Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2019 empfohlen, die Zulassung von Olaparib zu erweitern.
Der PARP-Hemmer soll künftig als Erhaltungstherapie nach einer Primärtherapie beim BRCA-mutierten fortgeschrittenen Ovarialkarzinom eingesetzt werden können. Die Empfehlung gilt für die Erhaltungstherapie von erwachsenen Patientinnen mit einem fortgeschrittenen (FIGO Stadium III und IV) BRCA 1/2-mutierten (Keimbahn und/oder somatisch) high-grade epithelialen Ovarial-, Eileiter- oder Peritonealkarzinom nach Ansprechen auf eine Erstlinientherapie mit einer Platin-basierten Chemotherapie.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019
Dienstag, 7. Mai 2019
Olaratumab: EMA empfiehlt Rücknahme der Zulassung, Rote-Hand-Brief
Der CHMP der EMA empfiehlt, die Zulassung von Olaratumab (Lartruvo) zu widerrufen.
Die Ergebnisse der ANNOUNCE-Studie zeigen , dass die Kombination aus Olaratumab plus Doxorubicin bei Patienten mit Weichgewebetumoren nicht besser wirkt als Doxorubicin allein.
Olaratumab war im November 2016 auf der Basis einer kleineren Studie zugelassen worden unter der Bedingung, dass Wirksamkeit und Verträglichkeit in der Phase-3-Studie ANNOUNCE-Studie belegt werden können, was jedoch jetzt nicht gelungen ist.
Die EMA empfiehlt daher, die Zulassung zu widerrufen.
Die Firma Lilly hat darüber am 6. Mai 2019 in einem Rote-Hand-Brief informiert
Quelle
Mitteilung der EMA vom 26.4.2019
Die Ergebnisse der ANNOUNCE-Studie zeigen , dass die Kombination aus Olaratumab plus Doxorubicin bei Patienten mit Weichgewebetumoren nicht besser wirkt als Doxorubicin allein.
Olaratumab war im November 2016 auf der Basis einer kleineren Studie zugelassen worden unter der Bedingung, dass Wirksamkeit und Verträglichkeit in der Phase-3-Studie ANNOUNCE-Studie belegt werden können, was jedoch jetzt nicht gelungen ist.
Die EMA empfiehlt daher, die Zulassung zu widerrufen.
Die Firma Lilly hat darüber am 6. Mai 2019 in einem Rote-Hand-Brief informiert
Quelle
Mitteilung der EMA vom 26.4.2019
Ravulizumab von der EMA zur Zulassung empfohlen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2019 empfohlen, Ravulizumab (Ultomiris, Alexion) als parenterale Behandlung für Patienten mit paroxysmaler nokturnaler Hämoglobinurie (PNH) zuzulassen, wenn eine symptomatische Hämolyse auf eine hohe Krankheitsaktivität hinweist oder bei Patienten, die nach einer Eculizumab-Behandlung klinisch stabil sind.
Ravulizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der spezifisch an Komplementprotein C5 bindet und dadurch die Umwandlung C5a und C5b und die Bildung von C5b-9 verhindert.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019
Ravulizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der spezifisch an Komplementprotein C5 bindet und dadurch die Umwandlung C5a und C5b und die Bildung von C5b-9 verhindert.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019
Talazoparib von der EMA zur Zulassung empfohlen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2019 empfohlen, Talazoparib (Talzenna, Pfizer) für die orale Behandlung von Frauen mit Keimbahn-BRCA1/2-Mutations und HER2-negativem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom zuzulassen. Die Frauen sollten mit einem Anthracyclin oder Taxan vorbehandelt worden sein. Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom können eine Hormontherapie erhalten haben.
