inhalierbares Insulin mit einer Risk Evaluation and Mitigation Strategy zugelassen.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 27. Juni 2014

Aflibercept: EMA empfiehlt Zulassungserweiterung

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Juni 2014 empfohlen,  die Zulassung von Aflibercept (Eylea, Bayer) zu erweitern. Es soll nun auch bei Sehstörungen aufgrund eines diabetischen Makulaödems eingesetzt werden können.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. Juni  2014

Montag, 2. Juni 2014

Empagliflozin von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 27. Mai 2014 Empagliflozin (Jardiance, Boehringer Ingelheim) für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen.

Empagliflozin ist wie z.B. Dapagliflozin oder Canagliflozin ein SGLT2-Hemmer. Durch Hemmung des Natrium-Glucose-Cotransporter-2-Proteins in den Nieren wird vermehrt Glucose über den Urin ausgeschieden und damit die glykämische Kontrolle bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 verbessert ohne die Insulinsekretion zu verstärken.
Es kann nun für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 in Monotherapie und in Kombination mit anderen Blutzucker-senkenden Medikamenten einschließlich Insulin eingesetzt werden, wenn mit diesen keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erreicht werden kann.

Quelle
Mitteilung der EU-Kommission

Freitag, 25. April 2014

Albiglutid nun auch von der FDA zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat nun auch Albiglutid (Tanzeum) für die Behandlung von Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen.

Albiglutid war Ende März 2014 als Eperzan (GSK) von der EMA bereits zugelassen worden. Es ist ein GLP-1-Agonist (Glucacon-like peptide), in dem ein GLP1-Analogon an Albumin gebunden ist, was zu einer verlängerten Halbwertszeit der Substanz führt. Wie natives GLP1 führt die parenterale Gabe von Albiglutid zu einer Verstärkung der Glucose-abhängigen Insulinsekretion und einer Verringerung der Glucagon-Freisetzung.
In den USA wird im Beipackzettel auf das Risiko von Schilddrüsentumoren hingewiesen, die in Studien an Nagern vermehrt aufgetreten waren. Außerdem sollte es nicht bei Patienten mit einem medulllären Schilddrüsenkarzinom in der Anamnese eingesetzt werden.
Die FDA fordert zudem noch eine Reihe von Studien, so zur Dosierung, Wirksamkeit und Sicherheit bei Kindern, ein Fallregister über mindestens 15 Jahre zur Erfassung von medullären Schilddrüsenkarzinomen sowie eine Studie zum kardiovaskulären Risiko. Sie hat Albiglutid mit einer Risk Evaluation and Mitigation Strategy (REMS) zugelassen.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 15. April 2014

Mittwoch, 2. April 2014

Albiglutid von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 26. März 2014 Albiglutid (Eperzan, GSK) für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen.

Albiglutid (Eperzan, GSK) ist ein GLP-1-Agonist (Glucacon-like peptide), in dem ein GLP1-Analogon an Albumin gebunden ist, was zu einer verlängerten Halbwertszeit der Substanz führt. Wie natives GLP1 führt die parenterale Gabe von Albiglutid zu einer Verstärkung der Glucose-abhängigen Insulinsekretion und einer Verringerung der Glucagon-Freisetzung.
Albiglutid ist zugelassen für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle und zwar als Monotherapie, wenn mit Diät und körperlicher Beweung allein keine ausreichende Blutzuckernormalisierung erreicht werden kann und Metformin wegen Kontraindikationen oder Unverträglichkeiten nicht einsetzbar ist.
Albiglutid kann als Zusatztherapie in Kombination mit anderen Blutzucker-senkenden Arzneimitteln einschließlich Basalinsulin eingesetzt werden, wenn mit diesen trotz Diät und ausreichenden Bewegung keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erreicht werden kann.
Häufigste Nebenwirkungen sind Übelkeit, Diarrhö und Reaktionen an der Injektionsstelle. Als Teil der Zulassung muss ein Pharmakovigilanzprogramm implementiert werden.

Quelle:
Mitteilung der EU-Kommission

Freitag, 21. März 2014

Empagliflozin von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom März  2014 empfohlen, Empagliflozin (Jardiance, Boehringer Ingelheim) für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 in Monotherapie und in Kombination mit anderen Blutzucker-senkenden Medikamenten einschließlich Insulin zuzulassen, wenn mit diesen keine ausreichend Blutzuckerkontrolle erreicht werden kann.


