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Freitag, 26. November 2021

Ripretinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 18. November 2021 Ripretinib (Qinlock, Deciphera) als Orphan Drug für die orale Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) zugelassen, die zuvor eine Behandlung mit drei oder mehr Kinasehemmern, einschließlich Imatinib, erhalten haben.

Ripretinib ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor, der die KIT-Protoonkogen-Rezeptor-Tyrosinkinase und die PDGFRA-Kinase hemmt, einschließlich Wildtyp-, primäre und sekundäre Mutationen. 

Ripretinib hemmt in vitro außerdem andere Kinasen wie PDGFRB, TIE2, VEGFR2 und BRAF.

Wirksamkeit und Sicherheit von Ripretinib wurden in der randomisierten (2:1), doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie INVICTUS bei Patienten mit nicht resezierbaren, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten GIST untersucht, die zuvor mit mindestens drei Krebstherapien, einschließlich Imatinib, Sunitinib und Regorafenib, behandelt worden waren oder diese nicht vertragen haben.

Quelle

Montag, 12. Oktober 2020

Avapritinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat m 24. September 2020  Avapritinib (Ayvakyt, Blueprint Medicines) bedingt als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patienten mit inoperablen oder metastasierten gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), die die Thrombozyten-WachstumsfaktorRezeptor-alpha (PDGFRA)-D842V-Mutation aufweisen, zugelassen.


Mit etwa 1.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland gehören GIST zu den seltenen Krebsarten. Im fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium werden GIST meist mit dem Tyrosinkinasehemmer Imatinib behandelt, der das Wachstum des Tumors über Jahre auf­halten kann.

Etwa 10 % der Tumoren sprechen nicht auf die Behandlung mit Imatinib an. Ursache dieser primären Resistenz sind meist PDGFRA-Exon-18-Mutationen, am häufigs­ten ist hierbeit die Punktmutation D842V.
Avapritinib ist ein Proteinkinase-Inhibitor, der onkogene KIT und PDGFRA-Mutanten potent und selektiv hemmt.
Avapritinib ist ein Typ-1-Kinase-Inhibitor, der eine biochemische In-vitro-Aktivität auf die PDGFRAD842V- und KIT-D816V-Mutanten gezeigt hat, die mit einer Resistenz gegen Imatinib, Sunitinib und Regorafenib, mit halben maximalen Hemmkonzentrationen (IC50) von 0,24 nM bzw. 0,27 nM und einer größeren Wirksamkeit gegen klinisch relevante KIT-Exon-11- und KIT-Exon-17-Mutanten als
gegen das KIT-Wildtyp-Enzym assoziiert sind. 


Quelle

Mittwoch, 29. Juli 2020

Avapritinib von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Juli 2020 empfohlen, Avapritinib (Ayvakyt, Blueprint Medicines) bedingt für die orale Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbaren oder metastasierten gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) mit PDGFRA-D842V-Mutation zuzulassen.


Mit etwa 1.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland gehören GIST zu den seltenen Krebsarten. Im fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium werden GIST meist mit dem Tyrosinkinasehemmer Imatinib behandelt, der das Wachstum des Tumors über Jahre auf­halten kann.
Etwa 10 % der Tumoren sprechen nicht auf die Behandlung mit Imatinib an. Ursache dieser primären Resistenz sind meist PDGFRA-Exon-18-Mutationen, am häufigs­ten ist hierbeit die Punktmutation D842V.
Avapritinib ist ein Proteinkinase-Inhibitor, der onkogene KIT und PDGFRA-Mutanten potent und selektiv hemmt.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 23. Juli 2020

Mittwoch, 30. Juli 2014

Regorafenib: Zulassungserweiterung für GIST

Die EU-Kommission hat die Zulassung für Regorafenib (Stivarga, Bayer) erweitert, es kann nun auch für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit inoperablen oder metastasierten gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) eingesetzt werden, deren Tumor unter der Behandlung mit Imatinib und Sunitinib weiter fortgeschritten ist oder die diese Medikamente nicht vertragen haben.
Die Zulassung für Regorafenib bei GIST beruht auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie GRID (GIST - Regorafenib In Progressive Disease), in der eine signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) unter Regorafenib im Vergleich zu Plazebo gezeigt werden konnte, wenn die Krankheit trotz einer früheren Behandlung mit Imatinib und Sunitinib weiter fortgeschritten war. Regorafenib ist in der EU bereits zur Behandlung des metastasierten kolorektalen Karzinoms zugelassen.


