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Freitag, 26. Mai 2017

Ceritinib, Saxagliptin ± Metformin, Sevelamercarbonat, Travoprost: EMA empfiehlt Zulassungserweiterung

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Mai 2017 empfohlen, die Zulassung von Ceritinib, Saxagliptin ± Metformin, Sevelamercarbonat und Travoprost zu erweitern.


  • Ceritinib (Zykadia, Novartis) soll künftig in der Erstlinientherapie des ALK-positiven fortgeschrittenen NSCLC eingesetzt werden können
  • Saxagliptin ± Metformin (Onglyza, Komboglyze, AstraZeneca) sollen künftig in Kombination mit verschiedenen anderen Antidiabetika einschließlich eingesetzt werden können, wenn mit diesen keine adäquate Kontrolle des Blutzuckers erreicht werden kann.
  • Sevelamercarbonat soll künftig bei Kindern mit Hyperphosphatämie ab einem Alter von 6 Jahren und einer Körperoberfläche von mindestens 0,75 qm eingesetzt werde können
  • Travoprost (Izba, Novartis) soll künftig zur Augendrucksenkung bei Kinden ab einem Alter von 3 Jahren eingesetzt werden können.


Quelle:
Mitteilung der EMA vom 18. Mai 2017

Dienstag, 12. Mai 2015

Ceritinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 6. Mai 2015 Ceritinib (Zykadia, Novartis) für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit  fortgeschrittenem, Anaplastische-Lymphomkinase (ALK)-positiven, nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC), die mit Crizotinib vorbehandelt worden waren, zugelassen.

Ceritinib ist ein oraler, selektiver Inhibitor der Anaplastischen Lymphomkinase (ALK), einem Gen, welches zusammen mit anderen Genen ein pathologisches Fusionsprotein hervorbringen kann, das für die Entwicklung und das Wachstum bestimmter Tumoren wie beispielsweise NSCLC verantwortlich ist.
Die Zulassung von Ceritinib basiert auf den Ergebnissen der zwei globalen, offenen, einarmigen Multicenterstudien ASCEND-1 und ASCEND-2.
ASCEND-1 ist eine Phase-I-Studie, in der unter anderem eine Dosiseskalations- und Extensionsphase bis zur empfohlenen Dosierung von 750 mg untersucht wurden. In die Studie waren 246 ALK-positive NSCLC-Patienten eingeschlossen, die mit 750 mg Ceritinib behandelt worden waren: 163 hatten eine vorherige Behandlung mit einem ALK-Inhibitor erhalten, bei 83 Patienten war dies nicht der Fall. Patienten, die zuvor mit einem ALK-Inhibitor behandelt worden waren, zeigten eine ORR von 56,4% (95%-KI: 48,5-64,2%), eine mediane DOR von 8,3 Monaten (95%-KI: 5,6-9,7 Monaten) und ein medianes PFS von 6,9 Monaten (95%-KI: 5,6-8,7 Monaten).

ASCEND-2 war eine Phase-II-Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit einer Behandlung mit Ceritinib (750 mg einmal täglich) bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC. Sie umfasste 140 Patienten, die zuvor ein bis drei Zyklen Chemotherapie erhalten hatten, gefolgt von einer Behandlung mit Crizotinib, unter der es dann zu einem Fortschreiten der Erkrankung gekommen war.

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen waren in den Studien – mit einer Inzidenz von ≥ 10% – Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, chronische Müdigkeit (Fatigue), pathologische Leberwerte (die Laborkontrollen erforderlich machten), abdominale Beschwerden, reduzierter Appetit, Obstipation, Hautausschlag, pathologische Nierenwerte (die Laborkontrollen erforderlich machten), Sodbrennen und Anämie. Unerwünschte Wirkungen vom Grad 3 bis 4 mit einer Inzidenz von ≥ 5% waren pathologische Leberwerte, chronische Müdigkeit (Fatigue), Durchfall, Übelkeit und Hyperglykämie (die Laborkontrollen erforderlich machten).


Sonntag, 1. März 2015

Ceritinib von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Februar 2015 empfohlen, Ceritinib (Zykadia, Novartis) für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem, metastasiertem  Lungenkarzinom, die mit Crizotinib vorbehandelt waren, bedingt  zuzulassen.
Ceritinib hemmt die anaplastische Lymphom-Kinase (ALK), die für die Entwicklung einiger Krebszellen wichtig ist. Der ALK-Hemmer wurde bedingt für Paienten mit metastasiertem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zugelassen, bei denen eine Behandlung mit Crizotinib, dem ersten zugelassenen ALK-Inhibitor, erfolglos oder nicht verträglich war. Die Patienten müssen positiv auf die Expression von ALK getestet worden sein, dies sind 2 bis 7 % der Patienten mit einem NSCLC.
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Ceritinib wurden in einer klinischen Studien mit 163 Patienten mit ALK-positivem NSCLC untersucht. Alle Patienten wurden mit dem ALK-Inhibitor behandelt, bei etwa der Hälfte verkleinerte sich derTumor, wobei der Effekt im Mittel sieben Monate anhielt.
Als Nebenwirkungen traten gastrointestinale Störungen wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen auf. Zudem kam es zum Anstieg von Leberwerten, Pankreasenzymaktivitäten und erhöhten Glucosespiegeln. Weitere Nebenwirkungen waren QT-Intervallverlängerung, Bradykardie, interstitielle Lungenerkrankung/Pneumonitis und Hyperglykämie.


Montag, 5. Mai 2014

Ceritinib von der FDA zugelassen


Die Food and Drug Administration (FDA) hat Ceritinib (Zykadia, Novartis) für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem, metastasiertem  Lungenkarzinom zugelassen.

Ceritinib hemmt die anaplastische Lymphom-Kinase (ALK), die für die Entwicklung einiger Krebszellen wichtig ist.



Der ALK-Hemmer wurde beschleunigt für Patienten mit metastasiertem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zugelassen, bei denen eine Behandlung mit Crizotinib, dem ersten zugelassenen ALK-Inhibitor, erfolglos oder nicht verträglich war. Die Patienten müssen positiv auf die Expression von ALK getestet worden sein, dies sind 2 bis 7 % der Patienten mit einem NSCLC.
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Ceritinib wurden in einer klinischen Studien mit 163 Patienten mit ALK-positivem NSCLC untersucht. Alle Patienten wurden mit dem ALK-Inhibitor behandelt, bei etwa der Hälfte verkleinerte sich derTumor, wobei der Effekt im Mittel sieben Monate anhielt.
Als Nebenwirkungen traten gastrointestinale Störungen wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen auf. Zudem kam es zum Anstieg von Leberwerten, Pankreasenzymaktivitäten und erhöhten Glucosespiegeln.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 29. April 2014