In einem Rote-Hand-Brief informieren die Hersteller von Apixaban (Eliquis®), Dabigatranetexilat (Pradaxa®), Edoxaban (Lixiana®/Roteas®) und Rivaroxaban (Xarelto®), dass die Anwendung von direkt wirkenden Antikoagulanzien (DOAK) bei Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom nicht empfohlen wird, insbesondere gilt dies für Hochrisikopatienten, die in allen drei Antiphospholipid-Tests (Lupus-Antikoagulans, Anti-Cardiolipin-Antikörper, Anti-Beta-2-Glykoprotein-1-Antikörper) positiv getestet wurden.
Bei Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom (insbesondere bei Hochrisikopatienten), die zurzeit mit DOAK zur Prävention thromboembolischer Ereignisse behandelt werden, sollte die Fortführung der Behandlung geprüft und eine Umstellung auf Vitamin-K-Antagonisten erwogen werden.
In einer randomisierten, offenen, multizentrischen Studie war die Anwendung von Rivaroxaban bei Patienten mit Thrombose in der Vorgeschichte, bei denen ein Antiphospholipid-Syndrom diagnostiziert wurde, im Vergleich zu Warfarin mit einem erhöhten Risiko für rezidivierende thrombotische Ereignisse assoziiert. Die Studie wurde wegen einer erhöhten Rate thromboembolischer Ereignisse im Rivaroxaban-Arm im Vergleich zu Warfarin (7/59 Patienten vs. 0/61) vorzeitig abgebrochen. Für andere DOAK (Apixaban, Dabigatranetexilat, Edoxaban) sind weniger Daten verfügbar. Es gibt aktuell keine ausreichende Evidenz, dass eines dieser Arzneimittel bei Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom einen ausreichenden Schutz bietet.
Quelle:
AKDÄ Drug Safety Mail vom 23.5.2019
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Freitag, 24. Mai 2019
Freitag, 3. Juli 2015
Edoxaban von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 23. Juni 2015 Edoxaban (Lixiana, Daiichi Sankyo Europe) für die Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit
nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) und einem oder mehreren Risikofaktoren wie kongestiver
Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ≥ 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall oder transitorischer
ischämischer Attacke (TIA) in der Anamnese sowie für Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) und Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen zugelassen.
Edoxaban ist ein hoch selektiver, direkter und reversibler Inhibitor von Faktor Xa, der Serinprotease in der gemeinsamen Endstrecke der Gerinnungskaskade. Edoxaban hemmt den freien Faktor Xa und die Prothrombinase-Aktivität. Die Faktor-Xa-Hemmung in der Gerinnungskaskade vermindert die Thrombinbildung, verlängert die Gerinnungszeit und vermindert das Risiko einer Thrombusbildung.
Die Wirkung von Edoxaban setzt innerhalb von 1 bis 2 Stunden rasch ein. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt etwa 62 %. Die Nahrungsaufnahme erhöht die Spitzenexposition in unterschiedlichem Ausmaß, hat aber auf die Gesamtexposition einen minimalen Einfluss. In den Studien ENGAGE AF-TIMI 48 und Hokusai-VTE wurde Edoxaban zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen. Bei einem pH-Wert ab 6,0 ist Edoxaban schlecht löslich. Die gleichzeitige Anwendung von Protonenpumpeninhibitoren hatte keinen relevanten Einfluss auf die Edoxaban-Exposition.
Die Zulassung basiert auf den Daten der ENGAGE AF-TIMI 48 und Hokusai-VTE-Stuidien, in die 21,105 bzw.8,292 Patienten eingeschlossen waren.
Quelle:
EPAR der EMA
nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) und einem oder mehreren Risikofaktoren wie kongestiver
Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ≥ 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall oder transitorischer
ischämischer Attacke (TIA) in der Anamnese sowie für Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) und Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen zugelassen.
Edoxaban ist ein hoch selektiver, direkter und reversibler Inhibitor von Faktor Xa, der Serinprotease in der gemeinsamen Endstrecke der Gerinnungskaskade. Edoxaban hemmt den freien Faktor Xa und die Prothrombinase-Aktivität. Die Faktor-Xa-Hemmung in der Gerinnungskaskade vermindert die Thrombinbildung, verlängert die Gerinnungszeit und vermindert das Risiko einer Thrombusbildung.
