Posts mit dem Label Ponatinib werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ponatinib werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 8. April 2016

BCR-ABL-Tyrosinkinaseinhibitoren: Rote-Hand-Brief wegen Risiko einer Hepatitis-B-Reaktivierung

Die Hersteller der  BCR-ABL-Tyrosinkinaseinhibitoren (Glivec® [Imatinib], Sprycel® [Dasatinib], Tasigna® [Nilotinib], Bosulif® [Bosutinib] und Iclusig® [Ponatinib]) informieren in einem Rote-Hand-Brief darüber, dass bei Patienten, die chronische Träger des Hepatitis-B-Virus (HBV) sind und die BCR-ABL-Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) angewendet haben, Fälle von Reaktivierung des HBV aufgetreten sind. Einige dieser Fälle haben ein akutes Leberversagen oder eine fulminante Hepatitis verursacht, die zu einer Lebertransplantation oder zum Tod führten. Diese Fallberichte deuten darauf hin, dass eine HBV-Reaktivierung zu jedem Zeitpunkt während der Behandlung mit einem TKI auftreten kann. Die HBV-Reaktivierung wird als Klasseneffekt von BCR-ABL-TKI eingestuft.
Vor Beginn einer Behandlung mit BCR-ABL-TKI sollten Patienten auf eine HBV-Infektion untersucht werden. Bei Patienten mit positiver HBV-Serologie – einschließlich solcher Patienten mit aktiver Erkrankung – sind vor Behandlungsbeginn Fachärzte für Lebererkrankungen mit Erfahrung in der Behandlung von HBV-Infektionen zu konsultieren; dies gilt auch bei Patienten, die während der Behandlung positiv auf eine HBV-Infektion getestet werden. Träger von HBV, die eine Behandlung mit BCR-ABL-TKI benötigen, sollten während und einige Monate nach der Behandlung engmaschig auf Zeichen und Symptome einer aktiven HBV-Infektion überwacht werden.
Die Fachinformationen und die Packungsbeilagen werden aktualisiert.

Quelle:
AkdÄ Drug Safety Mail vom 8.4.2016

Montag, 13. Oktober 2014

Ponatinib: PRAC empfiehlt Warnung vor arteriellen Blutgerinnseln

Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC)  der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) empfiehlt für Ponatinib (Iclusig) die Aufnahme eines Warnhinweises zum Risiko von Blutgerinnseln und Verstopfung von Arterien. Der Nutzen von Ponatinib überwiegt nach wie vor seine Risiken bei der Behandlung von Patienten mit CML und ALL. Patienten und Ärzte sollen jedoch deutlich auf das erhöhte Risiko für Blutgerinnsel und verstopfte Arterien hingewiesen werden.
Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) hat in seiner Oktobersitzung diese PRAC-Empfehlungen bestätigt, die nun von der EU-Kommission endgültig entscheiden werden müssen.

Quelle
Mitteilung der EMA vom 10. Oktober 2014
Mitteilung der EMA vom 24.Oktober 2014

Montag, 2. Dezember 2013

Ponatinib: Rote-Hand-Brief wegen Gefäßverschlüssen

Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über das Risiko von Gefäßverschlüssen im Zusammenhang mit Ponatinib (Iclusig): Die Zahl von arteriellen (kardiovaskulären, zerebrovaskulären und peripheren vaskulären) und venösen thrombotischen Ereignissen hat in der langfristigen Nachverfolgung von Patienten der laufenden Phase-1- und Phase-2-Studien zugenommen.

Bei Patienten mit Herzinfarkt oder Schlaganfall in der Vorgeschichte sollte Ponatinib nicht angewendet werden, es sei denn, dass der mögliche Nutzen einer Behandlung das potenzielle Risiko überwiegt. Vor einer Behandlung mit Ponatinib sollte der kardiovaskuläre Status des Patienten untersucht und kardiovaskuläre Risikofaktoren aktiv behandelt werden; der kardiovaskuläre Status sollte während der Behandlung weiter überwacht und optimiert werden. Ein bestehender Bluthochdruck sollte medikamentös eingestellt werden und eine Unterbrechung der Behandlung mit Ponatinib sollte in Betracht gezogen werden, falls der Bluthochdruck nicht unter Kontrolle gebracht werden kann. Patienten sollten während der Behandlung auf Anzeichen von Gefäßverschlüssen oder Thromboembolien überwacht werden; bei Vorliegen solcher Anzeichen sollte die Ponatinib-Behandlung sofort abgebrochen werden.
Die zusätzlichen Sicherheitsinformationen werden in der Fachinformation aktualisiert.

Quelle:
AkdÄ Drug Safety Mail vom 2. Dezember 2013

Sonntag, 24. November 2013

Ponatinib: EMA empfiehlt Indikationseinschränkungen zur Risikominimierung

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom November 2013 Empfehlungen zur Risikominimierung bei der Anwendung von Ponatinib (Iclusig) ausgesprochen.

