Der CHMP der EMA empfiehlt Umeclidinumbromid in Mono- und Kombinationstherapie als Bronchodilatator zuzulassen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Februar 2014 empfohlen, Umeclidiniumbromid (Incruse, GSK) allein sowie in Kombination mit Vilanterol (Anoro, Laventair, GSK), für die Erhaltungstherapie von Erwachsenen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zuzulassen.
Umeclidiniumbromid ist ein lang wirkender Muskarinantagonist (LAMA), der die Bindung von Acetylcholis an die muskarinischen cholinergen Rezeptoren der Atemwegsmuskulatur hemmt.
Häufigste Nebenwirkungen sind Nasopharyngitis und Infektionen der oberen Atemwege. Möglicherweise ist das Risiko für kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Ereignisse erhöht. Dieses Risiko muss ein einer weiteren Studie näher untersucht werden.
Als Teil der Zulassung muss ein Pharmakovigilanzprogramm implementiert werden.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 20. Februar 2014
Dienstag, 25. Februar 2014
Strontiumranelat: EMA empfiehlt Einschränkungen
Die EMA empfiehlt, die Anwendung von Strontiumranelat (Protelos/Osselor) wegen eines erhöhten kardiovaskulären Risiko bei entsprechenden Patienten einzuschränken.
Strontiumranelat (Protelos/Osselor) soll nur noch zum Behandlung von Patienten mit Osteoporose eingesetzt werden, bei denen keine anderen Osteroporose-Therapeutika angewendet werden können. Die Patienten müssen kontinuierlich überwacht werden und die Therapie ist abzubrechen, wenn der Patient Herz-Kreislauf-Probleme entwickelt. Patienten mit kardiovaskulären Beschwerden, z. B. Herzinfarkt oder Schaganfall, in der Anamnese dürfen nicht behandelt werden.
Quelle:
Mitteilung der FDA vom 21. Februar 2014
Strontiumranelat (Protelos/Osselor) soll nur noch zum Behandlung von Patienten mit Osteoporose eingesetzt werden, bei denen keine anderen Osteroporose-Therapeutika angewendet werden können. Die Patienten müssen kontinuierlich überwacht werden und die Therapie ist abzubrechen, wenn der Patient Herz-Kreislauf-Probleme entwickelt. Patienten mit kardiovaskulären Beschwerden, z. B. Herzinfarkt oder Schaganfall, in der Anamnese dürfen nicht behandelt werden.
Quelle:
Mitteilung der FDA vom 21. Februar 2014
Methysergid: EMA empfiehlt Einschränkung der Anwendung
Die EMA empfiehlt,die Anwendung von Methysergid-haltigen Arzneimitteln wegen des Risiko einer Fibrose einzuschränken.
Methysergid-haltige Arzneimittel sollten nur nur zur Prävention schwerer, ansonsten nicht behandelbarer Migräne und Cluster-Kopfschmerzen eingesetzt werden, wenn die Standard-Medikation nicht wirkt.
Die Behandlung sollte nur von einem entsprechend erfahrenen Arzt begonnen und überwacht werden. Die Patienten sollen zu Beginn der Therapie und anschließend alle 6 Monate auf Fibrose untersucht werden. Wenn Fibrose-Symptome auftreten, muss die Therapie abgebrochen werden.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. Februar 2014
Methysergid-haltige Arzneimittel sollten nur nur zur Prävention schwerer, ansonsten nicht behandelbarer Migräne und Cluster-Kopfschmerzen eingesetzt werden, wenn die Standard-Medikation nicht wirkt.
Die Behandlung sollte nur von einem entsprechend erfahrenen Arzt begonnen und überwacht werden. Die Patienten sollen zu Beginn der Therapie und anschließend alle 6 Monate auf Fibrose untersucht werden. Wenn Fibrose-Symptome auftreten, muss die Therapie abgebrochen werden.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. Februar 2014
Montag, 17. Februar 2014
Elosulfase alfa von der FDA zugelassen
Die Food and Drug Administration (FDA) hat Elosulfase alfa (Vimizim, BioMarin) für die Behandlung der Mucopolysaccharidose Typ IVA zugelassen.