Die Wirkung von Edoxaban setzt innerhalb von 1 bis 2 Stunden rasch ein. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt etwa 62 %. Die Nahrungsaufnahme erhöht die Spitzenexposition in unterschiedlichem Ausmaß, hat aber auf die Gesamtexposition einen minimalen Einfluss. In den Studien ENGAGE AF-TIMI 48 und Hokusai-VTE wurde Edoxaban zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen. Bei einem pH-Wert ab 6,0 ist Edoxaban schlecht löslich. Die gleichzeitige Anwendung von Protonenpumpeninhibitoren hatte keinen relevanten Einfluss auf die Edoxaban-Exposition.
Die Zulassung basiert auf den Daten der ENGAGE AF-TIMI 48 und Hokusai-VTE-Stuidien, in die 21,105 bzw.8,292 Patienten eingeschlossen waren.
Quelle:
EPAR der EMA
Samstag, 25. April 2015
Edoxaban von der EMA zur Zulassung empfohlen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2015 empfohlen, Edoxaban (Lixiana, Daiichi Sankyo Europe) für die Prävention von Schlaganfall und systemischen Embolien bei Erwachsenen mit Vorhofflimmern und einem oder mehreren Risikofaktoren wie Herzinsuffizienz, Hypertonie oder Alter über 75 Jahre sowie für Therapie und Prävention von tiefen Venenthrombosen sowie Lungenembolien zuzulassen.
Edoxaban ist wie Rivaroxaban eine Faktor-Xa-Inhibitor. Es wirkt als hoch selektiver, direkter und reversibler Inhibitor. Durch die Hemmung von Faktor Xa in der Koagulationskaskade wird vermindert Thrombin gebildet, was die Blutgerinnungszeit verlängert und das Risiko einer Thrombusbildung verringert.
Häufigste unerwünschte Wirkungen von Edoxaban sind Blutungen und Haut und Weichgewebe, Nasenbluten und vaginale Blutungen, ferner Anämie, Hautausschlag und abnorme Leberfunktionsparameter.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 23. April 2015
Edoxaban ist wie Rivaroxaban eine Faktor-Xa-Inhibitor. Es wirkt als hoch selektiver, direkter und reversibler Inhibitor. Durch die Hemmung von Faktor Xa in der Koagulationskaskade wird vermindert Thrombin gebildet, was die Blutgerinnungszeit verlängert und das Risiko einer Thrombusbildung verringert.
Häufigste unerwünschte Wirkungen von Edoxaban sind Blutungen und Haut und Weichgewebe, Nasenbluten und vaginale Blutungen, ferner Anämie, Hautausschlag und abnorme Leberfunktionsparameter.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 23. April 2015
Mittwoch, 2. September 2009
Oraler Faktor-Xa-Inhibitor Edoxaban
Edoxaban (Daiichi Sankyo) ist wie zum Beispiel Rivaroxaban ein oraler Faktor-Xa-Inhibitor.
Seine Wirksamkeit in der Prävention eines Schlaganfalls wird derzeit in der Phase-III-Studie ENGAGE AF-TIMI 48 (Effecte Anticoagulation with Factor Xa next generation in atrial fibrillation) bei rund 16.500 Patienten mit Vorhofflimmern untersucht. Edoxaban wird in zwei Dosierungen (30 oder 60 mg täglich) mit Warfarin verglichen. Die Studie soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2012 abgeschlossen sein.
Quelle:
Pressemitteilung Daiichi Sankyo, 1.9.2009
Seine Wirksamkeit in der Prävention eines Schlaganfalls wird derzeit in der Phase-III-Studie ENGAGE AF-TIMI 48 (Effecte Anticoagulation with Factor Xa next generation in atrial fibrillation) bei rund 16.500 Patienten mit Vorhofflimmern untersucht. Edoxaban wird in zwei Dosierungen (30 oder 60 mg täglich) mit Warfarin verglichen. Die Studie soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2012 abgeschlossen sein.Quelle:
Pressemitteilung Daiichi Sankyo, 1.9.2009
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