Dienstag, 4. Dezember 2018
Brigatinib von der EU-Kommission zugelassen
Brigatinib ist ein Tyrosinkinase-Hemmer, der gegen ALK, c-ros oncogene 1 (ROS1) und den Insulinlike Growth Factor 1 Receptor (IGF-1R) gerichtet ist. In In-vitro- und In-vivo-Assays hemmte Brigatinib die Autophosphorylierung von ALK sowie der ALK-vermittelten Phosphorylierung des
nachgelagerten Signalproteins STAT3.
Sicherheit und Wirksamkeit wurden in der randomisierten (1:1), offenen, multizentrischen Studie (ALTA) an 222 erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem ALK-positivem NSCLC, bei denen es unter Crizotinib zu einem Fortschreiten der Erkrankung kam, untersucht.
Quelle
EPAR der EMA
Montag, 5. September 2016
Crizotinib: EU-Kommission erweitert Zulassung
Dieser Zulassungserweiterung liegen die Daten der multizentrischen einarmigen Phase-I-Studie 1001 zugrunde, die eine deutliche Antitumorwirksamkeit von Crizotinib zeigten.
Mittwoch, 24. Februar 2016
Necitumumab von der EU-Kommission zugelassen
Necitumumab ist ein rekombinanter, humaner, monoklonaler IgG1 Antikörper, der mit hoher Affinität und Spezifität an den humanen epidermalen Wachstumsfaktor Rezeptor 1 (EGFR) bindet. Die Ligandenbindungsstelle wird blockiert, somit die Aktivierung durch alle bekannten Liganden verhindert und relevante biologische Folgeschritte in vitro inhibiert. Die Aktivierung von EGFR korreliert mit dem malignen Progress, der Induktion der Angiogenese und der Hemmung der Apoptose oder des Zelltodes. Zudem induziert Necitumumab die Internalisierung und den Abbau von EGFR in vitro.
Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der offenen Phase-3-Studie Squire, in der 1.093 Patienten aufgenommen worden waren. Randomisiert wurden sie mit Gemcitabin, Cisplatin ohne und mit Necitumumab behandelt. Die Patienten der Necitumumab-Gruppen überlebten im Mittel 11,5 Monate, die der Vergleichsmonate 9,9 Monate.
Häufigste unerwünschte Wirkungen waren Hautausschlag und Hypomagnesiämie, welche zu Muskelschwäche, Anfällen und Herzrhythmusstörungen führen kann.
Die Food and Drug Administration (FDA) hat Necitumumab Ende November 2015 für diese Indikation zugelassen.
Mittwoch, 2. Dezember 2015
Necitumumab von der FDA zugelassen
Necitumumab ist ein monoklonaler Antikörper, der den EGFR blockiert.
Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der offenen Phase-3-Studie Squire, in der 1.093 Patienten aufgenommen worden waren. Randomisiert wurden sie mit Gemcitabin, Cisplatin ohne und mit Necitumumab behandelt. Die Patienten der Necitumumab-Gruppen überlebten im Mittel 11,5 Monate, die der Vergleichsmonate 9,9 Monate.
Häufigste unerwünschte Wirkungen waren Hautausschlag und Hypomagnesiämie, welche zu Muskelschwäche, Anfällen und Herzrhythmusstörungen führen kann.
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 24. November 2015
Samstag, 17. Oktober 2015
Nivolumab: FDA erweitert Einsatzgebiet auf Nicht-Plattenepithel-NSCLC
Nivolumab ist ein monoklonaler Antikörper, der das PD1-Protein hemmt. PD1 (Programmed Death) ist ein Rezeptor, der auf aktivierten T-Zellen exprimiert wird. Er wird auch als „Key immunocheckpoint“ bezeichnet, weil ihm eine Schlüsselstellung bei Immunreaktionen zukommt. Der PD1-Rezeptor wird durch die PD1-Liganden PD-L1 und PD-L2 aktiviert, die von Tumor- und von Stromazellen gebildet werden. Binden die Liganden an den Rezeptor, wird im Sinne einer Immunsuppression die antitumorale Immunantwort verringert. Bei Blockade des PD1-Rezeptors wird die T-Zell-Aktivität im Bereich des Tumors verstärkt und damit die Immunreaktion gegen die Tumorzellen aktiviert.
Die Wirksamkeit von Nivolumab wurde in einer internationalen offenen randomisierten Studie mit 582 Patienten im Vergleich zu Docetaxel untersucht. Die Patienten der Nivolumab-Gruppe lebten 2,8 Monate länger als die Patienten der Docetaxel-Gruppe.
