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Donnerstag, 29. Januar 2026

Imlunestrant von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 9. Januar 2026 Imlunestrant (Inluriyo, Lilly) zur oralen Behandlung erwachsener Patienten mit Estrogenrezeptor (ER)-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit einer aktivierenden ESR1-Mutation zugelassen, deren Erkrankung nach einer vorherigen endokrinen Therapie progredient ist. Bei prä- oder perimenopausalen Frauen sowie Männern ist Imlumestrant mit einem LHRH-Agonisten zu kombinieren.


Imlunestrant ist ein Antagonist des Wildtyp- und mutierten Östrogenrezeptors α (ERα), der dessen Abbau bewirkt. Dies führt zur Hemmung der östrogenrezeptorabhängigen Gentranskription und der zellulären Proliferation in ER-positiven Brustkrebszellen. 

Wirksamkeit und Sicherheit von Imlunestrant wurden in der globalen randomisierten, offenen Phase-3-Studie EMBER-3 bei erwachsenen Patienten mit ER-positivem, HER2–negativem, lokal  fortgeschrittenem (nicht für eine kurative chirurgische Behandlung geeignet) oder metastasiertem Brustkrebs (mBC) untersucht , die zuvor mit einem Aromatasehemmer (AI) allein oder in Kombination mit einem CDK4/6-Inhibitor behandelt wurden. 

Quelle

Info der EMA

Mittwoch, 9. April 2025

Datopotamab Deruxtecan von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 4. April 2025 Datopotamab Deruxtecan (Datroway, Daiichi Sankyo) zur parenteralen Monotherapie von erwachsenen Patienten mit inoperablem oder metastasiertem Hormonrezeptor(HR)-positivem, HER2-negativem Brustkrebs zugelassen, die bereits eine endokrine Therapie und mindestens eine Chemotherapielinie im fortgeschrittenen Stadium erhalten haben.

Datopotamab Deruxtecan ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (AWK), das einen humanisierten monoklonalen Anti-TROP2-IgG1-Antikörper enthält, welcher in Säugetierzellen (Ovarialzellen des chinesischen Hamsters) gebildet wird und über einen Tetrapeptid-basierten, abspaltbaren Linker kovalent an Deruxtecan (DXd), ein Exatecan-Derivat und Topoisomerase-I-Inhibitor, gebunden ist. An jedes Antikörpermolekül sind ungefähr 4 Deruxtecan-Moleküle gebunden.

Der Antikörper bindet an TROP2, das auf der Oberfläche bestimmter Tumorzellen exprimiert wird. Nach  der Bindung wird Datopotamab Deruxtecan in die Tumorzellen internalisiert. Die anschließende  Freisetzung von DXd führt zu DNASchäden und apoptotischem Zelltod durch Hemmung der Topoisomerase I. 

Die Wirksamkeit wurde in TROPION-Breast01 untersucht, einer multizentrischen, offenen,  randomisierten Studie mit 732 Patienten mit inoperablem oder metastasiertem HR-positivem, HER2-negativem (IHC 0, IHC1+ oder IHC2+/ISH-) Brustkrebs.


Quelle

Info der EMA

Dienstag, 25. Juni 2024

Capivasertib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 17. Juni 2024 Capivasertib (Truqap, AstraZeneca) in Kombination mit Fulvestrant zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Östrogenrezeptor(ER)-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom mit einer oder mehreren PIK3CA/AKT1/PTEN-Alterationen nach Rezidiv oder Progression der Erkrankung während oder nach einer endokrinen Therapie zugelassen.
Bei prä- oder perimenopausalen Frauen sollte Capivasertib plus Fulvestrant mit einem LHRH-Agonisten kombiniert werden. Bei Männern sollte die Anwendung eines LHRH-Agonisten gemäß aktueller  klinischer Standardpraxis in Betracht gezogen werden.

