Dienstag, 2. Oktober 2018

Durvalumab von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 21. September 2018 Durvalumab (Imfinzi, AstraZeneca) zur parenteralen Monotherapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem, nicht resezierbarem NSCLC und einer PD-L1-Expression ≥ 1 % ohne Progression nach Platin-basierter Chemoradiotherapie zugelassen.

Durvalumab ist  wie z. B. Atezolizumab ein PD-L1-Inhibitor. Der humane monoklonale Antikörper
blockiert selektiv die Interaktion von PD-L1 mit PD-1 und CD80. Durvalumab induziert keine antikörperabhängige zellvermittelte Zytotoxizität (ADCC). Die selektive Blockierung der Interaktion zwischen PD-L1/PD-1 sowie PD-L1/CD80 verbessert die antitumorale Immunantwort und erhöht die T-Zellaktivierung.
Wirksamkeit und Sicherheit wurden in der Phase-III-Studie PACIFIC untersucht. Die Studie ergab eine statistisch signifikante Verbesserung des PFS bei der mit Durvalumab behandelten Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe [Hazard-Ratio (HR) = 0,52 (95%-KI: 0,42; 0,65). Auch das Gesamtüberleben wurde signifikant verbessert. Die Ein-Jahres-Überlebensrate lag in der Durvalumab-Gruppe bei 83,1%, in der Placebo-Gruppe bei 75,3%, die 2-Jahres-Überlebensraten bei 66,3% bzw. 55,6%.
Nebenwirkungen vom Grad 3/4 traten bei 30,5% der Durvalumab-Patienten und bei 26,1% in der Placebo-Gruppe auf. Eine Pneumonitis war der häufigste Abbruchgrund (4,8% unter Durvalumab, 2,6% unter Placebo).

Quelle:
EPAR der EMA
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