Mittwoch, 6. September 2017
Tivozanib von der EU-Kommission zugelassen
Tivozanib ist ein potenter und selektiver Inhibitor aller drei vaskulären endothelialen Wachstumsfaktorrezeptoren (VEGFR) und hemmt nachweislich in vitro verschiedene VEGF-induzierte biochemische und biologische Reaktionen, einschließlich die durch VEGF-Liganden induzierte Phosphorylierung der drei VEGFR 1, 2 und 3, sowie die Proliferation humaner Endothelzellen. Die nächste von der Tivozanib-Inhibition am stärksten betroffene Kinase ist c-KIT,
die aber um das 8-Fache weniger sensitiv darauf reagiert als VEGFR 1, 2 und 3.
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Tivozanib bei der Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms wurden in der multizentrischen, internationalen, offenen, randomisierten Phase-3-StudieStudie AV-951-09-301 mit Sorafenib verglichen.
Die mit Tivozanib behandelten wiesen ein längeres PFS auf (11,9 Monate im Vergleich zu 9,1 Monaten [Hazard-Ratio 0,797, p = 0,042] im Vergleich mit Sorafenib. Darüber hinaus ist das Nebenwirkungsprofil günstiger: Lediglich bei 14% der Patienten (im Vergleich zu 43% bei Sorafenib) war eine Dosisreduzierung aufgrund von unerwünschten Ereignissen erforderlich. Außerdem berichteten weniger Patienten bei Gaben von Tivozanib über belastende Nebenwirkungen wie beispielsweise Diarrhoe (23% im Vergleich zu 33%) und das Hand-Fuß-Syndrom (14% im Vergleich zu 54%).
Quelle
EPAR der EMA
Montag, 26. Juni 2017
Tivozanib von der EMA zur Zulassung empfohlen
Tivozanib ist ein VEGFR-Inhibitor. Durch Hemmung des Vascular Endothelial Growth Factor Receptors wird die Angiogenese gehemmt, was das Tumorwachstum verringert.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 22. Juni 2017
Dienstag, 1. November 2016
Cabozantinib: EU erweitert Indikation auf fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom
Cabozantinib hemmt mehrere Rezeptortyrosinkinasen (RTK) hemmt, die an Tumorwachstum und Angiogenese, am pathologischen Knochenumbau, an Arzneimittelresistenz und der Entwicklung von Metastasen bei der Krebserkrankung beteiligt sind. Cabozantinib erwies sich als Inhibitor von MET (Hepatozyten-Wachstumsfaktor-Rezeptorprotein)- und VEGF (vaskulärer endothelialer Wachtumsfaktor)-Rezeptoren identifiziert. Darüber hinaus hemmt Cabozantinib auch andere Tyrosinkinasen wie den GAS6-Rezeptor (AXL), RET, ROS1, TYRO3, MER, den StammzellfaktorRezeptor (KIT), TRKB, Fms-artige Tyrosinkinase-3 (FLT3) und TIE-2.
Sicherheit und Wirksamkeit wurden in einer randomisierten, offenen, multizentrischen Phase-3-Studie gezeigt. Patienten (N=658), die ein fortgeschrittenes RCC mit einer Klarzellkomponente aufwiesen und die zuvor mindestens einen VEGF-Rezeptor-TyrosinKinase-Inhibitor (VEGFR TKI) erhalten hatten, wurden randomisiert (1:1) mit Cabozantinib (N=330) oder Everolimus (N= 328) behandelt. Cabozantinib verlängerte das PFSD im Median von 3,8 auf 7,4 Monate.
Quelle:
EPAR der EMA
Montag, 5. September 2016
Lenvatinib: EU-Kommission erweitert Zulassung für RCC
Quelle:
Montag, 25. Juli 2016
Lenvatinib von der EMA zur Zulassung bei Nierenzellkarzinom empfohlen
Lenvatinib war im Juni 2015 von der EU-Kommission als Lenvima (Eisa) als Oprhan Drug für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit progressivem, lokal fortgeschrittenen oder metastasiertem differenziertem (papillärem/follikulärem/Hürthle-Zell-)Schilddrüsenkarzinom (DTC) zugelassen worden, das nicht auf eine Radioiodtherapie angesprochen hatte.
