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Montag, 25. März 2019
Dapagliflozin: EU-Kommission erweitert Zulassung
Die EU-Kommission hat im März 2019 die Zulassung von Dapagliflozin (Forxiga, AstraZeneca) erweitert, es kann nun zusätzlich zu Insulin bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 eingesetzt werden, wenn der BMI über 27 kg/qm liegt und trotz optimaler Insulintherapie keine ausreichende glykämische Kontrolle erreicht wird.
Info der EMA
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Mittwoch, 6. Februar 2019
Abatacept, Alirocumab, Atezolizumab, Dapagliflozin, Emicizumab, Glecaprevir/Pibrentasvir, Pembrolizumab, Rituximab, EMA empfiehlt Zulassungserweiterung
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Januar 2019 empfohlen, die Zulassung von Abatacept, Alicorumab, Atezolizumab, Dapagliflozin, Emicizumab, Glecaprevir/Pibrentasvir, Pembrolizumab und Rituximab zu erweitern.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 31. Januar 2019
- Abatacept (Orencia, BMS) soll künftig in Monotherapie eingesetzt werden, wenn eine Intoleranz gegenüber Methotrexat vorliegt oder es nicht angezeigt ist. Außerdem wurde die Zulassung für Kinder mit pJIA geändert - es soll künftig bie inadäquatem Ansprechen auf einer vorhergende DMARD-Therapie eingesetzt werden können
- Alirocumab (Praluent, Sanofi) soll künftig bei bestehender kardiovaskulärer Erkrankung eingesetzt werden können, und zwar ohne oder mit einem maximal dosierten Statin ohne oder mit zusätzlichen Lipidsenkern, je nach Verträglichkeit und Kontraindikationen
- Atezolizumab (Tecentriq, Roche) soll künftig in Kombination mit Bevacizumab, Paclitaxel und Carboplatin als Erstlinientherapie bei Erwachsenen mit Nicht-Plattenpithel-NSCLC eingesetzt werden können. Bei Patienten mit EGFR-Mutationen oder ALK-positivem NSCLC soll die Kombination nur nach Versagen einer entsprechenden gezielten Therapie angewendet werden.
- Dapagliflozin (Forxiga, AstraZeneca) soll künftig zusätzlich zu Insulin bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 eingesetzt werden können, wenn der BMI über 27 kg/qm liegt und trotz optimaler Insulintherapie keine ausreichende glykämische Kontrolle erreicht wird.
- Emicizumab (Hemlibra, Roche) soll künftig auch bei schwerer Hämophilie A ohne Faktor-VIII-Inhibitoren eingesetzt werden können.
- Glecaprevir/Pibrentasvir (Maviret, Abbvie) kann künftig auch bei Heranwachsenden ab einem Alter von 12 Jahren zur Behandlung der chronischen Hepatitis C eingesetzt werden
- Pembrolizumab (Keytruda, MSD) soll künftig in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel oder nab-Paclitaxel zur Erstlinientherapie des metastasierten Plattenepithel-NSCLC eingesetzt werden können
- Rituximab (Mabthera, Roche) soll künftig für die Behandlung von moderatem bis schwerem Pemphigus vulgaris eingesetzt werden können.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 31. Januar 2019
Samstag, 11. Februar 2017
Canagliflozin: erhöhtes Risiko von Zehenamputationen?
Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) empfiehlt, in die Fachinformationen von Canagliflozin, Dapagliflozin und Empagliflozin einen Warnhinweis auf ein erhöhtes Risiko für Unterschenkelamputationen, insbesondere Zehenamputationen aufnehmen.
Bei Patienten, die in den in den beiden Studien CANVAS und CANVAS-R mit dem selektiven SGLT2-Hemmer Canagliflozin behandelt werden, wurden vermehrt Amputationen vor allem der Zehen erforderlich im Vergleich zu Patienten der Placebogruppe.
Diabetiker haben an sich ein erhöhtes Risiko von Unterschenkelgeschwüren und entsprechenden Infektionen, die letztendlich Amputationen erfordern können. Unklar ist bislang, wie Canagliflozin dieses Risiko weiter erhöhen kann. Mit anderen SGLT2-Hemmern wurde diese unerwünschte Wirkung bislang nicht beobachtet.
Das PRAC empfiehlt deshalb die Aufnahme entsprechender Warnhinweise in die Fachinfos aller SGLT2-Hemmer, bei Canagliflozin sollte es auch unter unerwünschten Wirkungen aufgenommen werden.
