Posts mit dem Label HIV werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label HIV werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 11. Februar 2021

Fostemsavir von der EU-Kommission zugelassen

 Die EU-Kommission hat am 4. Februar 2021 Fostemsavir-Trometamol (Rukobia, ViiV) in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln für die orale Behandlung von Erwachsenen mit multiresistenter HIV-1-Infektion zugelassen, für die kein anderes supprimierendes, antiretrovirales Behandlungsregime zur Verfügung steht.

Fostemsavir ist ein Prodrug ohne signifikante antivirale Aktivität, das in vivo unter Abspaltung einer Phosphonooxymethyl-Gruppe zum aktiven Metaboliten Temsavir hydrolysiert wird. Temsavir bindet direkt an die gp120-Untereinheit des glykosylierten HIV-1-Hüllproteins gp160 und hemmt selektiv die Interaktion zwischen dem Virus und dem zellulären CD4+-Rezeptor, wodurch das Eindringen des Virus in Wirtszellen und somit deren Infektion verhindert wird. 

Die Wirksamkeit von Fostemsavir bei HIV-infizierten, stark vorbehandelten erwachsenen Patienten wurde in der teilweise randomisierten, internationalen, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Phase-III-Studie BRIGHTE (205888) untersucht, in die 371 stark vorbehandelte Patienten mit HIV-1-Infektion und Resistenz gegenüber mehreren Arzneimittelklassen durchgeführt eingeschlossen worden waren.

Quelle

EPAR der EMA

Montag, 21. Dezember 2020

Cabotegravir von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 17. Dezember 2020 den Integrasehemmer Cabotegravir (Vocabria®) zusammen mit dem NNRTI Rilpivirin (Rekambys®) jeweils in parenteraler Form zur Behandlung der Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus Typ 1 (HIV-1) bei Erwachsenen zugelassen, wenn diese erfolgreich mit einem stabilen antiretroviralen Regime (HIV-1-RNA <50 Kopien/ml) behandelt worden sind. 

Beide Medikamente werden monatlich oder alle zwei Monate intramuskulär injiziert. Zusammen bilden sie eine neue langwirksame antiretrovirale Therapie.  

Rilpivirin stammt ursprünglich von der Firma Janssen und ist nun auch als langwirksame Formulierung verfügbar. Der neue Integrasehemmer Cabotegravir kommt von ViiV Healthcare. 

Die häufigsten Nebenwirkungen waren Reaktionen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Pyrexie, Übelkeit, Müdigkeit, Asthenie, Myalgie und Schwindel.

Alle zwei Monate injiziertes Cabotegravir wird derzeit auch zur HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) untersucht.

Quelle:

Info der EMA

Dienstag, 9. Juli 2019

Dolutegravir/Lamivudin von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 1. Juli 2019 die Kombination aus Dolutegravir und Lamivudin (Dovato, ViiV) für die orale Behandlung von Infektionen mit dem humanen Immundefizienz-Virus Typ 1 (HIV-1) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab einem Alter von 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg zugelassen, die keine bekannten oder vermuteten Resistenzen gegenüber der Klasse der Integrase-Inhibitoren oder Lamivudin aufweisen.

Der Integrasehemmer Dolutegravir und der reverse-Transkriptase-Hemmer Lamivudin sind nun als fixe Kombination verfügbar.

Quelle
EPAR der EMA

Dienstag, 27. November 2018

Doravirin und Doravirin/Lamivudin/Tenofovir disoproxil von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat im November 2018 Doravirin/Lamivudin/Tenofovir disoproxil (Delstrigo, MSD) für die orale Behandlungvon Erwachsenen mit HIV-Infektion zugelassen, die keine Resistenz gegen NNRTI wie Lamivudin oder Tenofovir aufweisen.
Doravirin (Pifeltro) ist in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln angezeigt für die Behandlung von Erwachsenen, die mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV-1) infiziert sind. Die HI-Viren dürfen keine Mutationen aufweisen, die bekanntermaßen mit einer Resistenz gegen die Substanzklasse der NNRTI (nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren) assoziiert sind.

Doravirin ist ein nicht-nukleosidischer HIV-1-Reverse-Transkriptase-Inhibitor aus der Gruppe der
Pyridinone. Es hemmt die HIV-1-Replikation durch nicht-kompetitive Hemmung der HIV-1 ReverseTranskriptase (RT). Doravirin hemmt weder die humanen zellulären DNA-Polymerasen α und ß noch die mitochondriale DNA-Polymerase γ.

