Freitag, 20. Februar 2026
Depemokimabvon der EU-Kommission zugelassen
Donnerstag, 29. Januar 2026
Donidalorsen von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 19. Januar 2026 Donidalorsen (Dawnzera, Otsuka) zur routinemäßigen Vorbeugung von wiederkehrenden Attacken des hereditären Angioödems (hereditary angioedema, HAE) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zugelassen.
Donidalorsen ist ein 2'-O-Methoxyethyl-modifiziertes Antisense-Oligonukleotid (ASO), das an eine triantennäre N-Acetylgalactosamin (GalNAc3)-Einheit konjugiert ist, die einen durch Ribonuklease H1 (RNase H1) vermittelten Abbau von Präkallikrein (PKK)-mRNA bewirkt, was zu einer verminderten Produktion von PKK-Protein führt. PKK ist ein Proenzym für Plasmakallikrein, das zur Freisetzung von Bradykinin führt, einem potenten Vasodilatator, der Entzündungen und Schwellungen bei HAE verursacht.
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Donidalorsen wurden in Studie 1 OASIS-HAE bei 90 Erwachsenen und Kindern untersucht.
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Levaaceetylleucin von der EU-Kommission zugelassen
Imlunestrant von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 9. Januar 2026 Imlunestrant (Inluriyo, Lilly) zur oralen Behandlung erwachsener Patienten mit Estrogenrezeptor (ER)-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit einer aktivierenden ESR1-Mutation zugelassen, deren Erkrankung nach einer vorherigen endokrinen Therapie progredient ist. Bei prä- oder perimenopausalen Frauen sowie Männern ist Imlumestrant mit einem LHRH-Agonisten zu kombinieren.
Imlunestrant ist ein Antagonist des Wildtyp- und mutierten Östrogenrezeptors α (ERα), der dessen Abbau bewirkt. Dies führt zur Hemmung der östrogenrezeptorabhängigen Gentranskription und der zellulären Proliferation in ER-positiven Brustkrebszellen.
Wirksamkeit und Sicherheit von Imlunestrant wurden in der globalen randomisierten, offenen Phase-3-Studie EMBER-3 bei erwachsenen Patienten mit ER-positivem, HER2–negativem, lokal fortgeschrittenem (nicht für eine kurative chirurgische Behandlung geeignet) oder metastasiertem Brustkrebs (mBC) untersucht , die zuvor mit einem Aromatasehemmer (AI) allein oder in Kombination mit einem CDK4/6-Inhibitor behandelt wurden.
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Etuvetidigen Autotemcel von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 9. Januar 2026 Etuvetidigen Autotemcel (Waskyra, Fondazione Telethon ETS) zur Behandlung von Patienten ab einem Alter von 6 Monaten mit Wiskott-Aldrich-Syndrom (WAS) zugelassen, die eine Mutation im WAS-Gen aufweisen und für die eine hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT) angemessen ist und für die kein geeigneter humanes Leukozytenantigen (HLA)-kompatibler verwandter Spender hämatopoetischer Stammzellen zur Verfügung steht.<br />
Bei Etuvetidigen Autotemcel handelt es sich um eine Gentherapie mit ex vivo genetisch veränderten autologen CD34+ hämatopoetischen Stamm- und Vorläuferzellen. Autologe CD34+ hämatopoetische Stamm- und Vorläuferzellen (HSVZ) werden aus mobilisiertem peripherem Blut des Patienten angereichert und mit einem lentiviralen Vektor (LVV) transduziert, der eine oder mehrere Kopien der komplementären Desoxyribonukleinsäure (cDNA) des humanen Wiskott-Aldrich-Syndroms (WAS) in das Genom der Zelle einfügt, wodurch die genetisch veränderten Zellen in die Lage versetzt werden, das funktionelle WAS-Protein zu exprimieren. Nach der Verabreichung fügen sich die genetisch veränderten Zellen in das hämatopoetische Kompartiment ein und besiedeln dieses neu. Diese genetisch veränderten Zellen, die das korrigierte WAS-Protein (WASP) enthalten, differenzieren und produzieren biologisch aktive lymphoide und myeloische Vorläufer, deren Nachkommen das WAS-Protein exprimieren.<br />
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Keuchhustenimpfstoff von der EU-Kommission zugelassen
Donnerstag, 22. Januar 2026
Teplizumab von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 8. Januar 2026 Teplizumab (Teizeild, Sanofi Winthrop) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 8 Jahren mit Typ-1-Diabetes (T1D) im Stadium 2 zur Verzögerung des Fortschreitens des T1D in das Stadium 3 zugelassen.
Teplizumab ist ein monoklonaler Antikörper (humanisiertes IgG1-Kappa), der mi rekombinanter DNA-Technik in Ovarialzellen des chinesischen Hamsters (CHO) hergestellt wird.
Teplizumab bindet an CD3 (ein auf T-Lymphozyten vorhandenes Zelloberflächenantigen) und verzögert das Fortschreiten der Erkrankung bei Patienten mit T1D im Stadium 2. Der Mechanismus könnte eine partielle agonistische Signalübertragung beinhalten, die eine Deaktivierung von autoreaktiven CD8+-T-Lymphozyten hervorruft und die immunvermittelte Betazellzerstörung reduziert. Teplizumab führt zu einem Anstieg des Anteils CD8+-T-Zellen mit Anzeichen von Erschöpfung im peripheren Blut.
Die Wirksamkeit von Teplizumab wurde in der Studie TN-10 untersucht, einer randomisierten doppelblinden, ereignisgesteuerten, placebokontrollierten Studie mit 76 Patienten im Alter von 8 bis 49 Jahren mit T1D im Stadium 2.
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Deutetrabenazin von der EU-Kommission zugelassen
Sonntag, 28. Dezember 2025
Rilzabrutinib von der EU-Kommission zugelassen
Freitag, 5. Dezember 2025
Nipocalimab von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 28. November 2025 Nipocalimab (Imaavy, Janssen-Cilag) als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie von erwachsenen und jugendlichen Patienten ab 12 Jahren mit generalisierter Myasthenia gravis (gMG) zugelassen, die Antikörper gegen Acetylcholinrezeptor (AChR) oder muskelspezifische Tyrosinkinase (MuSK) aufweisen.
Nipocalimab ist ein humaner monoklonaler IgG1-Antikörper, der spezifisch auf die IgG-FcBindungsstelle von FcRn abzielt und sowohl bei neutralem (extrazellulärem) als auch bei saurem pH-Wert (intrazellulärem) eine hohe Spezifität und Affinität aufweist, wodurch zirkulierendes IgG, einschließlich IgG-Autoantikörper, reduziert wird, ohne andere Immunglobuline (IgA, IgE oder IgM) zu beeinflussen. IgG-Autoantikörper sind die zugrundeliegende Ursache für die Pathogenese der MG. IgG-Autoantikörper beeinträchtigen die neuromuskuläre Übertragung durch Bindung an AChR, MuSK oder LRP4.
Sicherheit und Wirksamkeit von Nipocalimab zur Behandlung von Erwachsenen mit gMG wurden in einer 24-wöchigen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit 196 Patienten untersucht.
Quelle