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Montag, 23. Februar 2026

Aumolertinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 12. Februar 2026 Aumolertinib (Aumseqa, SFL Pharm. Deutschland GmbH) in Monotherapie zugelassen für die

- Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, deren Tumoren Deletionen im Exon 19 des EGFR oder Substitutionsmutationen im Exon 21

- Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem EGFR-T790M-mutationspositivem NSCLC 



Aumolertinib ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor der dritten Generation, der selektiv aktivierende EGFR-Mutationen (Exon-19-Deletion, L858R) und die Resistenzmutation T790M hemmt. Durch die Blockade der EGFR-Signaltransduktion wird die Tumorzellproliferation gehemmt und das Tumorwachstum effektiv kontrolliert. Der wichtigste aktive Metabolit von Aumolertinib, HAS-719, zeigte ein ähnliches Aktivitätsprofil wie Aumolertinib.

Die Zulassung basiert u.a. auf den Ergebnissen der Phase-3-Studie AENEAS. 

Quelle

Info der EMA 

Samstag, 25. Januar 2025

Lazertinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 20. Januar 2025 Lazertinib (Lazcluze,  Janssen-Cilag) in Kombination mit Amivantamab zur Erstlinienbehandlung erwachsener Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC mit EGFR- Exon-19-Deletionen oder Exon-21-L858R-Substitutionsmutationen zugelassen.


Lazertinib ist ein irreversibler EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI). Es hemmt selektiv sowohl primäre  aktivierende EGFR-Mutationen (Exon-19-Deletionen und Exon-21-L858RSubstitutionsmutationen) als  auch die EGFR-T790M-Resistenzmutation, während es weniger Aktivität gegen Wildtyp-EGFR hat.

Wirksamkeit und Sicherheit von Lazertinib in Kombination mit Amivantamab wurden in der randomisierten, offenen, multizentrische Phase-III-Studie MARIPOSA im Vergleich zu Osimertinib in der Erstlinienbehandlung von Patienten mit EGFR-mutiertem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem  NSCLC untersucht, die nicht für eine kurative Therapie geeignet waren. 

Quelle

Mittwoch, 22. Januar 2025

Repotrectinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 13. Januar 2025 Repotrectinib (Augtyro, BMS) zur oralen Monotherapie erwachsener Patienten mit ROS1 -positivem fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) zugelassen. 
Repotrectinib  ist als Monotherapie zur Behandlung von fortgeschrittenen soliden Tumoren mit NTRK-Genfusion bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten ab 12 Jahren indiziert,
- die zuvor einen NTRK-Inhibitor erhalten haben oder
- die bisher keinen NTRK-Inhibitor erhalten haben und bei denen Therapieoptionen, die nicht auf
NTRK abzielen, einen begrenzten klinischen Nutzen bieten oder ausgeschöpft sind.

Repotrectinib ist ein Inhibitor der proto-onkogenen Tyrosin-Proteinkinase ROS1, der
Tropomyosin-Rezeptortyrosinkinasen (TRK) TRKA, TRKB, TRKC und der anaplastischen
Lymphomkinase (ALK).
Die Wirksamkeit von Repotrectinib wurde in einer klinischen multizentrischen, einarmigen, offenen
Multikohortenstudie der Phase I/II (TRIDENT-1) bei erwachsenen Patienten mit soliden Tumoren mit
ROS1- oder NTRK1-3-Translokationen untersucht.

Quelle

Mittwoch, 7. August 2024

Sugemalimab von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 24. Juli 2024 Sugemalimab (Cejemly, SFL) in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie als Erstlinienbehandlung von Erwachsenen mit metastasiertem nicht kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) ohne sensibilisierende EGFR-Mutationen oder genomische ALK-, ROS1- oder RET-Tumoraberrationen zugelassen.

Sugemalimab ist ein vollständig humaner monoklonaler gegen den programmed death-ligand 1 (PD-L1) gerichteter Antikörper (Isotyp IgG4), der mit rekombinanter DNA-Technik in Ovarialzellen des chinesischen Hamsters hergestellt wird.

