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Freitag, 3. Juli 2015

Edoxaban von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 23. Juni 2015 Edoxaban (Lixiana, Daiichi Sankyo Europe) für die Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit
nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) und einem oder mehreren Risikofaktoren wie kongestiver
Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ≥ 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall oder transitorischer
ischämischer Attacke (TIA) in der Anamnese sowie für Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) und Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen zugelassen.
Edoxaban ist ein hoch selektiver, direkter und reversibler Inhibitor von Faktor Xa, der Serinprotease in der gemeinsamen Endstrecke der Gerinnungskaskade. Edoxaban hemmt den freien Faktor Xa und die Prothrombinase-Aktivität. Die Faktor-Xa-Hemmung in der Gerinnungskaskade vermindert die Thrombinbildung, verlängert die Gerinnungszeit und vermindert das Risiko einer Thrombusbildung.
Die Wirkung von Edoxaban setzt innerhalb von 1 bis 2 Stunden rasch ein. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt etwa 62 %. Die Nahrungsaufnahme erhöht die Spitzenexposition in unterschiedlichem Ausmaß, hat aber auf die Gesamtexposition einen minimalen Einfluss. In den Studien ENGAGE AF-TIMI 48 und Hokusai-VTE wurde Edoxaban zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen. Bei einem pH-Wert ab 6,0 ist Edoxaban schlecht löslich. Die gleichzeitige Anwendung von Protonenpumpeninhibitoren hatte keinen relevanten Einfluss auf die Edoxaban-Exposition.
 Die Zulassung basiert auf den Daten der ENGAGE AF-TIMI 48 und Hokusai-VTE-Stuidien, in die 21,105 bzw.8,292 Patienten eingeschlossen waren.

Quelle:
EPAR der EMA




Samstag, 25. April 2015

Edoxaban von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2015 empfohlen, Edoxaban (Lixiana, Daiichi Sankyo Europe) für die Prävention von Schlaganfall und systemischen Embolien bei Erwachsenen mit Vorhofflimmern und einem oder mehreren Risikofaktoren wie Herzinsuffizienz, Hypertonie oder Alter über 75 Jahre sowie für Therapie und Prävention von tiefen Venenthrombosen sowie Lungenembolien zuzulassen.
Edoxaban ist wie Rivaroxaban eine Faktor-Xa-Inhibitor. Es wirkt als hoch selektiver, direkter und reversibler Inhibitor. Durch die Hemmung von Faktor Xa in der Koagulationskaskade wird vermindert Thrombin gebildet, was die Blutgerinnungszeit verlängert und das Risiko einer Thrombusbildung verringert.
Häufigste unerwünschte Wirkungen von Edoxaban sind Blutungen und Haut und Weichgewebe, Nasenbluten und vaginale Blutungen, ferner Anämie, Hautausschlag und abnorme Leberfunktionsparameter.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 23. April 2015


Sonntag, 24. November 2013

Hormonale Kontrazeptiva: EMA bestätigt PRAC-Empfehlung

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom November 2013 die Empfehlung des Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC)  bestätigt, dass der Nutzen der oralen Kontrazeptiva ihre Risiken überwiegt und dass das Risiko venöser Thromboembolien gering ist.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. November 2013

Dienstag, 12. November 2013

Ponatinib: PRAC empfiehlt erhöhte Vorsicht

Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC)  der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom November 2013 empfohlen, die Anwendung von Ponatinib (Iclusig) wegen vermehrter Hinweise auf schwere Thromboembolien und Gefäßverschlüsse besonders sorgfältig zu überwachen.

Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 8. November 2013

Montag, 14. Oktober 2013

PRAC bestätigt Nutzen oraler Kontrazeptiva

Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC)  der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat nach Prüfung der Unterlagen zum Risiko thromboembolischer Komplikationen bestätigt, dass der Nutzen der kombinierten hormonalen Kontrazeptiva ihre Risiken überwiegt.

Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 11. Oktober 2013

Sonntag, 21. Oktober 2012

Rivaroxaban: EMA empfiehlt Zulassungserweiterung zur Therapie und Prophylaxe von Thrombosen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Oktober 2012 empfohlen, die Zulassung von Rivaroxaban (Xarelto, Bayer) zu erweitern und neue Kontraindikationen in die Fachinformation aufzunehmen.

Rivaroxaban (Xarelto, Bayer) soll nun auch zur Therapie und Prophylaxe von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien bei Erwachsenen eingesetzt werden können.
Für die Zubereitungen mit  15 und 20 mg soll der Einsatz bei Erkrankungen mit einem erhöhten Blutungsrisiko sowie die gleichzeitige Gabe von anderen blutgerinnungshemmenden Substanzen kontraindiziert sein.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 19. Oktober 2012

Samstag, 14. April 2012

Drospirenon: FDA ordnet Warnhinweis an

Die Food and Drug Administration (FDA) hat für Drosperinon (z. B. Yasmin) wegen eines erhöhten Thromboserisikos einen Warnhinweis angeordnet.
In den aktualisierten Produktinformationen in den USA wird aufgeführt dass Dropirenon-haltige kombinierte orale Kontrazeptiva ein höheres Risiko für venöse Thrombosen/Thromboembolien haben können als Pillen, die Levonorgestrel oder ein anderes Gestagen enthalten. In Europa wurden die Produktinformationen bereits im vergangenen Jahr entsprechend angepasst.

Quelle:
Sicherheitshinweis der FDA vom 10. April 2012

Dienstag, 10. April 2012

Strontiumranelat: Rote-Hand-Brief zu neuen Kontraindikationen

Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief, dass Strontiumranelat jetzt kontraindiziert ist bei Patientinnen mit akuten venösen Thromboembolien (VTE) oder VTE in der Vorgeschichte, einschließlich tiefer Venenthrombose und Lungenembolie.

Darüber hinaus soll es nicht angewendet werden beivorübergehender oder dauerhafter Immobilisierung, zum Beispiel aufgrund von postoperativer oder sonstiger längerer Bettruhe. Bei Patientinnen über 80 Jahren mit Risiko für VTE soll Strontiumranelat nur mit Vorsicht angewendet werden.
Der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA (CHMP) hat im Rahmen eines europäischen Bewertungsverfahrens alle verfügbaren Daten zu VTE aus klinischen Studien, epidemiologischen Studien und Untersuchungen nach der Markteinführung von Strontiumranelat überprüft. Um das Risiko von VTE zu minimieren, wurde die Produktinformation um die oben beschriebenen neuen Kontraindikationen ergänzt.

Strontiumranelat ist zugelassen zur Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen, um das Risiko von Wirbelsäulen- und Hüftfrakturen zu reduzieren.

Quelle:
AkdÄ Drug Safety Mail vom 10. April 2012




Freitag, 16. März 2012

Strontiumranelat: EMA bestätigt positives Nutzen-Risiko-Verhältnis

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäische Zulassungsbehörde (EMA) kam nach einer Überprüfung der vorliegenden Daten zu dem Schluss, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Strontiumranelat (Protelos, Osseor, Servier) positiv zu bewerten ist.

Strontiumranelat wurde einer Prüfung unterzogen, weil in einer französischen Studie schwere unerwünschte Wirkungen wie venöse Thromboembolien und Hautreaktionen aufgetreten waren. Diese Risiken sind bekannt und auch in der Fachinformation aufgeführt. Strontiumranelat wird für die Therapie von Frauen mit Osteoporose als wichtig eingestuft. Allerdings empfiehlt der Ausschuss nun eine Änderung der Fachinformation, um diese Risiken besser kontrollien zu können.

Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 15. März 2012

Montag, 26. September 2011

FDA: Noch keine Schlussfolgerung zur Drospirenon-haltigen Pillen

Die FDA hat noch keine endgültigen Erkenntnisse zum potenziellen Thromboserisiko durch Drosperinon-haltige Präparate, sieht aber nach wie vor eine Gefährdung.

