Dienstag, 26. Juni 2012

Trimetazidin: EMA empfiehlt eingeschränkte Anwendung

Nach Abschluss des Bewertungsverfahrens für Trimetazidin empfiehlt der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) die Anwendung einzuschränken.
Trimetazidin (z. B. Vastaral, Idaptan, Imovexil) wird  zur Prophylaxe der Angina pectoris, addivitiv bei Schwindel und Tinnitus sowie bei akuten Sehstörungen eingesetzt. Die Überprüfung durch die EMA wurde von den französischen Zulassungsbehörden initiiert, weil die Wirksamkeit unzureichend belegt sei und schwere Nebenwirkungen wie das Auftreten und die Verschlechterung von Parkinson-Syndrom beobachtet wurden.
Die EMA sieht keinen Bedarf für eine dringende Änderung der Therapie bei den mit Trimetazidin behandelten Patienten. Sie empfiehlt jedoch, Trimetazidin nur noch zur symptomatischen Therapie der Angina pectoris als Zusatztherapie bei den Patienten einzusetzen, deren Symptome durch andere Medikamente nicht ausreichend kontrolliert werden können. Die Substanz sollte nicht bei Patienten mit Parkinson-Krankheit und bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion verordnet werden. Bei mäßig reduzierter Nierenfunktion und bei älteren Patienten sollte die Dosis reduziert werden.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. Juni 2012

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