Empagliflozin ist wie z.B. Dapagliflozin oder Canagliflozin ein SGLT2-Hemmer. Durch Hemmung des Natrium-Glucose-Cotransporter-2-Proteins in den Nieren wird vermehrt Glucose über den Urin ausgeschieden und damit die glykämische Kontrolle bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 verbessert ohne die Insulinsekretion zu verstärken.
Häufigste Nebenwirkungen sind Hypoglykämie (bei Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffderivaten), Infektionen der Harnwege und des Genitaltrakts, Hautjucken und verstärktes Wasserlassen.
Als Teil der Zulassung muss ein Pharmakovigilanzprogramm implementiert werden.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 20. März 2014

Samstag, 25. Januar 2014

Albiglutid von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner
Sitzung vom Januar 2014 empfohlen, Albiglutid (Eperzan, GSK) für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zuzulassen.

Albiglutid (Eperzan, GSK) ist ein GLP-1-Agonist (Glucacon-like peptide), in dem ein GLP1-Analogon an Albumin gebunden ist, was zu einer verlängerten Halbwertszeit der Substanz führt. Wie natives GLP1 führt die parenterale Gabe von Albiglutid zu einer Verstärkung der Glucose-abhängigen Insulinsekretion und einer Verringerung der Glucagon-Freisetzung. Häufigste Nebenwirkungen sind Übelkeit, Diarrhö und Reaktionen an der Injektionsstelle. Als Teil der Zulassung muss ein Pharmakovigilanzprogramm implementiert werden.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 23. Januar 2014

Mittwoch, 8. Januar 2014

Dapagliflozin von der FDA zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Dapagliflozin (Farxiga, BMS) für die Behandlung von Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen.

Dapagliflozin (Farxiga, BMS) ist ein selektiver und reversibler SGLT2-Hemmer. Durch Hemmung des Natrium-Glucose-Cotransporter-2-Proteins in den Nieren wird vermehrt Glucose über den Urin ausgeschieden und damit die glykämische Kontrolle bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 verbessert ohne die Insulinsekretion zu verstärken.
Die EU-Kommission hat Dapagliflozin (Forxiga) bereits am 11. November 2012 für die Behandlung von Typ-2-Diabetikern zugelassen.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 8. Januar 2014

Freitag, 22. November 2013

Canagliflozin von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 19. November 2013 Canagliflozin (Invokana, Janssen-Cilag) für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus zugelassen.

Canagliflozin (Invokana, Janssen-Cilag) ist ein Hemmer des Natrium-Glucose-Co-Transporters-2 (SGLT2) in den Nieren und führt damit zu einer verstärkten Glucoseausscheidung über den Urin. Hierdurch sinkt der Blutzuckerspiegel bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2.



Canagliflozin kann oral verabreicht werden, es kann als Monotherapie bei Patienten eingesetzt werden, die Metformin nicht vertragen oder bei es nicht angezeigt ist. Zudem kann es als Zusatztherapie zu anderen Blutzucker-senkenden Substanzen einschließlich Insulin eingesetzt werden.
Häufigste Nebenwirkungen sind Hypoglykämie (in Kombination mit Insulin und Sulfonylharnstoffen), vulvovaginale Candidose, Harnwegsinfektion und Polyurie.
Als Teil der Marktzulassung ist ein Pharmakovigilanzprogramm zu implementieren.

Quelle:
EU-Kommission

Dienstag, 8. Oktober 2013

Saxagliptin: Zulassung auf Monotherapie erweitert

Die EU-Kommission hat die Zulassung von Saxagliptin (Onglyza, BMS/AstraZeneca) erweitert. Der DPP-IV-Hemmer kann nun auch in Monotherapie bei unzureichend kontrollierten Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt werden können, die Metformin nicht vertragen.



Montag, 23. September 2013

Canagliflozin zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom September 2013 empfohlen, Canagliflozin (Invokana, Janssen-Cilag) für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus zuzulassen.

