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Freitag, 20. Mai 2022

Daridorexant von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 29. April 2022 Daridorexant (Quviviq, Idorsia) zur Behandlung von Erwachsenen mit Schlafstörungen (Insomnie) zugelassen, deren Symptome seit mindestens 3 Monaten  anhalten und eine beträchtliche Auswirkung auf die Tagesaktivität haben.

Daridorexant ist ein dualer Orexin-Rezeptor-Antagonist, der mit gleicher Potenz auf Orexin-1- und Orexin-2-Rezeptoren wirkt. Die Orexin-Neuropeptide (Orexin A und Orexin B) wirken auf die Orexin-Rezeptoren und fördern die Wachheit. 

Daridorexant antagonisiert die Aktivierung der Orexin-Rezeptoren durch die Orexin-Neuropeptide, verringert somit die Wachheit und erleichtert das Einschlafen, ohne das Verhältnis der Schlafphasen zu verändern.

Die Wirksamkeit von Daridorexant wurde in zwei multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Parallelgruppen-Studien der Phase III, Studie 1 und Studie 2, mit identischem Studiendesign beurteilt.

Quelle

Info der EMA




Sonntag, 12. Juli 2015

Tasimelteon von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 7. Juli 2015 Tasimelteon (Hetlioz, Vanda) als Orphan Drug für die Behandlung des Nicht-24-Stunden-Schlaf-Wach-Syndroms bei völlig Blinden zugelassen. Die empfohlene Dosis von 20 mg (1 Kapsel) ist jeden Tag zur gleichen Zeit eine Stunde vor dem Schlafengehen einzunehmen.

Tasimelteon reguliert den zirkadianen Rhythmus, indem er die innere Uhr, den Haupttaktgeber im suprachiasmatischen Kern (SCN), einstellt. Tasimelteon fungiert als dualer Melatonin-Rezeptorgonist (DMRA) mit selektiver agonistischer Aktivität an MT1- sowie MT2-Rezeptoren. Von diesen Rezeptoren wird angenommen, dass sie an der Kontrolle des zirkadianen Rhythmus beteiligt sind. Die innere Uhr im Körper reguliert die zirkadianen Rhythmen von Hormonen wie Melatonin und Cortisol und justiert/synchronisiert die physiologischen Prozesse des Schlaf-Wach-Zyklus und die metabolische und kardiovaskuläre Homeostase.
Tasimelteon fungiert als DMRA an MT1- und MT2-Rezeptoren. Tasimelteon bindet mit höherer Affinität an den MT2- als den MT1-Rezeptor. Die Hauptmetaboliten von Tasimelteon zeigen weniger als ein Zehntel der Bindungsaffinität ihres Muttermoleküls gegenüber den MT1- und MT2-Rezeptoren. Tasimelteon und seine Hauptmetabolite zeigen keine nennenswerte Affinität gegenüber mehr als 160 weiteren pharmakologisch relevanten Rezeptoren. Dazu zählen der GABA-Rezeptorkomplex, die Bindungsstelle für sedative Hypnotika und Rezeptoren, die Neuropeptide, Zytokine, Serotonin, Noradrenalin, Acetylcholin und Opiate binden.
Die Wirksamkeit von Tasimelteon zur Behandlung des Nicht-24-Stunden-Schlaf-Wach-Syndroms (Non-24) wurde in zwei randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten , multizentrischen Parallelgruppenstudien (SET und RESET) bei völlig blinden Patienten mit Non-24 nachgewiesen.
Die FDA hat Tasimelteon im Februar 2014 für diese Indikation zugelassen.

Quelle:
EPAR der EMA

Samstag, 25. April 2015

Tasimelteon von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2015 empfohlen, Tasimelteon (Hetlioz, Vanda) für die Behandlung von Schlafstörungen aufgrund eines gestörten zirkadianen Rhythmus bei Blinden zuzulassen.

Tasimelteon ist ein Melatonin-Rezeptoragonist, der auf den zirkadianen Rhythmus wirkt. 2011 wurde es als Orphan Drug eingestuft.

Völlig blinde Personen können aufgrund des fehlenden Lichts ihren zirkadianen Rhythmus nicht am 24-h-Tag-Nacht-Rhythmus orientieren, sie leiden daher häufig unter Schlafstörungen.
Die Wirksamkeit von Tasimelteon wurde in zwei klinischen Studien mit insgesamt 104 Blinden mit gestörter Zirkadianrhythmik untersucht. Im Vergleich zu Plazebo kam es zu einer Verbesserung des Schlaf-Wach-Rhythmus.
Häufigste Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, erhöhte Leberenzymaktivität, vermehrte Träume, Infektionen der oberen Atemwege und des Harntrakts sowie Benommenheit.
Tasimelteon sollte immer zur selben Zeit am Abend vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 23. April 2015


Freitag, 15. August 2014

Suvorexant von der FDA als Schlafmittel zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Suvorexant (Belsomra, MSD) als Schlafmittel zugelassen. Es kann bei Einschlaf- und Durchschlafstörungen nach Bedarf genommen werden.
Suvorexant ist ein Orexinrezeptorantagonist, der als erste Substanz dieser Klasse zugelassen worden ist. Orexine sind Neurotransmitter, die an der Regulation des Schlaf-Wach-Zyklus beteiligt sind und die den Menschen wach halten.

Suvorexant steht in vier Dosierungen zur Verfügung: Tabletten mit 5, 10, 15 und 20 mg. Es sollte nur einmal innerhalb von 30 min vor dem Zubettgehen eingenommen werden. Die Zeit bis zum Aufstehen sollte mindestens sieben Stunden betragen. Mehr als 20 mg sollten nicht eingenommen werden.
Bei Patienten, die abends 20 mg Suvorexant eingenommen hatten, war die Fahrtüchtigkeit am nächsten Tag beeinträchtigt. Allen Patienten sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Fahrtüchtigkeit und die Aufmerksamkeit am nächsten Tag gestört sein können.
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Suvorexant wurden in Plazebo-kontrollierten Studien nachgewiesen. Studien im Vergleich zu anderen Hypnotika liegen nicht vor.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 13. August 2014

Sonntag, 2. Februar 2014

Tasimelteon von der FDA für Blinde mit Schlafstörungen zugelassen

Die FDA hat Tasimelteon für Blinde mit Schlafstörungen aufgrund gestörter zirkadianer Rhythmik zugelassen.

Tasimelteon (Hetlioz, Vanda) ist ein Melatonin-Rezeptoragonist, der von der Food and Drug Administration (FDA) für die Behandlung von Schlafstörungen aufgrund eines gestörten zirkadianen Rhythmus bei Blinden zugelassen. Völlig blinde Personen können aufgrund des fehlenden Lichts ihren zirkadianen Rhythmus nicht am 24-h-Tag-Nacht-Rhythmus orientieren, sie leiden daher häufig unter Schlafstörungen.
Die Wirksamkeit von Tasimelteon wurdeine zwei klinischen Studien mit insgesamt 104 Blinden mit gestörter Zirkadianrhythmik untersucht. Im Vergleich zu Plazebo kam es zu einer Verbesserung des Schlaf-Wach-Rhythmus.
Häufigste Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, erhöhte Leberenzymaktivität, vermehrte Träume, Infektionen der oberen Atemwege und des Harntrakts sowie Benommenheit.
Tasimelteon sollte immer zur selben Zeit am Abend vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 31. Januar 2014