Mucopolysaccharidose Typ IVA (Morquio-A-Syndrome) ist eine seltene, autosomal rezessiv vererbte lysosomale Speicherkrankheit, die durch einen Mangel an N-Acetylgalactosamin-6-sulfat-Sulfatase (GALNS) verursacht wird. Mit Elosulfase alfa kann das fehlende Enzym substitutiert werden.
In den USA leben etwa 800 Menschen mit dem Syndrom.
Elosulfase A wurde beschleunigt von der FDA zugelassen.
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Elosulfase alfa wurden in einer klinischen Studie mit 176 Patienten im Alter von 5 bis 57 Jahren. untersucht. Durch Behandlung mit dem Enzym stieg die 6-Minuten-Gehstrecke im Vergleich zur Placebo-Gruppe um 22,5 m.
Häufigste Nebenwirkungen waren Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Schüttelfrost und Fatigue. Auf das Risiko einer Anaphylaxie wird hingewiesen.
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 14. Februar 2014
Mucopolysaccharidose Typ IVA (Morquio-A-Syndrome) ist eine seltene, autosomal rezessiv vererbte lysosomale Speicherkrankheit, die durch einen Mangel an N-Acetylgalactosamin-6-sulfat-Sulfatase (GALNS) verursacht wird. Mit Elosulfase alfa kann das fehlende Enzym substitutiert werden.
In den USA leben etwa 800 Menschen mit dem Syndrom.
Elosulfase A wurde beschleunigt von der FDA zugelassen.
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Elosulfase alfa wurden in einer klinischen Studie mit 176 Patienten im Alter von 5 bis 57 Jahren. untersucht. Durch Behandlung mit dem Enzym stieg die 6-Minuten-Gehstrecke im Vergleich zur Placebo-Gruppe um 22,5 m.
Häufigste Nebenwirkungen waren Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Schüttelfrost und Fatigue. Auf das Risiko einer Anaphylaxie wird hingewiesen.
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 14. Februar 2014
Samstag, 15. Februar 2014
Auf die Y-Achse achten!
Beispiel für eine verzerrte Darstellung: Die Y-Achse geht in der linken Abbildung von 0-12, in der mittleren und rechten Abbildung von 0-5 %.
Im Original (N Engl J Med 2012; 366:9-19January 5, 2012DOI: 10.1056/NEJMoa1112277) sieht es so aus:
Nicht ganz so irreführend wie die obere Darstellung, aber auch nicht so ganz korrekt, denn die Y-Achse von Abbildung A und B ist anders eingeteilt als die von Abbildung C und D.
Macitentan von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat den Endothelin-Rezeptorantagonist Macitentan (Ospumit, Actelion) als Monotherapie oder in Kombination zugelassen für die Langzeitbehandlung von erwachsenen Patienten mit pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) der WHO-Klasse II und III.
Macitentan ist ein dualer Endothelin-Rezeptorantagonist, der durch Blockade von Endothelin-A- und -B-Rezeptoren Lungenarterien erweitert. Für die Entwicklung wurde die Molekülstruktur von Bosentan modifiziert, um Wirksamkeit und Verträglichkeit der Substanz zu verbessern.
Macitentan ist durch eine anhaltende Rezeptorbindung und eine verstärkte Gewebepenetration charakterisiert. In der Studie Seraphin (Study with an Endothelin Receptor Antagonist in Pulmonary Arterial Hypertension to Improve Clinical Outcome) wurde gezeigt, dass eine Langzeitbehandlung mit Macitentan Morbidität und Sterblichkeit von Patienten mit pulmonaler Hypertonie verringert.
Quelle:
EMA-EPAR
Macitentan ist ein dualer Endothelin-Rezeptorantagonist, der durch Blockade von Endothelin-A- und -B-Rezeptoren Lungenarterien erweitert. Für die Entwicklung wurde die Molekülstruktur von Bosentan modifiziert, um Wirksamkeit und Verträglichkeit der Substanz zu verbessern.
Macitentan ist durch eine anhaltende Rezeptorbindung und eine verstärkte Gewebepenetration charakterisiert. In der Studie Seraphin (Study with an Endothelin Receptor Antagonist in Pulmonary Arterial Hypertension to Improve Clinical Outcome) wurde gezeigt, dass eine Langzeitbehandlung mit Macitentan Morbidität und Sterblichkeit von Patienten mit pulmonaler Hypertonie verringert.
