Die Food and Drug Administration (FDA) warnt vor schwerwiegenden kardialen Ereignissen bzw. Herzrhythmusstörungen bei Einnahme von Loperamid (z.B. Imodium) in höheren Dosierungen als empfohlen, z. B. im Zusammenhang mit Fehlgebrauch oder Missbrauch. Das Risiko kann auch erhöht sein, wenn hohe Dosen von Loperamid und interagierende Arzneimittel (über das CYP-System oder p-Glycoprotein) gleichzeitig eingenommen werden, wie Cimetidin, Clarithromycin, Erythromycin, Gemfibrozil, Itraconazol, Ketoconazol, Chinidin und Chinin (auch in Tonic-Wasser enthalten), Ranitidin und Ritonavir. Die Mehrzahl der berichteten kardialen Ereignisse trat bei Personen auf, die bewusst hohe Dosen von Loperamid eingenommen haben, entweder gegen Entzugssymptome eines Opioidmissbrauchs oder um ein Euphoriegefühl zu induzieren.
Bei anderweitig nicht erklärbaren kardialen Ereignissen wie QT-Verlängerung, Torsades de Pointes, anderen ventrikulären Arrhythmien, Synkopen oder Herzstillstand sollte die Einnahme von Loperamid als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden. Patienten sollten auf eine korrekte Dosierung hingewiesen werden.
Quellen:
Mitteilung der FDA vom 7. Juni 2016
AkDÄ Drug Safety Mail vom 8. Juni 2016
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Mittwoch, 8. Juni 2016
Samstag, 8. November 2014
Ivabradin: PRAC empfiehlt Maßnahmen zur Verminderung kardialer Risiken
Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom November 2014 verschiedene Maßnahmen empfohlen, um das kardiale Risiko von Ivabradin (Procorolan zu reduzieren.
Patienten, die mit Ivabradin behandelt werden, haben ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern. Deshalb empfahl das PRAC nun, Patienten, die mit Ivabradin behandelt werden, sorgfältig auf das Auftreten eines Vorhofflimmerns zu überwachen. Bei Patienten mit Angina pectoris soll Ivabradin nur zur Linderung der Symptome eingesetzt werden. Die bislang vorliegenden Daten belegen keinen Nutzen der Substanz hinsichtlich einer Reduktion von Herzinfarkten oder kardiovaskulär bedingten Todesfällen.
Nach den vorliegenden Daten ist unklar, ob eine höhere Dosierung das Risiko für ein Vorhofflimmern erhöht. Dennoch betont das PRAC, dass die Inititaldosis zur Behandlung der Angina nicht höher als zweimal täglich 5 mg und die maximale Dosis nicht höher als zweimal täglich 7,5 mg sein sollte.
Die PRAC-Empfehlungen werden nun an den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) weiter geleitet.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 7. November 2014
Patienten, die mit Ivabradin behandelt werden, haben ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern. Deshalb empfahl das PRAC nun, Patienten, die mit Ivabradin behandelt werden, sorgfältig auf das Auftreten eines Vorhofflimmerns zu überwachen. Bei Patienten mit Angina pectoris soll Ivabradin nur zur Linderung der Symptome eingesetzt werden. Die bislang vorliegenden Daten belegen keinen Nutzen der Substanz hinsichtlich einer Reduktion von Herzinfarkten oder kardiovaskulär bedingten Todesfällen.
Nach den vorliegenden Daten ist unklar, ob eine höhere Dosierung das Risiko für ein Vorhofflimmern erhöht. Dennoch betont das PRAC, dass die Inititaldosis zur Behandlung der Angina nicht höher als zweimal täglich 5 mg und die maximale Dosis nicht höher als zweimal täglich 7,5 mg sein sollte.
Die PRAC-Empfehlungen werden nun an den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) weiter geleitet.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 7. November 2014
Montag, 13. Oktober 2014
Testosteron: PRAC sieht kein erhöhtes Risiko für kardiale Probleme
Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) der EMA sieht für Testosteron-haltige Arzneimittel kein erhöhtes kardiales Risiko bei Männern, so das Ergebnis eines EU-weiten Reviews.
Nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen überwiegt der Nutzen von Testosteron nach wie vor die Risiken.
Diese PRAC-Empfehlung geht nun an die Coordination Group for Mutual Recoginition and Decentralised Procedures - human (CMDh), die endgültig darüber befinden wird.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 10. Oktober 2014
Nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen überwiegt der Nutzen von Testosteron nach wie vor die Risiken.