Canagliflozin (Invokana, Janssen-Cilag) ist ein Hemmer des Natrium-Glucose-Co-Transporters-2 (SGLT2) in den Nieren und führt damit zu einer verstärkten Glucoseausscheidung über den Urin. Hierdurch sinkt der Blutzuckerspiegel bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2.
Canagliflozin kann oral verabreicht werden, es soll als Monotherapie bei Patienten eingesetzt werden, die Metformin nicht vertragen oder bei es nicht angezeigt ist. Zudem soll es als Zusatztherapie zu anderen Blutzucker-senkenden Substanzen einschließlich Insulin verwendet werden können.
Häufigste Nebenwirkungen sind Hypoglykämie (in Kombination mit Insulin und Sulfonylharnstoffen), vulvovaginale Candidose, Harnwegsinfektion und Polyurie.
Als Teil der Marktzulassung soll ein Pharmakovigilanzprogramm implementiert werden.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 19. September 2013

Montag, 1. April 2013

Canagliflozin von der FDA zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Canagliflozin (Invokana, Janssen) für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen.

 Canagliflozin (Invokana, Janssen) ist wie das in der EU zugelassene Dapagliflozin  ein selektiver und reversibler SGLT2-Hemmer.



Durch Hemmung des Natrium-Glucose-Cotransporter-2-Proteins in den Nieren wird vermehrt Glucose über den Urin ausgeschieden und damit die glykämische Kontrolle bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 verbessert ohne die Insulinsekretion zu verstärken.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 29. März 2013

Montag, 4. Februar 2013

Lixisenatid von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat den GLP-1-Rezeptorangonisten Lixisenatid (Lyxumia, Sanofi-Aventis) für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen.

Lixisenatid (Lyxumia, Sanofi-Aventis) ist wie beispielsweise Exenatid ein  GLP-1-Agonist, der die Insulinfreisetzung aus den Inselzellen des Pankreas stimuliert, die Glucagonsekretion hemmt, die Magenentleerung verzögert und das Körpergewicht verringert.




Lixisenatid muss  einmal täglich subkutan injiziert werden. Es ist für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 in Kombination mit oralen Antidiabetika und/oder Basalinsulin zugelassen, wenn mit der bisherigen Therapie keine ausreichende glykämische Kontrolle erreicht werden konnte. Als Teil der Zulassung muss ein Pharmakovigilanzprogramm implementiert werden.
Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen des klinischen Studienprogramms GetGoal. Das internationale GetGoal-Programm umfasste elf klinische Studien, an denen über 5.000 Patienten mit Typ-2-Diabetes teilnahmen.

Sonntag, 27. Januar 2013

Alogliptin von der FDA zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat den DPP-IV-Hemmer Alogliptin (Nesina) allein und in Fix-Kombination mit Metformin (Kazano) sowie Pioglitazon (Oseni) zugelassen.

Alogliptin (Takeda) ist ein DPP-IV-Hemmer, der zusammen mit Diät und körperlicher Bewegung für die Therapie von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 allein oder in Kombination eingesetzt wird.



Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 25. Januar 2013

Dienstag, 22. Januar 2013

Insulin degludec von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat Insulin degludec (Tresiba, Novo Nordisk) für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus zugelassen.

Insulin decludec (Tresiba, Novo Nordisk) ist ein neues Basal-Insulinanalogon, das erstmals in einer höheren Stärke als der EU-weite Standard (100 IE/ml) zur Verfügung steht, nämlich in zwei Pen-Formulierungen mit 100 IE/ml und 200 IE/ml. Die Zulassung der 200 IE/ml-Zubereitung erlaubt Dosierungen bis zu 160 IE in einer Injektion, was dem steigenden Bedarf an höheren Insulindosen gerecht werden soll.
Das Insulinanalogon unterscheidet sich in seiner Primärstruktur nur  wenig von Humaninsulin. Nur die letzte Aminosäure der B-Kette, Threonin, fehlt. Stattdessen wurde an das Insulinmolekül über einen Gammaglutaminsäure-Linker eine Fettsäure mit 16 Kohlenstoffen angehängt. Insulin degludec bildet nach subkutaner Injektion lösliche Multi-Hexamere, die als Depot fungieren. Die gleichmäßige langsame Freisetzung von Insulin aus diesem Depot sowie die zusätzliche Bindung an Albumin im Blut sind für die  lange Wirkungsdauer verantwortlich. Diese soll bei mehr als 42 Stunden liegen.

Quelle:
PM-Live vom 22. Januar 2013