Quelle:
EMA-EPAR
Mittwoch, 12. Februar 2014
Ibrutinib: FDA erweitert Zulassung auf Behandlung der CLL
Die Food and Drug Administration (FDA) hat die Zulassung von Ibrutinib (Imbruvica, Sunnyvale) beschleunigt erweitert, es kann nun auch zur Behandlung von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) eingesetzt werden. Bereits im November 2013 hatte die FDA Ibrutinib beschleunigt für die
Behandlung von Patienten mit Mantelzell-Lymphom zugelassen.
Ibrutinib hemmt die Bruton-Tyrosinkinase (BTK), die wichtig für das Wachstum und Überleben von B-Zellen ist. Ibrutinib tötet maligne B-Zellen ab, greift an gesunden B-Zellen jedoch nicht an.
Die Zulassungserweiterung beruht auf den Ergebnissen einer klinischen Studie mit 48 vorbehandelten Patienten. Die Gesamtansprechrate betrug 58 %. Die Dauer des Ansprechens lag zwischen 5,6 und 24,2 Monaten.
Häufigste Nebenwirkungen ware Thrombozytopenie, Durchfall, Neutropenie, Anämie, Infektionen der oberen Atemwege, Fatigue, Muskel- und Knochenschmerzen, Hautausschlag, Fieber, Verstopfung, periphere Ödeme, Gelenkschmerzen, Übelkeit, Stomatitis, Sinusitis und Benommenheit.
Quelle
Pressemitteilung der FDA vom 12. Februar 2014
Ibrutinib hemmt die Bruton-Tyrosinkinase (BTK), die wichtig für das Wachstum und Überleben von B-Zellen ist. Ibrutinib tötet maligne B-Zellen ab, greift an gesunden B-Zellen jedoch nicht an.
Die Zulassungserweiterung beruht auf den Ergebnissen einer klinischen Studie mit 48 vorbehandelten Patienten. Die Gesamtansprechrate betrug 58 %. Die Dauer des Ansprechens lag zwischen 5,6 und 24,2 Monaten.
Häufigste Nebenwirkungen ware Thrombozytopenie, Durchfall, Neutropenie, Anämie, Infektionen der oberen Atemwege, Fatigue, Muskel- und Knochenschmerzen, Hautausschlag, Fieber, Verstopfung, periphere Ödeme, Gelenkschmerzen, Übelkeit, Stomatitis, Sinusitis und Benommenheit.
Quelle
Pressemitteilung der FDA vom 12. Februar 2014
Dienstag, 11. Februar 2014
Saxagliptin: FDA will Zusammenhang mit Herzinsuffizienz prüfen
Die Food and Drug Administration (FDA) will prüfen, ob zwischen der Einnahme von Saxagliptin (Onglyza, BMS) und dem Auftreten von Herzinsuffizienz ein Zusammenhang besteht.
Nach den Daten einer im New England Journal of Medicine publizierten Studie kam es bei Einnahme von Saxagliptin zu einer höheren Hospitalisierungsrate wegen Herzinsuffizienz als in der Plazebogruppe. In der Studie wurde kein erhöhtes Risiko für Tod oder schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse durch den DPP-IV-Hemmer festgestellt. Die FDA hat nun vom Hersteller die Daten der Studie angefordert, um den Zusammenhang zwischen Saxagliptin und dem Risiko einer Herzinsuffizienz zu untersuchen.
Quelle:
Mitteilung der FDA vom 11. Februar 2014
Nach den Daten einer im New England Journal of Medicine publizierten Studie kam es bei Einnahme von Saxagliptin zu einer höheren Hospitalisierungsrate wegen Herzinsuffizienz als in der Plazebogruppe. In der Studie wurde kein erhöhtes Risiko für Tod oder schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse durch den DPP-IV-Hemmer festgestellt. Die FDA hat nun vom Hersteller die Daten der Studie angefordert, um den Zusammenhang zwischen Saxagliptin und dem Risiko einer Herzinsuffizienz zu untersuchen.
Quelle:
Mitteilung der FDA vom 11. Februar 2014
Montag, 3. Februar 2014
Dimethylfumarat von der EU-Kommission für die MS-Behandlung zugelassen
Die EU-Kommission hat am 3. Februar 2014 Dimethylfumarat (Tecfidera, Biogen) für die Behandlung von Patienten mit schubförmig remittierender MS zugelassen.