Samstag, 28. Juni 2014

Regorafenib: EMA empfiehlt Zulassungserweiterung für GIST

Der CHMP der EMA hat in seiner Sitzung vom Juni 2014 empfohlen,die Zulassung von Regorafenib (Stivarga, Bayer) zu erweitern.

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Juni 2014 empfohlen, die Zulassung von Regorafenib (Stivarga, Bayer) zu erweitern. Es soll nun bei Erwachsenen mit nicht resezierbarem oder metastasiertem gastrointestinalen Stromatumor (GIST) eingesetzt werden können, deren Erkrankung nach einer Therrapie mit Imatinib und Sunitinib progredient war oder die diese Therapie nicht vertragen haben.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 26. Juni  2014

Dienstag, 26. Februar 2013

Regorafenib: FDA erweitert Zulassung für GIST

Die Food and Drug Administration (FDA) hat die Zulassung für Regorafenib (Stivarga, Bayer) erweitert, es kann nun auch zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) eingesetzt werden.

Quelle
Pressemitteilung der FDA vom 25. Februar 2013

Freitag, 8. Juni 2012

Regorafenib wirkt bei TKI-resistenten GIST-Patienten

Der Multikinasehemmer Regorafenib (Bayer AG) ist ein oraler Hemmer verschiedener Kinasen, die bei GIST und anderen Tumoren eine wichtige Rolle spielen.


Wirksamkeit und Verträglichkeit von Regorafenib (n = 133) wurden in der GRID-Studie (GIST – Regorafenib in progressive disease) bei GIST-Patienten, deren Erkrankung trotz Behandlung mit Imatinib und Sunitinib progredient war, im Vergleich zu Plazebo (n = 66) untersucht. Das progressionsfreie Überleben im Median wurde durch Regorafenib im Vergleich zu Plazebo signifikant von 0,9 auf 4,8 Monate verlängert. Die Überlegenheit von Regorafenib war auch in nahezu allen Subgruppen nachweisbar. Das Gesamtüberleben unterschied sich in den beiden Gruppen nicht, was vermutlich darauf zurück zu führen ist, dass die Patienten bei Krankheitsprogression offen mit Regorafenib weiter behandelt werden konnten.
Die Krankheitskontrollrate betrug in der Regorafenib-Gruppe 52,6 %, in der Plazebo-Gruppe 9,1 %. Die Ansprechraten waren insgesamt jedoch niedrig.


Quelle
Demetri G, et al. Randomized phase III trial of regorafenib in patients with metastatic and/or unresectable gastrointestinal stromal tumor (GIST) progressing despite prior treatment with at least imatinib and sunitinib: GRID trial. ASCO 2012, Chicago, J Clin Oncol 2012;30 suppl: abstr LBA10008.

Donnerstag, 19. März 2009

Imatinib plus Operation bei GIST

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) treten bevorzugt im Magen oder Dünndarm auf. Bei großen Tumoren und hoher proliferativer Aktivität ist die Rückfallrate nach einer Operation größer. Daher wurde von DeMatteo et al. in einer Placebo-kontrollierten Studie mit Hochrisikopatienten untersucht, wie sich eine einjährige adjuvante Behandlung mit Imatinib auf das progressionsfreie und das Gesamtüberleben auswirkt.
Nach der Operation erhielten die Patienten randomisiert Imatinib 400 mg/Tag (n = 359) oder Plazebo (n = 354) über ein Jahr. Bei der Interimsanalyse 3 wurde die Studie aus ethischen Gründen gestoppt. Ohne Rückfall überlebten nach einem Jahr in der Imatinib-Gruppe 98 % der Patienten, in der Plazebo-Gruppe 83 %, nach zwei Jahren waren es 90 % versus 71 %. Der Therapieerfolg war von der Tumorgröße abhängig. Imatinib wirkte bei Tumoren über 10 cm am besten.

Quelle:
DeMatteo R, et al. Adjuvant imatinib mesylate after resection of localised, primary gastrointestinal stromal tumour: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial. Lancet Published Online March 19, 2009 DOI:10.1016/S0140-6736(09)60500-6.