Capivasertib ist ein potenter, selektiver Inhibitor der Kinaseaktivität aller 3 Isoformen der Serin/Threonin-Kinase AKT (AKT1, AKT2 und AKT3). AKT ist ein zentraler Knotenpunkt in der Phosphatidylinositol-3-Kinase(PI3K)-Signalkaskade, die zahlreiche zelluläre Prozesse wie Zellüberleben, Proliferation, Zellzyklus, Metabolismus, Gentranskription und Zellmigration reguliert.

Die AKT-Aktivierung in Tumoren ist das Ergebnis einer vorgeschalteten Aktivierung durch andere Signalwege, Mutationen von AKT1, Verlust der Funktion des Phosphatase- und Tensin-Homologs (PTEN) und Mutationen in der katalytischen Untereinheit von PI3K (PIK3CA).

Capivasertib reduziert das Wachstum von Zelllinien, die von soliden Tumoren und hämatologischen Erkrankungen stammen. Diese umfassen auch Brustkrebszelllinien mit und ohne PIK3CA- oder AKT1-Mutationen oder PTEN-Alterationen.

Die Therapie mit Capivasertib und Fulvestrant zeigte bei zahlreichen humanen ER+-Mammakarzinom-PDX-Modellen mit verschiedenen Brustkrebs-Untergruppen ein Antitumor-Ansprechen. Dazu gehörten Modelle mit und ohne detektierbare Mutationen oder Alterationen in PIK3CA, PTEN oder AKT1.

Wirksamkeit und Verträglichkeit der Kombination wurden in der CAPItello-291-Studie untersucht, einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie mit 708 prä- oder postmenopausalen erwachsenen Patientinnen sowie erwachsenen männlichen Patienten mit lokal fortgeschrittenem inoperablem) oder metastasiertem ER-positivem und HER2-negativem (definiert als IHC 0 oder 1+ oder IHC 2+/ISH-) Mammakarzinom, von denen 289 Patienten Tumoren mit einer oder mehreren infrage kommenden PIK3CA/AKT1/PTEN-Alterationen hatten, nach Rezidiv oder Progression, während oder nach einer Aromataseinhibitor(AI)-basierten Therapie.

Quelle

Samstag, 23. September 2023

Elacestrant von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 15. September 2023 Elacestrant (Orserdu, Stemline Therapeutics) für die orale Monotherapie postmenopausaler Frauen sowie von Männern mit Estrogenrezeptor (ER)-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit einer aktivierenden ESR1-Mutation zugelassen, deren Erkrankung nach mindestens einer endokrinen Therapielinie, einschließlich eines CDK 4/6-Inhibitors, fortgeschritten ist. 


Elacestrant ist ein potenter, selektiver und oral wirksamer Estrogenrezeptor-alpha (ERα)-Antagonist oder selektiver ER-Degradierer (SERD), der den Abbau des ER bewirkt. Er hemmt das Estradiol-abhängige und unabhängige Wachstum von ERα-positiven Brustkrebszellen, einschließlich Modellen mit Mutationen im Estrogenrezeptor-1-Gen (ESR1). 
Wirksamkeit und Sicherheit von Elacestrant wurde bei Patienten mit fortgeschrittenem ER+/HER2-
Brustkrebs nach vorangegangenen endokrinen Therapien in Kombination mit einem CDK4/6-Inhibitor
in der randomisierten, offenen, aktiv kontrollierten, multizentrischen Studie RAD1901-308 untersucht.

Quelle

Donnerstag, 18. Februar 2021

Tucatinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 11. Februar 2021 Tucatinib (Tukysa, Seagen BV) in Kombination mit Trastuzumab und Capecitabin zur oralen Behandlung von erwachsenen Patienten mit HER2-positivem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs zugelassen, die zuvor mindestens zwei gegen HER2 gerichtete Behandlungsschemata erhalten haben.  