Wirksamkeit und Sicherheit von Sugemalimab wurden in einer randomisierten, doppelblinden,  placebokontrollierten Phase-III-Studie (GEMSTONE-302) in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie zur Behandlung von Erwachsenen im Alter von ≥ 18 Jahren mit histologisch oder zytologisch bestätigten metastasierten (Stadium IV) squamösen oder nicht squamösen NSCLC ohne sensibilisierende EGFR-Mutationen, ALK-Fusionen, ROS1- oder RET-Translokationen untersucht. 

Quelle

Info der EMA


Dienstag, 23. April 2024

Tislelizumab: Indikation von der EU-Kommission erweitert

Die EU-Kommission hat am 19. April 2024 die Zulassung von Tislelizumab erweitert. Tislelizumab (Tizveni, BeiGene) ist nun auch zur parenteralen Behandlung beim nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zugelassen, und zwar 

Tislelizumab in Kombination mit Pemetrexed und platinhaltiger Chemotherapie wird angewendet zur
Erstlinienbehandlung des nicht-plattenepithelialen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms mit PD-L1-
Expression auf ≥ 50 % der Tumorzellen ohne EGFR- oder ALK-positive Mutationen bei erwachsenen
Patienten, die:
• ein lokal fortgeschrittenes NSCLC haben und nicht für eine chirurgische Resektion oder eine
platinbasierte Radiochemotherapie in Frage kommen oder
• ein metastasiertes NSCLC haben.

Tislelizumab in Kombination mit Carboplatin und entweder Paclitaxel oder nab-Paclitaxel wird angewendet zur Erstlinienbehandlung des plattenepithelialen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms bei
erwachsenen Patienten, die:
• ein lokal fortgeschrittenes NSCLC haben und nicht für eine chirurgische Resektion oder eine platinbasierte Radiochemotherapie in Frage kommen, oder
• ein metastasiertes NSCLC haben.

Tislelizumab als Monotherapie wird angewendet zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms nach vorheriger platinbasierter Therapie bei
erwachsenen Patienten. Patienten mit EGFR-mutiertem oder ALK-positivem NSCLC sollen vor der
Behandlung mit Tislelizumab ebenfalls zielgerichtete Therapien erhalten haben.

Tislelizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper gegen PD1. Er blockiert kompetitiv die Bindung von PD-L1 und PD-L2, hemmt die PD1-vermittelte Signalübertragung und steigert die funktionelle Aktivität von T-Zellen in zellbasierten In-vitro-Tests.

Er war am 15.9.2023 von der EU-Kommission als Tevimbra in Monotherapie zur Behandlung des nicht resezierbaren, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Plattenepithelkarzinoms des Ösophagus nach vorheriger platinbasierter Chemotherapie bei erwachsenen Patienten zugelassen worden

Quelle


Donnerstag, 11. Januar 2024

Adagrasib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 5. Januar 2024 Adagrasib (Krazati, Mirati) bedingt zur  oralen Monotherapie von Erwachsenen mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) mit KRAS-G12C-Mutation und Fortschreiten der Erkrankung nach mindestens einer systemischen Therapie zugelassen.

Adagrasib ist ein selektiver Inhibitor von KRAS (Kirsten rat sarcoma viral oncogene homolog) G12C, der kovalent und irreversibel an das mutierte Cystein von KRAS G12C bindet und dadurch das mutierte KRAS-Protein in seiner inaktiven, GDP-gebundenen Konformation festhält, was die nachgelagerte KRAS-abhängige Signalübertragung blockiert.

Die Wirksamkeit von Adagrasib wurde in der multizentrischen, einarmigen, unverblindeten Mehrfach-Expansions-Kohortenstudie KRYSTAL-1 (Studie 849-001) untersucht. 

Quelle

Info der EMA


Freitag, 24. Februar 2023

Tremelimumab von der EU-Kommission zugelassen

 Die EU-Kommission hat am 20. Februar 2023 Tremelimumab (Imjudo und Tremelimumab AstraZeneca) zugelassen, und zwar als Imjudo  in Kombination mit Durvalumab zur Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen oder nicht resezierbaren hepatozellulären Karzinoms (HCC) bei Erwachsenen und als Tremelimumab AstraZeneca in Kombination mit Durvalumab und einer platinbasierten Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierten nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (non-small cell lung cancer, NSCLC) ohne sensibilisierende EGFRMutationen oder ALK-positive Mutationen bei Erwachsenen.

