Die Food and Drug Administration (FDA) weist darauf hin, dass bei Einsatz des 5-HT3-Rezeptorantagonisten Ondansetron (Zofran) eine Verlängerung des QT-Intervalls im EKG auftreten kann.
Ondensetron wird zur Prophylaxe von Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen eingesetzt. Die FDA weist nun darauf hin, dass Ondansetron das QT-Intervall im EKG verlängern und damit das Risiko erhöhen kann, dass Herzrhythmusstörungen auftreten, wie Torsade de Pointes. Die Gebrauchsinformation muss mit einem entsprechenden Warnhinweis versehen werden.
Quelle:
Sicherheitsinformation der FDA vom 15. September 2011
Freitag, 16. September 2011
EU: Zulassung von Everolimus erweitert
Die EU-Kommission hat die Zulassung von Everolimus (Afinitor) erweitert, es kann nun auch zur Therapie erwachsener Patienten mit inoperablen oder metastasierten, gut oder mäßig differenzierten neuroendokrinen Tumoren (NET) pankreatischen Ursprungs mit progressiver Erkrankung eingesetzt werden.
Everolimus (Afinitor) ist ein oral applizierbarer Hemmer der Serin/Threonin-Kinase mTOR. Sie wirkt in der Tumorzelle als zentraler Regulator von Tumorzellwachstum, - teilung und -zellstoffwechsel sowie der Tumorangiogenese. NET sind Krebserkrankungen des neuroendokrinen Systems, die vor allem in Gastrointestinaltrakt, Pankreas und Lunge auftreten. Sie entstehen aus endokrinen Zelltypen, die jeweils verschiedene Hormone sezernieren können. Man unterscheidet zwischen funktionell aktiven NET mit exzessiver Hormonausschüttung und charakteristischen hormonellen Syndromen sowie nicht funktionell aktiven NET. Letztere enthalten zwar ebenfalls Hormone, sezernieren diese jedoch nicht, so dass keine hormonbedingte Symptomatik auftritt. Pankreatische NET entwickeln sich aus den neuroendokrinen Zellen des Pankreas. Etwa 30 bis 40% aller pankreatischen NET sind funktionell aktiv und weisen entsprechende klinische Symptome auf. Unter den endokrinologisch aktiven pankreatischen NET sind Insulinome und Gastrinome die häufigsten Entitäten. Basis der Zulassung von Everolimus waren die Ergebnisse der plazebokontrollierten Phase-III-Studie RADIANT-3 mit 410 Patienten, in welcher der Everolimus signifikant das PFS im Vergleich zu Plazebo – jeweils in Kombination mit Best Supportive Care – um das 2,4-fache verlängerte (11,0 vs. 4,6 Monate; p<0,0001).
Everolimus (Afinitor) ist ein oral applizierbarer Hemmer der Serin/Threonin-Kinase mTOR. Sie wirkt in der Tumorzelle als zentraler Regulator von Tumorzellwachstum, - teilung und -zellstoffwechsel sowie der Tumorangiogenese. NET sind Krebserkrankungen des neuroendokrinen Systems, die vor allem in Gastrointestinaltrakt, Pankreas und Lunge auftreten. Sie entstehen aus endokrinen Zelltypen, die jeweils verschiedene Hormone sezernieren können. Man unterscheidet zwischen funktionell aktiven NET mit exzessiver Hormonausschüttung und charakteristischen hormonellen Syndromen sowie nicht funktionell aktiven NET. Letztere enthalten zwar ebenfalls Hormone, sezernieren diese jedoch nicht, so dass keine hormonbedingte Symptomatik auftritt. Pankreatische NET entwickeln sich aus den neuroendokrinen Zellen des Pankreas. Etwa 30 bis 40% aller pankreatischen NET sind funktionell aktiv und weisen entsprechende klinische Symptome auf. Unter den endokrinologisch aktiven pankreatischen NET sind Insulinome und Gastrinome die häufigsten Entitäten. Basis der Zulassung von Everolimus waren die Ergebnisse der plazebokontrollierten Phase-III-Studie RADIANT-3 mit 410 Patienten, in welcher der Everolimus signifikant das PFS im Vergleich zu Plazebo – jeweils in Kombination mit Best Supportive Care – um das 2,4-fache verlängerte (11,0 vs. 4,6 Monate; p<0,0001).
Freitag, 9. September 2011
FDA: Warnhinweis auf Legionellen und Listerien bei TNF-alpha-Blockern
Die Food and Drug Administration (FDA) hat die Aufnahme eines Warnhinweises in den Gebrauchsinformationen der TNF-alpha-Blocker Infliximab, Etanercept, Adalimumab, Certolizumab pegol und Golimumab auf das erhöhte Risiko von Infektionen durch Listerien und Legionellen angeordnet.