Quelle
EPAR der EMA

Freitag, 21. September 2018

Doravirin und Doravirin/Lamivudin/Tenofovir disoproxil von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom September 2018 empfohlen, Doravirin (Pifeltro, MSD) sowie Doravirin/Lamivudin/Tenofovir disoproxil (Delstrigo, MSD) für die orale Behandlungvon Erwachsenen mit HIV-Infektion zuzulassen, die keine Resistenz gegen NNRTI wie Lamivudin oder Tenofovir aufweisen.


Doravirin ist eine neuer NNRTI.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 20. September 2018

Samstag, 14. Juli 2018

Bictegravir/Emtricitabin/Tenofoviralafenamid von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 21. Juni 2018 Bictegravir/Emtricitabin/Tenofoviralafenamid (Biktarvy, Gilead) für die Behandlung von Erwachsenen mit HIV1-Infektion zugelassen, die keine Resistenz gegen Intergrasehemmer, Emtricitabin oder Tenofovir aufweisen.


Bictegravir ist wie z. B. Dolutegravir, Elvitegravir oder Raltegravir ein Integrasehemmer, Emtricitabin und Tenofovir sind nukleosidische reverse Transcriptasehemmer.
Vorteil der Kombination ist, dass eine Tablette einmal täglich genommen werden muss.


Quelle
Info der EMA

Freitag, 24. Juni 2016

Emtricitabin/Rilpivirin/Tenofoviralafenamid von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 23. Juni2016 Emtricitabin/Rilpivirin/Tenofoviralafenamid (Odefsey, Gilead) für die Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren und mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kg) mit HIV-Infektion und einer Viruslast von ≤ 100.000 HIV-1-RNA-Kopien/ml zugelassen, bei denen HIV-1 keine Mutationen aufweist, die bekanntermaßen mit Resistenzen gegen die Klasse der nichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI), Tenofovir oder Emtricitabin assoziiert sind.

Quelle:
EPAR der EMA

Mittwoch, 18. Mai 2016

Emtricitabin/Tenofoviralafenamid von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 25. April 2016 Emtricitabin/Tenofoviralafenamid (Descovy, Gilead) für die Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren und mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kg), die mit dem humanen Immundefizienzvirus Typ 1 (HIV-1) infiziert sind in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zugelassen.

Der NRTI Emtricitabin ist schon in mehreren Kombinationspräparaten verfügbar, Tenofovir stand bislang als T-disoproxil zur Verfügung. Nun steht es als Tenofoviralafenamid zur Verfügung.



Quelle:
EPAR der EMA

Sonntag, 25. Januar 2015

Lamivudin/Raltegravir-Kombi bei HIV-Infektion empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Januar 2015 empfohlen, die fixe Kombination aus 150 mg Lamivudin/300 mg Raltegravir (Dutrebis, MSD) als Filmtablette für die Behandlung der HIV-Infektion bei Personen ab einem Alter von 6 Jahren und mit einem Körpergewicht von mindestens 30 kg zuzulassen.

Beide Substanzen werden schon lange als Virostatika eingesetzt. Lamivudin ist ein reverse Transkriptase-Hemmer, Raltegravir ein Integrasehemmer.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 22. Januar 2015

Samstag, 28. Juni 2014

Raltegravir: EMA empfiehlt Zulassung auch für Kleinkinder

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Juni 2014 empfohlen, die Zulassung von Raltegravir (Isentress, MSD Sharp & Dohme) auf die Behandlung von Kleinkindern mit HIV ab einem Alter von 4 Wochen zu erweitern.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. Juni  2014

Freitag, 27. Juni 2014

Dreifachkombination von der EMA zur Zulassung bei HIV-Infektion empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Juni 2014 empfohlen, die Dreifachkombination Dolutegravir/Abacavir/Lamivudin (Triumeq, Viiv) für die Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit HIV-Infektion zuzulassen.
Dolutegravir ist ein Integrasehemmer, Abacavir und Lamivudin sind Hemmer der HIV-reverse-Transcriptase. Der Vorteil der Kombination ist, dass mit einer einmal täglichen Einnahme eine gutes antiretrovirales Ansprechen erreicht wird. Häufigste unerwünschte Wirkungen sind Kopfschmerzen, Diarrhö, Übelkeit, Schlafstörungen, Fatigue und Überempfindlichkeitsreaktionen.
Als Teil der Zulassung muss ein Pharmakovigilanzprogramm implementiert werden.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. Juni  2014



Sonntag, 24. November 2013

Dolutegravir: EMA empfiehlt Zulassung bei HIV-Infektion

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom November 2013 empfohlen, Dolutegravir (Tivicay, ViiV) als Teil einer Kombinationstherapie für die Behandlung von HIV-Infizierten ab einem Alter von 12 Jahren zuzulassen.

