Freitag, 14. November 2008
Dronedaron senkt Dauer des Krankenhausaufenthalts
Quelle:
Pressemitteilung sanofi-aventis
Donnerstag, 13. November 2008
EPIC: Körpergewicht, Taillenumfang und Sterblichkeitsrisiko in Europa
Das Bauchfett ist nicht nur ein Energiespeicher, es produziert auch Botenstoffe, die die Entwicklung chronischer Erkrankungen fördern. Dies erklärt zum Teil, warum auch schlanke Menschen mit einem niedrigen BMI, aber großem Taillenumfang ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko haben. In der EPIC-Studie hatten Schlanke mit viel Körperfett im Bauchraum ein ebenso großes Risiko wie stark Übergewichtige. Als Ursache für den beobachteten Zusammenhang zwischen niedrigerem BMI und erhöhtem Sterblichkeitsrisiko kommt auch ein durch Alterungsprozesse oder unerkannte Krankheiten bedingter Verlust der Muskelmasse in Frage, die im Vergleich zum Fettgewebe schwerer ist. Menschen, die Gewicht verlieren, bauen oft mehr Muskeln ab als Fett.
Grundlage der Untersuchung bilden die Daten von 359.387 Teilnehmern der prospektiven EPIC-Studie aus 9 europäischen Ländern. Das Durchschnittsalter der Studienteilnehmer zum Zeitpunkt der ersten Datenerhebung lag bei 51,5 Jahren. 65,4 Prozent der Teilnehmer waren Frauen. Während der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 9,7 Jahren starben 14.723 Studienteilnehmer. Teilnehmer mit einem hohen BMI starben im Vergleich zu Teilnehmern mit mittlerem BMI häufiger an Krebs- oder Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Studienteilnehmer mit einem niedrigen BMI starben hingegen häufiger an Erkrankungen der Atmungsorgane.
Quelle:
Pischon T, H. Boeing H, et al. General and abdominal adiposity and risk of death in europe. N Engl J Med 2008;359:2105-20.
Mittwoch, 12. November 2008
Amgen Foundation startet Forschungsprogramm in Höhe von 2,5 Mio. USD für Studierende in Europa
Die Amgen Foundation und die University of Cambridge gaben am 10. November 2008 bekannt, dass sie in Kooperation mit zwei weiteren renommierten europäischen Universitäten das zweijährige, mit 2,5 Mio. USD dotierte Programm Amgen Scholars Europe starten werden. Dieses Programm wird mehr als 100 sorgfältig ausgewählten Studierenden in ganz Europa die Gelegenheit bieten, ein praxisorientiertes Sommerforschungsprogramm an drei Spitzenuniversitäten und unter der Leitung hochkarätiger Wissenschaftler zu absolvieren.
Neben Cambridge nehmen auch das "Karolinska Institutet" in Schweden sowie die Ludwig-Maximilians-Universität München in Deutschland an dem Programm teil. Für die erste Programmphase, die bis 2010 läuft, werden alle drei Universitätspartner Fördermittel für die Veranstaltung des Sommerforschungsprogramms erhalten. Die Auswahl der Studierenden von
Hochschulen und Universitäten erfolgt in ganz Europa. Cambridge übernimmt zudem die Funktion als Koordinationszentrum für Europa und wird eine wichtige Rolle als Programmkoordinator, technische Aufsicht und Anlaufstelle für Studierende spielen. Darüber hinaus wird diese Universität Gastgeber des ersten Amgen Scholars European Symposiums im September 2009 sein.
Nähere Informationen über Amgen Scholars, u.a. zu den Aufnahmekriterien und dem Bewerbungsverfahren unter
http://www.amgenscholars.eu
Losartan: Indikationserweiterung zur Reduktion des Schlaganfallrisikos
Rote-Hand-Brief zu MabThera® (Rituximab)]
http://www.akdae.de/20/40/Archiv/2008/20081106.pdf
Montag, 10. November 2008
SEARCH: Kein Nutzen von Folsäure
Randomisiert erhielten sie täglich 2 mg Folsäure und 1 mg Vitamin B12 über 6,7 Jahre. Primärer Endpunkt war die Zahl von schweren kardiovaskulären Ereignissen (nichttödlicher Herzinfarkt, Revaskularisation oder kardiovaskulärer Tod). Es kam zwar zur Senkung des Homocystein-Spiegels um etwa 30 %, eine Wirkung auf kardiovaskuläre Ereignisse konnte jedoch nicht gesehen werden.
