Dienstag, 10. Februar 2009
Multivitamine: Kein Schutz vor Krebs und KHK bei Frauen
Quelle:
Neuhouser ML, et al. Multivitamin Use and Risk of Cancer and Cardiovascular Disease in the Women's Health Initiative Cohorts. Arch Intern Med. 2009;169(3):294-304.
Dienstag, 15. April 2008
Herzinfarkt bei Frauen durch Psychostress
Herzinfarkte treten bei Frauen und Männern gleich häufig auf, allerdings bei Männern zehn Jahre früher. Männer leiden unter aggressiveren Formen der koronaren Herzkrankheit, sie leiden häufiger unter Dreigefäßerkrankungen und multiplen Stenosen, während bei Frauen mehr Durchblutungsstörungen bei normalen Kranzarterien zu sehen sind.
Estrogene spielen bei den geschlechtsspezifischen Unterschieden des kardiovaskulären Risikos eine wichtige Rolle. Sie wirken vasoprotektiv und antihypertroph, während Testosteron proinflammatorisch und prohypertroph wirkt.
Quellen:
Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen, Göttingen, Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek, Berlin, Symposium „Frauen sind anders – Männer auch“ im Rahmen der 114 Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, Wiesbaden, 31. März 2008.
Eigene Erfahrungen
Mittwoch, 23. Januar 2008
Krankes Herz durch Stress
Stress am Arbeitsplatz begünstigt die Entstehung einer koronaren Herzkrankheit.
Dies wurde in einer englischen Stude nun bestätigt, in der folgende Fragen untersucht wurden:
1. Erhöht erhöhter Stress am Arbeitsplatz das Risiko für eine KHK und andere Risikofaktoren?
2. Ist das Risiko für Personen im Arbeitsalter höher?
3. Wird das Risiko für KHK durch neuroendokrine Mechanismen und/oder indirekt durch das Verhalten der Personen erhöht?
In der Studie wurden 10.308 Frauen und Männer aus London über 12 Jahre beobachtet. Sie ergab, dass das koronare Risiko eng mit Stress am Arbeitsplatz verknüpft ist, und zwar vor allem bei Personen im Alter unter 50 Jahren. Das koronare Risiko war bei den gestressten Menschen um 68 % höher als bei den nicht gestressten Personen. Als Mechanismen kommen sowohl direkte Effekte über das neuroendokrine System als auch indirekte Effekte durch ungesundes Verhalten mit Bewegungsmangel, falscher Ernährung und Übergewicht in Frage.
Quelle:
Chandola T, Britton A, Brunner E, Hemingway H, et al. Work stress and coronary heart disease: what are the mechanisms? European Heart Journal, doi:10.1093/eurheartj/ehm584