Talazoparib ist ein hochpotenter dual wirkender Inhibitor, der PARP-Enzyme (Poly-ADP-Ribose-Polymerase) hemmt und durch die Hemmung von PARP auch bei Einstrang-DNA-Brüchen die Reparatur von DNA-Schäden hemmt. So verhindern PARP-Inhibitoren, dass Tumorzellen einen durch Zytostatika induzierten DNA-Schaden reparieren.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019
Talazoparib ist ein hochpotenter dual wirkender Inhibitor, der PARP-Enzyme (Poly-ADP-Ribose-Polymerase) hemmt und durch die Hemmung von PARP auch bei Einstrang-DNA-Brüchen die Reparatur von DNA-Schäden hemmt. So verhindern PARP-Inhibitoren, dass Tumorzellen einen durch Zytostatika induzierten DNA-Schaden reparieren.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019
Cemiplimab von der EMA zur Zulassung empfohlen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2019 empfohlen, Cemiplimab (Libtayo, Regeneron) für die parenterale Monotherapie von Erwachsenen mit metastasiertem oder lokal fortgeschrittenem kutanen Plattenepithelkarzinom zuzulassen.
Cemiplimab ist ein monoklonaler Antikörper, der an den PD1-Rezeptor bindet und die Wechselwirkung zwischen PD1- und PD-L1 und PD-L2 hemmt.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019
Cemiplimab ist ein monoklonaler Antikörper, der an den PD1-Rezeptor bindet und die Wechselwirkung zwischen PD1- und PD-L1 und PD-L2 hemmt.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019
Turoctocog alfa pegol von der EMA zur Zulassung empfohlen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2019 empfohlen, Turoctocog alfa pegol (Esperoct, Novonordisk) für die Prophylaxe und Therapie von Blutungen bei Patienten ab einem Alter von 12 Jahren mit Hämophilie A zuzulassen.
Turoctocog alfa pegol ist die pegylierte From von Turoctocog alfa (Novo Eight, Novonordisk), einem rekombinant hergestellter humaner Faktor VIII, der die vorübergehende Substitution von endogenem Faktor VIII bei Patienten mit Hämophilie A ermöglicht.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019
Turoctocog alfa pegol ist die pegylierte From von Turoctocog alfa (Novo Eight, Novonordisk), einem rekombinant hergestellter humaner Faktor VIII, der die vorübergehende Substitution von endogenem Faktor VIII bei Patienten mit Hämophilie A ermöglicht.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019
Avatrombopag von der EMA zur Zulassung empfohlen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2019 empfohlen, Avatrombopag (Doptelet, Dova) zur oralen Behandlung der schweren Thrombozytopenie bei Erwachsenen mit chronischer Lebererkrankung und geplanten invasiven Maßnahmen zuzulassen.
Avatrombopag ist eine Thrombopoetin-Rezeptoragonist, der die Proliferation und Differenzierung von Megakaryozyten aus Knochenmark-Progenitorzellen stimuliert, was zu vermehrter Thrombozytenbildung führt.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019
Avatrombopag ist eine Thrombopoetin-Rezeptoragonist, der die Proliferation und Differenzierung von Megakaryozyten aus Knochenmark-Progenitorzellen stimuliert, was zu vermehrter Thrombozytenbildung führt.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. April 2019
Sotagliflozin von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat Ende April 2019 Sotagliflozin (Zynquista, Sanofi) zusätzlich zu Insulin für die orale Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 zugelassen, deren BMI ≥ 27 kg/qm beträgt und bei denen trotz optimaler Insulintherapie keine adäquate glykämische Kontrolle erreicht werden kann.
Sotagliflozin ist ein dualer Inhibitor des Natrium-Glucose-Cotransporter Typ 1 (SGLT1) und SGLT2. Die lokale Hemmung des im Darm vorkommenden SGLT1, dem Haupttransporter bei der Glucoseresorption, verzögert und verringert die Glucoseresorption im proximalen Darmabschnitt, was eine Abschwächung und Verzögerung der postprandialen Hyperglykämie zur Folge hat. SGLT2 ist der Transporter, der maßgeblich für die Rückresorption von Glucose aus dem glomerulären Filtrat zurück in den Blutkreislauf verantwortlich ist. Durch die Hemmung von SGLT2 reduziert Sotagliflozin die Rückresorption von gefilterter Glucose in den Nieren und senkt die renale Glucoseschwelle, wodurch die Ausscheidung von Glucose über den Urin erhöht wird.
