Montag, 26. Januar 2015
Paclitaxel, Palonosetron, Aflibercept, Ruxolitinib, Prevenar: EMA empfiehlt Zulassungserweiterung
Paclitaxel (Abraxane) soll in Kombination mit Carboplatin zur Erstlinientherapie des NSCLC bei Erwachsenen eingesetzt werden, für die eine potenziell kurative Operation und/oder Bestrahlung nicht in Frage kommt.
Palonosetron (Aloxi, Helsinn) soll nun zur Prävention einer CINV durch eine hoch und eine moderate emetogene Krebstherapie bei Kindern ab dem Alter von einem Monat eingesetzt werden können.
Aflibercept (Eylea, Bayer) soll für die Behandlung von Sehstörungen bei Erwachsenen eingesetzt werden können, die durch ein Makulaödem aufgrund eines Retinalvenenverschlusses verursacht sind.
Ruxolitinib (Jakavi) soll nun bei Erwachsenen mit Polycythaemie vera eingesetzt werden können, die auf Hydroxyharnstoff nicht ansprechen oder diesen nicht vertragen.
Prevenar 13 (Pfizer) soll nun auch bei Erwachsenen zur Prävention der Pneumonie angewendet werden können.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 22. Januar 2015
Donnerstag, 6. November 2014
Ramucirumab: FDA lässt Kombination mit Paclitaxel zu
Die Zulassungserweiterung basiert auf einer multizentrischen doppelblinden plazebokontrollierten Studie mit 665 vorbehandelten Patienten . Sie erhielten Ramucirumab plus Paclitaxel oder Plazebo plus Paclitaxel. Das mediane Überleben wurde von 7,4 auf 9,6 Monate verlängert.
Quelle:
Mitteilung der FDA vom 5. November 2014
Dienstag, 10. September 2013
Albumin-gebundenes Paclitaxel von der FDA bei Pankreaskarzinom zugelassen
Quelle:
Mitteilung der FDA
Sonntag, 21. Oktober 2012
Albumingebundenes Paclitaxel von der FDA für NSCLC-Patienten zugelassen
Proteingebundenes Paclitaxel (Abraxane, Celgene) kann nun in Kombination mit Carboplatin für die Erstlinientherapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom eingesetzt werden.
Quelle:
Mitteilung der FDA vom 11. Oktober 2012
Freitag, 4. März 2011
EMA: Bevacizumab bei Brustkrebs nur noch in Kombination mit Paclitaxel
Bevacizumab (Avastin), das in der EU bisher unter anderem zur Erstlinienbehandlung von metastasiertem Brustkrebs in Kombination mit Paclitaxel oder Docetaxel zugelassen war, darf in Zukunft nur noch zusammen mit Paclitaxel eingesetzt werden. Die Entscheidung der EU-Kommission stützt sich auf eine Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel der EMA (CHMP), der im Jahr 2010 eine Neubewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses für diese Kombinationstherapie vorgenommen hatte. Dabei war das Nutzen-Risiko-Verhältnis für die Kombination Bevacizumab plus Paclitaxel nach wie vor positiv, die Kombination Bevacizumab plus Docetaxel jedoch negativ eingestuft worden.
In den USA beabsichtigt die FDA Bevacizumab die Zulassung beim Mammakarzinom, wo Bevacizumab in Kombination mit Paclitaxel eingesetzt wird, komplett zu entziehen.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft - AkdÄ hatte sich bereits 2008 kritisch zur Zulassung für Bevacizumab in Kombination mit Paclitaxel bei metastasiertem Brustkrebs geäußert und teilt die Bedenken der FDA. Aus Sicht der AkdÄ sollte die in Europa weiterhin zugelassene Kombination mit Paclitaxel bei Brustkrebs daher äußerst zurückhaltend eingesetzt werden. Die betroffenen Patientinnen sollten über den zu erwartenden geringen Nutzen und die seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgeklärt werden, bevor eine individuelle Entscheidung für diese Therapieoption getroffen wird.