Die FDA hat zwei Studien von 2011 zum Risiko von Thrombosen durch Drosperinon-haltige Kontrazeptiva geprüft. Derzeit läuft eine von der FDA finanzierte weitere Studie, in der das Thromboserisiko verschiedener Kontrazeptiva untersucht wird. Erste Ergebnisse dieser Untersuchung deuten darauf hin, dass das Risiko durch Drosperinon-haltige Präparate umd das 1,5fach erhöht wird im Vergleich zu anderen Kontrazeptiva. In einem Joint Meeting am 8. Dezember 2011 sollen Nutzen und Risiken Drosperinon-haltiger Präparate diskutiert werden.

Quelle:
Sicherheitsinformation der FDA vom 26. September 2011 

Mittwoch, 1. Juni 2011

BfArM: Drosperinonhaltige orale Kontrazeptiva - Aktualisierung der Produktinformation

Die Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe (PhVWP) der EMA kam nach einer erneuten Bewertung der Daten zu dem Schluss, dass die Anwendung drospirenonhaltiger kombinierter oraler Kontrazeptiva mit einem höheren Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) verbunden ist als die Anwendung levonorgestrelhaltiger Kontrazeptiva.

Die PhVWP kam zu dem Schluss, dass die Anwendung drospirenonhaltiger oraler Kontrazeptiva mit einem höheren VTE-Risiko verbunden ist als die Anwendung levonorgestrelhaltiger Kontrazeptiva und dass das VTE-Risiko drospirenonhaltiger Kontrazeptia ähnlich dem VTE-Risiko desogestrel- oder gestodenhaltiger Kontrazeptiva sein könnte. Die Produktinformationen der drospirenonhaltigen Kontrazeptiva werden nun aktualisiert, um sie dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand anzupassen.
Unabhängig von dieser Aktualisierung der Produktinformationen empfiehlt das BfArM, bei der Verordnung und Anwendung von Kontrazeptiva Gegenanzeigen für die Anwendung und Risikofaktoren für die Entwicklung von VTE zu berücksichtigen.

Quelle:
Risikoinformation des BfArM vom 30. Mai 2011

Dienstag, 26. April 2011

Rote-Hand-Brief zum Auftreten von Thromboembolien bei Thalidomid (Thalidomide Celgene(TM) )

Celgene informiert in einem Rote-Hand-Brief über ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von arteriellen thromboembolischen Ereignissen einschließlich Myokardinfarkten und zerebrovaskulären Ereignissen.

Zusätzlich zu dem bekannten Risiko für venöse thromboembolische Ereignisse bei Patienten, die mit Thalidomid behandelt werden, informiert nun der Hersteller über ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von arteriellen thromboembolischen Ereignissen.
Bei den meisten Patienten mit venösen oder arteriellen thromboembolischen Ereignissen im Zusammenhang mit einer Thalidomid-Behandlung lagen erkennbare Risikofaktoren für Thromboembolien vor. Es sollten Maßnahmen ergriffen werden, um alle beeinflussbaren Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse (z. B. Rauchen, Hypertonie und Hyperlipidämie) zu mindern. Ärzten wird geraten, bei der Abschätzung, ob ein Patient für eine Behandlung mit Thalidomid geeignet ist, sowohl das venöse und arterielle individuelle Thromboserisiko als auch die Notwendigkeit einer Thromboseprophylaxe zu berücksichtigen.
Thalidomid ist in Kombination mit Melphalan und Prednison zugelassen für die Erstlinienbehandlung von Patienten mit unbehandeltem multiplen Myelom ab einem Alter von 65 Jahren bzw. von Patienten, für die eine hochdosierte Chemotherapie nicht in Frage kommt.

Quelle:
AkdÄ Drug Safety Mail vom 26. April 2011

Dienstag, 29. März 2011

Rote-Hand-Brief zu Vivaglobin® (humanem Immunglobulin)

Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief auf das Risiko von Thromboembolien bei subkutaner oder unsachgemäßer intravenöser Anwendung von Vivaglobin® hin.