Wirksamkeit und Sicherheit von Sotagliflozin bei Typ-1-Diabetes-Patienten, die auf ihre derzeitige Insulintherapie nicht adäquat ansprechen, wurde in drei doppelblinden, placebokontrollierten Studien untersucht. In inTandem1 (Studie 1) und inTandem2 (Studie 2) wurde Sotagliflozin zusätzlich bei einer optimierten Insulintherapie angewendet, während in inTandem3 (Studie 3) Sotagliflozin zusätzlich zu einem beliebigen Insulinregime angewendet wurde bei Patienten, die ihren HbA1c-Zielwert nicht erreichten.
Quelle
EPAR der EMA
Sotagliflozin ist ein dualer Inhibitor des Natrium-Glucose-Cotransporter Typ 1 (SGLT1) und SGLT2. Die lokale Hemmung des im Darm vorkommenden SGLT1, dem Haupttransporter bei der Glucoseresorption, verzögert und verringert die Glucoseresorption im proximalen Darmabschnitt, was eine Abschwächung und Verzögerung der postprandialen Hyperglykämie zur Folge hat. SGLT2 ist der Transporter, der maßgeblich für die Rückresorption von Glucose aus dem glomerulären Filtrat zurück in den Blutkreislauf verantwortlich ist. Durch die Hemmung von SGLT2 reduziert Sotagliflozin die Rückresorption von gefilterter Glucose in den Nieren und senkt die renale Glucoseschwelle, wodurch die Ausscheidung von Glucose über den Urin erhöht wird.
Wirksamkeit und Sicherheit von Sotagliflozin bei Typ-1-Diabetes-Patienten, die auf ihre derzeitige Insulintherapie nicht adäquat ansprechen, wurde in drei doppelblinden, placebokontrollierten Studien untersucht. In inTandem1 (Studie 1) und inTandem2 (Studie 2) wurde Sotagliflozin zusätzlich bei einer optimierten Insulintherapie angewendet, während in inTandem3 (Studie 3) Sotagliflozin zusätzlich zu einem beliebigen Insulinregime angewendet wurde bei Patienten, die ihren HbA1c-Zielwert nicht erreichten.
Quelle
EPAR der EMA
Donnerstag, 2. Mai 2019
Andexanet alfa von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 30. April 2019 Andexanet alfa (Ondexxya, Portola) als parenterales Antidot zur Neutralisierung der antikoagulatorischen Aktivität von Rivaroxaban und Apixaban zugelassen, wenn aufgrund lebensbedrohler oder nicht kontrollierbarer Blutungen eine Aufhebung der Antikoagulation erforderlich ist.
Andexanet alfa ist ein rekombinantes Protein, das dem körpereigenen Faktor-Xa ähnelt.Dabei wurde das Protein so abgewandelt, dass ihm die enzymatische Aktivität von FXa fehlt. Das Serin im aktiven Zentrum wurde durch Alanin ersetzt. Dadurch ist das Molekül nicht mehr in der Lage, Prothrombin zu spalten und zu aktivieren. Ferner wurde die γ-Carboxyglutaminsäure (Gla)-Domäne entfernt. Dadurch verliert das Protein die Fähigkeit, durch Anlagerung den Prothrombinasekomplex zu bilden. Damit wurden dem Protein sämtliche antikoagulatorischen Wirkungen entzogen.