Quelle:
ABDA-DAtenbank: Meldung vom 3. März 2011
Donnerstag, 18. Juni 2009
Liposomales Paclitaxel bei Pankreaskarzinom
Quelle:
Löhr M, Bodoky G, Fölsch U, Märten A, et al. Cationic liposomal paclitaxel in combination with gemcitabine in patients with advanced pancreatic cancer: a phase II trial. J Clin Oncol. 2009; 27(15s): Abstr. 4526
nab-Paclitaxel bei Pankreaskarzinom
Quelle:
Von Hoff DD, Ramanathan R, Borad M, Laheru D, et al. SPARC correlation with response to gemcitabine (G) plus nab-paclitaxel (nab-P) in patients with advanced metastatic pancreatic cancer: A phase I/II study. J Clin Oncol. 2009; 27(15s): Abstr. 4525
Donnerstag, 17. April 2008
Paclitaxel wöchentlich gegeben bessert Überleben nach Mammakarzinom
Das Taxan Paclitaxel verbessert bei wöchentlicher Gabe das krankheitsfreie Überleben von Frauen mit Brustkrebs. Dies ergab eine randomisierte Studie, in der 4.950 Frauen zunächst mit vier Zyklen Doxorubin plus Cyclophosphamid behandelt wurden. Anschließend erhielten sie randomisiert
- Paclitaxel alle drei Wochen (viermal)
- Paclitaxel jede Woche (zwölfmal)
- Docetaxel alle drei Wochen (viermal)
- Docetaxel jede Woche (zwölfmal)
Primärer Endpunkt war das krankheitsfreie Überleben, das definiert war als die Zeit von der Randomisierung bis zum erneuten Auftreten der Erkrankung, Tod ohne Rückfall oder Krebs in der anderen Brust.
Die geschätzten 5-Jahres-Überlebensraten betrugen waren für die Gruppen wie folgt:
- Paclitaxel alle 3 Wochen: 76,9 %
- Paclitaxel wöchentlich: 81,5 %
- Docetaxel alle 3 Wochen: 81,2 %
- Docetaxel wöchtenlich: 77,6 %
Das krankheitsfreie Überleben wurde also in den Gruppen mit wöchtenlichem Paclitaxel und dreiwöchentlichem Docetaxel verbessert.
Quelle:
Sparano JA et al. Weekly paclitaxel in the adjuvant treatment of breast cancer. N Engl J Med 2008;358:1663-1671.
http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/358/16/1663
Mittwoch, 30. Januar 2008
Sirolimus- und Paclitaxel-Stent unter Praxisbedingungen vergleichbar gut
Tab. 1. Primäre und sekundäre Endpunkte in der SORT-OUT-II-Studie
| Endpunkt | Sirolimus (n=1065) | Paclitaxel (n= 1033) | Hazard Ratio | p-Wert |
| Primärer Endpunkt (größere kardiale Ereignisse) | 106 (10 %) | 120 (11,6 % | 0,85 | 0,21 |
| Sekundäre Endpunkte | | | | |
| Kardialer Tod | 18 (1,7 % | 16 (1,5 %) | 1,09 | 0,80 |
| Myokardinfarkt | 45 (4,2 %) | 53 (5,1 %) | 0,82 | 0,32 |
| Revaskularisation Zielläsion | 48 (4,5 %) | 61 (5,9 %) | 0,75 | 0,14 |
| Revaskularisation Zielgefäßt | 70 (6,6 %) | 81 (7,8) | 0,83 | 0,25 |
| Gesamtsterblichkeit | 41 (3,8 %) | 40 (3,9 %) | 0,99 | 0,97 |
| Stentthrombose | 28 (2,6 %) | 30 (2,8 %) | 0,90 | 0,70 |
Die Daten lassen die Schlussfolgerung zu, dass der Einsatz dieser beiden Stents bei Patienten unter Praxisbedingungen sicher und wirksam ist.
Galløe AM, et al. Comparison of Paclitaxel- and Sirolimus-eluting stents in everyday clinical practice. The SORT OUT II randomized trial. JAMA 2008;299:409-16.
clinicaltrials.gov Identifier: NCT00388934
Donnerstag, 10. Januar 2008
Bevacizumab plus Paclitaxel bei metastasiertem Brustkrebs
Die initiale Therapie von Frauen mit metastasiertem Brustkrebs mit einer Kombination aus Bevacizumab plus Paclitaxel verlängert das progressionsfreie Überleben, nicht jedoch das Gesamtüberleben.
Dies ergab eine offene, randomisierte Phase-III-Stude, in die zwischen Dezember 2001 und Mai 2004 722 Frauen aufgenommen worden waren. Randomisiert wurden sie mit Paclitaxel allein (90 mg/m² an Tag 1, 8 und 15 alle 4 Wochen) oder zusammen mit Bevacizumab (10 mg/kg an Tag 1 und 15) behandelt. Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben, ein sekundärer Endpunkt war das Gesamtüberleben.
Die Kombination verlängerte das progressionsfreie Überleben im Vergleich zur Monotherapie von 5,9 Monate auf 11,8 Monate (Median) signifikant, die objektive Ansprechrate stieg von 36,9 % auf 21,2 %. Die Gesamtüberlebensrate lag bei beiden Gruppe bei 26,7 bzw. 25, 2 Monate.
In der Kombinationsgruppe waren Hypertonie, Proteinurie, Kopfschmerzen, zerebrovaskuläre Ischämie und Infektionen häufiger. Febrile Neutropenien waren aber selten.
Quellen
Miller K, et al. Paclitaxel plus Bevacizumab versus Paclitaxel. Alone for Metastatic Breast Cancer. N Engl J Med 2007;357:2666-76.