In den Gebrauchsinformationen der TNF-alpha-Blocker Infliximab (Remicade), Etanercept (Enbrel), Adalimumab (Humira), Certolizumab pegol (Cimzia) und Golimumab (Simponi) müssen Informationen enthalten sein, die auf das Risiko schwerer Infektionen hinweisen und über die damit assoziierten Erreger informieren.
Hinweise auf Legionellen und Listerien müssen künftig enthalten sein, weil auch opportunistische Erreger bei Behandlung mit TNF-alpha-Blockern zu schweren Infektionen führen können.
Quelle:
Sicherheitsinformation der FDA vom 7. September 2011
In den Gebrauchsinformationen der TNF-alpha-Blocker Infliximab (Remicade), Etanercept (Enbrel), Adalimumab (Humira), Certolizumab pegol (Cimzia) und Golimumab (Simponi) müssen Informationen enthalten sein, die auf das Risiko schwerer Infektionen hinweisen und über die damit assoziierten Erreger informieren.
Hinweise auf Legionellen und Listerien müssen künftig enthalten sein, weil auch opportunistische Erreger bei Behandlung mit TNF-alpha-Blockern zu schweren Infektionen führen können.
Quelle:
Sicherheitsinformation der FDA vom 7. September 2011
Donnerstag, 8. September 2011
EU: Zulassungserweiterung für Everolimus für Patienten mit tuberöser Sklerose mit SEGA
Die Europäische Kommission hat Everolimus (Votubia®) (Everolimus) für Patienten mit der seltenen Systemerkrankung tuberöse Sklerose assoziiert mit subependymalem Riesenzellastrozytom (TSC SEGA) zugelassen.
Die Europäische Kommission hat die EU-weite Zulassung für Votubia® (Everolimus; Studiencode RAD001) zur Behandlung von Patienten ab drei Jahren mit TSC SEGA erteilt, die eine therapeutische Maßnahme benötigen, für die aber ein chirurgischer Eingriff nicht angemessen ist.
Diese Entscheidung basiert auf Daten einer prospektiven Phase-II-Studie: In der zulassungsrelevanten Studie verringerte sich das SEGA-Volumen nach sechsmonatiger Behandlung mit dem oral verfügbaren mTOR-Inhibitor Everolimus signifikant (p>0,001). Zudem konnte eine im Allgemeinen gute Verträglichkeit von Everolimus bei TSC SEGA gezeigt werden. Bis zur Zulassung dieser ersten und einzigen medikamentösen Therapie war die chirurgische Entfernung der SEGA die einzige Behandlungsoption. Jedoch profitieren von dieser Option nicht alle Patienten. Insbesondere können bei unvollständiger Resektion nach einiger Zeit Rezidive auftreten.
Die Europäische Kommission hat die EU-weite Zulassung für Votubia® (Everolimus; Studiencode RAD001) zur Behandlung von Patienten ab drei Jahren mit TSC SEGA erteilt, die eine therapeutische Maßnahme benötigen, für die aber ein chirurgischer Eingriff nicht angemessen ist.
Diese Entscheidung basiert auf Daten einer prospektiven Phase-II-Studie: In der zulassungsrelevanten Studie verringerte sich das SEGA-Volumen nach sechsmonatiger Behandlung mit dem oral verfügbaren mTOR-Inhibitor Everolimus signifikant (p>0,001). Zudem konnte eine im Allgemeinen gute Verträglichkeit von Everolimus bei TSC SEGA gezeigt werden. Bis zur Zulassung dieser ersten und einzigen medikamentösen Therapie war die chirurgische Entfernung der SEGA die einzige Behandlungsoption. Jedoch profitieren von dieser Option nicht alle Patienten. Insbesondere können bei unvollständiger Resektion nach einiger Zeit Rezidive auftreten.
Mittwoch, 7. September 2011
EU: Abirateron zur Behandlung von Patienten mit Prostatakarzinom zugelassen
Die Europäische Kommission hat Abirateronacetat (Zytiga, Janssen-Cilag) nach einem beschleunigten Verfahren zugelassen.
Abirateronacetat (Zytiga) ist ein einmal täglich oral zu verabreichender Inhibitor der Androgenbiosynthese. Abirateronacetat ist in Kombination mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung von metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) bei Männen mit fortgeschrittener Erkrankung oder nach einer Chemotherapie auf Docetaxel-Basis zugelassen.