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA unterstützt diese Empfehlungen, die endgültige Entscheidung liegt nun bei der EU-Kommission
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 10. 2. 2017
Mitteilung der EMA vom 23.2.2017
Bei Patienten, die in den in den beiden Studien CANVAS und CANVAS-R mit dem selektiven SGLT2-Hemmer Canagliflozin behandelt werden, wurden vermehrt Amputationen vor allem der Zehen erforderlich im Vergleich zu Patienten der Placebogruppe.
Diabetiker haben an sich ein erhöhtes Risiko von Unterschenkelgeschwüren und entsprechenden Infektionen, die letztendlich Amputationen erfordern können. Unklar ist bislang, wie Canagliflozin dieses Risiko weiter erhöhen kann. Mit anderen SGLT2-Hemmern wurde diese unerwünschte Wirkung bislang nicht beobachtet.
Das PRAC empfiehlt deshalb die Aufnahme entsprechender Warnhinweise in die Fachinfos aller SGLT2-Hemmer, bei Canagliflozin sollte es auch unter unerwünschten Wirkungen aufgenommen werden.
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA unterstützt diese Empfehlungen, die endgültige Entscheidung liegt nun bei der EU-Kommission
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 10. 2. 2017
Mitteilung der EMA vom 23.2.2017
Freitag, 19. Februar 2016
SGLT-2-Hemmer: PRAC gibt Empfehlungen zum Ketoazidoserisiko
Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) hat in seiner Sitzung vom Februar 2016 Empfehlungen zur Minimierung des Risikos einer diabetischen Ketoazidose bei der Behandlung mit SGLT2-Hemmern abgegeben.
Derzeit sind in der EU drei SGLT2-Hemmer zugelassen: Canagliflozin, Dapagliflozin und Empagliflozin. Patienten, die mit einer der Substanzen behandelt werden, sollten auf Symptome der diabetischen Ketoazidose achten wie raschen Gewichtsverlust, Übelkeit und Erbrechen, Magenschmerzen, exzessives Durstgefühl. hohe Atemfrequenz, Verwirrtheit, ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Müdigkeit, süßlicher Geruch des Atems, süßlicher oder metallischer Geschmack im Mund und ungewöhnlichen Geruch von Urin und Schweiß.
Wird eine Ketoazidose vermutet oder bestätigt, muss die Therapie sofort beendet werden. Sie darf erst wieder begonnen werden, wenn ein anderer Grund für die Ketoazidose gefunden und eliminiert wurde.
Patienten mit Risikofaktoren sind besonders gut in der Erkennung der Symptome zu schulen. Risikofaktoren sind geringere Reserve insulinsezernierender Zellen, Zustände mit verringerter Nahrungsaufnahme oder mit Dehydratation als Folge, plötzliche Verringerung von Insulin oder erhöhter Bedarf von Insulin wegen Erkrankung, Operation oder Alkoholmißbrauch.
Das PRAC empfiehlt zudem, die Therapie mit SGLT2-Hemmern bei hospitalisierten Patienten zu unterbrechen, die sich einer größeren Operation unterziehen müssen oder schwer erkrankt sind.
Der CHMP hat diesen Maßnahmen am 26.2.2016 zugestimmt.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 12. Februar 2016
Mitteilung der EMA vom 26. Februar 2016
Derzeit sind in der EU drei SGLT2-Hemmer zugelassen: Canagliflozin, Dapagliflozin und Empagliflozin. Patienten, die mit einer der Substanzen behandelt werden, sollten auf Symptome der diabetischen Ketoazidose achten wie raschen Gewichtsverlust, Übelkeit und Erbrechen, Magenschmerzen, exzessives Durstgefühl. hohe Atemfrequenz, Verwirrtheit, ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Müdigkeit, süßlicher Geruch des Atems, süßlicher oder metallischer Geschmack im Mund und ungewöhnlichen Geruch von Urin und Schweiß.
Wird eine Ketoazidose vermutet oder bestätigt, muss die Therapie sofort beendet werden. Sie darf erst wieder begonnen werden, wenn ein anderer Grund für die Ketoazidose gefunden und eliminiert wurde.
