Die EU-Kommission hat am 25. Juni 2020 Luspatercept (Reblozyl, Celgene) zur parenteralen Behandlung von Erwachsenen mit Transfusions-abhängigerAnämie aufgrund eines myelodysplastischen Syndroms mit sehr niedrigem, niedrigem oder intermediärem Risiko zugelassen, die nicht ausreichend auf eine Erythropoetin-basierte Behandlung ansprechen oder dafür nicht geeignet sind. Außerdem wurde Luspatercept für die Behandlung von Erwachsenen mit Transfusion-abhängiger Anämie im Zusammenhang mit einer Beta-Thalassämie zugelassen.
Luspatercept ist ein Erythrozyten-Reife-Aktivator. Es handelt es sich um ein Fusionsprotein aus einer modifizierten extrazellulären Domäne des Activin-Rezeptor Typ IIB, der zur TGF-β-Rezeptorfamilie gehört, und dem Fc-Fragment des humanen IgG1.
Luspatercept wirkt als Ligand für mehrere Zytokine der TGFβ-Familie, nämlich GDF-8, GDF-11 und Activin A. Diese Zytokine hemmen über den SMAD2/3-Signalweg die späte Phase der Erythropoese und damit die Ausreifung der roten Blutkörperchen. Luspatercept wirkt sozusagen als Liganden-Falle und fördert die Erythropoese.
Wirksamkeit und Sicherheit von Luspatercept bei MDS wurden in der multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studie MEDALIST (ACE-536-MDS-001) untersucht. Wirksamkeit und Verträglichkeit bei ß-Thalassmäie wurden in der multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studie BELIEVE überpüft.
Quelle
EPAR der EMA
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Samstag, 4. Juli 2020
Freitag, 26. April 2013
Lenalidomid: EMA empfiehlt Indikationserweiterung
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2013 empfohlen, die Indikation von Lenalidomid (Revlimid, Celgen) auf die Behandlung von Patienten mit myelodysplastischem Syndrom zu erweitern.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 25. April 2013
Montag, 28. Dezember 2009
Besseres Überleben bei MDS durch Eisenchelat-Therapie
Eine Eisenchelat-Therapie kann im Vergleich zur alleinigen supportiven Behandlung der Eisenüberladung das Überleben von Patienten mit myelodysplastischem Syndrom (MDS) verlängern. Dies zeigte eine retrospektive Analyse, in der der Effekt einer Eisenchelat-Therapie im Vergleich zu einer supportiven Behandlung auf das Überleben von Patienten mit MDS untersucht wurde. 94 Patienten mit Eisenüberladung waren mit Deferasirox (Exjade®), Deferoxamin (Desferal®) oder Deferipron (Ferriprox®) behandelt worden, die 93 gematchten Kontrollpatienten hatten eine supportive Therapie erhalten. Die Patienten wurden bis zu ihrem Tod oder bis zum Stichtag 30. Juni 2009 verfolgt. Im Beobachtungszeitraum starben 52 % der Patienten in der Eisenchelat-Gruppe und 58 % der Patienten in der Gruppe mit supportiver Therapie. Die mediane Überlebenszeit in der Eisenchelat-Gruppe lag bei 75 Monaten, in der Vergleichsgruppe bei 49 Monaten (p = 0,002). In der retrospektiven Analyse konnte allerdings nicht festgestellt werden, welche Komplikationen verringert waren, zum Beispiel kardiale Ereignisse oder Infektionen. Das Risiko des Übergangs des MDS in eine akute myeloische Leukämie war mit 10 vs. 12 % im ersten Jahr und mit 19 vs. 18 % im fünften Jahr nach Diagnose vergleichbar.
Quelle:
Fox F, et al. Matched-pair analysis of 186 MDS patients receiving iron chelation therapy or transfusion therapy only. Poster 1747. 51th ASH Annual Meeting, New Orleans, 5. bis 8. Dezember 2009.
Quelle:
Fox F, et al. Matched-pair analysis of 186 MDS patients receiving iron chelation therapy or transfusion therapy only. Poster 1747. 51th ASH Annual Meeting, New Orleans, 5. bis 8. Dezember 2009.
Mittwoch, 31. Dezember 2008
Azacytidin für MDS zugelassen
Azacytidin (Vidaza) wurde Ende Dezember 2008 als Orphan Drug zur Behandlung myelodysplastischer Syndrome (MDS) zugelassen, und zwar für Patienten mit höherem Risiko der Kategorien Int-2 und High-Risk nach dem internationalen Prognostic Score System. Weitere Subgruppen sind die CMML mit 10 bis 29 % Blasten im Knochenmark ohne myeloproliferatie Störung sowie die AML mit 20 bis 30 % Blasten im Knochenmark und gleichzeitiger Mehrlinien-Dysplasie.
Die Zulassung beruht auf den Daten der AZA-001-Studie, in der 358 Patienten mit Hochrisiko-MDS Azacytidin oder ein konventionelles Therapieschema erhielten. Azacytidin verlängerte das Gesamtüberleben im Vergleich zur Kontrollgruppe von 15 auf 24,4 Monate und verdoppelte nahezu den Anteil der Patienten, die zwei Jahre überlebten.
Quelle:
Presseinformation Celgene vom 23.12.2008
Die Zulassung beruht auf den Daten der AZA-001-Studie, in der 358 Patienten mit Hochrisiko-MDS Azacytidin oder ein konventionelles Therapieschema erhielten. Azacytidin verlängerte das Gesamtüberleben im Vergleich zur Kontrollgruppe von 15 auf 24,4 Monate und verdoppelte nahezu den Anteil der Patienten, die zwei Jahre überlebten.
Quelle:
Presseinformation Celgene vom 23.12.2008
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