Dimethylfumarat (Tecfidera, Biogen) wirkt vermutlich über einer Aktivierung des Nrf2-Signalwegs. Der Nrf2-Signalweg ist ein körpereigener Abwehrmechanismus, der Zellen vor potenziell schädlichen Einflüssen wie Entzündungen und oxidativem Stress schützt, die unter anderem bei der MS-Pathophysiologie eine Rolle spielen.
Die EU-Kommission hat Dimethylfumarat als orale Basistherapie für Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) zugelassen. Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen eines klinischen Studienprogramms mit über 3.000 MS-Patienten in den beiden Phase-3-Studien DEFINE und CONFIRM sowie in der laufenden Erweiterungsstudie ENDORSE, bei der einige der teilnehmenden Patienten bereits bis zu sechseinhalb Jahre behandelt wurden.
In der DEFINE-Studie zeigte die zweimal tägliche Gabe von Dimethylfumarat im Vergleich zu Plazebo nach zwei Jahren eine signifikante Reduktion sowohl des Schubrisikos um 49 % (p < 0,001) als auch der jährlichen Schubrate (ARR) um 53 % (p < 0,001) und eine Risikoreduktion der Behinderungsprogression gemessen am EDSS-Wert (Expanded Disability Status Scale) nach 12 Wochen um 38 % ( p =0,005). Die CONFIRM-Studie enthielt zusätzlich eine Referenzgruppe, die mit Glatirameracetat (GA; 20 mg/d subkutan) behandelt wurde und nicht verblindet war. Bei zweimal täglicher Einnahme von Dimethylfumarat ging im Vergleich zu Plazebo nach zwei Jahren die ARR signifikant um 44 % (p < 0,001) zurück.
Das Risiko einer nach 12 Wochen bestätigten Behinderungsprogression gegenüber der Plazebo-Gruppe wurde mit Dimethylfumarat um 21 % (p = 0,25) und mit Glatirameracetat um 7 % gesenkt (p = 0,70).
Sowohl in der DEFINE- als auch in der CONFIRM-Studie wurde durch kernspintomographische Messungen belegt, dass Dimethylfumarat im Vergleich zu Plazebo zu einem signifikanten Rückgang der Hirnläsionen führt.
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen von Dimethylfumarat waren Hitzegefühl, gastrointestinale Nebenwirkungen sowie Abfall der Lymphozyten.
Quellen
EU-Kommission
Gold R, et al. Placebo-Controlled Phase 3 Study of Oral BG-12 for Relapsing Multiple Sclerosis.
N Engl J Med 2012; 367: 1098-1107.
Fox RJ, et al. Placebo-Controlled Phase 3 Study of Oral BG-12 or Glatiramer in Multiple Sclerosis.
N Engl J Med 2012; 367: 1087–1097.
Phillips JT, et al. Long-term Safety and Tolerability of Oral BG-12 (Dimethyl Fumarate) in Relapsing–Remitting Multiple Sclerosis: Interim Results from ENDORSE.Poster P 1103, 28th Congress of the European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS), 10.–13. Oktober 2012, Lyon.
Dimethylfumarat (Tecfidera, Biogen) wirkt vermutlich über einer Aktivierung des Nrf2-Signalwegs. Der Nrf2-Signalweg ist ein körpereigener Abwehrmechanismus, der Zellen vor potenziell schädlichen Einflüssen wie Entzündungen und oxidativem Stress schützt, die unter anderem bei der MS-Pathophysiologie eine Rolle spielen.
Die EU-Kommission hat Dimethylfumarat als orale Basistherapie für Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) zugelassen. Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen eines klinischen Studienprogramms mit über 3.000 MS-Patienten in den beiden Phase-3-Studien DEFINE und CONFIRM sowie in der laufenden Erweiterungsstudie ENDORSE, bei der einige der teilnehmenden Patienten bereits bis zu sechseinhalb Jahre behandelt wurden.