Tucatinib ist ein reversibler, potenter und selektiver Tyrosinkinase-Inhibitor von HER2. In vitro hemmt Tucatinib die Phosphorylierung von HER2 und HER3, was zu einer Hemmung der nachgelagerten Zellsignalübertragung und Zellproliferation und infolgedessen zum Absterben von Tumorzellen, deren Wachstum durch HER2 gesteuert wird, führt. In vivo hemmt Tucatinib das Wachstum der durch HER2 beeinflussten Tumoren und die Kombination aus Tucatinib und Trastuzumab zeigte im Vergleich zur alleinigen Anwendung jedes der Arzneimittel sowohl in vitro als auch in vivo eine verstärkte Antitumorwirkung.

Die Wirksamkeit von Tucatinib in Kombination mit Trastuzumab und Capecitabin wurde in der randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, weltweiten HER2CLIMB mit einem aktivem Vergleichspräparat untersucht.

Quelle:

EPAR der EMA



Mittwoch, 29. Juli 2020

Alpelisib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 27. Juli 2020 Alpelisib (Piqray, Novartis) in Kombination mit Fulvestrant zur oralen Behandlung von postmenopausalen Frauen und Männern mit einem HR-positiven, HER2-negativen, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinom mit einer PIK3CA-Mutation nach Progression nach einer endokrinen Monotherapie zugelassen.

Alpelisib ist ein  α-spezifischer Hemmer der Klasse-I-Phosphatidylinositol-3-kinase (PI3Kα). Die PIK3CA-Mutationführt zu einer Überaktivierung des PI3K-Stoffwechselwegs, wodurch das Krebswachstum stimuliert wird.  Die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K) besteht aus einer regulatorischen und einer katalytischen Untereinheit, wobei es von Letzterer vier Isoformen gibt:  alpha, beta, gamma und delta. PIK3CA codiert für die Alpha-Isoform. Alpelisib hemmt spezifisch PI3Kα.
In Kombination mit Fulvestrant verlängerte Alpelisib das progressionsfreie Überleben signifikant im Vergleich zu alleiniger Fulvestrantgabe.

Quelle
Info der EMA

Dienstag, 25. Juni 2019

Talazoparib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 20. Juni 2019 Talazoparib (Talzenna, Pfizer) für die orale Behandlung von Frauen mit Keimbahn-BRCA1/2-Mutation und HER2-negativem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem  Mammakarzinom zugelassen. Die Frauen sollten mit einem Anthracyclin oder Taxan im (neo)adjuvanten, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Setting behandelt worden sein, es sei denn, sie waren für diese Behandlungen nicht geeignet. Patienten mit Hormonrezeptor (HR)-positivem Brustkrebs sollten außerdem bereits eine endokrin-basierte Therapie erhalten haben oder für diese als nicht geeignet eingestuft sein.

Talazoparib ist ein hochpotenter dual wirkender Inhibitor, der PARP-Enzyme (Poly-ADP-Ribose-Polymerase) hemmt und durch die Hemmung von PARP auch bei Einstrang-DNA-Brüchen die Reparatur von DNA-Schäden hemmt. So verhindern PARP-Inhibitoren, dass Tumorzellen einen durch Zytostatika induzierten DNA-Schaden reparieren.
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Talazoparib wurden in er Phase-III-Studie EMBRACA nachgewiesen.

Quelle

Samstag, 25. Mai 2019

Alpelisib von der FDA zugelassen

Die FDA hat am 24. Mai 2019 Alpelisib (Piqray, Novartis) zur oralen Behandlung von postmenopausalen Frauen und Männern mit Hormonrezeptor-positivem, Her2-negativem PIK3-CA-mutierten fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom in Kombination mit Fulvestrant zugelassen.
Parallel wurde ein diagnostischer Test zum Nachweis der PIK3CA-Mutation in Gewebe oder Flüssigkeiten (liquid biopsy) zugelassen.


Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in den SOLAR-1-Studie an 572 Frauen untersucht. Die zusätzliche Gabe von Albelisib zu Fulvestrant verlängerte bei Patienten mit PIK3CA-Mutation das PFS von 5,7 auf 11 Monate.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 24.5.2019

Dienstag, 7. Mai 2019

Talazoparib von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2019 empfohlen, Talazoparib (Talzenna, Pfizer) für die orale Behandlung von Frauen mit Keimbahn-BRCA1/2-Mutations und HER2-negativem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem  Mammakarzinom zuzulassen. Die Frauen sollten mit einem Anthracyclin oder Taxan vorbehandelt worden sein. Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom können eine Hormontherapie erhalten haben.

Talazoparib ist ein hochpotenter dual wirkender Inhibitor, der PARP-Enzyme (Poly-ADP-Ribose-Polymerase) hemmt und durch die Hemmung von PARP auch bei Einstrang-DNA-Brüchen die Reparatur von DNA-Schäden hemmt. So verhindern PARP-Inhibitoren, dass Tumorzellen einen durch Zytostatika induzierten DNA-Schaden reparieren.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019

Montag, 15. April 2019

Olaparib: EU-Kommission erweitert Zulassung für Mammakarzinom

Die EU-Kommission hat im April 2019 die Zulassung von Olaparib (Lynparza) erweitert, es kann nun auch als Monotherapie zur Behandlung von Frauen mit Brustkrebs eingesetzt werden, die BRCA-12-Mutationen in der Keimbahn aufweisen und einem HER2-negativen lokal fortgeschrittenen oder metastasiertem Mammakarzinom erkrankt sind. Die Frauen sollten zuvor mit einem Anthracyclin und einen Taxan (neo)adjuvant oder in der metastasierten Situation behandelt worden sein, außer sie waren für diese Therapie nicht geeignet. Bei Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom sollte der Tumor während oder nach endokriner Therapie fortgeschritten sein, außer sie waren für diese Therapie nicht geeignet.

Die Zulassung basiert auf Daten der randomisierten, offenen Phase-III-Studie OlympiAD, in der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Olaparib-Filmtabletten im Vergleich zu einer von drei ausgewählten Chemotherapieregimen (Capecitabin, Eribulin oder Vinorelbin) untersucht worden sind.

Quelle:
Info der EMA

Samstag, 6. Oktober 2018

Abemaciclib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 27. September 2018 Abemaciblib (Verzenios, Lilly) für die orale Behandlung von Frauen mit HR-positivem EGFR-negativem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom in Kombination mit einem Aromataseinhibitor oder Fulvestrant als initiale endokrine Therapie oder bei Frauen, die zuvor schon eine endokrine Therapie erhalten habe, zugelassen.

Abemaciclib ist wie Ribociclib und Palbociclib ein potenter und selektiver Inhibitor der Cyclin-abhängigen Kinasen (cyclin-dependent kinase, CDK) 4 und 6, und zeigte in enzymatischen Assays die höchste Aktivität gegen Cyclin D1/CDK4. Abemaciclib verhindert die Phosphorylierung des Retinoblastom-Proteins (Rb) und blockiert so den Übergang des Zellzyklus von der G1- in die S-Phase der Zellteilung, was zur Unterdrückung des Tumorwachstums führt.
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Abemaciclib in Kombination mit einem Aromatasehemmer (Anastrozol oder Letrozol) wurde in der Studie MONARCH 3 untersucht, einer randomisierten,
doppelblinden, placebokontrollierten Phase 3 Studie bei Frauen mit HR-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, die in dieser Erkrankungssituation zuvor keine systemische Therapie erhalten hatten. Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt, der Verlängerung des PFS.

Quelle
EPAR der EMA

Montag, 10. September 2018

Neratinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 3. September 2018 Neratinib (Nerlynx, Puma Biotech) für die erweiterte adjuvante orale Therapie von Erwachsenen mit frühem Hormonrezeptor-positivem und HER2-positivem Mammakarzinom im frühen Stadium zugelassen, bei denen vor weniger als einem Jahr eine Trastuzumab-basierte Behandlung durchgeführt worden war.