Häufigste Nebenwirkungen von Nivolumab waren Fatigue, Kurzatmigkeit, muskuloskeletale Schmerzen, verminderter Appetit, Husten, Übelkeit und Verstopfung.
Bei Patienten mit erhöhter PD-L1-Expression war die Wirksamkeit von Pembrolizumab besonders gut.
Nivolumab ist bislang von der FDA für die Behandlung des nicht resezierbaren oder metastasierten Melanoms, die auf andere Substanzen nicht mehr anspricht, sowie für die Behandlung des Plattenepithel-NSCLC zugelassen.
Quelle:
Mitteilung der FDA vom 9. Oktober 2015
Montag, 25. Mai 2015
Nivolumab von der EMA zur Zulassung empfohlen
Die FDA hat Nivolumab im Dezember 2014 für die Melanomtherapie und im März 2015 für die Behandlung des Lungenkarzinoms zugelassen.
Die Indikationserweiterung soll - wie in letzter Zeit häufiger geschehen - als eigenständige Neuzulassung unter anderem Handelsnamen der Substanz erfolgen. Dies dürfte nicht unbedingt zur Übersichtlichkeit und Transparenz des Arzneimittelmarktes beitragen.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. Mai 2015
Sonntag, 1. März 2015
Ceritinib von der EMA zur Zulassung empfohlen
Ceritinib hemmt die anaplastische Lymphom-Kinase (ALK), die für die Entwicklung einiger Krebszellen wichtig ist. Der ALK-Hemmer wurde bedingt für Paienten mit metastasiertem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zugelassen, bei denen eine Behandlung mit Crizotinib, dem ersten zugelassenen ALK-Inhibitor, erfolglos oder nicht verträglich war. Die Patienten müssen positiv auf die Expression von ALK getestet worden sein, dies sind 2 bis 7 % der Patienten mit einem NSCLC.
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Ceritinib wurden in einer klinischen Studien mit 163 Patienten mit ALK-positivem NSCLC untersucht. Alle Patienten wurden mit dem ALK-Inhibitor behandelt, bei etwa der Hälfte verkleinerte sich derTumor, wobei der Effekt im Mittel sieben Monate anhielt.
Als Nebenwirkungen traten gastrointestinale Störungen wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen auf. Zudem kam es zum Anstieg von Leberwerten, Pankreasenzymaktivitäten und erhöhten Glucosespiegeln. Weitere Nebenwirkungen waren QT-Intervallverlängerung, Bradykardie, interstitielle Lungenerkrankung/Pneumonitis und Hyperglykämie.
Donnerstag, 27. November 2014
Nintedanib von der EU-Kommission bei NSCLC zugelassen
Nintedanib ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor, der VEGFR 1-3, PDGFR alpha und beta und FGFR1-3-kinasen-Aktivitäten hemmt, die für die Proliferation und das Überleben von Endothelzellen und perivaskulären Zellen wichtig sind.
Die Kombination aus Nintedanib und Docetaxel verlängerte bei Patienten mit NSCLC das PFS und das OS im Vergleich zu Docetaxel. Häufigste Nebenwirkungen sind Neutropenie, verminderter Appetit, Elektrolytstörungen, periphere Neuropathie, Blutungen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, erhöhte Alaninaminotransferase- und Aspartataminotransferaseaktivität, Mukositis, Hautausschlag.
Als Teil der Zulassung muss ein Pharmakovigilanzprogramm implementiert werden
Quelle:
Mitteilung der EU-Kommission
Samstag, 27. September 2014
Nintedanib von der EMA zur Zulassung empfohlen
Nintedanib ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor, der VEGFR 1-3, PDGFR alpha und beta und FGFR1-3-kinasen-Aktivitäten hemmt, die für die Proliferation und das Überleben von Endothelzellen und perivaskulären Zellen wichtig sind.
Die Kombination aus Nintedanib und Docetaxel verlängerte bei Patienten mit NSCLC das PFS und das OS im Vergleich zu Docetaxel.
Häufigste Nebenwirkungen sind Neutropenie, verminderter Appetit, Elektrolytstörungen, periphere Neuropathie, Blutungen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, erhöhte Alaninaminotransferase- und Aspartataminotransferaseaktivität, Mukositis, Hautausschlag.