Vivaglobin® enthält normales Immunglobulin vom Menschen und wird zur Substitutionstherapie bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt. Seltene Fälle arterieller und venöser thromboembolischer Ereignisse wurden nach Anwendung von Vivaglobin® berichtet. Insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse ist Vorsicht bei der Verschreibung von Vivaglobin® geboten.

Quelle:
AkDÄ Drug Safety Mail vom 29. März 2011

Sonntag, 20. März 2011

EMA: Prüfung von s.c. humanem Immunglobulin wegen thromboembolischer Ereignisse

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA hat es in seiner Sitzung vom 14. bis 17. März 2011 beschlossen, das Nutzen-Risiko-Verhältnis von subkutanem humanem Immunglobulin zu prüfen.

Subkutanes humanes Immunglobulin wird zur Behandlung primärer Immundefizienzsyndrome und als Substitutionsbehandlung bei Patienten mit Hypogammaglobulinämien und rezidivierenden Infektionen aufgrund eines Myeloms oder einer chronischen lymphatischen Leukämie eingesetzt. Das Auftreten von Thromboembolien ist bei Gabe von intravenösen Immunglobulinen bekannt, wurde bislang bei subkutan appliziertem Immunglobulin nicht gesehen. Aufgrund vermehrter Berichte über Thromboembolien nach s.c. Immunglobulin wird das CHMP das Nutzen-Risko-Verhältnis anhand aller vorliegenden Daten überprüfen.

Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 18. März 2011

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Rote-Hand-Brief zu thromboembolischen Ereignissen im Zusammenhang mit Lenalidomid (Revlimid®)

Der Hersteller Celgene weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass unter Behandlung mit Lenalidomid und Dexamethason das Risiko von thromboembolischen Ereignissen erhöht ist.

Celgene weist in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass unter Behandlung mit Lenalidomid und Dexamethason das Risiko von venösen und arteriellen thromboembolischen Ereignissen wie tiefen Venenthrombosen, Lungenembolien, Myokardinfarkten und zerebrovaskulären Ereignissen erhöht ist. Patienten sollten diesbezüglich engmaschig überwacht und andere, beeinflussbare Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse so weit möglich minimiert werden. Eine Thromboseprophylaxe wird insbesondere bei Vorliegen von zusätzlichen thromboembolischen Risikofaktoren nach sorgfältiger individueller Beurteilung empfohlen:
Rote-Hand-Brief zu Revlimid® (Lenalidomid) vom 21.12.2010

Lenalidomid besitzt antineoplastische, antiangiogene, erythropoesestimulierende und immunmodulierende Eigenschaften. Es ist in Kombination mit Dexamethason zugelassen für die Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben.
In Bezug auf venöse Thromboembolien im Zusammenhang mit Lenalidomid finden sich konkrete Hinweise zur medikamentösen Prophylaxe (ASS, niedermolekulares Heparin oder Vitamin-K-Antagonist) in Abhängigkeit von der jeweiligen Risikokonstellation z. B. in einer Übersichtsarbeit der International Myeloma Working Group: Palumbo A, Rajkumar SV, Dimopoulos MA et al.: Prevention of thalidomide- and lenalidomide-associated thrombosis in myeloma. Leukemia 2008; 22: 414-423).

Quelle:
AkDÄ Drug Safety Mail vom 22. Dezember 2010

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Rote-Hand-Brief zu Nplate® (Romiplostim)

Überarbeitete Dosisanpassung bei Patienten mit chronischer immun-(idiopathischer)thrombozytopenischer Purpura (ITP) und Warnhinweise für die Anwendung bei ITP-Patienten mit Leberfunktionsstörung

Romiplostim (Nplate®) ist für die Behandlung erwachsener, splenektomierter Patienten mit chronischer immun-(idiopathischer)thrombozytopenischer Purpura (ITP) indiziert, die gegenüber anderen Therapien refraktär sind (z. B. Kortikosteroide oder Immunglobuline) und kann als Second-line-Therapie für erwachsene, nicht splenektomierte Patienten in Betracht gezogen werden, für die eine Operation kontraindiziert ist.