Lenvatinib hemmt selektiv die Kinaseaktivitäten der Rezeptoren VEGFR1 (FLT1), VEGFR2 (KDR) und VEGFR3 (FLT4) des vaskulären Endothelwachstumsfaktors (VEGF) sowie andere, mit dem proangiogenen und onkogenen Signalweg in Zusammenhang stehende RTKs, einschließlich der Rezeptoren FGFR1, 2, 3 und 4 des FibroblastenWachstumsfaktors (FGF) und die Rezeptoren PDGFRα, KIT und RET des BlutplättchenWachstumsfaktors (PDGF).
Im randomisierten Teil einer Phase-IB/II-Studie zeigte Lenvatinib in Kombination mit Everolimus im Vergleich zu Everolimus allein bei Patienten mit RCC eine Verlängerung des PFS von 5,5 auf 14,6 Monate. Häufigste Nebenwirkungen sind Durchfall, verminderter Appetit, Erbrechen, Übelkeit und Hypertonie.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. Juli 2016
Cabozantinib von der EMA zur Zulassung bei Nierenzellkarzinom empfohlen
Cabozantinib ist ein Multikinase-Inhhibitor, der unter anderem RET, MET und VEGF-Rezeptor 2 hemmt. Er kann oral appliziert werden.
Mittwoch, 5. September 2012
Axitinib von der EU-Kommision zugelassen
Die EU-Kommission hat Axitinib (Inlyta, Pfizer) für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom nach Versagen einer vorangegangenen Therapie mit Sunitinib oder einem Zytokin zugelassen.
Axitinib (Inlyta, Pfizer) ist ein VEGF-Hemmer, der die über VEGF vermittelte Proliferation von Endothelzellen und deren Überleben inhibiert. Axitinib ist nun für die Behandlung von Erwachsenen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) zugelassen, die zuvor mit Sunitinib oder einem Zytokin behandelt worden sind oder nicht auf diese Therapie angesprochen haben.
Die Zulassung basiert vorwiegend auf einer internationalen, randomisierten, offenen Studie bei 723 Patienten mit fortgeschrittenem RCC nach Versagen einer vorherigen systemischen Therapie. Primärer Endpunkt der Studie war das progressionsfreie Überleben (PFS). 361 Patienten erhielten Axitinib 5 mg oral zweimal täglich, 362 Patients wurden mit Sorafenib 400 mg oral zweimal täglich bis zur Progression der Erkrankung oder inakzeptablen Toxizität behandelt. Alle Patienten hatten einen ECOG-Performancestatus von 0 oder 1 und waren zuvor mit Sunitinib, Temsirolimus, Bevacizumab oder Zytokinen behandelt worden. Ausgeschlossen waren Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck. Das PFS war bei den Axitinib-Patienten signifikant besser als bei den Sorafenib-Patienten (HR=0,67; 95% KI: 0,54-0,81; p< 0,0001, Log-rank.Test). Das mediane PFS unter Axitinib lag bei 6,7 Monaten (95%-KI: 6,3 -8,6), unter Sorafenib bei 4,7 Monaten (95%-KI: 4,6-5,6). Häufigte (≥ 20 %) Nebenwirkungen unter Axitinib waren Diarrhö Hypertonie, Fatigue, verminderter Appetit, Übelkeit, Dysphonie, Hand-Fuß-Syndrom, Gewichtsabnahme, Erbrechen, Asthenie und Verstopfung. Weitere schwere Nebenwirkungen bei den Axitinib-Patienten waren hypertensive Krise, arterielle und venöse Thrombosen, Blutungen, gastrointestinale Perforation und Fistelbildung und reversibles Leukenzephalopathie-Syndrom.
Montag, 4. Juni 2012
Patienten mit Nierenzellkarzinom bevorzugen Pazopanib
In der von GlaxoSmithKline finanziell unterstützten, randomisierten, doppelblinden Crossover-Studie PISCES erhielten 169 Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom als Erstlinientherapie jeweils über zehn Wochen Pazopanib (800 mg/Tag) oder Sunitib 50 mg/Tag (4 Wochen, 2 Wochen Pause). Nach einer zweiwöchigen Pause wurden die Patienten in Periode 2 mit der jeweils anderen Substanz nochmals über zehn Wochen behandelt. Am Ende der Studie nach 22 Wochen wurden die noch verblindeten Patienten befragt, ob sie die erste oder zweite Therapie bevorzugten oder keine Präferenz haben und warum sie sich so entschieden haben.