Neratinib ist ein irreversibler Tyrosinkinasehemmer (TKI) des viralen Onkogen-Homologs der Erythroblastenleukämie (ERBB), der die Signaltransduktion des Mitogen-Wachstumsfaktors durch kovalente Bindung mit hoher Affinität an der ATP-Bindungsstelle von 3 epidermalen Wachstumsfaktorrezeptoren (EGFRs) blockiert: EGFR (codiert als ERBB1), HER2 (codiert als ERBB2) und HER4 (codiert als ERBB4) oder ihre aktiven Heterodimere mit HER3 (codiert als ERBB3). Dadurch wird eine nachhaltige Hemmung dieser wachstumsfördernden Pfade bei Brustkrebs mit HER2-Amplifizierung oder -Überexpression oder HER2-Mutation erreicht. Neratinib bindet sich an den HER2-Rezeptor, verringert die EGFR- und HER2-Autophosphorylierung der nachgelagerten MAPK- und AKT-Signalpfade und hemmt stark die Tumorzellproliferation in vitro.

Quelle
EPAR der EMA

Dienstag, 7. August 2018

Abemaciclib von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Juli 2018 empfohlen,  Abemaciblib (Verzenios, Lilly) für die orale Behandlung von Frauen mit HR-positivem EGFR-negativem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom in Kombination mit dem Aromataseinhibitor Fulvestrant als initiale endokrine Therapie oder bei Frauen, die zuvor schon eine endokrine Therapie erhalten habe, zuzulassen. 


Abemaciclib ist wie Ribociclib und Palbociclib ein Proteinkinaseinhibitor, des selektiv CDK4 und CDK6 hemmt und so das Tumorwachstum hemmt.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. Juli 2018

Donnerstag, 5. Juli 2018

Neratinib von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Juni 2018 nach einer erneuten Überprüfung empfohlen, Neratinib (Nerlynx, Puma Biotech) für die adjuvante Therapie von Erwachsenen mit frühem Hormonrezeptor-positivem und HEr2-positivem Mammakarzinom zuzulassen, bei denen vor weniger als einem Jahr eine Trastuzumab-basierte Behandlung durchgeführt worden war.


Neratinib ist ein oral applizierbarer, irreversibler Hemmer der HER2- und EGFR-Kinase.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 28. Juni 2018

Dienstag, 29. August 2017

Ribociclib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 24. August 2017 Ribociclib (Kisqali, Novartis) für die orale Therapie von  postmenopausalen Frauen mit einem hormonrezeptorpositiven, HER2-negativen lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom als initiale endokrin basierte Therapie in Kombination mit einem Aromatasehemmer zugelassen.


Ribociblib hemmt wie Palbociclib (Ibrance) selektiv die Cyclin-abhängigen Kinasen 4 und 6 (CDK4/6). Diese Enzyme sind häufig beim Estrogenrezeptor-positiven Mammakarzinom sowie bei einer Vielzahl anderer Krebserkrankungen übermäßig aktiv, was zum Verlust der Kontrolle über den Zellzyklus führt. CDK4/6 lösen die Progression von der G1-Phase in die S-Phase aus, in der die DNS repliziert wird. Durch Hemmung der CDK4/6 stellt Ribociclib die zelluläre Kontrolle des Zellzyklus wieder her und blockiert so die Proliferation der Tumorzellen.

Ribociclib wurde in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, multizentrischen
klinischen Phase-III-Studie Monaleesa-2 an postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor-positivem,HER2-negativem fortgeschrittenem Brustkrebs untersucht, deren fortgeschrittene Erkrankung bisher noch nicht behandelt worden war und die entweder in Kombination mit Letrozol oder mit Letrozol alleine behandelt wurden.
Die Ergebnisse zur Wirksamkeit zeigten im vollständigen Datenset bei Patientinnen, die Ribociclib plus Letrozol erhalten hatten, eine statistisch signifikante Verbesserung des PFS mit einem klinisch
bedeutsamen Behandlungseffekt gegenüber Patientinnen, die Placebo plus Letrozol erhalten hatten
(Hazard Ratio von 0,556, 95 %-KI: 0,429; 0,720, einseitiger stratifizierter Log-Rank-Test p-Wert
0,00000329).