Abirateronacetat hemmt den CYP17-Enzymkomplex, der für die Produktion von Androgenen erforderlich ist. Androgene können bei Prostatakrebs das Tumorwachstum anregen. Sie werden primär in den Hoden und den Nebennieren, bei Prostatakarzinompatienten jedoch auch im Tumorgewebe gebildet. Abirateronacetat verhindert die Androgenproduktion an allen drei Quellen.
Die Zulassung basiert unter anderem auf den Ergebnissen der COU-AA-301-Studie. Die randomisierte, placebokontrollierte multizentrische Studie der Phase 3 zeigte, dass nach einer Behandlung mit Abiteronacetat in Kombination mit Prednison oder Prednisolon bei einer präspezifizierten Interimsanalyse im Rahmen einer Verlaufsuntersuchung nach 12,8 Monaten das Sterberisiko um 35,4 % gesunken war [Hazard Ratio (HR) = 0,65; 95 % CI: 0,54, 0,77; p < 0,001]) und sich das mediane Gesamtüberleben gegenüber dem von Patienten, die ein Placebo plus Prednison oder Prednisolon erhalten hatten, um 3,9 Monate (14,8 gegenüber 10,9 Monaten) verlängert hatte. Bei einer aktualisierten Analyse (mit einer Verlaufsuntersuchung von 20,2 Monaten) stimmten die Ergebnisse mit denen aus der Interimsanalyse überein, wobei sich das mediane Gesamtüberleben im Vergleich beider Gruppen bei der Gruppe mit Abirateronacetat um 4,6 Monate verlängert hatte (15,8 gegenüber 11,2 Monaten [HR = 0,74]). Die Wirkung von Abiteronacetat und Prednison auf das Gesamtüberleben war bei allen Teilgruppen gleich.
Bei Patienten mit krankheitsbedingten starken Schmerzen (durchschnittliche Schmerzintensität von mindestens 4 auf der von 0 bis 10 reichenden Brief Pain Inventory-Short Form- [BPI-SF-]Skala und mindestens einem höher liegenden Wert lag der Anteil der Patienten, die eine Schmerzlinderung spürten (mindestens 30 % unterhalb des Durchschnittswerts auf der BPI-SF-Skala über 24 Stunden ohne zusätzliche Gabe von Schmerzmitteln, erfasst an zwei im Abstand von vier Wochen durchgeführten Untersuchungen) bei der Abirateronacetat-Gruppe höher als bei der Placebogruppe (44 % gegenüber 27 %, p = 0,002).
Skelettale Ereignisse waren bei Patienten, die Abirateroacetat erhielten, seltener als bei denjenigen, die Placebo erhielten (18 % gegenüber 28 % nach 6 Monaten, 30 % gegenüber 40 % nach 12 Monaten und 35d% gegenüber 40 % nach 18 Monaten).
Die häufigsten Nebenwirkungen von Abirateronacetat sind periphere Ödeme, Hypokalämie, Bluthochdruck und Infektionen der Harnwege.
Abirateronacetat (Zytiga) ist ein einmal täglich oral zu verabreichender Inhibitor der Androgenbiosynthese. Abirateronacetat ist in Kombination mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung von metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) bei Männen mit fortgeschrittener Erkrankung oder nach einer Chemotherapie auf Docetaxel-Basis zugelassen.
Abirateronacetat hemmt den CYP17-Enzymkomplex, der für die Produktion von Androgenen erforderlich ist. Androgene können bei Prostatakrebs das Tumorwachstum anregen. Sie werden primär in den Hoden und den Nebennieren, bei Prostatakarzinompatienten jedoch auch im Tumorgewebe gebildet. Abirateronacetat verhindert die Androgenproduktion an allen drei Quellen.
Die Zulassung basiert unter anderem auf den Ergebnissen der COU-AA-301-Studie. Die randomisierte, placebokontrollierte multizentrische Studie der Phase 3 zeigte, dass nach einer Behandlung mit Abiteronacetat in Kombination mit Prednison oder Prednisolon bei einer präspezifizierten Interimsanalyse im Rahmen einer Verlaufsuntersuchung nach 12,8 Monaten das Sterberisiko um 35,4 % gesunken war [Hazard Ratio (HR) = 0,65; 95 % CI: 0,54, 0,77; p < 0,001]) und sich das mediane Gesamtüberleben gegenüber dem von Patienten, die ein Placebo plus Prednison oder Prednisolon erhalten hatten, um 3,9 Monate (14,8 gegenüber 10,9 Monaten) verlängert hatte. Bei einer aktualisierten Analyse (mit einer Verlaufsuntersuchung von 20,2 Monaten) stimmten die Ergebnisse mit denen aus der Interimsanalyse überein, wobei sich das mediane Gesamtüberleben im Vergleich beider Gruppen bei der Gruppe mit Abirateronacetat um 4,6 Monate verlängert hatte (15,8 gegenüber 11,2 Monaten [HR = 0,74]). Die Wirkung von Abiteronacetat und Prednison auf das Gesamtüberleben war bei allen Teilgruppen gleich.