Der CTLA4-Inhibitor Tremelimumab blockiert die Interaktion von CTLA-4 mit CD80 und CD86 und verstärkt somit die Aktivierung und Proliferation der T-Zellen, was zu vermehrter Diversität der T-Zellen und verstärkter Anti-Tumoraktivität führt.

Die Kombination von Tremelimumab und Durvalumab, einem PD-L1-Inhibitor, resultiert in einer verbesserten Anti-Tumor-Antwort bei metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.

Die Wirksamkeit von IMJUDO 300 mg als Einzeldosis in Kombination mit Durvalumab wurde in der HIMALAYA-Studie untersucht, einer randomisierten, offenen, multizentrischen Studie mit Patienten mit bestätigtem, nicht resezierbarem HCC (unresectable HCC, uHCC), die keine vorherige systemische Behandlung gegen das HCC erhalten haben.

In der POSEIDON-Studie wurde die Wirksamkeit von Durvalumab mit oder ohne Tremelimumab AstraZeneca in Kombination mit platinbasierter Chemotherapie untersucht. POSEIDON war eine  randomisierte, offene, multizentrische Studie mit 1013 Patienten mit metastasiertem NSCLC ohne sensibilisierende epidermale Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR)-Mutation oder genomische Tumoraberration vom Typ anaplastische Lymphomkinase (ALK). 

Quellen

EPAR der EMA zu Imjudo

EPAR der EMA zu Tremelimumab AstraZeneca


Freitag, 24. Juni 2022

Capmatinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 20. Juni 2022 Capmatinib (Tabrecta, Novartis)  zur oralen Monotherapie zugelassen von erwachsenen Patienten mit einem fortgeschrittenen NSCLC mit Veränderungen, die zu METex14-skipping (Exon-14-Skipping im mesenchymal-epithelialen Transitionsfaktor-Gen) führen, die eine systemische Therapie nach einer Behandlung mit Immuntherapie und/oder Platin-basierter Chemotherapie benötigen.


Capmatinib ist ein Inhibitor der MET-Rezeptor-Tyrosinkinase. Capmatinib hemmt die MET- Phosphorylierung (sowohl die Autophosphorylierung als auch die durch den Liganden Hepatozyten-Wachstumsfaktor [HGF] ausgelöste Phosphorylierung), die MET-vermittelte Phosphorylierung von nachgeschalteten Signalproteinen sowie die Proliferation und das Überleben von MET-abhängigen Krebszellen.

Die Wirksamkeit von Capmatinib bei der Behandlung von Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen
oder metastasierten NSCLC mit einer MET-Exon 14 (METex14)-Skipping-Mutation wurde im Rahmen der Studie GEOMETRY mono-1 beurteilt, einer prospektiven, nicht-randomisierten, offenen Phase-II-Studie mit mehreren Kohorten.

Quelle

Samstag, 26. Februar 2022

Tepotinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 16. Februar 2022 Tepotinib (Tepmetko, Merck) als orale Monotherapie bei erwachsenen Patienten mit einem fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) mit Veränderungen zugelassen, die zu METex14-Skipping (Exon-14-Skipping im mesenchymal-epithelialen Transitionsfaktor-Gen) führen, und die eine systemische Therapie nach Platin-basierter Chemotherapie und/oder einer Behandlung mit Immuntherapie benötigen. 


Tepotinib ist ein reversibler kleinmolekularer Adenosintriphosphat-(ATP-)kompetitiver MET-Inhibitor des  Typs I. Tepotinib hemmt dosisabhängig die MET-Phosphorylierung und die MET-abhängige  nachgelagerte Signaltransduktion über Signalwege der Phosphatidylinositol3-Kinase/Proteinkinase B (PI3K/Akt) und der mitogenaktivierten Proteinkinase/extrazellulären signalregulierten Kinase (MAPK/ERK). 

Tepotinib zeigte eine ausgeprägte antitumorale Aktivität in Tumoren mit onkogener Aktivierung von MET, wie METex14-Skipping-Veränderungen. 

Die Wirksamkeit von Tepotinib wurde in einer einarmigen, offenen, multizentrischen Studie (VISION) an erwachsenen Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten nicht-kleinzelligen  Bronchialkarzinom (NSCLC) mit METex14-Skipping-Veränderungen beurteilt (n = 275). 