Nun informiert der Hersteller in einem Rote-Hand-Brief, dass die Grenzwerte der Thrombozytenzahl, bei denen die Romiplostim-Dosis reduziert bzw. die Romiplostim-Behandlung unterbrochen werden soll, auf > 150 x 10^9/l während zwei aufeinander folgender Wochen (statt bisher > 200 x 10^9/l) bzw. > 250 x 10^9/l (statt bisher > 400 x 10^9/l) gesenkt wurde, um das Risiko von thrombotischen/thromboembolischen Ereignissen zu minimieren. Außerdem werden Warnhinweise für die Anwendung bei ITP-Patienten mit Leberfunktionsstörung gegeben: Rote-Hand-Brief zu Nplate® (Romiplostim) vom 15.12.2010

Quelle:
AkDÄ Drug Safety Mail 2010-29 vom 15. Dezember 2010

Donnerstag, 21. Oktober 2010

FDA: Zulassung von Dabigatran zur Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit Vorhofflimmern

Die Food and Drug Administration (FDA) hat den Thrombinhemmer Dabigatran (Pradaxa) zur Prophylaxe von Schlaganfall und Blutgerinnseln bei Patienten mit Vorhofflimmern zugelassen.

Dabigatran ist seit März 2008 in Deutschland zur Prävention von Thromboembolien bei Patienten nach Hüft- oder Kniegelenksersatzoperation zugelassen. Die amerikanische Zulassung bei Vorhofflimmern ist eine neue Indikation für den Thrombinhemmer.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 19. Oktober 2010

Montag, 27. September 2010

EMA: Ticagrelor zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) empfahl in seiner Sitzung vom September 2010 die Zulassung von Ticagrelor.

Ticagreol (Brilique, Possia, AstraZeneca) soll zusammen mit Acetylsalicylsäure zur Prophylaxe atherothrombotischer Ereignisse bei Erwachsenen mit akutem Koronarsyndrom eingesetzt werden.

Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 24. September 2010

EMA: Widerruf der Zulassung für Octagam empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) empfahl den Widerruf der Zulassung und die Marktrücknahme von Octagam.
Octagam ist ein intravenös applizierbares Immunglobulinpräparat, nach dessen Anwendung über eine unerwartete Zunahme von thromboembolischen Reaktionen wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Lungenödem berichtet wurde. Vermutlich hängt dies mit dem Herstellungsprozess zusammen.
Nachdem das Paul-Ehrlich-Institut bereits am 15. September 2010 das Ruhen der deutschen Zulassung von Octagam® 5% befristet bis zum 31.03.2011 angeordnet hatte, empfiehlt nun die EMA das Ruhen der europäischen Zulassung und den europaweiten Rückruf aller Octagam®-Präparate (5%-ige und 10%-ige Lösungen). Ärzte sollen Octagam® nicht länger anwenden und ihre Patienten auf eine angemessene alternative Behandlung umstellen

Quellen:
Pressemitteilung der EMA vom 24. September 2010
AkdÄ Drug Safety Mail vom 27. September 2010

Montag, 20. September 2010

Ruhen der Zulassung für Octagam 5 %

Das Paul-Ehrlich-Institut hat das Ruhen der Zulassung des oben genannten Präparates sowie den Rückruf aller im Verkehr befindlichen Chargen mit sofortiger Wirkung angeordnet. Das Ruhen der Zulassung ist befristet.

Im Einvernehmen mit dem PEI hatte die Octapharma GmbH im August 2010 eigenverantwortlich zwei Chargenrückrufe durchgeführt, da es zu vermehrten Verdachtsfällen thromboembolischer Ereignisse (TEE) gekommen war. Zwischenzeitlich wurde ersichtlich, dass auch in mehreren anderen Ländern Fälle unter anderen Chargen berichtet wurden, sodass sich das Risiko für TEE nicht nur auf die bereits zurückgerufenen Chargen bezieht. Das Präparat darf nicht mehr angewendet werden.

Quelle:
Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker, Meldung vom 20. September 2010