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Dienstag, 1. September 2015

Sonidegib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 18. August 2015 Sonidegib (Odomzo, Novartis) für die Behandlung von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem Basalzellkarzinom zugelassen, bei denen eine kurative Operation oder eine Strahlentherapie nicht in Frage kommen.

Sonidegib wird als 200 mg Hartkapsel angeboten. Sonidegib ist wie Vismodegib ein oral bioverfügbarer Inhibitor des Hedgehog(Hh)-Signalweges. Es bindet an Smoothened (Smo), ein G-Protein-gekoppeltes Rezeptor-artiges Molekül, das den Hh-Übertragungsweg positiv reguliert und letztlich Gliom-assoziierte onkogene (GLI-)Transkriptionsfaktoren aktiviert und freisetzt, welche die Transkription von Hh-Targetgenen induzieren, die an der Proliferation, Differenzierung und dem Überleben beteiligt sind. Ein aberranter Hh-Übertragungsweg wurde mit der Pathogenese verschiedener Tumorarten, einschließlich Basalzellkarzinom (BCC), in Zusammenhang gebracht. Sonidegib gebunden an Smo hemmt den Hh-Übertragungsweg und daher die Signalübertragung.
Sonidegib vermindert lokale Läsionen des lokal fortgeschrittenen Basalzellkarzinoms mit einer Ansprechrate von 54 % und einem progressionsfreien Überleben von etwa 22 Monaten. Häufigsten Nebenwirkungen sind Muskelkrämpfe und -schmerzen, Haarausfall, Geschmacksstörungen, Übelkeit, Durchfall, Gewichtszunahme, Fatigue und Anstieg der Serum-Kreatinphosphokinase.

Quelle:

Dienstag, 28. Juli 2015

Sonidegib von der FDA zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Sonidegib (Odomzo, Novartis) für die Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem Basalzellkarzinom zugelassen, das nach Operation oder Strahlentherapie wieder auftrat oder bei denen eine Operation oder Strahlentherapie nicht möglich ist.

Sonidegib ist wie Vismodegib (Erivedge) ein Hedgehog-Pathway-Inhibitor, der als Kapsel zur oralen Einnahme zur Verfügung steht.


Die Zulassung basierte auf dem Nachweis einer anhaltenden objektiven Ansprechrate bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem BCC in einer klinischen Studie mit 230 Patienten.
Häufigste Nebenwirkungen sind Muskelkrämpfe und -schmerzen, Haarausfall, Geschmacksstörungen, Übelkeit, Durchfall, Gewichtszunahme, Fatigue und Anstieg der Serum-Kreatinphosphokinase.

Quelle:
FDA-Mitteilung vom 24. Juli 2015

Montag, 29. Juni 2015

Sonidegib von der EMA zur Zulassung empfohlen


Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Juni 2015 empfohlen, Sonidegib (Odomzo, Novartis) für die Behandlung von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem Basalzellkarzinom zuzulassen, bei denen keine kurative Operation oder Bestrahlung möglich ist.



Sonidegib ist wie Vismodegib (Erivedge) ein Hedgehog-Pathway-Inhibitor, der als Kapsel zur oralen Einnahme zur Verfügung stehen soll.
Sonidegib vermindert lokale Läsionen des lokal fortgeschrittenen Basalzellkarzinoms mit einer Ansprechrate von 54 % und einem progressionsfreien Überleben von etwa 22 Monaten. Häufigsten Nebenwirkungen sind Muskelkrämpfe und -schmerzen, Haarausfall, Geschmacksstörungen, Übelkeit, Durchfall, Gewichtszunahme, Fatigue und Anstieg der Serum-Kreatinphosphokinase.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 25. Juni 2015

Montag, 15. Juli 2013

Vismodegib von der EU-Kommission bedingt zugelassen

Die EU-Kommission hat Vismodegib (Erivedge, Roche) für die Behandlung von Patienten mit symptomatischen metastasiertem oder lokal fortgeschrittenem, nicht operablem oder bestrahlbarem Basalzellkarzinom bedingt zugelassen.