Quelle:

EPAR der EMA

Samstag, 8. Januar 2022

Sotorasib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 6. Januar 2022 Sotorasib (Lumykras, Amgen) zur oralen Monotherapie von Erwachsenen mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit KRAS G12C-Mutation bedingt zugelassen, bei denen nach mindestens einer vorherigen systemischen Therapie eine
Progression festgestellt wurde. 

Sotorasib ist ein selektiver KRAS-G12C-Inhibitor, der kovalent und irreversibel an KRAS G12C bindet. Die Inaktivierung von KRAS G12C durch Sotorasib blockiert die Signalübertragung, hemmt das Zellwachstum und fördert selektiv die Apoptose bei Tumoren, die KRAS G12C aufweisen, einen onkogenen Treiber der Tumorgenese. 

Die Wirksamkeit wurde in der einarmigen, offenen, multizentrischen Studie CodeBreaK 100 untersucht,  in die 126 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC mit KRAS-G12C-Mutation  aufgenommen wurden, bei denen eine Krankheitsprogression nach vorheriger Behandlung aufgetreten war.

Quelle

Sonntag, 19. Dezember 2021

Amivantamab von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 9. Dezember 2021 Amivantamab (Rybrevant, Janssen-Cilag) zur parenteralen Monotherapie von erwachsener Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) und aktivierenden Exon-20-Insertionsmutationen des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (EGFR) nach Versagen einer platinbasierten Therapie zugelassen.

Amivantamab ist ein vollhumaner, auf IgG1 basierender bispezifischer EGFR-MET-Antikörper mit niedrigem Fucoseanteil, der Immunzell-gerichtete Aktivität aufweist und gegen Tumoren mit aktivierenden EGFR-Exon-20-Insertionsmutationen gerichtet ist. Amivantamab bindet an die  extrazellulären Domänen von EGFR und MET.

Amivantamab unterbindet die EGFR- und MET-Signalfunktionen, indem es die Ligandenbindung blockiert und die Degradation von EGFR und MET fördert, wodurch Tumorwachstum und -progression verhindert werden. Die Expression von EGFR und MET auf der Oberfläche von Tumorzellen ermöglicht auch die zielgerichtete Destruktion dieser Zellen. 

Wirksamkeit und Sicherheit wurden in der multizentrischen offenen Multi-Kohortenstudie Chrysalis bei 114 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC untersucht, die Exon-20- Insertionsmutationen im EGFR-Gen aufwiesen, deren Tumor während oder nach einer platinbasierten Chemotherapie fortgeschritten war. 

Quelle

EPAR der EMA

Montag, 22. November 2021

Pralsetinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 18. November 2021 Pralsetinib (Gavreto; Roche) zur oralen Behandlung von erwachsenen Patienten mit Rearranged-during-Transfection (RET)-Fusions-positivem, fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) bedingt zugelassen, die zuvor nicht mit einem RET-Inhibitor behandelt worden sind.


Pralsetinib ist ein potenter Proteinkinase-Inhibitor, der selektiv gegen onkogene RET-Fusionen (KIF5B-RET und CCDC6-RET) gerichtet ist. Bei NSCLC stellen die RET-Fusionen einen der wesentlichen onkogenen Treiber dar.
Die Wirksamkeit von Gavreto wurde in der Studie BLU-667-1101 (ARROW), einer multizentrischen, nicht randomisierten, unverblindeten klinischen Multikohortenstudie der Phase I/II, bei Patienten mit RET-Fusions-positivem, fortgeschrittenem NSCLC untersucht.

Quelle

Dienstag, 16. Februar 2021

Selpercatinib von der EU-Kommission zugelassen

 Die EU-Kommission hat am 11. Februar 2021 Selpercatinib (Retsevmo, Lilly) zugelassen für die orale Monotherapie von Erwachsenen mit:

– fortgeschrittenem RET-Fusions-positivem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), die eine systemische Therapie nach Platin-basierter Chemotherapie und/oder einer Behandlung mit Immuntherapie benötigen

– fortgeschrittenem RET-Fusions-positivem Schilddrüsenkarzinom, die eine systemische Therapie nach einer Behandlung mit Sorafenib und/oder Lenvatinib benötigen

- als Monotherapie zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit fortgeschrittenem RET-mutierten medullären Schilddrüsenkarzinom (MTC), die eine systemische Therapie nach einer Behandlung mit Cabozantinib und/oder Vandetanib benötigen.


