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Mittwoch, 26. August 2009

EU: Zulassungserweiterung für Temsirolismus

Die Europäische Kommission hat für den mTOR-Hemmer Temsirolismus (Torisel) am 21. August 2009 die Zulassung erweitert. Er kann nun auch zur Behandlung von Patienten mit rezidiviertem und/oder refraktärem Mantelzell-Lymphom (MCL) eingesetzt werden.
Bereits seit November 2006 hat Temsirolimus für diese Indikation den Orphan-Drug-Status. Im November 2007 wurde es zur Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom zugelassen.


Quelle:
Presseinformation Wyeth Pharma GmbH vom 26. August 2009

Freitag, 7. August 2009

EU: Everolimus zur Behandlung von Patienten mit Nierenzellkarzinom zugelassen

Die Europäische Komission hat den mTOR-Hemmer Everolimus als Afinitor® (Novartis) für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom zugelassen, das bei oder nach Behandlung mit einer antiangiogenetischen Therapie fortschreitet.
Die Zulassung basiert vorwiegend auf den Daten der RECORD-1-Studie.
Siehe auch www.afinitor.com

Mittwoch, 4. Juni 2008

Everolimus verlängert progressionsfreies Überleben bei Nierenzellkarzinom

Der m-Tor-Hemmer Everolimus verlängerte im Vergleich zu optimaler supportiver Therapie (BSC) das progressionsfreie Überleben bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, die auf eine Therapie mit Tyrosinkinase-Hemmern nicht mehr ansprachen. Dies ergab die RECORD-1-Studie (Renal cell cancer treatment with oral RAD001 given daily), die beim ASCO 2008 vorgestellt wurde.
In die doppelblinde, Plazebo-kontrollierte, multizentrische Studie wurden 410 Patienten mit Nierenzellkarzinom aufgenommen, deren Erkrankung sich trotz einer Therapie z. B. mit Sorafenib oder Sunitinib verschlechtert hatte. Sie wurden mit
Everolimus 10 mg/Tag in Kombination oder mit Plazebo jeweils in Kombination mit BSC behandelt.
Primärer Endpunkt der RECORD-1 Studie war das progressionsfreie Überleben (PFS). Sekundäre Endpunkte waren unter anderem Gesamtüberleben, Anprechrate, Lebensqualität und Sicherheit.

Nach der zweiten Analyse am 15. Oktober 2007 wurde die Studie wegen deutlicher Überlegenheit von Everolimus gestoppt (siehe http://medpharmtext.blogspot.com/2008/03/phase-iii-studie-mit-everolimus-rad0
01.html). Die Therapie dauerte im Median in der Everolimus-Gruppe 95, in der Plazebo-Gruppe 57 Tage.
Der primäre Endpunkt, das progressionsfreie Überleben, wurde durch Everolimus signifikant von 1,9 auf 4,0 Monate verlängert. Das relative Risiko für eine Progression wurde durch den mTOR-Hemmer um 70 % gesenkt (Hazard Ratio 0,30; 0.22- 0.40; p-Wert <>

Im Gesamtüberleben, in der Ansprechrate und in der Lebensqualität gab es zwischen der Everolimus- und der Plazebo-Gruppe keinen signifikanten Unterschied.
Die häufigsten Nebenwirkungen bei Patienten der
Everolimus-Gruppe waren Stomatitis (40 %), Schwächegefühl (37 %) und Hautausschlag (25 %). Grad-3/4 Nebenwirkungen waren mit ≥ 1 % selten.
Everolimus ist die bislang einzige Substanz, für die damit ein klinisches Nutzen für die Behandlung von Patienten mit TKI-vorbehandeltem Nierenzellkarzinom nachgewiesen werden konnte.

Quelle
Motzer R, et al. RAD001 (Everolimus) plus best supportive care (BSC) vs BSC plus placebo in patients with metastatic renal cell carcinoma (RCC), after progression on VEGFr-TKI therapy. 44. ASCO 2008, Chicago, 31. Mai 2008.

Samstag, 1. März 2008

Phase-III-Studie mit Everolimus (RAD001) bei Nierenzellkarzinom aufgrund positiver Zwischenergebnisse frühzeitig gestoppt

Eine unabhängige Kommission hat nach der Zwischenauswertung die internationale RECORD-1-Studie (Renal cell cancer treatment with oral RAD001 given daily) für Everolimus (RAD001) frühzeitig gestoppt. Es zeigte sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt unter Everolimus ein signifikant längeres progressionsfreies Überleben bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom in der Zweitlinientherapie im Vergleich zu Plazebo.
In der doppelblinden Phase-III-Studie erhielten mehr als 400 Patienten in 12 Ländern nach Versagen der Tyrosinkinaseinhibitoren Sunitinib (Sutent®) oder Sorafenib (Nexavar®) oder nach Versagen des VEGF-Inhibitors Bevacizumab (Avastin®) oder Interferon 10mg Everolimus täglich oral.
Primärer Endpunkt der Studie ist das progressionsfreie Überleben.
Die Kommission beendete die in 12 Ländern bei über 400 Patienten durchgeführte Studie, weil der primäre Endpunkt erreicht war. Everolimus wird nun auch den Patienten der Plazebo-Gruppe angeboten.
Everolimus ist ein oraler Hemmer von mTOR, ein Protein, das als zentraler Regulator der Tumorzellteilung, des Tumorzellstoffwechsels und des Gefäßwachstums fungiert.
Die Studie soll auf der Jahrestagung der American Society of Oncology (ASCO) im Mai vorgestellt werden.
Quelle:
Pressemitteilung Novartis Pharma vom 28. Februar 2008