Andexanet alfa hebt die Wirkung von FXa-Inhibitoren spezifisch auf. Der primäre Wirkungsmechanismus besteht zwar in der Bindung und Sequestrierung des FXa-Inhibitors, doch leistet möglicherweise auch die Hemmung der Aktivität des Gewebefaktor-Pathway-Inhibitors (tissue factor pathway inhibitor, TFPI) über die Bindung an den TFPI einen geringeren Beitrag zur Gesamtwirkung. Das Zusammenspiel zwischen Andexanet alfa und TFPI ist noch nicht vollständig charakterisiert. Andexanet alfa bindet direkte FXa-Inhibitoren mit hoher Affinität, sodass sie für die Entfaltung ihrer antikoagulatorischen Wirkungen nicht mehr zur Verfügung stehen.
Quelle
EPAR der EMA
Andexanet alfa ist ein rekombinantes Protein, das dem körpereigenen Faktor-Xa ähnelt.Dabei wurde das Protein so abgewandelt, dass ihm die enzymatische Aktivität von FXa fehlt. Das Serin im aktiven Zentrum wurde durch Alanin ersetzt. Dadurch ist das Molekül nicht mehr in der Lage, Prothrombin zu spalten und zu aktivieren. Ferner wurde die γ-Carboxyglutaminsäure (Gla)-Domäne entfernt. Dadurch verliert das Protein die Fähigkeit, durch Anlagerung den Prothrombinasekomplex zu bilden. Damit wurden dem Protein sämtliche antikoagulatorischen Wirkungen entzogen.
Andexanet alfa hebt die Wirkung von FXa-Inhibitoren spezifisch auf. Der primäre Wirkungsmechanismus besteht zwar in der Bindung und Sequestrierung des FXa-Inhibitors, doch leistet möglicherweise auch die Hemmung der Aktivität des Gewebefaktor-Pathway-Inhibitors (tissue factor pathway inhibitor, TFPI) über die Bindung an den TFPI einen geringeren Beitrag zur Gesamtwirkung. Das Zusammenspiel zwischen Andexanet alfa und TFPI ist noch nicht vollständig charakterisiert. Andexanet alfa bindet direkte FXa-Inhibitoren mit hoher Affinität, sodass sie für die Entfaltung ihrer antikoagulatorischen Wirkungen nicht mehr zur Verfügung stehen.
Quelle
EPAR der EMA
Risankizumab von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 30. April 2019 Risankizumab (Skyrizi, Abbvie) zur parenteralen Behandlung der moderaten bis schweren Plaquepsoriasis bei Patienten zugelassen, die Kandidaten für eine systemische Therapie sind.
Risankizumab ist ein IL-23-Inhibitor, der selektiv an die p19-Untereinheit des Zytokins bindet ohne an IL-12 zu binden, und dessen Interaktion mit dem IL-23-Rezeptorkomplex hemmt. IL-23 ist ein Zytokin, das an Entzündungs- und Immunreaktionen beteiligt ist. Durch die Hemmung der Bindung von IL-23 an seinen Rezeptor hemmt Risankizumab die IL-23-abhängige Signaltransduktion und die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine.
Wirksamkeit und Sicherheit von Risankizumab wurden in vier multizentrischen, randomisierten Doppelblindstudien (UltIMMa-1, UltIMMa-2, IMMhance und IMMvent) bei 2.109 Studienteilnehmern mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht.
Quelle
EPAR der EMA
Risankizumab ist ein IL-23-Inhibitor, der selektiv an die p19-Untereinheit des Zytokins bindet ohne an IL-12 zu binden, und dessen Interaktion mit dem IL-23-Rezeptorkomplex hemmt. IL-23 ist ein Zytokin, das an Entzündungs- und Immunreaktionen beteiligt ist. Durch die Hemmung der Bindung von IL-23 an seinen Rezeptor hemmt Risankizumab die IL-23-abhängige Signaltransduktion und die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine.
Wirksamkeit und Sicherheit von Risankizumab wurden in vier multizentrischen, randomisierten Doppelblindstudien (UltIMMa-1, UltIMMa-2, IMMhance und IMMvent) bei 2.109 Studienteilnehmern mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht.
Quelle
EPAR der EMA
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