Selpercatinib ist ein Inhibitor der RET (rearranged during transfection) Rezeptor-Tyrosin-Kinase. Es hemmt den RET-Wildtyp, mehrere, mutierte RET-Isoformen sowie VEGFR1 und VEGFR3. In anderen Enzym-Assays inhibierte Selpercatinib bei höheren Konzentrationen, die klinisch noch erreichbar waren, auch FGFR 1, 2 und 3. 

Bestimmte Punktmutationen in RET oder chromosomale Rearrangements, wie In-Frame-RET-Fusionen mit verschiedenen Partnern, können zur Bildung von konstitutiv aktivierten, chimären RET-Fusionsproteinen führen, die als onkogene Treiber durch Förderung der Zellproliferation von  Tumorzelllinien wirken können. In Tumormodellen zeigte Selpercatinib Antitumor-Aktivität in Zellen, die eine konstitutive Aktivierung des RET-Proteins infolge von Genfusionen und Mutationen aufweisen.

Die Wirksamkeit von Selpercatinib wurde bei erwachsenen Patienten mit fortgeschnittenem RET- Fusionpositivem NSCLC und RET Fusions-positivem Schilddrüsen-Karzinom und bei erwachsenen und jugendlichen Patienten mit RET-mutiertem MTC in einer multizentrischen, offenen, einarmigen klinischen Phase1/2 Studie, LIBRETTO-001, untersucht. 

Quelle

EPAR der EMA

Samstag, 11. Mai 2019

Lorlatinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 8. Mai 2019 Lorlatinib (Lorviqua, Pfizer) für die orale Behandlung von Patienten mit ALK-positivem fortgeschrittenem NSCLC zugelassen, deren Erkrankung nach Behandlung mit Alectinib oder Ceritinib als erstem ALK-Inhibitor oder nach Crizotinib und mindestens einem weiteren ALK-Inhibitor fortgeschritten ist.

Lorlatinib ist ein oraler selektiver, Adenosintriphosphat (ATP)-kompetitiver Inhibitor der anaplastischen Lymphom-Kinase (ALK) und von c-ros-Onkogen-1-(ROS1)-Tyrosinkinasen. Durch Hemmung der ALK blockiert Lorlatinib die Übertragung in einer Reihe von Signalwegen, von denen angenommen wird, dass sie entscheidenden Einfluss auf Wachstum und Überleben von Tumorzellen haben. Dies kann zur Hemmung des Wachstums oder zum Rückgang von Tumoren führen. Lorlatinib wirkt auch noch bei Patienten, die zuvor mit anderen ALK-Hemmern behandelt worden waren. Außerdem kann es die Blut-Hirn-Schranke durchdringen.

Quelle
EPAR der EMA



Montag, 8. April 2019

Dacomitinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat im April 2019  Dacomitinib (Vizimpro, Pfizer) in Monotherapie für die orale First-Line-Therapie von erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem NSCLC mit aktivierenden EGFR-Mutationen zugelassen.


Dacomitinib ist ein panhumaner Inhibitor des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (epidermal growth factor receptor, EGFR) HER (EGFR/ HER1, HER2 und HER4) mit Aktivität gegen mutierten EGFR mit Deletionen in Exon 19 oder der L858R-Substitution in Exon 21. Dacomitinib bindet selektiv und irreversibel an die Bindungsstellen seiner HER-Familie und sorgt so für eine länger andauernde Hemmung.
Wirksamkeit und Sicherheit von Dacomitinib wurden in einer Phase-3-Studie (ARCHER 1050) an Patienten mit lokal fortgeschrittenem, nicht für eine kurative Operation oder Strahlentherapie geeignetem oder metastasiertem NSCLC mit aktivierenden EGFR-Mutationen untersucht, um die Überlegenheit von Dacomitinib gegenüber Gefitinib nachzuweisen.

Quelle
EPAR der EMA

Montag, 18. März 2019

Pembrolizumab: EU-Kommission erweitert Zulassung

Die EU-Kommission hat die Zulassung für Pembrolizumab (Keytruda, MSD) erweitert, es kann künftig in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel oder nab-Paclitaxel zur Erstlinientherapie des metastasierten Plattenepithel-NSCLC eingesetzt werden.