Bei Patienten mit krankheitsbedingten starken Schmerzen (durchschnittliche Schmerzintensität von mindestens 4 auf der von 0 bis 10 reichenden Brief Pain Inventory-Short Form- [BPI-SF-]Skala und mindestens einem höher liegenden Wert lag der Anteil der Patienten, die eine Schmerzlinderung spürten (mindestens 30 % unterhalb des Durchschnittswerts auf der BPI-SF-Skala über 24 Stunden ohne zusätzliche Gabe von Schmerzmitteln, erfasst an zwei im Abstand von vier Wochen durchgeführten Untersuchungen) bei der Abirateronacetat-Gruppe höher als bei der Placebogruppe (44 % gegenüber 27 %, p = 0,002).
Skelettale Ereignisse waren bei Patienten, die Abirateroacetat erhielten, seltener als bei denjenigen, die Placebo erhielten (18 % gegenüber 28 % nach 6 Monaten, 30 % gegenüber 40 % nach 12 Monaten und 35d% gegenüber 40 % nach 18 Monaten).
Die häufigsten Nebenwirkungen von Abirateronacetat sind periphere Ödeme, Hypokalämie, Bluthochdruck und Infektionen der Harnwege.
Freitag, 2. September 2011
FDA: Zoledronsäure (Reclast) - erhöhtes Risiko von Nierenversagen
Die Food and Drug Administration (FDA) weist auf ein erhöhtes Risiko von Nierenversagen bei der Anwendung von Zoledronsäure (Reclast) hin.
Wegen des erhöhten Risikos eines Nierenversagen muss die Produktinformation von Reclast geändert werden. In der Produktinformation von Zometa wird bereits auf diese unerwünschte Wirkung hingewiesen.
Das Risiko ist bei Patienten mit Nierenfunktionseinschränkungen, bei gleichzeitiger Behandlung mit nephrotoxischen Arzneimitteln oder Diuretika besonders hoch. Zudem steigt es mit dem Alter.
Quelle:
Sicherheitsinformation der FDA vom 1. September 2011
Wegen des erhöhten Risikos eines Nierenversagen muss die Produktinformation von Reclast geändert werden. In der Produktinformation von Zometa wird bereits auf diese unerwünschte Wirkung hingewiesen.
Das Risiko ist bei Patienten mit Nierenfunktionseinschränkungen, bei gleichzeitiger Behandlung mit nephrotoxischen Arzneimitteln oder Diuretika besonders hoch. Zudem steigt es mit dem Alter.
Quelle:
Sicherheitsinformation der FDA vom 1. September 2011
FDA: Asenapin - schwere allergische Reaktionen möglich
Die Food and Drug Administration (FDA) weist auf ein erhöhtes Risiko schwerer allergischer Reaktionen bei Anwendung von Asenapinmaleat (Saphris) hin. Die Produktinformation muss entsprechend angepasst werden.
Dem FDA Adverse Event Reporting System (AERS) sind 52 Fällen von allergischen Reaktionen vom Typ 1 einschließlich anaphylaktischer Reaktionen gemeldet worden.
Quelle:
Sicherheitsinformation der FDA vom 1. September 2011
Dem FDA Adverse Event Reporting System (AERS) sind 52 Fällen von allergischen Reaktionen vom Typ 1 einschließlich anaphylaktischer Reaktionen gemeldet worden.
Quelle:
Sicherheitsinformation der FDA vom 1. September 2011
EU: Zulassung von Fampridin für MS-Patienten
Die EU-Kommission hat Fampridin für die Verbesserung der Gehfähigkeiten von Erwachsenen mit multipler Sklerose mit Gehbehinderung (EDSS 4-7) zugelassen.
Fampridin (Fampyra, Biogen) (in den USA Dalfampridin, 4-Aminopyridin) ist eine seit langem bekannte Substanz, die vielfach als Ausgangssubstanz für die Arzneimittelherstellung eingesetzt wird und in den USA auch als Vogelgift verwendet wurde.
Fampridin ist oral anwendbar. Es ist ein Kaliumkanalblocker. Durch Blockierung der Kaliumkanäle verringert Fampridin das Austreten von Ionenstrom durch diese Kanäle, verlängert so die Repolarisation und verstärkt die Aktionspotentialbildung in demyelinisierten Axonen sowie die neurologische Funktion. Vermutlich werden durch die Verstärkung der Aktionspotentialbildung mehr Impulse im zentralen Nervensystem weitergeleitet.