Diese PRAC-Empfehlung geht nun an die Coordination Group for Mutual Recoginition and Decentralised Procedures - human (CMDh), die endgültig darüber befinden wird.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 10. Oktober 2014
Sonntag, 9. März 2014
Domperidon: PRAC empfiehlt Einschränkung der Anwendung
Das PRAC empfiehlt eine Einschränkung der Indikationen und der Dosierung von Domperidon (z. B. Motilium).
Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat die am 1. März 2013 begonnene Bewertung von Domperidon wegen negativer Effekte auf die kardiale Funktionen abgeschlossen. Die injizierbare Form des Arzneistoffs war bereits wegen unerwünschter kardialer Wirkungen im Jahr 1985 vom Markt genommen worden.
Aufgrund der neuen Bewertung der Daten empfiehlt das PRAC, dass Domperidon-haltige Arzneimittel weiterhin für die Behandlung von Übelkeit und Erbrechen verfügbar sein sollen. Die empfohlene Dosierung sollte jedoch auf 10 mg bis zu dreimal täglich oral bei Erwachsenen und Jugendlichen ab einem Körpergewicht von 35 kg begrenzt werden. Bei Gabe an Kinder und Jugendliche unter 35 kg sollte die Dosierung maximal 0,25 mg/kg Körpergewicht bis zu dreimal täglich betragen. Bei flüssigen Zubereitungen soll eine entsprechend genaue Dosierhilfe beigefügt sein.
Domperidon sollte üblicherweise nicht länger als eine Woche eingesetzt werden.
Domperidon sollte nicht mehr bei Indikationen wie Blähungen oder Sodbrennen eingesetzt werden. Bei Patienten mit mäßig schwerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion oder mit Reizleitungsstörungen am Herzen soll es kontraindiziert sein. Zudem ist die Kombination mit Substanzen zu vermeiden, die ähnliche Effekte wie Domperidon am Herzen haben und die seine Metabolisierung verzögern.
Die Empfehlungen des PRAC werden und in der Coordination Group for Mutual Recognition and
Decentralised Procedures – Human (CMDh) im April 2014 diskutiert werden.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 7. März 2014
Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat die am 1. März 2013 begonnene Bewertung von Domperidon wegen negativer Effekte auf die kardiale Funktionen abgeschlossen. Die injizierbare Form des Arzneistoffs war bereits wegen unerwünschter kardialer Wirkungen im Jahr 1985 vom Markt genommen worden.
Aufgrund der neuen Bewertung der Daten empfiehlt das PRAC, dass Domperidon-haltige Arzneimittel weiterhin für die Behandlung von Übelkeit und Erbrechen verfügbar sein sollen. Die empfohlene Dosierung sollte jedoch auf 10 mg bis zu dreimal täglich oral bei Erwachsenen und Jugendlichen ab einem Körpergewicht von 35 kg begrenzt werden. Bei Gabe an Kinder und Jugendliche unter 35 kg sollte die Dosierung maximal 0,25 mg/kg Körpergewicht bis zu dreimal täglich betragen. Bei flüssigen Zubereitungen soll eine entsprechend genaue Dosierhilfe beigefügt sein.
Domperidon sollte üblicherweise nicht länger als eine Woche eingesetzt werden.
Domperidon sollte nicht mehr bei Indikationen wie Blähungen oder Sodbrennen eingesetzt werden. Bei Patienten mit mäßig schwerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion oder mit Reizleitungsstörungen am Herzen soll es kontraindiziert sein. Zudem ist die Kombination mit Substanzen zu vermeiden, die ähnliche Effekte wie Domperidon am Herzen haben und die seine Metabolisierung verzögern.
Die Empfehlungen des PRAC werden und in der Coordination Group for Mutual Recognition and
Decentralised Procedures – Human (CMDh) im April 2014 diskutiert werden.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 7. März 2014
Dienstag, 14. Januar 2014
Strontiumranelat: PRAC empfiehlt Widerruf der Zulassung
Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) hat in seiner Sitzung vom Januar 2014 empfohlen, die Zulassung von Strontiumranelat (Protelos, Osselor) zur Behandlung der Osteoporose zu widerrufen.