Informationen der EMA

Freitag, 15. März 2019

Atezolizumab: EU-Kommission erweitert Zulassung

Die EU-Kombination hat am 8. März 2019 die Zulassung von Atezolizumab (Tecentriq, Roche) erweitert. Es kann künftig in Kombination mit Bevacizumab, Paclitaxel und Carboplatin als Erstlinientherapie bei Erwachsenen mit Nicht-Plattenpithel-NSCLC eingesetzt werden. Bei Patienten mit EGFR-Mutationen oder ALK-positivem NSCLC soll die Kombination nur nach Versagen einer entsprechenden gezielten Therapie angewendet werden.
Die Zulassungserweiterung basiert auf den Ergebnissen der offenen, kontrollierten Phase-3Studie IMpower 150.

EPAR der EMA

Montag, 4. März 2019

Lorlatinib von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Februar 2019 empfohlen, Lorlatinib (Lorviqua, Pfizer) für die orale Behandlung von ALK-positivem fortgeschrittenem NSCLC zuzulassen, deren Erkrankung nach Behandlung mit Alectinib oder Ceritinib als erstem ALK-Inhibitor oder nach Crizotinib und mindestens einem weiteren ALK-Inhibitor fortgeschritten ist.

Lorlatinib ist ein oraler Inhibitor der anaplastischen Lymphom-Kinase (anaplastic lymphoma kinase, ALK) der dritten Generation. Durch Hemmung der ALK blockiert Lorlatinib die Übertragung in einer Reihe von Signalwegen, von denen angenommen wird, dass sie entscheidenden Einfluss auf Wachstum und Überleben von Tumorzellen haben. Dies kann zur Hemmung des Wachstums oder zum Rückgang von Tumoren führen. Lorlatinib wirkt auch noch bei Patienten, die zuvor mit anderen ALK-Hemmern behandelt worden waren. Außerdem kann es die Blut-Hirn-Schranke durchdringen

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 1. März 2019

Mittwoch, 6. Februar 2019

Dacomitinib von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Januar 2019 empfohlen, Dacomitinib (Vizimpro, Pfizer) in Monotherapie für die orale First-Line-Therapie von erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem NSCLC mit EGFR-aktivierenden Mutationen zuzulassen.

Dacomitinib ist ein irreversibler Hemmer der EGFR-Tyrosinkinase, es wird einmal täglich oral angewendet. Im Vergleich zu Gefitnib verlänger Dacomitinib das progressionsfreie Überleben.


Quelle:
Mitteilung der EMA vom 31. Januar 2019

Dienstag, 2. Oktober 2018

Durvalumab von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 21. September 2018 Durvalumab (Imfinzi, AstraZeneca) zur parenteralen Monotherapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem, nicht resezierbarem NSCLC und einer PD-L1-Expression ≥ 1 % ohne Progression nach Platin-basierter Chemoradiotherapie zugelassen.

Durvalumab ist  wie z. B. Atezolizumab ein PD-L1-Inhibitor. Der humane monoklonale Antikörper
blockiert selektiv die Interaktion von PD-L1 mit PD-1 und CD80. Durvalumab induziert keine antikörperabhängige zellvermittelte Zytotoxizität (ADCC). Die selektive Blockierung der Interaktion zwischen PD-L1/PD-1 sowie PD-L1/CD80 verbessert die antitumorale Immunantwort und erhöht die T-Zellaktivierung.
Wirksamkeit und Sicherheit wurden in der Phase-III-Studie PACIFIC untersucht. Die Studie ergab eine statistisch signifikante Verbesserung des PFS bei der mit Durvalumab behandelten Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe [Hazard-Ratio (HR) = 0,52 (95%-KI: 0,42; 0,65). Auch das Gesamtüberleben wurde signifikant verbessert. Die Ein-Jahres-Überlebensrate lag in der Durvalumab-Gruppe bei 83,1%, in der Placebo-Gruppe bei 75,3%, die 2-Jahres-Überlebensraten bei 66,3% bzw. 55,6%.
Nebenwirkungen vom Grad 3/4 traten bei 30,5% der Durvalumab-Patienten und bei 26,1% in der Placebo-Gruppe auf. Eine Pneumonitis war der häufigste Abbruchgrund (4,8% unter Durvalumab, 2,6% unter Placebo).

Quelle:
EPAR der EMA