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Freitag, 13. Dezember 2019

Apalutamid, Bedaquilin, Daratumumab, Fidaxomicin, Fosnetupitant/Palonosetron, Ramucirumab, Tafamidis, Ustekinumab: EMA empfiehlt Zulassungserweiterung

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Dezember 2019 empfohlen, die Zulassung von Apalutamid, Bedaquilin, Daratumumab, Fidaxomicin, Fosnetupitant/Palonosetron, Ramucirumab, Tafamidis, Ustekinumab zu erweitern.


  • Apalutamid (Erleada, Janssen) soll künftig bei Männern mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom in Kombination mit einer Androgendeprivation eingesetzt werden können.
  • Bedaquilin (Sirturo, Janssen) soll künftig schon bei Patienten ab einem Alter von 12 Jahren und einem Körpergewicht von mindestens 30 kg eingesetzt werden können.
  • Daratumumab (Darzalex, (Janssen) soll künftig in Kombination mit Bortezomib, Thalidomid und Dexamethason für die Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom eingesetzt werden können, die für eine Stammzelltransplantation vorgesehen sind.
  • Fidaxomicin (Dificlir, Astellas) soll künftig als Filmtabletten schon bei Kindern ab einem Körpergewicht von 12,5 kg für die Behandlung von Clostridioides-difficile-Infektionen eingesetzt werden können.
  • Fosnetupitant/Palonosetron (Akynzeo, Helsinn) soll künftig als Infusionslösung zu Verfügung stehen.
  • Ramucirumab (Cyramza, Lilly) soll künftig in Kombination mit Erlotinib zur Erstlinientherapie von Erwachsenen mit metastasiertem  NSCLC mit aktivierenden EGFR-Mutatoinen eingesetzt werden können.
  • Tafamidis (Vyndaqel, Pfizer) soll künftig in Form von Weichkapseln mit 61 mg für die Behandlung von Wildtyp- oder erblicher Transthyretin-Amyloidose bei Erwachsenen mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) eingesetzt werden können. 
  • Ustekinumab (Stelara, Janssen) soll künftig in der Behandlung der mäßig schweren bis schweren Plaquepsoriasis bei Kindern ab einem Alter von 6 Jahren eingesetzt werden können.


 Quelle:
Mitteilung der EMA vom 12. Dezember 2019

Donnerstag, 17. Januar 2019

Apalutamid von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 16. Januar 2019 Apalutamid für die orale Behandlung erwachsener Männer mit nicht-metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (nm-CRPC) zugelassen, die ein hohes Risiko für die Entwicklung von Metastasen aufweisen


Apalutamid ist ein selektiver Androgenrezeptor(AR)-Inhibitor, der direkt an die Liganden-bindende Domäne des AR bindet. Apalutamid verhindert die nukleäre Translokation des AR, hemmt die DNA-Bindung, hemmt die AR-vermittelte Transkription und zeigt keine agonistische Aktivität am Androgenrezeptor. Die Behandlung mit Apalutamid vermindert die Proliferation der Tumorzellen und steigert die Apoptose, wodurch es zu einer ausgeprägten antitumoralen Aktivität kommt. Ein Hauptmetabolit, N-Desmethylapalutamid zeigte in vitro ein Drittel der Aktivität von Apalutamid.
In der SPARTAN-Studie konnte Apalutamid bei Männern mit M0CRPC und einer PSA-Verdopplungszeit von höchstens zehn Monaten gegenüber Placebo das mediane metastasenfreie Überleben (MFS) signifikant verlängern. Der Androgenrezeptor-Inhibitor reduzierte das Risiko für Fernmetasten oder Tod um 70%.
Zu den am häufigsten Nebenwirkungen gehörten Ermüdung (30%), Hautausschlag (24 % alle Schweregrade und 5 % Grad 3 oder 4), Gewichtsverlust (16%), Arthralgie (16%) und Sturz (16%). Zu weiteren wichtigen Nebenwirkungen zählten Frakturen (12%) und Hypothyreose (8%) [5]. Die Rate an Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen lag im Apalutamid-Arm bei 11%, verglichen mit 7% im Placebo-Arm. Die Häufigkeit von schwerwiegenden Nebenwirkungen war in beiden Studienarmen vergleichbar.

Quelle
EPAR der EMA

Freitag, 16. November 2018

Apalutamid von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom November 2018 empfohlen, Apalutamid (Erleada, Janssen-Cilag) zur oralen Behandlung erwachsener Männer mit nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom mit hohem Metastasierungsrisiko zuzulassen.


Apalutamid  ist ein selektiver nichtsteroidaler Androgenrezeptor-Inhibitor, der an die Liganden-bindende Domäne des Androgenrezeptors bindet.
In der SPARTAN-Studie verlängerte Apalutamid bei nmCRPC-Patienten das metastasenfreie Überleben von 16,2 Monate (Placebo) auf 40,5 Monate, was einer Hazard Ratio (HR) von 0,27 beziehungsweise einer Risikoreduktion von 72% entspricht.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 15. November 2018