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Mittwoch, 4. September 2024

Sotatercept von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 27. August 2024 Sotatercept (Winrevair, MSD) in Kombination mit anderen Therapien gegen pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) für die parenterale Behandlung von PAH bei erwachsenen Patienten mit der WHO-Funktionsklasse (FK) II bis III zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit zugelassen.

Sotatercept ist ein Fusionsprotein, in dem die extrazelluläre Domäne des humanen Aktivinrezeptors Typ IIa mit der Fc-Domäne von humanem Immunglobulin G1 fusioniert ist. Es fungiert als Ligandenfalle für ausgewählte Mitglieder der TGF-Beta-Superfamilie. Durch die Hemmung der Liganden soll  Sotatercept in den Lungengefäßen das Gleichgewicht von antiproliferativen und pro-proliferativen Signalwegen neu ausbalancieren.

In Tiermodellen der PAH hemmte Sotatercept die Zellproliferation, förderte die Apoptose und besserte Entzündungen in den Gefäßwänden. Hierdurch führte es zu einem umgekehrten Remodeling und stellte die Durchgängigkeit der Gefäße wieder her. 

Sotatercept ist keine neue Substanz. Es wird schon länger als 10 Jahre klinisch geprüft, u.a. wegen seiner Erythrozyten-stimulierenden Aktivität und seiner modulierenden Wirkung auf Knochenresorption und Knochenbildung. In klinischen Studien wurde es u.a. zur Behandlung der Chemotherapie-induzierten Anämie und der Anämie bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder myelodysplastischem Syndrom untersucht.

Wirksamkeit und Verträglichkeit bei PAH wurden u.a. in der STELLAR-Studie untersucht.

Quelle

Info der EMA

Sonntag, 29. Mai 2016

Selexipag von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 19. Mai 2016 Selexipag (Uptravi, Actelion) zur oralen Langzeit-Behandlung der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) bei erwachsenen Patienten der WHO-Funktionsklasse (WHO-FC) II bis III zugelassen, und zwar entweder als Kombinationstherapie bei Patienten, deren Erkrankung mit einem Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (ERA) und/oder einem Phosphodiesterase-5(PDE-5)-Inhibitor unzureichend kontrolliert ist oder als Monotherapie bei Patienten, die für diese Therapien nicht infrage kommen.


Selexipag ist ein oral applizierbarer Prostacyclin-Rezeptoragonist, der über eine Aktivierung des IP-Rezeptors zur Vasodilatation führt und die Plättchenaggregation hemmt. In klinisch relevanten Konzentrationen ist der Effekt auf die Plättchenaggregation jedoch nicht nachzuweisen.
Aufgrund der Erweiterung der Pulmonalarterien sowie einer antiproliferativen und antifibrotischen Wirkungen wird der Pulmonalarteriendruck gesenkt.
Häufigste unerwünschte Wirkungen sind Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Kieferschmerzen, Muskelschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, Arthralgie und Flush. Diese Reaktionen sind in der Phase der Auftitration häufiger.

Quelle:

Mittwoch, 3. Februar 2016

Selexipag von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Januar 2016 empfohlen, Selexipag (Uptravi, Actelion) für die Langzeitbehandlung von erwachsenen Patienten mit PAH der WHO-Klasse II-III in Kombination mit einem Endothelin-Rezeptorantagonist (ERA) und/oder einem PDE-5-Hemmer, wenn ERA und PDE-5-Hemmer nicht ausreichend wirken oder in Monotherapie für die Patienten zuzulassen, bei denen ein ERA oder ein PDE-5-Hemmer nicht eingesetzt werden kann.

Selexipag ist ein oral applizierbarer Prostacyclin-Rezeptoragonist, der über eine Aktivierung des IP-Rezeptors zur Vasodilatation führt und die Plättchenaggregation hemmt. In klinisch relevanten Konzentrationen ist der Effekt auf die Plättchenaggregation jedoch nicht nachzuweisen.
Aufgrund der Erweiterung der Pulmonalarterien sowie einer antiproliferativen und antifibrotischen Wirkungen wird der Pulmonalarteriendruck gesenkt.
Häufigste unerwünschte Wirkungen sind Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Kieferschmerzen, Muskelschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, Arthralgie und Flush. Diese Reaktionen sind in der Phase der Auftitration häufiger.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 28. Januar 2016

Mittwoch, 2. April 2014

Riociguat von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat Riociguat (Adempas, Bayer) am 31. März 2014 für die Behandlung von CTEPH und PAH zugelassen.

Riociguat (Adempas, Bayer) ist eine Stimulator der löslichen Guanylatcyclase, der gefäßerweiternd wirkt und so den Blutdruck senkt.
Riociguat ist zugelassen für die Behandlung von erwachsenen Patienten

  • mit chronischer thromboembolischer pulmonaler Hypertonie (CTEPH) der WHO-Klasse II und III, die inoperabel ist oder die nach Operation persistiert oder rezidiviert. 
  • mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) der WHO-Klasse II oder III allein oder in Kombination mit Endothelin-Rezeptorantagonisten.

Häufigste Nebenwirkungen von Riociguat sind Kopfschmerzen, Hypotonie, gastrointestinale Nebenwirkungen, Benommenheit und periphere Ödeme. Als Teil der Zulassung muss ein Pharmakovigilanzprogramm implementiert werden.
Die FDA hat Riociguat im Oktober 2013 zugelassen.

Quelle:
Mitteilung der EU-Kommission

Samstag, 15. Februar 2014

Macitentan von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat den Endothelin-Rezeptorantagonist Macitentan (Ospumit, Actelion) als Monotherapie oder in Kombination zugelassen für die Langzeitbehandlung von erwachsenen Patienten mit pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) der WHO-Klasse II und III.

