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Samstag, 23. September 2023

Cabotegravir: EU-Kommission erweitert Indikation

Die EU-Kommission hat am 15. September 2023 die Indikation von Cabotegravir erweitert, es kann nun als Apretude (ViiV) in Kombination mit Safer-Sex-Praktiken für die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) angewendet werden, um das Risiko einer sexuell erworbenen HIV-1-Infektion bei Erwachsenen und Jugendlichen mit hohem Risiko und einem Körpergewicht von mindestens 35 kg zu verringern.

Die Prophylaxe kann entweder mit Cabotegravir-Tabletten in einer oralen Einleitungsphase vor Beginn der Injektion gestartet werden, um die Verträglichkeit zu beurteilen oder direkt mit den Injektionen  beginnen. 

Der lang wirkende Integrasehemmer Cabotegravir war im Dezember 2017 zusammen mit dem NNRTI Rilpivirin jeweils in parenteraler Form zur Behandlung der Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus Typ 1 (HIV-1) bei Erwachsenen zugelassen worden, wenn diese erfolgreich mit einem stabilen antiretroviralen Regime (HIV-1-RNA <50 Kopien/ml) behandelt worden sind. 

Quelle

EPAR der EMA


Montag, 21. Dezember 2020

Cabotegravir von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 17. Dezember 2020 den Integrasehemmer Cabotegravir (Vocabria®) zusammen mit dem NNRTI Rilpivirin (Rekambys®) jeweils in parenteraler Form zur Behandlung der Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus Typ 1 (HIV-1) bei Erwachsenen zugelassen, wenn diese erfolgreich mit einem stabilen antiretroviralen Regime (HIV-1-RNA <50 Kopien/ml) behandelt worden sind. 

Beide Medikamente werden monatlich oder alle zwei Monate intramuskulär injiziert. Zusammen bilden sie eine neue langwirksame antiretrovirale Therapie.  

Rilpivirin stammt ursprünglich von der Firma Janssen und ist nun auch als langwirksame Formulierung verfügbar. Der neue Integrasehemmer Cabotegravir kommt von ViiV Healthcare. 

Die häufigsten Nebenwirkungen waren Reaktionen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Pyrexie, Übelkeit, Müdigkeit, Asthenie, Myalgie und Schwindel.

Alle zwei Monate injiziertes Cabotegravir wird derzeit auch zur HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) untersucht.

Quelle:

Info der EMA