Im April 2013 hatte die EMA empfohlen, die Anwendung von Strontiumranelat wegen des Risikos kardialer Probleme zu begrenzen. Eine weiter gehende Überprüfung der Daten zu Nutzen und Risiken hat nun ergeben, dass das Nutzen/Risiko-Verhältnis von Strontiumranelat nicht ausgewogen ist. Über die Empfehlung des PRAC befindet nun das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) in seiner Januarsitzung.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 10. Januar 2014
Im April 2013 hatte die EMA empfohlen, die Anwendung von Strontiumranelat wegen des Risikos kardialer Probleme zu begrenzen. Eine weiter gehende Überprüfung der Daten zu Nutzen und Risiken hat nun ergeben, dass das Nutzen/Risiko-Verhältnis von Strontiumranelat nicht ausgewogen ist. Über die Empfehlung des PRAC befindet nun das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) in seiner Januarsitzung.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 10. Januar 2014
Sonntag, 24. November 2013
Ponatinib: EMA empfiehlt Indikationseinschränkungen zur Risikominimierung
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom November 2013 Empfehlungen zur Risikominimierung bei der Anwendung von Ponatinib (Iclusig) ausgesprochen.
Ponatinib soll nicht bei Patienten anwendet werden, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, außer wenn der potenzielle Nutzen der Substanz das Risiko überwiegt. Das kardiovaskuläre Risikol aller Patienten soll vor Therapiebeginn und während der Therapie regelmäßig überprüft werden.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. November 2013
Ponatinib soll nicht bei Patienten anwendet werden, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, außer wenn der potenzielle Nutzen der Substanz das Risiko überwiegt. Das kardiovaskuläre Risikol aller Patienten soll vor Therapiebeginn und während der Therapie regelmäßig überprüft werden.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. November 2013
Mittwoch, 20. November 2013
Regadenoson und Adenosin: FDA warnt vor kardialen Risiken
Die Food and Drug Administration (FDA) warnt vor kardialen Risiken bei Anwendung von Regadenoson und Adenosin zum nuklearen Stresstest bei Patienten, die sich für den Belastungstest nicht adäquat bewegen können.
Die Substanzen werden zur Diagnose einer KHK eingesetzt. Die FDA warnt nun vor einem erhöhten Risiko von Herzattacken bei ihrer Anwendung, die tödlich enden können. Die Fachinformation wird um entsprechende Informationen ergänzt.
Quelle:
Mitteilung der FDA vom 20. November 2013
Die Substanzen werden zur Diagnose einer KHK eingesetzt. Die FDA warnt nun vor einem erhöhten Risiko von Herzattacken bei ihrer Anwendung, die tödlich enden können. Die Fachinformation wird um entsprechende Informationen ergänzt.
Quelle:
Mitteilung der FDA vom 20. November 2013
Samstag, 22. September 2012
Pramipexol: FDA prüft Risiko einer Herzinsuffizienz
Die Food and Drug Administration (FDA) prüft, ob der Dopaminagonist Pramipexol das Risiko einer Herzinsuffizienz erhöht.
Die FDA geht Hinweisen aus klinischen und epidemiologischen Studien nach, die allerdings methodische Schwächen aufweisen. Die Behörde sieht in den Daten bislang keinen Beweis für ein erhöhtes Risiko einer kardialen Schädigung durch den Dopaminagonisten, will jedoch weitere Untersuchungen veranlassen.
Quelle:
FDA Sicherheitsmitteilung vom 19. September 2012
Die FDA geht Hinweisen aus klinischen und epidemiologischen Studien nach, die allerdings methodische Schwächen aufweisen. Die Behörde sieht in den Daten bislang keinen Beweis für ein erhöhtes Risiko einer kardialen Schädigung durch den Dopaminagonisten, will jedoch weitere Untersuchungen veranlassen.
Quelle:
FDA Sicherheitsmitteilung vom 19. September 2012
Dienstag, 4. September 2012
Domperidon: ventrikuläre Arrhythmien und plötzlicher Herztod
Neuere Studien zeigen, dass die Einnahme des Prokinetikums Domperidon (Motilium) mit einem gering (etwa 1,5-fach) erhöhten Risiko für schwerwiegende ventrikuläre Herzrhythmusstörungen und plötzlichen Herztod assoziiert ist.
Domperidon sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis (möglichst nicht über 30 mg täglich) und nicht gleichzeitig mit Medikamenten verordnet werden, die ebenfalls zu einer QT-Verlängerung führen. Besondere Indikationsstellung ist erforderlich bei Patienten mit vorbestehender Verlängerungen der QT-Zeit, bei Elektrolytstörungen, bei vorbestehenden Herzerkrankungen oder Einnahme von kardialen Medikamenten, bei Patienten älter als 60 Jahre und bei der Notwendigkeit der Verordnung von mehr als 30 mg Domperidon pro Tag.
