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Donnerstag, 9. Juni 2011

FDA: Neue Sicherheitsempfehlungen für Hochdosis-Simvastatin

Die FDA hat angeordnet, dass in der Fachinformation von Simvastatin auf das erhöhte Risiko von Muskelschäden oderMyopathie bei einer Hochdosistherapie (80 mg) hingewiesen wird.

Das Risiko für Nebenwirkungen an der Muskulatur ist insbesondere in den ersten zwölf Behandlungsmonaten erhöht. Die FDA empfiehlt, Simvastatin 80 mg nur bei Patienten einzusetzen, die diese Dosis schon mindestens 12 Monate vertragen haben. Diese hohe Dosierung sollte bisher unbehandelten Patienten nicht verordnet werden.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 8. Juni 2011

Dienstag, 23. März 2010

FDA: Muskelschäden durch hochdosiertes Simvastatin

Die amerikanische FDA weist auf ein erhöhtes Risiko von Myopathien und Rhabomyolysen bei hochdosierter Gabe von Simvastatin hin. Nach den Daten einer großen klinischen Studie (Study of the Effectiveness of Additional Reductions in Cholesterol and Homocysteine - SEARCH) sind bei Einnahme von 80 mg Simvastatin häufiger Muskelschäden aufgetreten als mit niedrigeren Dosierungen oder eventuell bei anderen CSE-Hemmern. Simvastatin ist Gegenstand einer laufenden Sicherheitsüberprüfung der FDA, nach deren Abschluss die Behörde eine endgültige Bewertung abgeben wird.

Quelle:
FDA Drug Safety Communication vom 19. März 2010

Sonntag, 14. März 2010

ACCORD-Lipid: Fenofibrat zusätzlich zu Simvastatin ohne Wirkung

In der Action to Control Cardiovascular Risk in Diabetes (ACCORD)-Studie wird der Nutzen verschiedener Interventionen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 untersucht. In der ACCORD-Lipid-Studie wurde geprüft, ob die Kombination aus CSE-Hemmer plus Fibrat im Vergleich zu einer CSE-Hemmer-Monotherapie das kardiovaskuläre Risiko von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und hohem kardiovaskulärem Risiko vermindern kann. 5.518 Patienten wurden offen mit Simvastatin und verblindet zusätzlich mit Plazebo oder Fenofibrat behandelt. Primärer Endpunkt war das erste Auftreten eine nicht tödlichen Herzinfarkts, nicht tödlichen Schlaganfalls oder von kardiovaskulär bedingtem Tod.
Die Kombination senkte jedoch das Risiko nicht. Auch keiner der sekundären Endpunkte wurde durch die zusätzliche Fibratgabe positiv beeinflusst.

Quelle:
The ACCORD Study Group: Effects of Combination Lipid Therapy
in Type 2 Diabetes Mellitus. www.nejm.org March 14, 2010 (10.1056/NEJMoa1001282)

Samstag, 26. Dezember 2009

FDA: Kein erhöhtes Krebsrisiko durch Simvastatin plus Ezetimib

Aufgrund einer Datenanalyse der SEAS-Stude sowie der SHARP3- und IMPROVE-IT4-Studie ist die FDA zum Ergebnis gekommen, dass es unwahrscheinlich ist, dass Simvastatin + Ezetimib oder Ezetimib allein das Risiko für eine Krebserkrankung erhöhen.
Mehr dazu auf der FDA-Seite.

Montag, 10. November 2008

SEARCH: Kein Nutzen von Folsäure

Folsäure hat keinen kardiovaskulären Nutzen. Dies ergab die bei der diesjährigen AHA-Tagung in New Orleans von Jane Armitage präsentierte SEARCH-Studie (Study of the Effectiveness of Additional Reductions in Cholesterol and Homocysteine, in die 12.064 Patienten mit Herzinfarkt aufgenommen worden waren.
Randomisiert erhielten sie täglich 2 mg Folsäure und 1 mg Vitamin B12 über 6,7 Jahre. Primärer Endpunkt war die Zahl von schweren kardiovaskulären Ereignissen (nichttödlicher Herzinfarkt, Revaskularisation oder kardiovaskulärer Tod). Es kam zwar zur Senkung des Homocystein-Spiegels um etwa 30 %, eine Wirkung auf kardiovaskuläre Ereignisse konnte jedoch nicht gesehen werden.
Darüber hinaus wurden auch keine erhöhten Raten von Krebs oder anderen Nebenwirkungen gesehen. Dies ist für einige Länder wichtig, in denen Lebensmittel mit Folsäure angereichert werden, um Neuralrohrdefekten vorzubeugen.

Rory Collins präsentierte den anderen Teil der SEARCH-Studie, in dem die Wirkung von 80 mg (n = 6031) versus 20 mg Simvastatin (n = 6033) bei den Patienten untersucht wurde. Durch die höhere Simvastatin-Dosis wurde die LDL-Cholesterol-Konzentration um 14 mg/dl stärker verringert. Hieraus lässt sich im Kontext mit anderen Studiendaten ableiten, dass es zu einer um 6 bis 7 % stärkeren Reduktion des Risikos für schwere kardiovaskuläre Ereignisse kommt.
Unter der höheren Simvastatin-Dosis wurden mehr Myopathie-Fälle beobachtet als unter 20 mg (53 vs. 3).