Als Teil der Zulassung muss ein Pharmakovigilanzprogramm implementiert werden.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 25. September 2014
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Afatinib von der EU-Kommission zugelassen
Afatinib (Giotrif, Boehringer Ingelheim) ist ein Proteinkinasehemmer, der irreversibel alle Signale von Homo- und Heterodimeren der ErB-Familienmitglieder wie EGFR, Her2, ErB3 und ErB4 hemmt.
Er ist als Monotherapie zur Behandlung von EGFR-TKI-naiven-Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit aktivierenden EGFR-Mutationen zugelassen. Als Teil der Zulassung muss ein Pharmakovigilanzprogramm implementiert werden.
Der Nutzen von Afatinib wurde in einer randomisierten offenen Phase-III-Studie im Vergleich zu Chemotherapie nachgewiesen. Die Behandlung mit Afatinib verlängerte das PFS im Vergleich zur Chemotherapie. Häufigste Nebenwirkungen waren Diarrhö, Stomatitis, Hautausschlag, akneiforme Dermatitis, Juckreiz, trockene Haut, Paronychie, vermindertes Appetit und Nasenbluten.
Die FDA hat Afatinib für diese Indikation im Juli 2013 zugelassen.
Quelle:
Mitteilung der EU-Kommission
Mittwoch, 10. März 2010
S3-Leitlinie Lungenkarzinom veröffentlicht
Samstag, 2. Januar 2010
Cisplatinbasierte Erstlinientherapie mit Pemetrexed verlängert Überleben über 12 Monate
Quelle:
Pressemitteilung der Firma Lilly vom 26. November 2009
Mittwoch, 22. Juli 2009
NCSCL: Gefitinib bei aktivierenden Mutationen
Ziel des INSTEP war zu untersuchen, ob die Gabe des Tyrosinkinasehemmers zusätzlich zu einer bestmöglichen supportiven Therapie (BSC) das progressionsfreie Überleben bei chemotherapienaiven Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und schlechtem Allgemeinzustand (Performance Status 2 oder 3) verlängert. Außerdem sollte als exploratorischer Endpunkt die Korrelation zwischen EGFR-Genkopienzahl und Gefitinib-Wirkung untersucht werden. Zwischen September 2004 und Dezember 2006 wurden in 37 Zentren in fünf Ländern 201 Patienten, für die eine Chemotherapie als ungeeignet angesehen wurde, in die Studie aufgenommen und randomisiert mit Gefinitib (n = 100) oder Plazebo (n = 101) zusätzlich zu BSC behandelt.
Das progressionsfreie Überleben war in der Gefitinib-Gruppe nicht signifikant verlängert, es zeigte sich nur ein Trend, die Hazard-Ratio für Gefitinib versus Plazebo betrug 0,82 (95%-Konfidenzintervall 0,60–1,12, p = 0,217). Auch im Gesamtüberleben (HR 0,84 [0,62-1,15], p = 0,272) und in den Ansprechraten zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Die Lebensqualität – gemessen mit dem FACT-L - besserte sich in der Gefitinib-Gruppe um 21,1%, in der Plazebo-Gruppe um 20,0%.
Von 84 Patienten konnten die EGFR-Genkopienzahl mit Hilfe der FISH (Fluoreszenz in situ Hybridisierung) untersucht werden. 32 Patienten (38%) waren FISH-positiv. Bei diesen Patienten besserte sich das progressionsfreie Überleben mit Gefitinib signifikant im Vergleich zu Plazebo: die Hazard-Ratio betrug 0,29 (0,11-0,73). Auch das Gesamtüberleben wurde mit einer HR von 0,44 (0,17-1,22) deutlich gebessert.
Die häufigsten unter Gefitinib-Behandlung beobachteten Nebenwirkungen waren Durchfall (51%), Hautauschlag (34%), Übelkeit (30%), Erbrechen (21%) und Anorexie (20%). Sie waren in der Regel leicht bis mäßig schwer und auch relativ häufig in der Plazebo-Gruppe zu beobachten.
Quelle:
Goss, G, et al. Randomized phase II study of Gefitinib compared with placebo in chemotherapie-naive patients with advanced non-small-cell lung cancer and poor performance status. J Clin Oncol. 2009;27:2253-2260.
Samstag, 14. Juni 2008
Bexaroten: keine Wirkung bei NSCLC
In der randomisierten Phase-III-Studie SPIRIT II (Studies providing investigational research in Targretin) wurde offen untersucht, ob Bexaroten zusätzlich zu einer Standardtherapie aus Carboplatin und Paclitaxel bei nicht chemotherapeutisch vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC das Gesamtüberleben verlängert.