Quelle:
EPAR der EMA

Montag, 26. Juni 2017

Ribociclib von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Juni 2017 empfohlen, Ribociclib (Kisqali, Novartis) für die orale Therapie von  postmenopausalen Frauen mit einem hormonrezeptorpositiven, HER2-negativen lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom als initiale endokrin basierte Therapie in Kombination mit einem Aromatasehemmer zuzulassen.


Ribociblib hemmt wie Palbociclib (Ibrance) selektiv die Cyclin-abhängigen Kinasen 4 und 6 (CDK4/6). Diese Enzyme sind häufig beim Estrogenrezeptor-positiven Mammakarzinom sowie bei einer Vielzahl anderer Krebserkrankungen übermäßig aktiv, was zum Verlust der Kontrolle über den Zellzyklus führt. CDK4/6 lösen die Progression von der G1-Phase in die S-Phase aus, in der die DNS repliziert wird. Durch Hemmung der CDK4/6 stellt Ribociclib die zelluläre Kontrolle des Zellzyklus wieder her und blockiert so die Proliferation der Tumorzellen.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 22. Juni 2017

Sonntag, 13. November 2016

Palbociclib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 11. November 2016 Palbociclib (Ibrance, Pfizer) zur oralen Einnahme in Kombination mit einem Aromatasehemmer oder in Kombination mit Fulvestrant für die Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem (metastasiertem) ER-positivem und HER2-negativem Mammakarzinom zuzulassen. Bei prä- oder perimenopausalen Frauen sollte die Therapie mit einem LH-RH-Agonist kombiniert werden.

Palbociclib hemmt selektiv die Cyclin-abhängigen Kinasen 4 und 6 (CDK4/6). Diese Enzyme sind häufig beim Estrogenrezeptor-positiven Mammakarzinom sowie bei einer Vielzahl anderer Krebserkrankungen übermäßig aktiv, was zum Verlust der Kontrolle über den Zellzyklus führt. CDK4/6 lösen die Progression von der G1-Phase in die S-Phase aus, in der die DNS repliziert wird. Durch Hemmung der CDK4/6 stellt Palbociclib die zelluläre Kontrolle des Zellzyklus wieder her und blockiert so die Proliferation der Tumorzellen.
In präklinischen Studien konnte gezeigt werden, dass ein luminaler ER-Subtyp, gesteigerte Expression von Cyclin D1 und des Rb-Proteins sowie eine verminderte p16-Expression mit einer Sensitivität für Palbociclib assoziiert sind.
Die Zulassungsempfehlung basiert auf den Ergebnissen der Paloma-Studien 1, 2 und 3. In der Phase-III-Studie Paloma-2 wurde Palbociclib plus Letrozol (n = 444) mit Letrozol allein (n = 222) in der Erstlinientherapie des HR-positiven/HER2-negativen metastasierten Brustkrebses verglichen. Das PFS mit zusätzlicher Gabe von Palbociclib betrug im Mittel 24,8 Monate, mit Letrozol allein 14,5 Monate. In der Phase-III-Studie Paloma-3 wurde Palbociclib plus Fulvestrant (n = 347) mit Fulvestrant allein (n = 174) in der Zweitlinientherapie verglichen. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass das PFS in der Palbociclib-Gruppe bei 11,2 Monaten, in der Fulvestrant-Gruppe bei 4,6 Monaten lag.
Die FDA hat Palbociclib im Februar 2015 beschleunigt bei postmenopausalen Frauen zugelassen.

Quelle:
Pressemitteilung von Pfizer vom 11.11.2016
EPAR der EMA

Freitag, 16. September 2016

Palbociclib von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom September 2016 empfohlen, Palbociclib (Ibrance, Pfizer) zur oralen Einnahme in Kombination mit einem Aromatasehemmer oder in Kombination mit Fulvestrant für die Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem (metastasiertem) ER-positivem und HER2-negativem Mammakarzinom zuzulassen. Bei prä- oder perimenopausalen Frauen sollte die Therapie mit einem LH-RH-Agonist kombiniert werden.

