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Dienstag, 14. August 2012

Ondansetron: neue Dosierungsempfehlungen wegen kardialer Nebenwirkungen

In einem Inforrmationsbrief weist der Hersteller auf neue Dosierungsempfehlungen zu Ondansetron hin.

Ondansetron (Zofran, GSK)) verlängert dosisabhängig das QTc-Intervall. Dies kann zu Torsade de Pointes führen, einer potenziell lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung (siehe auch med|pharm|text-Blog) . Die Empfehlungen zur intravenösen Dosierung von Ondansetron-haltigen Arzneimitteln wurden deshalb geändert.
Die maximale Einzeldosis von intravenös verabreichtem Ondansetron zur Prävention von Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen (CINV) beträgt bei Erwachsenen 16 mg (infundiert über mindestens 15 Minuten). Die weiteren bisher geltenden Dosierungsempfehlungen bleiben unverändert. Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom sollten nicht mit Ondansetron behandelt werden. Bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine Verlängerung des QT-Intervalls oder für Herzrhythmusstörungen sollte Ondansetron mit Vorsicht angewendet werden (z. B. bei Elektrolytstörungen, kongestiver Herzinsuffizienz, Bradyarrhythmie oder Einnahme weiterer Medikamente, die das QT-Intervall verlängern können).

Quelle:
AkDÄ Drug Safety Mail vom 14. August 2012


Dienstag, 3. Juli 2012

Ondansetron: QT-Zeitverlängerung mit hoher Dosis

Die Food and Drug Administration (FDA) weist darauf hin, dass nach vorläufigen Ergebnisse einer klinischen Studie durch eine 32-mg-Dosis Ondansetron i.v. das QT-Intervall verlängert werden kann.


Eine intravenöse Gabe von 32 mg Ondansetron kann sich den den vorläufigen Ergebnissen der klinischen Studie auf die elektrische Reizleitung im Herzen auswirken, durch Verlängerung des QT-Intervalls können schwere Herzrhythmusstörungen bis hin zu Torsade-de-pointes-Arrhythmien entstehen.
Die Firma GlaxoSmithKline (GSK) hat  angekündigt, die Produktinformation von Zofran® entsprechend anzupassen. Die niedrigere Dosierung von 0,15 mg / kg alle vier Stunden kann weiterhin verabreicht werden. Eine intravenöse Einzeldosis sollte 16 mg nicht übersteigen. Daten der neuen klinischen Studie werden in der Produktinformation ergänzt.
Die Dosierungsempfehlungen für oral verabreichtes Ondansetron bleiben unverändert.

Quelle
FDA Drug Safety Communication vom 29. Juni 2012

Freitag, 16. September 2011

FDA: Herzrhythmusstörungen durch Ondansetron

Die Food and Drug Administration (FDA) weist darauf hin, dass bei Einsatz des 5-HT3-Rezeptorantagonisten Ondansetron (Zofran) eine Verlängerung des QT-Intervalls im EKG auftreten kann.

Ondensetron wird zur Prophylaxe von Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen eingesetzt. Die FDA weist nun darauf hin, dass Ondansetron das QT-Intervall im EKG verlängern und damit das Risiko erhöhen kann, dass Herzrhythmusstörungen auftreten, wie Torsade de Pointes. Die Gebrauchsinformation muss mit einem entsprechenden Warnhinweis versehen werden.

Quelle:
Sicherheitsinformation der FDA vom 15. September 2011