In der DEFINE-Studie zeigte die zweimal tägliche Gabe von Dimethylfumarat im Vergleich zu Plazebo nach zwei Jahren eine signifikante Reduktion sowohl des Schubrisikos um 49 % (p < 0,001) als auch der jährlichen Schubrate (ARR) um 53 % (p < 0,001) und eine Risikoreduktion der Behinderungsprogression gemessen am EDSS-Wert (Expanded Disability Status Scale) nach 12 Wochen um 38 % ( p =0,005). Die CONFIRM-Studie enthielt zusätzlich eine Referenzgruppe, die mit Glatirameracetat (GA; 20 mg/d subkutan) behandelt wurde und nicht verblindet war. Bei zweimal täglicher Einnahme von Dimethylfumarat ging im Vergleich zu Plazebo nach zwei Jahren die ARR signifikant um 44 % (p < 0,001) zurück.
Das Risiko einer nach 12 Wochen bestätigten Behinderungsprogression gegenüber der Plazebo-Gruppe wurde mit Dimethylfumarat um 21 % (p = 0,25) und mit Glatirameracetat um 7 % gesenkt (p = 0,70).
Sowohl in der DEFINE- als auch in der CONFIRM-Studie wurde durch kernspintomographische Messungen belegt, dass Dimethylfumarat im Vergleich zu Plazebo zu einem signifikanten Rückgang der Hirnläsionen führt.
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen von Dimethylfumarat waren Hitzegefühl, gastrointestinale Nebenwirkungen sowie Abfall der Lymphozyten.
Quellen
EU-Kommission
Gold R, et al. Placebo-Controlled Phase 3 Study of Oral BG-12 for Relapsing Multiple Sclerosis.
N Engl J Med 2012; 367: 1098-1107.
Fox RJ, et al. Placebo-Controlled Phase 3 Study of Oral BG-12 or Glatiramer in Multiple Sclerosis.
N Engl J Med 2012; 367: 1087–1097.
Phillips JT, et al. Long-term Safety and Tolerability of Oral BG-12 (Dimethyl Fumarate) in Relapsing–Remitting Multiple Sclerosis: Interim Results from ENDORSE.Poster P 1103, 28th Congress of the European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS), 10.–13. Oktober 2012, Lyon.
Sonntag, 2. Februar 2014
Tasimelteon von der FDA für Blinde mit Schlafstörungen zugelassen
Die FDA hat Tasimelteon für Blinde mit Schlafstörungen aufgrund gestörter zirkadianer Rhythmik zugelassen.
Tasimelteon (Hetlioz, Vanda) ist ein Melatonin-Rezeptoragonist, der von der Food and Drug Administration (FDA) für die Behandlung von Schlafstörungen aufgrund eines gestörten zirkadianen Rhythmus bei Blinden zugelassen. Völlig blinde Personen können aufgrund des fehlenden Lichts ihren zirkadianen Rhythmus nicht am 24-h-Tag-Nacht-Rhythmus orientieren, sie leiden daher häufig unter Schlafstörungen.
Die Wirksamkeit von Tasimelteon wurdeine zwei klinischen Studien mit insgesamt 104 Blinden mit gestörter Zirkadianrhythmik untersucht. Im Vergleich zu Plazebo kam es zu einer Verbesserung des Schlaf-Wach-Rhythmus.
Häufigste Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, erhöhte Leberenzymaktivität, vermehrte Träume, Infektionen der oberen Atemwege und des Harntrakts sowie Benommenheit.
Tasimelteon sollte immer zur selben Zeit am Abend vor dem Schlafengehen eingenommen werden.
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 31. Januar 2014
Tasimelteon (Hetlioz, Vanda) ist ein Melatonin-Rezeptoragonist, der von der Food and Drug Administration (FDA) für die Behandlung von Schlafstörungen aufgrund eines gestörten zirkadianen Rhythmus bei Blinden zugelassen. Völlig blinde Personen können aufgrund des fehlenden Lichts ihren zirkadianen Rhythmus nicht am 24-h-Tag-Nacht-Rhythmus orientieren, sie leiden daher häufig unter Schlafstörungen.
Die Wirksamkeit von Tasimelteon wurdeine zwei klinischen Studien mit insgesamt 104 Blinden mit gestörter Zirkadianrhythmik untersucht. Im Vergleich zu Plazebo kam es zu einer Verbesserung des Schlaf-Wach-Rhythmus.
Häufigste Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, erhöhte Leberenzymaktivität, vermehrte Träume, Infektionen der oberen Atemwege und des Harntrakts sowie Benommenheit.
Tasimelteon sollte immer zur selben Zeit am Abend vor dem Schlafengehen eingenommen werden.
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 31. Januar 2014
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