Multivitamine senken das Risiko für eine Krebserkrankung oder eine koronare Herzkrankheit (KHK) sowie die Gesamtsterblichkeit bei postmenopausalen Frauen nicht. Dies zeigen Daten aus der Womens Health Initiative von 160.00 postmenopausalen Frauen. Multivitamin-Einnahme war nach einer Beobachtungszeit von acht Jahren nicht mit einem verringerten Risiko für Krebs, KHK oder Gesamtsterblichkeit assoziiert. So genannten Stress-Vitamine wie hohe Dosen von B-Vitaminen, Vitamin C, Selen und Zink) schützten vor Herzinfarkt, die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass dies ein Zufallsbefund sein könnte. Ihre Schlussfolgerung lautet, dass Multivitamin-Gaben keine wesentliche Rolle bei der Prävention von chronischen Krankheiten spielen.
Quelle:
Neuhouser ML, et al. Multivitamin Use and Risk of Cancer and Cardiovascular Disease in the Women's Health Initiative Cohorts. Arch Intern Med. 2009;169(3):294-304.
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Dienstag, 10. Februar 2009
Dienstag, 15. April 2008
Herzinfarkt bei Frauen durch Psychostress
Männer erleiden einen Herzinfarkt eher durch Körperstress, Frauen durch Psychostress. Frauen leiden mehr unter den Folgen von psychosozialem Stress, unter Stress in Partnerschaft und Familie und unter Psychoterror im Beruf. Gemobbten Frauen kann man nur den guten Rat geben, ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden zu liebe möglichst rasch den Arbeitsplatz zu wechseln.
Herzinfarkte treten bei Frauen und Männern gleich häufig auf, allerdings bei Männern zehn Jahre früher. Männer leiden unter aggressiveren Formen der koronaren Herzkrankheit, sie leiden häufiger unter Dreigefäßerkrankungen und multiplen Stenosen, während bei Frauen mehr Durchblutungsstörungen bei normalen Kranzarterien zu sehen sind.
Estrogene spielen bei den geschlechtsspezifischen Unterschieden des kardiovaskulären Risikos eine wichtige Rolle. Sie wirken vasoprotektiv und antihypertroph, während Testosteron proinflammatorisch und prohypertroph wirkt. Männer haben ein höheres kardiales Risiko. Sie werden aber besser diagnostiziert und behandelt. Frauen haben ein niedrigeres Risiko und werden schlechter diagnostiziert und behandelt. Aus den Daten kann der Schluss gezogen werden, dass weibliches Geschlecht so gut ist wie ein Betablocker.
Quellen:
Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen, Göttingen, Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek, Berlin, Symposium „Frauen sind anders – Männer auch“ im Rahmen der 114 Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, Wiesbaden, 31. März 2008.
Eigene Erfahrungen
Herzinfarkte treten bei Frauen und Männern gleich häufig auf, allerdings bei Männern zehn Jahre früher. Männer leiden unter aggressiveren Formen der koronaren Herzkrankheit, sie leiden häufiger unter Dreigefäßerkrankungen und multiplen Stenosen, während bei Frauen mehr Durchblutungsstörungen bei normalen Kranzarterien zu sehen sind.
Estrogene spielen bei den geschlechtsspezifischen Unterschieden des kardiovaskulären Risikos eine wichtige Rolle. Sie wirken vasoprotektiv und antihypertroph, während Testosteron proinflammatorisch und prohypertroph wirkt.
Quellen:
Prof. Dr. Christoph Herrmann-Lingen, Göttingen, Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek, Berlin, Symposium „Frauen sind anders – Männer auch“ im Rahmen der 114 Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, Wiesbaden, 31. März 2008.
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