Quelle:
UAW-News International, AkdÄ Drug Safety Mail vom 3. September 2012
Domperidon sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis (möglichst nicht über 30 mg täglich) und nicht gleichzeitig mit Medikamenten verordnet werden, die ebenfalls zu einer QT-Verlängerung führen. Besondere Indikationsstellung ist erforderlich bei Patienten mit vorbestehender Verlängerungen der QT-Zeit, bei Elektrolytstörungen, bei vorbestehenden Herzerkrankungen oder Einnahme von kardialen Medikamenten, bei Patienten älter als 60 Jahre und bei der Notwendigkeit der Verordnung von mehr als 30 mg Domperidon pro Tag.
Quelle:
UAW-News International, AkdÄ Drug Safety Mail vom 3. September 2012
Donnerstag, 26. April 2012
Fingolimod: Rote-Hand-Brief wegen kardiovaskulärer Überwachung
Der Hersteller von Fingolimod (Gilenya®) hat einen Rote-Hand-Brief zur
Aktualisierung der kardiovaskulären Überwachung zu Beginn der Therapie mit Fingolimod verschickt.
Im Januar 2012 wurde bereits über vorläufige Maßnahmen zur kardiovaskulären Überwachung zu Beginn der Therapie mit Gilenya® (Fingolimod) informiert. Im nun vorliegenden Rote-Hand-Brief werden aktualisierte Empfehlungen
gegeben, die das Ergebnis einer umfassenden Nutzen-Risiko-Bewertung durch den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA sind (siehe auch med|pharm|text -Blog).
Im
Rote-Hand-Brief sind
Hinweise zu Vor- und Begleiterkrankungen sowie zu Begleitmedikamenten
enthalten, bei denen die Gabe von Fingolimod nicht empfohlen wird.
Außerdem werden die erforderlichen Maßnahmen zur Überwachung bei
Behandlungsbeginn und Kriterien für ein verlängertes
Monitoring aufgeführt.
Quelle:
Samstag, 21. April 2012
Fingolimod: Neue EMA-Empfehlungen wegen kardiovaskulärer Nebenwirkungen
Die Europäische Zulassungsbehörde (EMA) hat neue Empfehlungen zum besseren Umgang mit den kardiovaskulären Nebenwirkungen von Fingolimod (Gilenya, Novartis) veröffentlicht.
Aufgrund der vorliegenden Daten zur Sicherheit von Fingolimod empfiehlt der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA), dass Fingolimod bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Erkrankung in der Anamnese und bei Einnahme von Herzfrequenz-senkenden Medikamenten nicht verordnet werden sollte. Wenn Fingolimod bei solchen Patienten eingesetzt werden soll, sollten sie nach der ersten Dosis mindestens 24 h engmaschig überprüft werden, ein Kardiologe sollte zum adäquaten Monitoring zu Rate gezogen werden. Bei allen Patienten, die mit Fingolimod behandelt werden sollen, sollte die Herztätigkeit vor der ersten Dosis und kontinuierlich mindestens bis zu sechs Stunden nach Einnahme überwacht werden. Das Monitoring sollte um weitere zwei Stunden verlängert werden, wenn die Herzfrequenz nach sechs Stunden noch auf dem tiefsten Wert ist. Wenn sich klinisch signifikante kardiale Probleme wie Bradykardie oder AV-Block entwickeln, sollten die Patienten mindestens über 24 Stunden überwacht werden bis sich die Probleme gelöst haben.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 20. April 2012
Aufgrund der vorliegenden Daten zur Sicherheit von Fingolimod empfiehlt der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA), dass Fingolimod bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Erkrankung in der Anamnese und bei Einnahme von Herzfrequenz-senkenden Medikamenten nicht verordnet werden sollte. Wenn Fingolimod bei solchen Patienten eingesetzt werden soll, sollten sie nach der ersten Dosis mindestens 24 h engmaschig überprüft werden, ein Kardiologe sollte zum adäquaten Monitoring zu Rate gezogen werden. Bei allen Patienten, die mit Fingolimod behandelt werden sollen, sollte die Herztätigkeit vor der ersten Dosis und kontinuierlich mindestens bis zu sechs Stunden nach Einnahme überwacht werden. Das Monitoring sollte um weitere zwei Stunden verlängert werden, wenn die Herzfrequenz nach sechs Stunden noch auf dem tiefsten Wert ist. Wenn sich klinisch signifikante kardiale Probleme wie Bradykardie oder AV-Block entwickeln, sollten die Patienten mindestens über 24 Stunden überwacht werden bis sich die Probleme gelöst haben.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 20. April 2012
Donnerstag, 26. Januar 2012
Fingolimod: Rote-Hand-Brief zur strengeren kardiovaskulären Überwachung
Der Hersteller hat einen Rote-Hand-Brief zur strengeren
kardiovaskulären Überwachung bei Beginn einer Therapie mit Fingolimod (Gilenya®) verschickt.