Patienten mit Risikofaktoren sind besonders gut in der Erkennung der Symptome zu schulen. Risikofaktoren sind geringere Reserve insulinsezernierender Zellen, Zustände mit verringerter Nahrungsaufnahme oder mit Dehydratation als Folge, plötzliche Verringerung von Insulin oder erhöhter Bedarf von Insulin wegen Erkrankung, Operation oder Alkoholmißbrauch.
Das PRAC empfiehlt zudem, die Therapie mit SGLT2-Hemmern bei hospitalisierten Patienten zu unterbrechen, die sich einer größeren Operation unterziehen müssen oder schwer erkrankt sind.
Der CHMP hat diesen Maßnahmen am 26.2.2016 zugestimmt.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 12. Februar 2016
Mitteilung der EMA vom 26. Februar 2016
Sonntag, 12. Juli 2015
SGLT-2-Inhibitoren: Informationsbrief wegen diabetischer Ketoazidose
Nachdem kürzlich ein europäisches Bewertungsverfahren zum Risiko von Ketoazidosen während der Behandlung mit SGLT-2-Inhibitoren eingeleitet wurde, informieren verschiedene Hersteller nun in einem Informationsbrief über das Risiko:
Quelle:
AkdÄ Drug Safety Mail vom 10. Juli 2015
- Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 wurden im Zusammenhang mit der Behandlung mit SGLT-2-Inhibitoren schwerwiegende, teilweise lebensbedrohliche Fälle von diabetischer Ketoazidose berichtet.
- Einige dieser Fälle wiesen ein untypisches Krankheitsbild mit nur mäßig erhöhten Blutzuckerspiegeln auf, was zu einer Verzögerung der Diagnose und Behandlung führen könnte.
- Annähernd die Hälfte der Fälle trat in den ersten beiden Behandlungsmonaten auf. Es traten auch Fälle kurz nach Absetzen der SGLT-2-Inhibitoren auf.
- Ein Drittel der Fälle betraf die Anwendung (off-label) bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1. Typ-1-Diabetes ist keine zugelassen Indikation für SGLT-2-Inhibitoren.
- Bei Symptomen einer Azidose (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, starker Durst, Atembeschwerden, Verwirrtheit, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schläfrigkeit) sollte ein Test auf Ketonkörper durchgeführt werden.
- Die Behandlung mit SGLT-2-Inhibitoren sollte bei Verdacht auf Ketoazidose unterbrochen werden.
- Patienten sollten dazu angehalten werden, sich bei Anzeichen und Symptomen einer Azidose unverzüglich an einen Arzt zu wenden.
Quelle:
AkdÄ Drug Safety Mail vom 10. Juli 2015
Samstag, 6. Juni 2015
Canagliflozin, Dapagliflozin, Empagliflozin: FDA warnt vor Ketoazidose
Die Food and Drug Administration (FDA) warnt bei Einnahme der SGLT2-Hemmer Canagliflozin, Dapagliflozin und Empagliflozin vor dem Auftreten eine Ketoazidose. Die Ketoazidose trat im Mittel zwei Wochen nach Therapiebeginn (1–175 Tage) auf. Von März 2013 bis Juni 2014 wurden der FDA 20 Fälle gemeldet, anschließend erfolgten weitere Berichte. Die Patienten mussten alle notfallmäßig behandelt oder hospitalisiert werden.
Auch der EMA wurden insgesamt 84 Verdachtsfälle gemeldet: 48 unter Cana-, 32 unter Dapa- und 4 unter Empagliflozin .
Die FDA wird die Entwicklung weiter beobachten und ggf. entsprechende Änderungen der Fachinformation anordnen.
Quelle
FDA Drug Safety Communication
Auch der EMA wurden insgesamt 84 Verdachtsfälle gemeldet: 48 unter Cana-, 32 unter Dapa- und 4 unter Empagliflozin .
Die FDA wird die Entwicklung weiter beobachten und ggf. entsprechende Änderungen der Fachinformation anordnen.
Quelle
FDA Drug Safety Communication
Mittwoch, 8. Januar 2014
Dapagliflozin von der FDA zugelassen
Die Food and Drug Administration (FDA) hat Dapagliflozin (Farxiga, BMS) für die Behandlung von Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen.
Dapagliflozin (Farxiga, BMS) ist ein selektiver und reversibler SGLT2-Hemmer. Durch Hemmung des Natrium-Glucose-Cotransporter-2-Proteins in den Nieren wird vermehrt Glucose über den Urin ausgeschieden und damit die glykämische Kontrolle bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 verbessert ohne die Insulinsekretion zu verstärken.