Der Unterschied im primären Endpunkt war erstaunlich deutlich: 70 % der Patienten bevorzugten Pazopanib, während 22 % Sunitinib bevorzugten und 8 % keine Präferenz angaben. Gründe für die Bevorzugung von Pazopanib waren vor allem bessere Lebensqualität, weniger Fatigue, weniger Geschmacksveränderungen, weniger Übelkeit und Erbrechen. Auch 61 % der Ärzte bevorzugten Pazopanib, während 22 % Sunitinib den Vorzug gaben und 17 % keine Präferenz hatten.
Auf die Wirksamkeit von Pazopanib und Sunitinib erlauben diese Ergebnisse jedoch keine Rückschlüsse, sie ist eine Ergänzung zu direkten Vergleichsstudien wie der Phase-III-Studie COMPARZ (Comparing the efficacy, safety, and tolerability of pazopanib vs sunitinib in first-line advanced and/or metastatic renal cell carcinoma), deren Ergebnisse in Kürze erwartet werden.
Quelle
Escudier B, et al. Patient preference between pazopanib (Paz) and sunitinib (Sun): Results of a randomized double-blind, placebo-controlled, cross-over study in patients with metastatic renal cell carcinoma (mRCC)—PISCES study, NCT 01064310. ASCO 2012, Chicago, 2. Juni 2012, J Clin Oncol 2012;30 (suppl; abstr CRA4502)
Tivozanib bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom
Freitag, 25. Mai 2012
Axitinib: EMA empfiehlt Zulassung für Patienten mit Nierenzellkarzinom
Axitinib (Inlyta, Pfizer) ist ein VEGF-Hemmer, der die VEGF vermittelte Proliferation von Endothelzellen und deren Überleben inhibiert. Axitinib soll für die Behandlung von Erwachsenen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom zugelassen werden, die zuvor mit Sunitinib oder einem Zytokin behandelt worden sind oder nicht auf diese Therapie angesprochen haben.
Häufigste Nebenwirkungen waren Diarrhö, Hypertonie, Fatigue, Dysphonie, Nausea, verminderter Appetit, und Hand-Fuß-Syndrom.
EMA Summary of opinion vom 24. Mai 2012
Samstag, 28. Januar 2012
Axinitib von der FDA für Patienten mit RCC zugelassen
Axitinib (Inlyta, Pfizer) ist ein Tyrosinkinasehemmer, der selektiv die VEGF-Rezeptoren 1, 2 und 3 hemmt.
Die Zulassung basiert vorwiegend auf einer internationalen, randomisierten, offenen Studie bei 723 Patienten mit fortgeschrittenem RCC nach Versagen einer vorherigen systemischen Therapie. Primärer Endpunkt der Studie war das progressionsfreie Überleben (PFS). 361 Patienten erhielten Axitinib 5 mg oral zweimal täglich, 362 Patients wurden mit Sorafenib 400 mg oral zweimal täglich bis zur Progression der Erkrankung oder inakzeptablen Toxizität behandelt. Alle Patienten hatten einen ECOG-Performancestatus von 0 oder 1 und waren zuvor mit Sunitinib, Temsirolimus, Bevacizumab oder Zytokinen behandelt worden. Ausgeschlossen waren Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck. Das PFS war bei den Axitinib-Patienten signifikant besser als bei den Sorafenib-Patienten (HR=0,67; 95% KI: 0,54-0,81; p< 0,0001, Log-rank.Test). Das mediane PFS unter Axitinib lag bei 6,7 Monaten (95%-KI: 6,3 -8,6), unter Sorafenib bei 4,7 Monaten (95%-KI: 4,6-5,6). Häufigte (≥ 20 %) Nebenwirkungen unter Axitinib waren Diarrhö Hypertonie, Fatigue, verminderter Appetit, Übelkeit, Dysphonie, Hand-Fuß-Syndrom, Gewichtsabnahme, Erbrechen, Asthenie und Verstopfung. Weitere schwere Nebenwirkungen bei den Axitinib-Patienten waren hypertensive Krise, arterielle und venöse Thrombosen, Blutungen, gastrointestinale Perforation und Fistelbildung und reversibles Leukenzephalopathie-Syndrom.
Quelle:
FDA Pressemitteilung vom 27. Januar 2012
und
FDA Drug Approvals Axitinib
Donnerstag, 17. Juni 2010
EU: Pazopanib für die Behandlung von Patienten mit Nierenzellkarzinom zugelassen
Der oral applizierbare Angiogenesehemmer Pazopanib ist von der EU-Kommission für die Erstlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom und für Patienten, die mit einem Zytokin wegen fortgeschrittener Erkrankung behandelt worden waren, zugelassen worden. Die FDA hat Pazopanib für diese Indikation im Oktober 2009 zugelassen.