Vismodegib (Erivedge, Roche) ist ein oral applizierbares so genannten kleines Molekül, das die überaktive Signalgebung im Hedgehog-Signalweg selektiv hemmt. Dieser gilt als ein zentraler molekularer Mechanismus bei der Entwicklung des Basalzellkarzinoms. Von der FDA war Vismodegib bereits im Januar 2012 zugelassen worden (siehe med|pharm|text-Blog).


Bedingte Zulassungen können erteilt werden, wenn Medikamente eine positive Nutzen-Risiko-Bewertung erhalten, die einen ungedeckten medizinischen Bedarf befriedigen und deren Verfügbarkeit einen erheblichen Nutzen für die öffentliche Gesundheit bringt. Gemäss den Bestimmungen einer bedingten Zulassung wird der Hersteller zusätzliche Daten zu Vismodegib bei fortgeschrittenem Basalzellkarzinom aus einer derzeit laufenden weltweiten Sicherheitsstudie einreichen.

Freitag, 26. April 2013

Vismodegib von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2013 empfohlen, Vismodegib (Erivedge, Roche) für die Behandlung von Patienten mit symptomatischen metastasiertem oder lokal fortgeschrittenem, nicht operablem oder bestrahlbarem Basalzellkarzinom zuzulassen.

Vismodegib (Erivedge, Roche) ist ein oral applizierbares so genannten kleines Molekül, das die überaktive Signalgebung im Hedgehog-Signalweg selektiv hemmt. Dieser gilt als ein zentraler molekularer Mechanismus bei der Entwicklung des Basalzellkarzinoms.
Von der FDA war Vismodegib bereits im Januar 2012 zugelassen worden (siehe med|pharm|text-Blog).

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2013

Dienstag, 31. Januar 2012

Vismodegib von der FDA für das fortgeschrittene Basalzellkarzinom zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Vismodegib (Erivedge, Roche) für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Basalzellkarzinom zugelassen.

Vismodegib (Erivedge, Roche) ist ein oral applizierbarer Hedgehog-Pathway-Inhibitor. Durch den Hedgehog-Signalweg können Zellen auf äußere Signale reagieren. Er ist nach seinem Liganden Hedgehog bezeichnet, einem Signalprotein.

Die FDA hat Vismodegib-Kapseln zur Behandlung von Erwachsenen mit Basalzellkarzinom (BCC) zugelassen, und zwar für Patienten, bei denen die metastasiert hat, nach einer Operation erneut aufgetreten ist oder für Fälle, in denen eine Operation oder Strahlentherapie nicht möglich ist. Vismodegib wird einmal täglich als Kapsel eingenommen.


Die FDA-Zulassung von Erivedge basiert auf den Resultaten der Studie ERIVANCE BCC (SHH4476g), eine internationale, einarmige, multizentrische, offene Phase-II-Studie mit zwei Kohorten, in die 104 Patienten mit fortgeschrittenem Basalzellkarzinom aufgenommen wurden. Mit Vismodegib wurde bei 43 % der Patienten (27/63) mit lokal fortgeschrittenem Basalzellkarzinom und 30 % der Patienten (10/33) mit metastasierendem Basalzellkarzinom ein objektives Ansprechen erreicht. Die mediane Ansprechdauer betrug 7,6 Monate.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Muskelkrämpfe, Haarausfall, veränderte Geschmacksempfindung oder Verlust des Geschmacksinns, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Übelkeit, Durchfall, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Erbrechen und Gelenkschmerzen. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Ausbleiben der Monatsblutungen bei Frauen, niedrige Natriumspiegel im Blut, niedrige Kaliumspiegel und ein unnormal hoher Blutspiegel von Harnstoff oder anderen stickstoffhaltigen Stoffen im Blut.

Quellen
Pressemitteilung der FDA vom 30. Januar 2012
Informationen der FDA