In der aktuellen Fachinformation wird bereits darüber informiert, dass Fingolimod nach der ersten Dosis eine vorübergehende Bradykardie verursachen und möglicherweise einen AV-Block auslösen kann. Der Hersteller weist nun in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass innerhalb der ersten 6 Stunden nach Behandlungsbeginn mit Fingolimod eine intensivere Überwachung der kardiovaskulären Funktionen erforderlich ist und ggf. noch länger weitergeführt werden sollte. Die Überwachung umfasst folgende Maßnahmen:
Quelle
AkdÄ Drug Safety Mail vom 26. Januar 2012
In der aktuellen Fachinformation wird bereits darüber informiert, dass Fingolimod nach der ersten Dosis eine vorübergehende Bradykardie verursachen und möglicherweise einen AV-Block auslösen kann. Der Hersteller weist nun in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass innerhalb der ersten 6 Stunden nach Behandlungsbeginn mit Fingolimod eine intensivere Überwachung der kardiovaskulären Funktionen erforderlich ist und ggf. noch länger weitergeführt werden sollte. Die Überwachung umfasst folgende Maßnahmen:
- 12-Kanal-EKG vor der Erstgabe und 6 Stunden nach der ersten Dosis
- Kontinuierliche 6-stündige EKG-Überwachung
- Stündliche Messungen von Blutdruck und Herzfrequenz
Quelle
AkdÄ Drug Safety Mail vom 26. Januar 2012
Freitag, 20. Januar 2012
Fingolimod: EMA überprüft Nutzen-Risiko-Verhältnis
Die Europäische Zulassungsbehörde (EMA) untersucht das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Fingolimod (Gilenya, Novartis) wegen der kardialen Wirkungen insbesondere nach Einnahme der ersten Dosis.
Aufgrund von Berichten zu kardialen Wirkungen bei MS-Patienten, die Fingolimod einnehmen, sowie aufgrund eines Todesfalls in den USA innerhalb von 24 h nach Einnahme der ersten Dosis überprüft die EMA das Nutzen-Risiko-Verhältnis.
Während der Überprüfung sollen Ärzte Patienten, die Fingolimod einnahmen, besonders sorgfältig überwachen, insbesondere nach Einnahme der ersten Dosis.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 20.Januar 2012
Aufgrund von Berichten zu kardialen Wirkungen bei MS-Patienten, die Fingolimod einnehmen, sowie aufgrund eines Todesfalls in den USA innerhalb von 24 h nach Einnahme der ersten Dosis überprüft die EMA das Nutzen-Risiko-Verhältnis.
Während der Überprüfung sollen Ärzte Patienten, die Fingolimod einnahmen, besonders sorgfältig überwachen, insbesondere nach Einnahme der ersten Dosis.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 20.Januar 2012
Freitag, 22. Mai 2009
Diabetes mellitus: Intensive Glucosekontrolle verringert kardiovaskuläres Risiko
Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 kann eine intensive Glucosekontrolle das Risiko für Herzinfarkt und koronare Herzkrankheit (KHK) senken. Das Schlaganfallrisiko und die Sterblichkeit werden nicht beeinflusst. Dies ergab eine Metaanalyse der Daten von fünf randomisierten Studien, in denen eine intensive Glucosekontrolle mit Standardtherapie bei rund 33.000 Erwachsenen verglichen wurde. Nach fast 5 Jahren war der mittlere HbA1c-Wert in der intensiv behandelten Gruppe mit 6,6 % niedriger als in der Standardtherapiegruppe mit 7,5 %.
In den einzelnen Studien konnte kein Nutzen der intensiven Therapie belegt werden, die kombinierte Auswertung zeigte jedoch eine signifikante Senkung der nichttödlichen Herzinfarkte (OR 0,83) und der KHK (OR 0,85).
Quelle:
Ray KK, et al. Effect of intensive control of glucose on cardiovascular outcomes and death in patients with diabetes mellitus: a meta-analysis of randomised controlled trials. Lancet 2009;373:1765-1772
In den einzelnen Studien konnte kein Nutzen der intensiven Therapie belegt werden, die kombinierte Auswertung zeigte jedoch eine signifikante Senkung der nichttödlichen Herzinfarkte (OR 0,83) und der KHK (OR 0,85).
Quelle:
Ray KK, et al. Effect of intensive control of glucose on cardiovascular outcomes and death in patients with diabetes mellitus: a meta-analysis of randomised controlled trials. Lancet 2009;373:1765-1772
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