Dolutegravir (Tivicay, ViiV) ist ein Integrase-Inhibitor, der von der FDA im August 2013 für diese Indikation zugelassen wurde.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. November 2013

Mittwoch, 20. November 2013

Elvitegravir von der EU-Kommission bei HIV-Infektion zugelassen

Die EU-Kommission hat am 14. November 2013 Elvitegravir (Vitekta, Gilead) für die Behandlung von Patienten mit HIV-Infektion zugelassen.

Elvitegravir (Vitekta, Gilead)ist ein Integrase-Inhibitor, der den Einbau von HIV-1-DNS in das Wirtsgenom unterbindet. Er ist zur Kombinationstherapie mit einem Ritonavir-geboosteten Proteasehemmer und anderen HIV-hemmenden Substanzen für die Behandlung von HIV-infizierten Patienten zugelassen.


Ende Mai 2013 hat die EU-Kommission die Kombination aus Elvitegravir/Cobicistat/Emtricitabin/Tenofovir disoproxil (Stribild, Gilead) für die Behandlung von Erwachsenen mit HIV zugelassen.

Quelle:

Montag, 23. September 2013

Elvitegravir zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom September 2013 empfohlen,  Elvitegravir (Vitekta, Gilead) für die Behandlung von Patienten mit HIV-Infektion zuzulassen.

Elvitegravir (Vitekta, Gilead)ist ein Integrase-Inhibitor, der den Einbau von HIV-1-DNS in das Wirtsgenom unterbindet. Es soll zur Kombinationstherapie mit einem Ritonavir-geboosteten Proteasehemmer und anderen HIV-hemmenden Substanzen für die Behandlung von HIV-infizierten Patienten zugelassen werden.
Ende Mai 2013 hat die EU-Kommission die Kombination aus Elvitegravir/Cobicistat/Emtricitabin/Tenofovir disoproxil (Stribild, Gilead) für die Behandlung von Erwachsenen mit HIV zugelassen.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 19. September 2013

Samstag, 27. Juli 2013

Cobicistat: EMA empfiehlt Zulassung als Pharmakoenhancer

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Juli 2013 empfohlen, Cobicistat (Tybost, Gilead) als pharmakokinetischen Enhancer für die Proteaseinhibitoren Atazanavir und Darunavir zuzulassen. Cobicistat ist in der Vierfachkombination Stribild bereits im Handel verfügbar.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 25. Juli 2013

Mittwoch, 27. März 2013

Vierfachkombination für HIV-Patienten von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom März 2013 empfohlen, die Kombination aus Elvitegravir/Cobicistat/Emtricitabin/Tenofovir disoproxil (Stribild, Gilead) für die Behandlung von Erwachsenen mit HIV zuzulassen, die therapienaiv sind oder die mit einem HIV-1 infiziert sind, das keine derzeit bekannten Resistenzmutationen aufweist.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. März 2013

Donnerstag, 3. Januar 2013

Crofelemer: FDA-Zulassung zur Diarrhöbehandlung bei HIV-Patienten

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Crofelemer (Fulyzaq, Salix) zur Behandlung der Diarrhö bei HIV-Patienten unter antiretroviraler Therapie zugelassen.

Crofelemer (Fulyzaq, Salix) ein Substanzgemisch von Proanthocyanidin-Oligomeren. Es wird aus  so genanntem Drachenblut gewonnen, dem Harz der südamerikanischen Pflanze Croton lechleri, einem Wolfsmilchgewächs. Die antisekretorische Wirkung von Crofelemer beruht auf der Hemmung von Chloridkanälen, vorwiegend dem CFTR-Kanal (Cystic Fibrosis Transmembrane conductance Regulator) und dem calciumaktivierten Chloridkanal (CaCC), im Gastrointestinaltrakt.
Bei einer Diarrhö kommt es zu einem Ungleichgewicht der intestinalen Resorption und Sekretion von Elektrolyten und Wasser. Eine zentrale Rolle spielt dabei der CFTR-Kanal, der bei einer Diarrhö vermehrt exprimiert wird. Dies führt zu einer vermehrten Sekretion von Chloridionen in das Darmlumen, gefolgt von einer passiven Diffusion von Natriumionen und Wasser. Die gesteigerte Chloridionen-Sekretion kann durch unterschiedliche Trigger ausgelöst werden, so durch Bakterientoxine, Serotonin, Entzündungsmediatoren oder durch Arzneistoffe wie Protease-Inhibitoren.

Quellen:
Pressemitteilung der FDA vom 31. Dezember 2012

Sonntag, 21. Oktober 2012

Raltegravir: EMA empfiehlt Zulassungserweiterung für Kinder

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Oktober 2012 empfohlen, die Zulassung von Raltegravir (Isentress, MSD) auf die Behandlung der HIV-Infektion bei Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren in Kombination mit anderen antiretroviralen Substanzen zu erweitern.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 19. Oktober 2012

Montag, 24. September 2012

Tenofovirdisoproxil: EMA empfiehlt Zulassungserweiterung

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom September 2012 empfohlen, von Tenofovirdisoproxil (Viread, Gilead) eine neue Zubereitung sowie neue Stärken mit erweiterten Anwendungsgebieten zuzulassen.