Häufigste Nebenwirkungen sind Harnwegsinfektionen, Schlafstörungen, Angst, Benommenheit, Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Parästhesien, Tremor, Dyspnö, Schmerzen im Kehlkopfbereich, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Dyspepsie, Rückenschmerzen und Asthenie.
Quelle:
Informationen der EMA
Fampridin (Fampyra, Biogen) (in den USA Dalfampridin, 4-Aminopyridin) ist eine seit langem bekannte Substanz, die vielfach als Ausgangssubstanz für die Arzneimittelherstellung eingesetzt wird und in den USA auch als Vogelgift verwendet wurde.
Fampridin ist oral anwendbar. Es ist ein Kaliumkanalblocker. Durch Blockierung der Kaliumkanäle verringert Fampridin das Austreten von Ionenstrom durch diese Kanäle, verlängert so die Repolarisation und verstärkt die Aktionspotentialbildung in demyelinisierten Axonen sowie die neurologische Funktion. Vermutlich werden durch die Verstärkung der Aktionspotentialbildung mehr Impulse im zentralen Nervensystem weitergeleitet.
Häufigste Nebenwirkungen sind Harnwegsinfektionen, Schlafstörungen, Angst, Benommenheit, Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Parästhesien, Tremor, Dyspnö, Schmerzen im Kehlkopfbereich, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Dyspepsie, Rückenschmerzen und Asthenie.
Quelle:
Informationen der EMA
Donnerstag, 1. September 2011
EU: Zulassung von Erlotinib bei Lungenkrebs erweitert
Die EU-Kommission hat die Zulassung von Erlotinib (Tarceva, Roche) auf die Erstlinienbehandlung von Patienten mit EGFR-positivem NSCLC erweitert.
Diese europäische Zulassung beruht weitgehend auf Daten der EURTAC-Studie (European Randomised Trial of Tarceva vs. Chemotherapy). Diese Phase III Studie belegt, dass Erlotinib bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), der positiv für EGFR-aktivierende Mutationen ist, einer Chemotherapie überlegen ist. Sie hat gezeigt, dass Erlotinib als Erstlinientherapie bei Patienten in westlichen Ländern das mediane progressionsfreie Überleben nahezu verdoppelte (9,7 vs. 5,2 Monate; HR = 0,37; p<0,0001) und die
Ansprechrate mehr als verdreifachte (58 % vs. 15 %) im Vergleich zur Chemotherapie.
Diese europäische Zulassung beruht weitgehend auf Daten der EURTAC-Studie (European Randomised Trial of Tarceva vs. Chemotherapy). Diese Phase III Studie belegt, dass Erlotinib bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), der positiv für EGFR-aktivierende Mutationen ist, einer Chemotherapie überlegen ist. Sie hat gezeigt, dass Erlotinib als Erstlinientherapie bei Patienten in westlichen Ländern das mediane progressionsfreie Überleben nahezu verdoppelte (9,7 vs. 5,2 Monate; HR = 0,37; p<0,0001) und die
Ansprechrate mehr als verdreifachte (58 % vs. 15 %) im Vergleich zur Chemotherapie.
Mittwoch, 31. August 2011
FDA: Zulassung für Icatibant erteilt
Die Food and Drug Administration (FDA) hat Icatibant (Firazyr) zur Behandlung des hereditären Angioödems zugelassen.
Icatibant (Firazyr) ist in der EU seit Juli 2008 für diese Indikation zugelassen. Es ein selektiver kompetitiver Antagonist des Bradykininrezeptors Typ 2 (B2). Es handelt sich um ein synthetisches Dekapeptid mit einer ähnlichen Struktur wie Bradykinin, aber mit fünf nicht proteinogenen Aminosäuren. Bei HAE sind erhöhte Bradykininkonzentrationen die wichtigsten Einflussfaktoren bei der Entwicklung klinischer Symptome.
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 25. August 2011
Icatibant (Firazyr) ist in der EU seit Juli 2008 für diese Indikation zugelassen. Es ein selektiver kompetitiver Antagonist des Bradykininrezeptors Typ 2 (B2). Es handelt sich um ein synthetisches Dekapeptid mit einer ähnlichen Struktur wie Bradykinin, aber mit fünf nicht proteinogenen Aminosäuren. Bei HAE sind erhöhte Bradykininkonzentrationen die wichtigsten Einflussfaktoren bei der Entwicklung klinischer Symptome.
Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 25. August 2011
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