Quelle:
Pharmatimes, Meldung vom 15. Juni 2010
Dienstag, 27. April 2010
EMA: Bedingte Zulassung für Pazopanib bei RCC empfohlen
Der Tyrosinkinasehemmer Pazopanib soll für die Erstlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom und für Patienten, die mit einem Zytokin wegen fortgeschrittener Erkrankung behandelt worden waren, zugelassen werden.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 22. April 2010
Freitag, 30. Oktober 2009
FDA: Pazopanib für Nierenzellkarzinom zugelassen
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 19. Oktober 2009
Freitag, 7. August 2009
EU: Everolimus zur Behandlung von Patienten mit Nierenzellkarzinom zugelassen
Die Zulassung basiert vorwiegend auf den Daten der RECORD-1-Studie.
Siehe auch www.afinitor.com
Mittwoch, 4. Juni 2008
Everolimus verlängert progressionsfreies Überleben bei Nierenzellkarzinom
In die doppelblinde, Plazebo-kontrollierte, multizentrische Studie wurden 410 Patienten mit Nierenzellkarzinom aufgenommen, deren Erkrankung sich trotz einer Therapie z. B. mit Sorafenib oder Sunitinib verschlechtert hatte. Sie wurden mit Everolimus 10 mg/Tag in Kombination oder mit Plazebo jeweils in Kombination mit BSC behandelt.
Primärer Endpunkt der RECORD-1 Studie war das progressionsfreie Überleben (PFS). Sekundäre Endpunkte waren unter anderem Gesamtüberleben, Anprechrate, Lebensqualität und Sicherheit.
Nach der zweiten Analyse am 15. Oktober 2007 wurde die Studie wegen deutlicher Überlegenheit von Everolimus gestoppt (siehe http://medpharmtext.blogspot.com/2008/03/phase-iii-studie-mit-everolimus-rad001.html).
Der primäre Endpunkt, das progressionsfreie Überleben, wurde durch Everolimus signifikant von 1,9 auf 4,0 Monate verlängert. Das relative Risiko für eine Progression wurde durch den mTOR-Hemmer um 70 % gesenkt (Hazard Ratio 0,30; 0.22- 0.40; p-Wert <>
Im Gesamtüberleben, in der Ansprechrate und in der Lebensqualität gab es zwischen der Everolimus- und der Plazebo-Gruppe keinen signifikanten Unterschied.
Die häufigsten Nebenwirkungen bei Patienten der
Everolimus-Gruppe waren Stomatitis (40 %), Schwächegefühl (37 %) und Hautausschlag (25 %). Grad-3/4 Nebenwirkungen waren mit ≥ 1 % selten.
Everolimus ist die bislang einzige Substanz, für die damit ein klinisches Nutzen für die Behandlung von Patienten mit TKI-vorbehandeltem Nierenzellkarzinom nachgewiesen werden konnte.
Quelle
Motzer R, et al. RAD001 (Everolimus) plus best supportive care (BSC) vs BSC plus placebo in patients with metastatic renal cell carcinoma (RCC), after progression on VEGFr-TKI therapy. 44. ASCO 2008, Chicago, 31. Mai 2008.
Samstag, 1. März 2008
Phase-III-Studie mit Everolimus (RAD001) bei Nierenzellkarzinom aufgrund positiver Zwischenergebnisse frühzeitig gestoppt
In der doppelblinden Phase-III-Studie erhielten mehr als 400 Patienten in 12 Ländern nach Versagen der Tyrosinkinaseinhibitoren Sunitinib (Sutent®) oder Sorafenib (Nexavar®) oder nach Versagen des VEGF-Inhibitors Bevacizumab (Avastin®) oder Interferon 10mg Everolimus täglich oral.
Primärer Endpunkt der Studie ist das progressionsfreie Überleben.
Die Kommission beendete die in 12 Ländern bei über 400 Patienten durchgeführte Studie, weil der primäre Endpunkt erreicht war. Everolimus wird nun auch den Patienten der Plazebo-Gruppe angeboten.
Everolimus ist ein oraler Hemmer von mTOR, ein Protein, das als zentraler Regulator der Tumorzellteilung, des Tumorzellstoffwechsels und des Gefäßwachstums fungiert.
Die Studie soll auf der Jahrestagung der American Society of Oncology (ASCO) im Mai vorgestellt werden.
Quelle:
Pressemitteilung Novartis Pharma vom 28. Februar 2008







