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Samstag, 23. September 2017

Midostaurin von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 20. September 2017 oral appliziertes Midostaurin (Rydapt, Novartis) für folgende Anwendungsgebiete zugelassen:

  • bei Erwachsenen mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML), die eine FLT3-Mutation aufweisen, in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie mit Daunorubicin und Cytarabin zur Induktion und mit einer Hochdosis-Chemotherapie mit Cytarabin zur Konsolidierung und anschließend als Rydapt-Monotherapie zur Erhaltungstherapie bei Patienten in kompletter Remission.
  • als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patienten mit aggressiver systemischer Mastozytose (ASM), systemischer Mastozytose mit assoziierter hämatologischer Neoplasie (SM-AHN) oder Mastzellleukämie (MCL).


Midostaurin hemmt multiple Rezeptor-Tyrosinkinasen, einschließlich der beiden Kinasen FLT3 und KIT. Midostaurin hemmt den FLT3-Rezeptor-abhängigen Signalweg und induziert Zellzyklusstillstand und Apoptose bei Leukämiezellen, die FLT3-ITD- oder TKD-mutierte Rezeptoren exprimieren oder FLT3-Wildtyp-Rezeptoren überexprimieren. In-vitro-Daten zeigen, dass Midostaurin D816V-mutierte KIT-Rezeptoren bei Expositionswerten, die von Patienten erreicht
werden (durchschnittliche erreichte Exposition ist höher als IC50), hemmt. In-vitro-Daten zeigen, dass KIT-Wildtyp-Rezeptoren in weitaus geringerem Ausmaß bei diesen Konzentrationen (durchschnittliche erreichte Exposition ist geringer als IC50) gehemmt werden. Midostaurin beeinträchtigt den anomalen KIT D816V-vermittelten Signalweg und verhindert die Proliferation, das Überleben und die Histaminausschüttung der Mastzellen. Außerdem hemmt Midostaurin weitere Rezeptor-Tyrosinkinasen wie PDGFR (platelet-derived growth factor receptor) oder VEGFR2 (vascular endothelial growth factor receptor 2), sowie Mitglieder der Serin/Threoninkinasefamilie PKC (Proteinkinase C). Midostaurin bindet an den katalytischen Abschnitt dieser Kinasen und hemmt die mitogene Signalfunktion der betreffenden Wachstumsfaktoren in den Zellen, was zu einem Wachstumsstillstand führt.
Midostaurin führte in Kombination mit chemotherapeutischen Wirkstoffen (Cytarabin, Doxorubicin, Idarubicin und Daunorubicin) zu einer synergistischen Wachstumshemmung bei FLT3-ITD-exprimierenden AML-Zelllinien.

Quelle
EPAR der EMA

Freitag, 21. Juli 2017

Midostaurin von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Juli 2017 empfohlen, oral appliziertes Midostaurin (Rydapt, Novartis) als Erhaltung in Kombination mit Daunorubicin und Cytarabin-Induktion und hochdosiertem Cytarabin als Konsolidierungstherapie bei Patienten mit neu diagnostizierer AML und FLT3-Muationen zuzulassen sowie als Monotherapie für die Behandlung von Erwachsenen mit aggressiver systemischer Mastozytose , systemischer Mastozytose mit assoziierter hämatologischen Neoplasiern oder Mastzell-Leukämie zuzulassen.

Midostaurin ist eine Proteinkinaseinhibitor, der verschiedene Tyrosinkinasen einschließlicht FLT3- und KIT-Kinase hemmt.


Quelle:
Mitteilung der EMA vom 20. Juli 2017

Mittwoch, 10. Mai 2017

Midostaurin von der FDA zugelassen

Die FDA hat am 28. April 2017 Midostaurin (Rydapt, Novartis) für die Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostizierter AML und einer FLT3-Mutation in Kombination mit Chemotherapie zugelassen. Außerdem ist für die Anwendung ein Begleitdiagnostikum, der LeukoStrat CDx FLT3 Mutation Assay zum Nachweis der FLT3-Mutation notwendig.
Midostaurin ist ein oral applizierbarer potenter FLT3-Inhibitor, der auch VEGFRR, PKC, KIT und PDGFR hemmt. 

Weitere Informationen in der Pressemitteilung der FDA