In der multizentrischen Studie wurden in jeder Gruppe 306 Patienten randomisiert mit mindestens vier Zyklen Paclitaxel/Carboplatin ohne oder mit Bexaroten (400 mg/m² KOF täglich) behandelt. Wegen der Nebenwirkungen auf den Fettstoffwechsel erhielten die Patienten der Bexaroten-Gruppe zusätzlich Lipidsenker.
Im primären Endpunkt, dem Gesamtüberleben, zeigte sich zwischen den beiden Gruppen kein statistisch signifikanter Unterschied. Im Median überlebten die Patienten 8,5 Monate im Bexaroten-Arm und 9,2 Monate im Kontrollarm mit einer geschätzten Zwei-Jahres-Überlebensrate von 12,4% im Bexaroten- und von 16,3% im Kontrollarm.
Interessanterweise war das Gesamtüberleben bei Patienten mit starker Hypertriglyzeridämie signifikant länger als bei den Patienten mit wenig erhöhten Triglyzeridspiegeln (12,4 versus 6,6 Monate, p = 0,0001)und den Patienten im Kontrollarm (12,4 versus 9,2 Monate, p = 0,014).
Patienten mit ausgeprägter Hypertriglyzeridämie litten auch häufiger unter Hautausschlägen und Hypothyreoidismus als Patienten mit mäßiger Hypertriglyzeridämie.
Ob die Triglyzeridspiegel im Serum als Biomarker dienen können, um Patienten mit besonders gutem Ansprechen auf den Retinoidrezeptor-Modulator zu identifizieren, muss noch geklärt werden.
Quelle
Blumenschein GR, et al. Phase-III-trial comparing carboplatin, paclitaxel, and bexarotene with carboplatin and paclitaxel in chemotherapy-naive patients with advanced or metastatic non-small-cell lung cancer: SPIRIT II. J Clin Oncol 2008;26:1879-1885.
Montag, 2. Juni 2008
Cetuximab plus Platin-basierte Chemotherapie verbessert Überleben bei NSCLC
Dies ergab die multizentrische, internationale FLEX-Studie (First-Line in lung cancer with ErbituX), in der 1.125 Patienten mit NCSCL im Stadium III und IV randomisiert Cetuximab (400 mg/m² initial, dann 250 mg/m² Körperoberfläche wöchentlich, n = 557) plus Chemotherapie aus Cisplatin (80 mg/m² Tag 1) und Vinorelbin (25 mg/m² Tag 1 und 8) alle drei Wochen oder Chemotherapie allein (n = 568) erhielten. Primärer Endpunkt der Studie war das Gesamtüberleben, sekundäre Endpunkte waren zum Beispiel Ansprechrate, progressionsfreies Überleben (PFS) und Verträglichkeit.
Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse.
Tab. 1. Wirkungen von Cetuximab plus Cisplatin/Vinorelbin versus Cisplatin/Vinorelbin (C/V) auf das Gesamtüberleben bei Patienten mit NSCLC (nach Pirker)
| | Medianes Überleben Cetuximab plus C/V | Medianes Überleben C/V | HR (95%-Konfidenzintervall) | p-Wert |
| Alle Patienten (n 1125) | 11,3 Monate | 10,1 Monate | 0,871 (0,762-0,996) | 0,0441 |
| Weiße (n = 945) | 10,5 Monate | 9, 1 Monate | 0,800 (0,692-0,924) | 0,0025 |
| Adenomkarzinom (n = 412) | 12,0 Monate | 10,2 Monate | 0,809 (0,644-1,016) | 0,0673 |
| Plattenepithelkarzinom (n = 347) | 10,2 Monate | 8,9 Monate | 0,794 (0,626-1,007) | 0,0567 |
| Asiaten (n = 121) | 17,6 Monate | 20,4 Monate | 1,179 (0,730-1,905) | 0,4992 |
Nach einem Jahr lebten in der Cetuximab-Gruppe noch 47 % der Patienten, in der Vergleichsgruppe 42 %. Die Ansprechrate war in der Cetuximab-Gruppe mit 36,3 vs. 29,2 % ebenfalls höher.
Häufigste durch Cetuximab ausgelöste Nebenwirkung war, wie erwartet, ein Akne-ähnlicher Hautausschlag, der jedoch durch entsprechende Therapie kontrolliert werden konnte. Ungewöhnlich häufig war ferner eine febrile Neutropenie bei 22 % der Patienten.