Macitentan ist ein dualer Endothelin-Rezeptorantagonist, der durch Blockade von Endothelin-A- und -B-Rezeptoren Lungenarterien erweitert. Für die Entwicklung wurde die Molekülstruktur von Bosentan modifiziert, um Wirksamkeit und Verträglichkeit der Substanz zu verbessern.

Macitentan ist durch eine anhaltende Rezeptorbindung und eine verstärkte Gewebepenetration charakterisiert. In der Studie Seraphin (Study with an Endothelin Receptor Antagonist in Pulmonary Arterial Hypertension to Improve Clinical Outcome) wurde gezeigt, dass eine Langzeitbehandlung mit Macitentan Morbidität und Sterblichkeit von Patienten mit pulmonaler Hypertonie verringert.

Quelle:
EMA-EPAR

Sonntag, 27. Oktober 2013

Macitentan von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Oktober 2013 empfohlen, Macitentan (Opsumit, Actelion) für die Behandlung von Patienten mit PAH der WHO-Klasse II und III zuzulassen.

Macitentan (Opsumit, Actelion) ist ein oral applizierbarer, dualer Endothelin-Rezeptorblocker, der durch Blockade von Endothelin-A- und -B-Rezeptoren Lungenarterien erweitert.
Bei schwangeren Frauen ist Macitentan kontraindiziert. Häufige unerwünschte Wirkungen von Macitentan sind Anämie, Nasopharyngitis, Bronchitis, Kopfschmerzen, Grippe-ähnliche Symptome und Harnwegsinfektionen.
Macitentan wurde von der FDA  Mitte Oktober 2013 für diese Indikation zugelassen (med|pharm|text-Blog)

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 25. Oktober 2013

Samstag, 19. Oktober 2013

Macitentan von der FDA bei PAH zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Macitentan (Opsumit, Actelion) für die Behandlung von Erwachsenen mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) zugelassen.

Macitentan (Opsumit, Actelion) ist ein Endothelin-Rezeptorblocker, der Lungenarterien erweitert. Bei schwangeren Frauen ist Macitentan kontraindiziert.

Es darf bei Frauen nur in einem REMS-Programm eingesetzt werden. Häufige unerwünschte Wirkungen von Macitentan sind Anämie, Nasopharyngitis, Bronchitis, Kopfschmerzen, Grippe-ähnliche Symptome und Harnwegsinfektionen.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 18. Oktober 2013

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Riociguat von der FDA bei PAH zugelassen

Die amerikanische FDA hat Riociguat (Adempas, Bayer) für die Behandlung von Patienten mit pulmonaler Hypertonie zugelassen.

Riociguat (Adempas, Bayer) ist eine Guanylatcyclasestimulator, der gefäßerweiternd wirkt und so den Blutdruck senkt.
Die FDA hat Riociguat für die Behandlung von Patienten mit chronischer thromboembolischer pulmonaler Hypertonie ohne oder mit Operation und für Patienten mit pulmonaler Hypertonie unbekannter Ursache zugelassen.
Riociguat darf nicht in der Schwangerschaft eingesetzt werden. Frauen können nur innerhalb des Adempas REMS-Programm behandelt werden.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 8. Oktober 2013

Donnerstag, 13. Oktober 2011

FDA: Erhöhtes Risiko der pulmonalen Hypertonie durch Dasatinib

Die Food and Drug Administration (FDA) weist auf ein erhöhtes Risiko einer pulmonalen Hypertonie (PAH) bei Behandlung mit Dasatinib (Sprycel) hin.

Dasatinib wird zur Behandlung von Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver myeloischer Leukämie und akuter Lymphoblasten-Leukämie eingesetzt. In der Fachinformation wird ein Hinweis auf das erhöhte PAH-Risiko aufgenommen. In Deutschland hatte der Hersteller Anfang August in einem Rote-Hand-Brief auf das erhöhte PAH-Risiko hingewiesen.

Quelle:
Sicherheitsinformation der FDA vom 11. Oktober 2011

Freitag, 7. Oktober 2011

Rote-Hand-Brief zu Sildenafil

Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief auf ein erhöhtes Mortalitätsrisiko von Kindern mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) bei der Verwendung von höheren als den empfohlenen Dosen von Revatio® (Sildenafilcitrat).

Sildenafil (Revatio®), ein Hemmstoff der Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5), ist unter anderem zugelassen zur Behandlung von Kindern im Alter von 1 bis 17 Jahren mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) zugelassen. In der Fachinformation wird für Patienten ≤ 20 kg eine Dosierung von 10 mg dreimal täglich und für Patienten > 20 kg von 20 mg dreimal täglich empfohlen.
Der Hersteller erinnert die verordnenden Ärzte in einem Rote-Hand-Brief daran, dass höhere Dosierungen als in der Fachinformation empfohlen, nicht verwendet werden sollten. Kinder, die derzeit höhere Dosierungen verordnet bekommen, sollten innerhalb eines angemessenen Zeitraums auf die in der Fachinformation empfohlenen Dosierungen herunter titriert werden.
Hintergrund ist eine klinische Studie mit Sildenafil zur Behandlung von pädiatrischen Patienten mit PAH mit Dosierungen von 10 bis 80 mg dreimal täglich, bei der unter den höheren Dosierungen ein erhöhtes Mortalitätsrisiko gegenüber den niedrigeren Dosierungen beobachtet wurde.

Quelle:
AkdÄ Drug Safety Mail vom 6. Oktober 2011