Die EU-Kommission hat Dapagliflozin (Forxiga) bereits am 11. November 2012 für die Behandlung von Typ-2-Diabetikern zugelassen.
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 8. Januar 2014
Dapagliflozin (Farxiga, BMS) ist ein selektiver und reversibler SGLT2-Hemmer. Durch Hemmung des Natrium-Glucose-Cotransporter-2-Proteins in den Nieren wird vermehrt Glucose über den Urin ausgeschieden und damit die glykämische Kontrolle bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 verbessert ohne die Insulinsekretion zu verstärken.
Die EU-Kommission hat Dapagliflozin (Forxiga) bereits am 11. November 2012 für die Behandlung von Typ-2-Diabetikern zugelassen.
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 8. Januar 2014
Samstag, 21. April 2012
Dapagliflozin von der EMA zur Zulassung empfohlen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom 16. bis 19. April 2012 die Zulassung von Dapagliflozin (Forxiga, BMS/AstraZeneca) zur Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 empfohlen.
Dapagliflozin (Forxiga, BMS/AstraZeneca) ist ein SGLT2-Hemmer. Durch Hemmung des Natrium-Glucose-Cotransporter-2-Proteins in den Nieren wird vermehrt Glucose über den Urin ausgeschieden und damit die glykämische Kontrolle bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 verbessert ohne die Insulinsekretion zu verstärken. In klinischen Studien besserte Dapagliflozin allein oder in Kombination mit verschiedenen Antidiabetika die Blutzuckerkontrolle ähnlich wie Metformin oder Glipizid, wobei der Effekt bis zu 102 Wochen aufrecht erhalten wurde.
In klinischen Studien wurden vermehrt Blasen- und Brusttumoren bei mit Dapagliflozin behandelten Patienten gesehen, zudem liegen nur begrenzte Daten bei Patienten im Alter über 75 Jahren, bei Patienten mit einem Risiko der Volumendepletion, von Hypotonie und Elektrolytstörungen vor. Nach Ansicht des CHMP sind diese Risiken in der Produktinformation und im Risikomanagementplan von Forxiga ausreichend berücksichtigt.
Weil die Wirkungen von Dapagliflozin von der Nierenfunktion abhängig sind, wird die Anwendung bei Patienten mit mäßig schweren bis schweren Nierenfunktionsstörungen nicht empfohlen.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 20. April 2012
Dapagliflozin (Forxiga, BMS/AstraZeneca) ist ein SGLT2-Hemmer. Durch Hemmung des Natrium-Glucose-Cotransporter-2-Proteins in den Nieren wird vermehrt Glucose über den Urin ausgeschieden und damit die glykämische Kontrolle bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 verbessert ohne die Insulinsekretion zu verstärken. In klinischen Studien besserte Dapagliflozin allein oder in Kombination mit verschiedenen Antidiabetika die Blutzuckerkontrolle ähnlich wie Metformin oder Glipizid, wobei der Effekt bis zu 102 Wochen aufrecht erhalten wurde.
In klinischen Studien wurden vermehrt Blasen- und Brusttumoren bei mit Dapagliflozin behandelten Patienten gesehen, zudem liegen nur begrenzte Daten bei Patienten im Alter über 75 Jahren, bei Patienten mit einem Risiko der Volumendepletion, von Hypotonie und Elektrolytstörungen vor. Nach Ansicht des CHMP sind diese Risiken in der Produktinformation und im Risikomanagementplan von Forxiga ausreichend berücksichtigt.
Weil die Wirkungen von Dapagliflozin von der Nierenfunktion abhängig sind, wird die Anwendung bei Patienten mit mäßig schweren bis schweren Nierenfunktionsstörungen nicht empfohlen.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 20. April 2012
Donnerstag, 29. Juli 2010
Dapagliflozin verstärkt Glucoseausscheidung und senkt Blutzuckerspiegel
Das neue Therapieprinzip SGLT2-Hemmung mit Dapagliflozin kann bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die mit Metformin nicht adäquat behandelt werden können, die Blutzuckerkontrolle verbessern.
Selektive Natrium-Glucose-Cotransporter (SGLT) sind entscheidend an der Rückresorption von Glucose aus dem Primärharn beteiligt. Mit SGLT-Hemmern kann die Glucose-Rückresorption in den Nieren gehemmt werden, Glucose wird dann vermehrt mit dem Urin ausgeschieden. Hierdurch sinken unter anderem Blutglucosespiegel, HbA1c-Werte und Körpergewicht.