Ponatinib soll nicht bei Patienten anwendet werden, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, außer wenn der potenzielle Nutzen der Substanz das Risiko überwiegt. Das kardiovaskuläre Risikol aller Patienten soll vor Therapiebeginn und während der Therapie regelmäßig überprüft werden.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. November 2013

Dienstag, 12. November 2013

Ponatinib: PRAC empfiehlt erhöhte Vorsicht

Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC)  der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom November 2013 empfohlen, die Anwendung von Ponatinib (Iclusig) wegen vermehrter Hinweise auf schwere Thromboembolien und Gefäßverschlüsse besonders sorgfältig zu überwachen.

Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 8. November 2013

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Ponatinib: FDA fordert den Hersteller zur Verkaufseinstellung auf

Die Food and Drug Administration (FDA) hat den Hersteller von Ponatinib (Iclusig, Ariad) aufgefordert, die Vermarktung und den Verkauf des Präparats wegen des Risiko von lebensgefährlichen Blutgerinnseln und Verengung von Blutgefäßung einzustellen.

Der Hersteller ist dieser Aufforderung nachgekommen. Die Sicherheit der Substanz wird derzeit weiter überprüft. Die FDA empfiehlt nun, dass Patienten, die Ponatinib einnehmen und nicht darauf ansprechen, die Therapie abbrechen. Patienten, die auf die Behandlung ansprechen, sollen in einem speziellen Programm weiter behandelt werden.

Quelle:
Mitteilung der FDA vom 31. Oktober 2013

Freitag, 18. Oktober 2013

Ponatinib: FDA prüft vermehrte Berichte über schwere Thrombosen und Gefäßverengungen

Die Food and Drug Administration (FDA) untersucht derzeit vermehrte Berichte über schwere und lebensbedrohliche Thrombosen und Blutgefäßverengungen bei Einnahme von Ponatinib (Iclusig).
Quelle:
Mitteilung der FDA vom 11. Oktober 2013

Donnerstag, 4. Juli 2013

Ponatinib von der EU-Komission bei CML zugelassen

Die EU-Kommission hat den Proteinkinasehemmer Ponatinib (Iclusig, Ariad) für die Behandlung von Patienten mit CML zugelassen.

Ponatinib (Iclusig, Ariad) ist eine Proteinkinasehemmer, der die BCR-ABL-Kinase hemmt. Er ist nun für die Behandlung von Patienten mit chronisch myeloischer Leukäme und Philadelphia-Chromosom-positiver akuter Lymphoblasten-Leukämie (Ph+-ALL) zugelassen werden, die auf Nilotinib (Tasigna) oder Dasatinib (Sprycel) resistent sind, diese nicht vertragen, bei denen eine erneute Imatinib-Therapie (Glivec) nicht angezeigt ist oder bei denen eine T315I-Mutation vorliegt.


Mit Ponatinib kann bei Patienten mit CML und Ph+-ALL ein zytogenetisches und hämatologisches Ansprechen erreicht werden, auch wenn sie eine T315I-Mutation aufweisen. Häufigste Nebenwirkungen sind Thrombozytenabfall, Hautausschlag, trockene Haut und abdominale Schmerzen.

Quelle:

Mittwoch, 27. März 2013

Ponatinib: Zulassungsempfehlung der EU-Kommission

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom März 2013 empfohlen, den Proteinkinasehemmer Ponatinib (Iclusig, Ariad) für die Behandlung von Patienten mit CML zuzulassen.

Ponatinib (Iclusig, Ariad) ist eine Proteinkinasehemmer, der die BCR-ABL-Kinase hemmt. Er soll für die Behandlung von Patienten mit chronisch myeloischer Leukäme und Philadelphia-Chromosom-positiver akuter Lymphoblasten-Leukämie (Ph+-ALL) zugelassen werden, die auf Nilotinib oder Dasatinib resistent sind, diese nicht vertragen, bei denen eine erneute Imatinib-Therapie nicht angezeigt ist oder bei denen eine T315I-Mutation vorliegt.

Mit Ponatinib kann bei Patienten mit CML und Ph+-ALL ein zytogenetisches und hämatologisches Ansprechen erreicht werden, auch wenn sie eine T315I-Mutation aufweisen. Häufigste Nebenwirkungen sind Thrombozytenabfall, Hautausschlag, trockene Haut und abdominale Schmerzen.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. März 2013

Samstag, 15. Dezember 2012

Ponatinib von der FDA für Patienten mit CML und ALL zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Ponatinib (Iclusig, Ariad) beschleunigt für die Behandlung von Patienten mit CML und Ph+ ALL zugelassen.

Ponatinib (Iclusig, Ariad) ist ein BCR-ABL-Hemmer, der auch andere Tyrosinkinasen wie z. B. FLT3, RET, KIT hemmen kann. Es wurde als Orphan Drug für die Behandlung von Patienten mit resistenter oder intoleranter CML und Ph+-ALL zugelassen.


Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 14. Dezember 2012