Freitag, 16. Dezember 2022
Spesolimab von der EU-Kommission zugelassen
Sonntag, 4. Dezember 2022
Sutimlimab von der EU-Kommission zugelassen
VidPrevytyn Beta von der EU-Kommission zugelassen
Info der EMA
Maribavir von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 9. November 2022 Maribavir (Livtencity, Takeda) als Orphan Drug für die orale Behandlung einer Cytomegalievirus(CMV)-Infektion und/oder -Erkrankung bei erwachsenen Patienten zugelassen, die sich einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSCT) oder einer Transplantation solider Organe (SOT) unterzogen haben und die refraktär sind (mit oder ohne Resistenz) gegenüber einer oder mehreren vorhergehenden Therapien, einschließlich Ganciclovir, Valganciclovir, Cidofovir oder Foscarnet,
Freitag, 11. November 2022
Mitapivat von der EU-Kommission zugelassen
Nirsevimab von der EU-Kommission zugelassen
Mittwoch, 19. Oktober 2022
Burosumab-Indikation von der EU-Kommission erweitert
Die EU-Kommission hat am 21. September 2022 Burosumab (Crysvita, Kyowa Kirin Holdings B.V.) als Orphan Drug und bedingt zur Behandlung der X-chromosomalen Hypophosphatämie (XLH) bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 1 bis 17 Jahren mit röntgenologischem Nachweis einer Knochenerkrankung zugelassen.
Burosumab ist ein rekombinanter humaner monoklonaler Antikörper (IgG1), der an den Fibroblasten-Wachstumsfaktor 23 (FGF23) bindet und dessen Aktivität hemmt. Durch die Hemmung von FGF23 steigert Burosumab die tubuläre Rückresorption von Phosphat aus der Niere und erhöht die Serumkonzentration von 1,25-Dihydroxy-Vitamin D.
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Tezepelumab von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 19. September 2022 Tezepelumab (Tezspire, AstraZeneca) als Add-on-Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit schwerem Asthma zugelassen, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide plus eines weiteren Arzneimittels zur Erhaltungstherapie unzureichend kontrolliert ist.
Tezepelumab ist ein monoklonaler Antikörper, der gegen thymisches stromales Lymphopoietin (TSLP) gerichtet ist und so dessen Interaktion mit dem heterodimeren TSLP-Rezeptor verhindert. Bei Asthma induzieren sowohl allergische als auch nicht-allergische Auslöser die TSLP-Produktion.
Die Blockade von TSLP durch Tezepelumab verringert ein breites Spektrum an Biomarkern und Zytokinen, die mit Atemwegsentzündungen in Zusammenhang stehen (z. B. Eosinophile im Blut oder in der Atemwegsschleimhaut, IgE, FeNO, IL-5 und IL-13); der Wirkungsmechanismus von Tezepelumab bei Asthma ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.
Die Wirksamkeit von Tezepelumab wurde in zwei randomisierten, doppelblinden, in parallelen Gruppen durchgeführten, placebokontrollierten Studien (PATHWAY und NAVIGATOR) über 52 Wochen bei insgesamt 1609 Patienten ab 12 Jahren mit schwerem Asthma evaluiert.
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Relatlimab/Nivolumab von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 15. September 2022 Relatlimab in Kombination mit Nivolumab (Opdualag, BMS) für die Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen (nicht resezierbaren oder metastasierten) Melanoms mit Tumorzell-PD-L1-Expression < 1 % bei Erwachsenen und Jugendlichen im Alter ab 12 Jahren zugelassen.
Relatlimab ist ein humaner monoklonaler IgG4-Antikörper, der an den LAG-3-Rezeptor bindet, seine Interaktion mit Liganden, einschließlich MHC II, blockiert und die über den LAG-3-Signalweg vermittelte Hemmung der Immunantwort reduziert. Die Antagonisierung dieses Signalwegs fördert die T-Zellproliferation und Zytokinausschüttung.
Die Kombination von Nivolumab (Anti-PD-1) und Relatlimab (Anti-LAG-3) führt zu einer erhöhten T-Zell-Aktivierung im Vergleich zur Aktivität eines der beiden Antikörper allein. In genidentischen Mausmodellen verstärkt die LAG-3-Blockade die Anti-Tumoraktivität einer PD-1-Blockade und hemmt damit das Tumorwachstum und fördert die Tumorregression.
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Relatlimab plus Nivolumab wurden beim Melanom in der Relativity-047-Studie untersucht. Der LAG3-Hemmer wird derzeit bei weiteren Tumoren geprüft.
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Faricimab von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 15. September 2022 Faricimab (Vabysmo, Roche) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit neovaskulärer (feuchter) altersabhängiger Makuladegeneration (nAMD) sowie mit einer Visusbeeinträchtigung infolge eines diabetischen Makulaödems (DMÖ) zugelassen.
Faricimab ist ein humanisierter Antikörper, der in einer Zellkultur aus Säugetierzellen (Ovarialzellen des chinesischen Hamsters) durch rekombinante DNA-Technologie hergestellt wird.
Der bispezifische Antikörper wirkt durch Hemmung von zwei unterschiedlichen Signalwegen, indem er sowohl Angiopoietin-2 (Ang-2) als auch den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor A (VEGF-A) neutralisiert.
Ang-2 verursacht eine vaskuläre Instabilität, indem es die Destabilisierung des Endothels, den Verlust von Perizyten und die pathologische Angiogenese fördert und so die vaskuläre Leckage und Entzündung verstärkt. Außerdem sensibilisiert es die Blutgefäße für die Aktivität von VEGF-A, was zu einer weiteren Destabilisierung der Gefäße führt. Ang-2 und VEGF-A erhöhen synergistisch die Gefäßpermeabilität und stimulieren die Neovaskularisation.
Durch die duale Hemmung von Ang-2 und VEGF-A reduziert Faricimab die Gefäßpermeabilität und Entzündung, hemmt die pathologische Angiogenese und stellt die Gefäßstabilität wieder her.
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