In einem Rote-Hand-Brief informiert der Hersteller von Tredaptive, dass der Vertrieb zum 21. Januar 2013 eingestellt wurde, weil das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) zu dem Schluss gekommen ist, dass der Nutzen die Risiken nicht mehr überwiegt.
Tredaptive® sollte nicht weiter verordnet werden. Ärzte sollten die Therapie ihrer Patienten auf eine Behandlung mit Tredaptive® hin durchsehen, um diese Behandlung zu beenden. Apotheker sollten Patienten mit einem Rezept für Tredaptive® an den behandelnden Arzt verweisen.
Quelle:
AkdÄ Drug Safety Mail vom 21. Januar 2013
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Dienstag, 22. Januar 2013
Samstag, 12. Januar 2013
Laropiprant/Nicotinsäure: PRAC empfiehlt Marktrücknahme
Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) der Europäische Zulassungsbehörde (EMA) empfiehlt eine Marktrücknahme von Laropiprant/Nicotinsäure. Der Hersteller hat mittlerweile angekündigt,die Verfügbarkeit weltweit auszusetzen.
Quellen:
Mitteilung der EMA vom 11. Januar 2013
Pressemitteilung MSD Sharp & Dohme vom 11. Januar 2013
Quellen:
Mitteilung der EMA vom 11. Januar 2013
Pressemitteilung MSD Sharp & Dohme vom 11. Januar 2013
Donnerstag, 3. Januar 2013
Nicotinsäure/Laropiprant: Rote-Hand-Brief - keine neuen Patienten auf diese Therapie einstellen
Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über neue Daten zu Nicotinsäure/Laropiprant (Tredaptive®). Aufgrund des derzeitigen Verständnisses der neuen Daten sollten keine neuen Patienten auf Tredaptive® eingestellt werden. Es ist zurzeit nicht notwendig, eine laufende Behandlung zu beenden.
Der Hersteller informiert über neue Daten aus der kardiovaskulären Endpunktstudie HPS2-THRIVE (Heart Protection Study 2 – Treatment of HDL to Reduce the Incidence of Vascular Events) mit Laropiprant/Nicotinsäure (Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung): Der primäre Endpunkt, die Reduktion schwerwiegender vaskulärer Ereignisse, wurde nicht erreicht. Auch in Kombination mit einem Statin reduzierte Laropiprant/Nicotinsäure das Risiko für schwerwiegende vaskuläre Ereignisse nicht. Bei dieser Kombination war jedoch die Inzidenz einiger schwerwiegender nicht tödlicher unerwünschter Wirkungen im Vergleich zu einer Statin-Monotherapie statistisch signifikant erhöht. Weitere Analysen der neuen Daten werden durchgeführt.
Quelle:
Drug Safety Mail vom 2. Januar 2013
Der Hersteller informiert über neue Daten aus der kardiovaskulären Endpunktstudie HPS2-THRIVE (Heart Protection Study 2 – Treatment of HDL to Reduce the Incidence of Vascular Events) mit Laropiprant/Nicotinsäure (Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung): Der primäre Endpunkt, die Reduktion schwerwiegender vaskulärer Ereignisse, wurde nicht erreicht. Auch in Kombination mit einem Statin reduzierte Laropiprant/Nicotinsäure das Risiko für schwerwiegende vaskuläre Ereignisse nicht. Bei dieser Kombination war jedoch die Inzidenz einiger schwerwiegender nicht tödlicher unerwünschter Wirkungen im Vergleich zu einer Statin-Monotherapie statistisch signifikant erhöht. Weitere Analysen der neuen Daten werden durchgeführt.
Quelle:
Drug Safety Mail vom 2. Januar 2013
Freitag, 21. Dezember 2012
Laropiprant/Nicotinsäure: EMA beginnt Review
Die Europäische Zulassungsbehörde (EMA) hat eine Überprüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von Laropiprant/Nicotinsäure (z. B. Tredaptive) begonnen.
Die Überprüfung wurde durch eine Mitteilung des Herstellers ausgelöst, der vorläufige Ergebnisse einer großen Langzeitstudie vorlegte, in der klinische Wirkungen von Statin ohne oder mit Laropiprant/Nicotinsäure untersucht werden. Die zusätzliche Gabe von Laropiprant/Nicotinsäure senkte das Risiko schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse nicht im Vergleich zu Statin allein. Zusätzlich kam es nach den vorläufigen Ergebnissen mit der Kombination häufiger zu schweren, nichttödlichen Nebenwirkungen. Eine erste Stellungnahme des PRAC und des CHMP wird im Januar 2013 erwartet.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 21. Dezember 2012
Die Überprüfung wurde durch eine Mitteilung des Herstellers ausgelöst, der vorläufige Ergebnisse einer großen Langzeitstudie vorlegte, in der klinische Wirkungen von Statin ohne oder mit Laropiprant/Nicotinsäure untersucht werden. Die zusätzliche Gabe von Laropiprant/Nicotinsäure senkte das Risiko schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse nicht im Vergleich zu Statin allein. Zusätzlich kam es nach den vorläufigen Ergebnissen mit der Kombination häufiger zu schweren, nichttödlichen Nebenwirkungen. Eine erste Stellungnahme des PRAC und des CHMP wird im Januar 2013 erwartet.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 21. Dezember 2012
Donnerstag, 1. Mai 2008
FDA lehnt Zulassung von Niacin/Laropiprant ab
Während die europäische Zulassungsbehörde EMEA die Zulassung von Niacin/Laropiprant vor einigen Tagen empfohlen hat (http://medpharmtext.blogspot.com/2008/04/neue-zulassungsempfehlungen-der-emea.html),
lehnte nun die amerikanische FDA die Zulassung ab. Die Gründe sind nicht bekannt. Lipid-Experten spekulieren, dass es möglicherweise Sicherheitsbedenken sind und die Behörde weitere Daten für erforderlich hält.
