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Montag, 12. Juni 2017

Selexipag: Rote-Hand-Brief wegen neuen Kontraindikationen

Die gleichzeitige Anwendung von Selexipag (Uptravi, Actelion) mit starken SYP2C8-Hemmern ist jetzt kontraindiziert. Pharmakokinetische Untersuchungen bei gesunden männlichen Probanden zeigten bei gleichzeitiger Gabe von Selexipag und Gemfibrozil, einem starken CYP2C8-Inhibitor, eine annähernde Verdoppelung der Selexipag-Exposition und einen Anstieg der Exposition mit dem aktiven Metaboliten etwa auf das 11-Fache.
In einem Rote-Hand-Brief weist der Hersteller auf folgende Informationen hin:

  • Die gleichzeitige Anwendung von Selexipag mit starken Inhibitoren von CYP2C8 (z. B. Gemfibrozil) ist nun kontraindiziert. Sie führt bei gleichzeitiger Anwendung von Selexipag und Gemfibrozil zu einer 11-fach höheren Exposition mit dem aktiven Metaboliten, wodurch das Risiko für Nebenwirkungen steigt, die zu einem Therapieabbruch führen können.
  • Bei der gleichzeitigen Anwendung oder dem Absetzen von moderaten CYP2C8-Inhibitoren (z. B. Clopidogrel, Deferasirox, Teriflunomid) sollte eine Dosisanpassung von Selexipag erwogen werden.

Die Produktinformation wird aktualisiert.

Quelle:
AkDÄ Drug Safety Mail vom 12. Juni 2017

Samstag, 15. April 2017

Selexipag: EMA schließt Sicherheitsüberprüfung ab

Die Sicherheitsüberprüfung von Selexipag (Uptravi, Actelion) ist abgeschlossen, die EMA bestätigt, dass Selexipag wie bisher zugelassen weiter verwendet werden kann. Änderungen der Packungsbeilage sind nicht erforderlich.
Die Sicherheitsüberprüfung war vom Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) durchgeführt worden, weil fünf Todesfälle aufgetreten waren. Es konnte jedoch keine erhöhte Sterberate durch die Verwendung des Prostacyclin-Rezeptoragonisten festgestellt werden.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 7. April 2017

Sonntag, 29. Mai 2016

Selexipag von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 19. Mai 2016 Selexipag (Uptravi, Actelion) zur oralen Langzeit-Behandlung der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) bei erwachsenen Patienten der WHO-Funktionsklasse (WHO-FC) II bis III zugelassen, und zwar entweder als Kombinationstherapie bei Patienten, deren Erkrankung mit einem Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (ERA) und/oder einem Phosphodiesterase-5(PDE-5)-Inhibitor unzureichend kontrolliert ist oder als Monotherapie bei Patienten, die für diese Therapien nicht infrage kommen.


Selexipag ist ein oral applizierbarer Prostacyclin-Rezeptoragonist, der über eine Aktivierung des IP-Rezeptors zur Vasodilatation führt und die Plättchenaggregation hemmt. In klinisch relevanten Konzentrationen ist der Effekt auf die Plättchenaggregation jedoch nicht nachzuweisen.
Aufgrund der Erweiterung der Pulmonalarterien sowie einer antiproliferativen und antifibrotischen Wirkungen wird der Pulmonalarteriendruck gesenkt.
Häufigste unerwünschte Wirkungen sind Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Kieferschmerzen, Muskelschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, Arthralgie und Flush. Diese Reaktionen sind in der Phase der Auftitration häufiger.

Quelle:

Mittwoch, 3. Februar 2016

Selexipag von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Januar 2016 empfohlen, Selexipag (Uptravi, Actelion) für die Langzeitbehandlung von erwachsenen Patienten mit PAH der WHO-Klasse II-III in Kombination mit einem Endothelin-Rezeptorantagonist (ERA) und/oder einem PDE-5-Hemmer, wenn ERA und PDE-5-Hemmer nicht ausreichend wirken oder in Monotherapie für die Patienten zuzulassen, bei denen ein ERA oder ein PDE-5-Hemmer nicht eingesetzt werden kann.

Selexipag ist ein oral applizierbarer Prostacyclin-Rezeptoragonist, der über eine Aktivierung des IP-Rezeptors zur Vasodilatation führt und die Plättchenaggregation hemmt. In klinisch relevanten Konzentrationen ist der Effekt auf die Plättchenaggregation jedoch nicht nachzuweisen.
Aufgrund der Erweiterung der Pulmonalarterien sowie einer antiproliferativen und antifibrotischen Wirkungen wird der Pulmonalarteriendruck gesenkt.
Häufigste unerwünschte Wirkungen sind Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Kieferschmerzen, Muskelschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, Arthralgie und Flush. Diese Reaktionen sind in der Phase der Auftitration häufiger.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 28. Januar 2016