Palbociclib hemmt selektiv die Cyclin-abhängigen Kinasen 4 und 6 (CDK4/6). Diese Enzyme sind häufig beim Estrogenrezeptor-positiven Mammakarzinom sowie bei einer Vielzahl anderer Krebserkrankungen übermäßig aktiv, was zum Verlust der Kontrolle über den Zellzyklus führt. CDK4/6 lösen die Progression von der G1-Phase in die S-Phase aus, in der die DNS repliziert wird. Durch Hemmung der CDK4/6 stellt Palbociclib die zelluläre Kontrolle des Zellzyklus wieder her und blockiert so die Proliferation der Tumorzellen.
In präklinischen Studien konnte gezeigt werden, dass ein luminaler ER-Subtyp, gesteigerte Expression von Cyclin D1 und des Rb-Proteins sowie eine verminderte p16-Expression mit einer Sensitivität für Palbociclib assoziiert sind.
Die Zulassungsempfehlung basiert auf den Ergebnissen zweier großer Phase-III-Studien. In einer Studie wurde Palbociclib plus Letrozol (n = 444) mit Letrozol allein (n = 222) verglichen. Das PFS mit zusätzlicher Gabe von Palbociclib betrug im Mittel 24,8 Monate, mit Letrozol allein 14,5 Monate.
In der zweiten Phase-III-Studie wurde Palbociclib plus Fulvestrant (n = 347) mit Fulvestrant allein (n = 174) verglichen. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass das PFS in der Palbociclib-Gruppe bei 11,2 Monaten, in der Fulvestrant-Gruppe bei 4,6 Monaten lag.

Die FDA hat Palbociclib im Februar 2015 beschleunigt bei postmenopausalen Frauen zugelassen.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 15. September 2016
Pressemitteilung der EMA vom 16. September 2016

Mittwoch, 4. Februar 2015

Palbociclib von der FDA beschleunigt zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat beschleunigt Palbociclib (Ibrance, Pfizer) zur oralen Einnahme in Kombination mit Letrozol für die Behandlung von postmenopausalen Frauen mit fortgeschrittenem (metastasiertem) ER-positivem und HER2-negativem Mammakarzinom zugelassen.
Palbociclib hemmt selektiv die Cyclin-abhängigen Kinasen 4 und 6 (CDK4/6). Diese Enzyme sind häufig beim Estrogenrezeptor-positiven Mammakarzinom sowie bei einer Vielzahl anderer Krebserkrankungen übermäßig aktiv, was zum Verlust der Kontrolle über den Zellzyklus führt. CDK4/6 lösen die Progression von der G1-Phase in die S-Phase aus, in der die DNS repliziert wird. Durch Hemmung der CDK4/6 stellt Palbociclib die zelluläre Kontrolle des Zellzyklus wieder her und blockiert so die Proliferation der Tumorzellen.
In präklinischen Studien konnte gezeigt werden, dass ein luminaler ER-Subtyp, gesteigerte Expression von Cyclin D1 und des Rb-Proteins sowie eine verminderte p16-Expression mit einer Sensitivität für Palbociclib assoziiert sind.

Quelle
Pressemitteilung der FDA vom 3. 2. 2015

Montag, 26. Mai 2014

Eribulin: CHMP empfiehlt Änderung der Zulassung

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Mai 2014 empfohlen, die Indikation von Eribulin (Halaven, Esai) zu ändern.

Eribulin ist als Monotherapie bislang für die Therapie von Frauen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom zugelassen, deren Erkrankung nach mindestens zwei Chemotherapie-Regimen für die fortgeschrittene Erkrankung weiter progredient war.
Künftig soll Eribulin auch bei Frauen eingesetzt werden können, deren Erkrankung nach mindestens EINEM Chemotherapie-Regimen im fortgeschrittenen oder ADJUVANTEN Setting progredient war.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 22. Mai 2014