Dapagliflozin ist ein oral applizierbarer SGLT-2-Hemmerr mit einer Halbwertszeit von etwa 17 Stunden, die eine einmal tägliche Einnahme erlaubt. In einer randomisierten, kontrollierten Phase-III-Studie erhielten erwachsene Typ-2-Diabetiker, die auf Metformin nicht ausreichend ansprachen, zusätzlich morgens vor dem Frühstück Dapagliflozin 2,5 mg, 5 mg, 10 mg oder Plazebo über 24 Wochen.
Der primäre Endpunkt, der HbA1c-Wert, wurde in allen drei Dapagliflozin-Gruppen signifikant im Vergleich zu Plazebo gesenkt. Auch das Körpergewicht sank mit Dapagliflozin in allen drei Dosierungen signifikant im Vergleich zu Plazebo, Der Abfall des Körpergewichts begann früh nach Therapiebeginn und hielt über den Untersuchungszeitraum an. Die Glucoseausscheidung im Urin stieg in allen Dapagliflozin-, nicht jedoch in der Plazebogruppe.
Hypoglykämien traten mit vergleichbarer Häufigkeit (2 bis 4 %) in allen Gruppen auf, sie verliefen in der Regel leicht. Genitalinfektionen waren in der Dapagliflozin-Gruppe mit 8 bis 13 Prozent häufiger als mit 5 Prozent in der Plazebo-Gruppe. Schwere unerwünschte Wirkungen waren selten und traten vergleichbar häufig (3 bis 4 %) in allen vier Gruppen auf.
Quellen:
Bailey C, et al. Effect of dapagliflozin in patients with type 2 diabetes who have inadequate glycaemic control with metformin: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial. Lancet 2010;375:2223-2233.
Hanefeld M, et al. Dapagliflozin, an SGLT2 inhibitor, for diabetes. Lancet 2010;375:2196-2197.
Selektive Natrium-Glucose-Cotransporter (SGLT) sind entscheidend an der Rückresorption von Glucose aus dem Primärharn beteiligt. Mit SGLT-Hemmern kann die Glucose-Rückresorption in den Nieren gehemmt werden, Glucose wird dann vermehrt mit dem Urin ausgeschieden. Hierdurch sinken unter anderem Blutglucosespiegel, HbA1c-Werte und Körpergewicht.Dapagliflozin ist ein oral applizierbarer SGLT-2-Hemmerr mit einer Halbwertszeit von etwa 17 Stunden, die eine einmal tägliche Einnahme erlaubt. In einer randomisierten, kontrollierten Phase-III-Studie erhielten erwachsene Typ-2-Diabetiker, die auf Metformin nicht ausreichend ansprachen, zusätzlich morgens vor dem Frühstück Dapagliflozin 2,5 mg, 5 mg, 10 mg oder Plazebo über 24 Wochen.
Der primäre Endpunkt, der HbA1c-Wert, wurde in allen drei Dapagliflozin-Gruppen signifikant im Vergleich zu Plazebo gesenkt. Auch das Körpergewicht sank mit Dapagliflozin in allen drei Dosierungen signifikant im Vergleich zu Plazebo, Der Abfall des Körpergewichts begann früh nach Therapiebeginn und hielt über den Untersuchungszeitraum an. Die Glucoseausscheidung im Urin stieg in allen Dapagliflozin-, nicht jedoch in der Plazebogruppe.
Hypoglykämien traten mit vergleichbarer Häufigkeit (2 bis 4 %) in allen Gruppen auf, sie verliefen in der Regel leicht. Genitalinfektionen waren in der Dapagliflozin-Gruppe mit 8 bis 13 Prozent häufiger als mit 5 Prozent in der Plazebo-Gruppe. Schwere unerwünschte Wirkungen waren selten und traten vergleichbar häufig (3 bis 4 %) in allen vier Gruppen auf.
Quellen:
Bailey C, et al. Effect of dapagliflozin in patients with type 2 diabetes who have inadequate glycaemic control with metformin: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial. Lancet 2010;375:2223-2233.
Hanefeld M, et al. Dapagliflozin, an SGLT2 inhibitor, for diabetes. Lancet 2010;375:2196-2197.
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