Mit der FLEX-Studie konnte damit zum ersten Mal belegt werden, dass eine gegen EGFR gerichtete Strategie in der Erstlinientherapie bei Patienten mit NSCLC in allen histologischen Formen das Überleben verlängert, wo Prof. Dr. Robert Pirker, Wien (rechts).
QuellePirker R, et al. FLEX: A randomized, multicenter, phase III study of cetuximab in combination with cisplatin/vinorelbin (CV) versus CV alone in the first-line treatment of patients with advanced non-small cell lung cancer. 44th ASCO 2008, Chicago, 1. Juni 2008.
Freitag, 11. April 2008
Pemetrexed beim NSCLC zugelassen
Die Empfehlung basiert auf den Ergebnissen einer Phase-III-Studie, in der Pemetrexed plus Cisplatin und Gemcitabin plus Cisplatin randomisiert in der Erstlinientherapie bei 1.725 nicht zytostatisch vorbehandelten Patienten mit NSCLC in den Stadien III/IV verglichen wurden. Beide Therapien wurden bis zu sechs Mal alle drei Wochen verabreicht. Die Studie war auf Nichtunterlegenheit angelegt, die auch gezeigt werden konnte. In beiden Armen war mit Überlebenszeit mit jeweils 10,3 Monaten identisch. Bei den mit Pemetrexed plus Cisplatin behandelten Patienten wurden jedoch signifikant weniger Nebenwirkungen gesehen.
In Abhängigkeit von der Tumorhistologie konnten jedoch Unterschiede gesehen werden: Insbesondere Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinomen hatten mit Pemetrexed/Cisplatin ein besseres Überleben von 11,8 Monaten im Median zu 10,4 Monaten im Median in der Vergleichsgruppe. Bei Plattenepithelkarzinomen überlebten die Patienten der Gemcitabin-Gruppe länger (10,8 versus 9,4 Monate).
Diese Ergebnisse zeigen, dass eine individualisierte Therapie beim NSCLC sinnvoll ist.

Pemetrexed ist ein Enzymhemmer, der an mehreren Stellen in die DNS- und RNS-Synthese eingreift.
Quellen:
Pressemitteilung der Firma Lilly, 10. April 2008
http://medpharmtext.blogspot.com/2008/03/pemetrexed-beim-nsclc.html
Donnerstag, 10. April 2008
Lungenkrebs durch inhalierbares Insulin?
Pfizer hatte Exubera im Oktober 2007 wegen schleppender Umsätze aus dem Handel genommen.
Quellen:
http://www.fda.gov/medwatch/safety/2008/safety08.htm#exubera
http://www.pfizer.com/news/press_releases/pfizer_press_releases.jsp?rssUrl=http://mediaroom.pfizer.com/portal/site/pfizer/index.jsp?ndmViewId=news_view&ndmConfigId=1010794&newsId=20080409005647&newsLang=en
Samstag, 8. März 2008
Pemetrexed beim NSCLC
Die Empfehlung basiert auf den Ergebnissen einer Phase-III-Studie, in der Pemetrexed plus Cisplatin und Gemcitabin plus Cisplatin randomisiert in der Erstlinientherapie bei 1.725 Patienten mit NSCLC verglichen wurden.
Quelle:
Pressemitteilung der Firma Lilly, Bad Homburg vom 5. März 2008
Dienstag, 19. Februar 2008
NSCLC-Studie mit Nexavar® gestoppt
Nach einer planmäßigen Zwischenanalyse hat das unabhängige Data Monitoring Committee (DMC) empfohlen, eine Phase-III-Studie zu Sorafenib bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) vorzeitig zu beenden, weil die Sterblichkeit bei Patienten mit Plattenepithelkarzinom in der Sorafenib-Gruppe höher war.
In der Studie wurden Sicherheit und Wirksamkeit von Sorafenib in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel im Vergleich zur Chemotherapie allein geprüft. Das DMC hielt es für unwahrscheinlich, dass der primäre Studienendpunkt, eine Verbesserung der Gesamtüberlebensdauer, erreicht würde. Die Ergebnisse zur Sicherheit waren vergleichbar mit den Erkenntnissen aus früheren Studien, wobei für die Untergruppe von Patienten mit Plattenzellkarzinom eine höhere Letalität nach Behandlung mit Sorafenib in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel im Vergleich zu Carboplatin und Paclitaxel alleine beobachtet wurde.
Quelle:
http://www.baynews.bayer.de/baynews/baynews.nsf/ID/0A56B23443F11C6BC12573F30050244E?Open&ccm=001