Laropiprant soll den durch Niacin induzierten Flush verringern: siehe http://medpharmtext.blogspot.com/2008/01/laropiprant-verhindert-flush-bei-niacin.html
Quelle:
http://www.theheart.org/article/860399.do
lehnte nun die amerikanische FDA die Zulassung ab. Die Gründe sind nicht bekannt. Lipid-Experten spekulieren, dass es möglicherweise Sicherheitsbedenken sind und die Behörde weitere Daten für erforderlich hält.
Laropiprant soll den durch Niacin induzierten Flush verringern: siehe http://medpharmtext.blogspot.com/2008/01/laropiprant-verhindert-flush-bei-niacin.html
Quelle:
http://www.theheart.org/article/860399.do
Donnerstag, 24. April 2008
Neue Zulassungsempfehlungen der EMEA - April 2008
Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der EMEA hat in seinem Treffen vom 21. bis 24. April 2008 u. a. für folgende Substanzen eine Zulassung empfohlen:
Quellen:
http://www.emea.europa.eu/htms/human/opinion/opinion.htm
http://www.emea.europa.eu/pdfs/human/press/pr/20594708en.pdf
- Icatibant (Firazyr, Jerini): Orphan Drug zur Behandlung des hereditären Angioödems bei Erwachsenen mit C1-Esterase-Mangel.
- Ranolazin (Latixa, CV Therapeutics) zur Behandlung der stabilen Angina pectoris.
- Methylnaltrexonbromid (Relixor, Wyeth) zur Behandlung der Opioid-induzierten Obstipation bei schwer kranken Patienten, die palliativ behandelt werden.
- Nicotinsäure/Laropiprant (Tredaptive/Trevaclyn/Pelzont, MSD Sharp & Dohme) zur Behandlung der Dyslipidämie, wobei Laropiprant den Nicotinsäure-induzierten Flush vermindern soll
- Lapatinib (Tyverb, GSK) - die Neubewertung der Empfehlung aufgrund von hepatotoxischen Nebenwirkungen ergab bei der vorgesehenen Indikation eine positive Nutzen-Risiko-Beurteilung. Entsprechende Hinweise auf hepatotoxische Wirkungen müssen in die Fachinformation aufgenommen werden.
Quellen:
http://www.emea.europa.eu/htms/human/opinion/opinion.htm
http://www.emea.europa.eu/pdfs/human/press/pr/20594708en.pdf
Freitag, 11. Januar 2008
Laropiprant verhindert Flush bei Niacin-Therapie
90 % der mit Niacin behandelten Patienten bekommen Flushs, die bei der ersten Dosis am schlimmsten sein können, aber auch chronisch oder intermittierend auftreten und kaum vorsehbar sind. Auch die Flush-Symptomatik, also die Erweiterung von Gefäßen in der Haut, wird wie die Hauptwirkung HDL-Cholesterolerhöhung, über den GPR109-A-Rezeptor vermittelt. Darüber hinaus ist bekannt, dass bei der Flush-Symptomatik spezifische über Prostaglandin D2 und E2 vermittelte Reaktionen beteiligt sind. Niacin stimuliert insbesondere in der Haut die Synthese von Prostaglandin D2. Dieses wirkt vorwiegend über DP1-Rezeptoren vasodilatatorisch. Laropiprant (Abb. 1.) ist ein DP1-Rezeptorantagonist, der in verschiedenen Tiermodellen und Untersuchungen am Menschen die Niacin-induzierte Gefäßerweiterung verhinderte. In einer festen Kombination mit retardiertem Niacin wird Laropiprant als CordaptiveTM derzeit in klinischen Studien untersucht.

Ergebnisse einer Phase-III-Studie vorgestellt. In dieser multizentrischen internationalen doppelblind und randomisiert durchgeführten Studie wurden Männer und Frauen mit primärer Hypercholesterolämie oder gemischter Dyslipidämie wie folgt behandelt

Ergebnisse einer Phase-III-Studie vorgestellt. In dieser multizentrischen internationalen doppelblind und randomisiert durchgeführten Studie wurden Männer und Frauen mit primärer Hypercholesterolämie oder gemischter Dyslipidämie wie folgt behandelt
Die Wirkungen auf den Fettstoffwechsel waren bei den mit Niacin behandelten Patienten mit und ohne Gabe von Laropiprant ähnlich.
In der Kombinationsgruppe wurde signifikant seltener eine Flush-Symptomatik beobachtet, und zwar sowohl in der ersten Woche als auch im weiteren Verlauf der Behandlung. In der Kombinationsgruppe brachen mit 10,2 % signifikant weniger Patienten die Therapie wegen Flush-Symptomatik ab als in der Monotherapie-Gruppe mit 22,2 %.
Quelle:
Heinzl S. Laropiprant. Verhindert Flush bei Niacin-Therapie. Arzneimitteltherapie 2008; 26:34-5.
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