Die Ein-Jahres-Ergebnisse der ExTRACT-TIMI 25-Studie zeigen, dass der Nutzen von Enoxaparin im Vergleich zu unfraktioniertem Heparin (UFH) zusätzlich zur Fibrinolyse bei Patienten mit ST-Hebungs-Infarkt (STEMI) im Hinblick auf den primären Endpunkt (Tod jeder Ursache oder nicht tödlicher Herzinfarkt) anhält. Es wurde jedoch nach 30 Tagen kein zusätzlicher Effekt gesehen und die Sterblichkeit war mit Enoxaparin nach einem Jahr nicht geringer.
In der Studie Enoxaparin and Thrombolysis Reperfusion for Acute Myocardial Infarction Treatment (ExTRACT)-Thrombolysis in Myocardial Infarction (TIMI) 25 wurde Enoxaparin mit UFH bei Patienten mit STEMI verglichen, die sich einer Fibrinolyse-Behandlung unterzogen. Die Hauptergebnisse wurden 2006 publiziert: N Engl J Med 2006; 354:1477-1488. Nun liegen die Langzeitdaten mit einer Nachbeobachtungszeit bis zu einem Jahr von 99 % der Patienten vor.
• Primärer Endpunkt: bei 17,0% der Patienten in der UFH-Gruppe und bei 15,8% in der Enoxaparin-Gruppe (Hazard-ratio [HR] für Enoxaparin: 0,92, 95% KI 0,86–0,98, P=0,01).
• Nicht-tödliche Herzinfarkte: bei 6,8% bzw. 5,7% der Patienten (HR 0,82, 95% KI 0,73–0,92, P<0,001).
• Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen beim Todesrisiko (10,6 vs. 10,5%, HR 0,98, 95% KI 0,91–1,07) oder beim Risiko für einen beeinträchtigenden Schlaganfall (1,2 vs. 1,1%, HR 0,97, 95% KI 0,75–1,26).
• Die Reduzierung der Todesfälle und Herzinfarkte wurde innerhalb der ersten 30 Tage der Studie erreicht, danach konnte keine weitere Reduktion erzielt werden.
Quelle:
Morrow D, et al. One-year outcomes after a strategy using enoxaparin vs. unfractionated heparin in patients undergoing fibrinolysis for ST-segment elevation myocardial infarction: 1-year results of the ExTRACT-TIMI 25 Trial. Eur Heart J 2010, E-Pub: 17. April 2010, doi:10.1093/eurheartj/ehq098
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Montag, 19. April 2010
Donnerstag, 6. August 2009
Apixaban versus Enoxaparin zur Thromboseprophylaxe
Der orale Faktor-Xa-Antagonist Apixaban (BristolMyers Squibb) erwies sich zur Thromboseprophylaxe bei Patienten nach Kniegelenksersatzoperation nicht als gleichwertig zu Enoxaparin. Dies ergab eine große, doppelblinde, randomisierte Vergleichsstudie mit 3.195 Patienten in 14 Ländern.
Der primäre Endpunkt, nämlich der Nachweis der Nichtunterlegenheit gegenüber dem niedermolekularen Heparin in der Wirkung auf alle venöse Thromboembolien oder Tod jeder Ursache konnte nicht erreicht werden. Dieser Endpunkt wurde bei 9 % der Patienten der Apixaban-Gruppe und bei 8,8% der Patienten der Enoxaparin-Gruppe beobachtet. Diese 8,8 % Ereignisrate war jedoch niedriger als erwartet - dies wird nun u.a. als Erklärung dafür angegeben, dass die Nichtunterlegenheit nicht signifikant nachgewiesen werden konnte. Die Blutungsrate war unter Apixaban jedoch signifikant niedriger.

Quelle:
Lassen, MR, et al. Apixaban or Enoxaparin for thromboprophylaxis after knee replacement. N Engl J Med. 2009;361:594-604.
Der primäre Endpunkt, nämlich der Nachweis der Nichtunterlegenheit gegenüber dem niedermolekularen Heparin in der Wirkung auf alle venöse Thromboembolien oder Tod jeder Ursache konnte nicht erreicht werden. Dieser Endpunkt wurde bei 9 % der Patienten der Apixaban-Gruppe und bei 8,8% der Patienten der Enoxaparin-Gruppe beobachtet. Diese 8,8 % Ereignisrate war jedoch niedriger als erwartet - dies wird nun u.a. als Erklärung dafür angegeben, dass die Nichtunterlegenheit nicht signifikant nachgewiesen werden konnte. Die Blutungsrate war unter Apixaban jedoch signifikant niedriger.

Quelle:
Lassen, MR, et al. Apixaban or Enoxaparin for thromboprophylaxis after knee replacement. N Engl J Med. 2009;361:594-604.
Donnerstag, 18. Juni 2009
Enoxaparin senkt Risiko für TVT bei Patienten mit Pankreaskarzinom
Das niedermolekulare Heparin Enoxaparin senkte bei Patienten mit fortgeschrittenem Pankreaskarzinom das Risiko für tiefe Venenthrombosen signifikant. Dies ergab die CONKO-004-Studie, deren Ergebnisse beim ASCO 2009 in Orlando vorgestellt wurden. Die Rate tiefer Venenthrombosen betrug in der Beobachtungsgruppe 9,9 %, in der Enoxaparin-Gruppe 1,3 %. Dies bedeutet, eine Senkung des relativen Risikos um 87 % (p < 0,01, NNT 12). Schwere Blutungen waren in der Enoxaparin-Gruppe jedoch häufiger, allerdings nicht signifikant. Ob das niedermolekulare Heparin auf OS und PFS wirkt, kann derzeit aber noch nicht gesagt werden.
Quelle:
Riess H, Pelzer U, Deutschinoff G, Opitz B, et al. A prospective, randomized trial of chemotherapy with or without the low molecular weight heparin (LMWH) enoxaparin in patients (pts) with advanced pancreatic cancer (APC): Results of the CONKO 004 trial. J Clin Oncol. 2009; 27(18s): Abstr. LBA4506
Quelle:
Riess H, Pelzer U, Deutschinoff G, Opitz B, et al. A prospective, randomized trial of chemotherapy with or without the low molecular weight heparin (LMWH) enoxaparin in patients (pts) with advanced pancreatic cancer (APC): Results of the CONKO 004 trial. J Clin Oncol. 2009; 27(18s): Abstr. LBA4506
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