Tenofovirdisoproxil als oral applizierbares Granulat (33 mg/g) soll in Kombination mit anderen antiretroviral wirkenden Substanzen für die Behandlung von HIV-infizierten Kindern im Alter von 2 bis unter 6 Jahren zugelassen werden, die gegen NRTI resistent sind oder diese nicht vertragen. Bei Kindern über 6 Jahren sowie bei Erwachsenen soll das Granulat eingesetzt werden können, wenn sie die Tabletten nicht einnehmen können.
Das Granulat soll zudem bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis B eingesetzt werden können, wenn sie Tabletten nicht nehmen können, und zwar bei

- kompensierter Lebererkrankung mit nachgewiesener aktiver viraler Replikation, dauerhaft
erhöhten Alaninaminotransferase- (ALT-)Werten im Serum und histologischem Nachweis einer
aktiven Entzündung und/oder Fibrose
- dekompensierter Lebererkrankung
Das Granulat soll bei Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren zur Behandlung der chronischen Hepatitis B eingesetzt werden können, wenn sie Tabletten nicht nehmen können, und zwar bei

- kompensierter Lebererkrankung mit nachgewiesener aktiver viraler Replikation, dauerhaft
erhöhten Alaninaminotransferase- (ALT-)Werten im Serum und histologischem Nachweis einer
aktiven Entzündung und/oder Fibrose

Als neue Stärke sollen Filmtabletten mit 123, 163 und 204 mg zugelassen werden
Die Tabletten mit 123 mg sollten sie in Kombination mit anderen antiretroviral wirkenden Substanzen für die Behandlung von HIV-infizierten Kindern im Alter von 6 bis unter 12 Jahren mit einem Körpergewicht zwischen 17 und 22 kg zugelassen werden, die gegen NRTI resistent sind oder diese nicht vertragen.

Die Tabletten mit 163 mg sollten sie in Kombination mit anderen antiretroviral wirkenden Substanzen für die Behandlung von HIV-infizierten Kindern im Alter von 6 bis unter 12 Jahren mit einem Körpergewicht zwischen 22  und 28 kg zugelassen werden, die gegen NRTI resistent sind oder diese nicht vertragen.

Die Tabletten mit 204 mg sollten sie in Kombination mit anderen antiretroviral wirkenden Substanzen für die Behandlung von HIV-infizierten Kindern im Alter von 6 bis unter 12 Jahren mit einem Körpergewicht zwischen 22 und 35 kg zugelassen werden, die gegen NRTI resistent sind oder diese nicht vertragen.


Die Zulassung für die 245-mg-Tabletten soll in Kombination mit anderen antiretroviral wirkenden Substanzen für die Behandlung von HIV-infizierten Jugendlichen im Alter von 12 bis unter 18 Jahren erweitert werden, die gegen NRTI resistent sind oder diese nicht vertragen.

Zudem sollen sie bei Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren zur Behandlung der chronischen Hepatitis B eingesetzt werden können, wenn diese Tabletten nicht nehmen können, und zwar bei

- kompensierter Lebererkrankung mit nachgewiesener aktiver viraler Replikation, dauerhaft
erhöhten Alaninaminotransferase- (ALT-)Werten im Serum und histologischem Nachweis einer
aktiven Entzündung und/oder Fibrose.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 20. September 2012

Mittwoch, 18. Juli 2012

Truvada: FDA erweitert Zulassung auf Präexpositionsprophylaxe

Die Food and Drug Administration (FDA) hat die Zulassung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilfumarat (Truvada, Gilead) auf die  Präexpositionsprophylaxe vor einer HIV-Infektion zugelassen.

Zur Prophylaxe ist Truvada nur bei Personen mit negativem HIV-Test zugelassen, weitere Kontrollen des HIV-Status sind in den weiteren drei Monaten erforderlich. Denn bei der Therapie der manifesten HIV-Infektion muss Truvada mit einer dritten Substanz, in der Regel einem Proteaseinhibitor, kombiniert werden.
Außerdem darf Truvada nur im Rahmen anderer Schutzmaßnahmen wie Safer Sex eingesetzt werden und nicht als Ersatz für diese Maßnahmen.
Die Zulassungserweiterung ist zudem mit der Implementierung einer Risk Evaluation and Mitigation Strategy (REMS) verbunden.

Quelle:
Presseinformation der FDA vom 16. Juli 2012