Darüber hinaus wurden auch keine erhöhten Raten von Krebs oder anderen Nebenwirkungen gesehen. Dies ist für einige Länder wichtig, in denen Lebensmittel mit Folsäure angereichert werden, um Neuralrohrdefekten vorzubeugen.
Rory Collins präsentierte den anderen Teil der SEARCH-Studie, in dem die Wirkung von 80 mg (n = 6031) versus 20 mg Simvastatin (n = 6033) bei den Patienten untersucht wurde. Durch die höhere Simvastatin-Dosis wurde die LDL-Cholesterol-Konzentration um 14 mg/dl stärker verringert. Hieraus lässt sich im Kontext mit anderen Studiendaten ableiten, dass es zu einer um 6 bis 7 % stärkeren Reduktion des Risikos für schwere kardiovaskuläre Ereignisse kommt.
Unter der höheren Simvastatin-Dosis wurden mehr Myopathie-Fälle beobachtet als unter 20 mg (53 vs. 3).
Rosuvastatin verringert kardiovaskuläre Ereignisse bei normalem LDL
Der CSE-Hemmer Rosuvastatin verringerte das relative Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall, instabile Angina pectoris, Revaskularisation oder kardiovaskulären Tod) signifikant um 44 % /HR 0,56, (0,46-0,69, p < 0,00001). Dies bedeutet eine NNT für Rosuvastatin von 95 Patients über 2 Jahre und 31 Patienten über 4 Jahre, um einen primären Endpunkt zu vermeiden.
Auch die Einzelendpunkte wurden signifikant reduziert:
- Nichttödlicher Herzinfarkt (0,12 vs. 0,33 Ereignisse pro 100 Patientenjahre, HR 0,35, 95% KI 0,22-0.,8, p <>
- Nichttödlicher Schlaganfall (0,16 vs. 0,31 Ereignisse pro 100 Patientenjahre, HR 0,52, 95% KI 0,33-0,80, p = 0,003)
- Revaskularisation (0,38 vs. 0,71 Ereignisse pro 100 Patientenjahre, HR 0,54, 95% KI 0,41-0,72, p <>
- Gesamtsterblichkeit (1,0 vs. 1,25 Ereignisse pro 100 Patientenjahre, HR 0,80, 95% KI 0,67-0,97, p = 0,02).
Dies ergab die JUPITER-Studie (Justification for the Use of Statins in Prevention: An Intervention Trial Evaluating Rosuvastatin, in der 17802 Patienten randomisiert mit Rosuvastatin (n = 8901) oder Plazebo (n = 8901) behandelt wurden. Etwa 41 % der Patienten litten an einem metabolischen Syndrom.
Die Studie wird als "Meilenstein-Studie" angesehen, die zu einer Änderung von entsprechenden Leitlinien führen könnte.
Quellen:
Ridker PM, Danielson E, Fonseca FA, et al., on behalf of the JUPITER Study Group. Rosuvastatin to prevent vascular events in men and women with elevated C-reactive protein. N Engl J Med 2008;359:2195-207.
Donnerstag, 6. November 2008
Rimonabant: klinische Studien eingestellt
Diese Entscheidung wurde vor dem Hintergrund kürzlicher Aufforderungen verschiedener nationaler Gesundheitsbehörden getroffen. Infolgedessen ist die Durchführbarkeit des globalen, klinischen Studienprogramms gefährdet.
Quelle:
Pressemitteilung Sanofi-aventis vom 5. November 2008
Mittwoch, 5. November 2008
Asthma: Kein Zusatznutzen für feste Kombinationen - sagt das IQWiG
Efalizumab (Raptiva) und progressive multifokale Leukenzephalopathie
Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzte teilt mit: Der Hersteller von Raptiva® (Efalizumab) informiert in einer Mitteilung über den Fall einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) bei einem Patienten, der Raptiva® etwa vier Jahre lang als Monotherapie erhalten hat.