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Freitag, 24. März 2017

Dinutuximab beta Apeiron von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Februar 2017 empfohlen, Dinutuximab beta Apeiron unter besonderen Umständen für die Behandlung für die Behandlung von Hochrisiko-Neuroblastom bei Patienten im Alter ab 12 Monaten zuzulassen, die zuvor Induktions-Chemotherapie erhielten und mindestens eine partielle Remission erreicht haben, gefolgt von myeloablativer Therapie und autologer Stammzelltransplantation (ASCT) sowie bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Neuroblastom ohne oder mit residueller Erkrankung. Vor der Behandlung des rezidivierten Neuroblastoms sollte die aktiv progrediente Erkrankung mit anderen Maßnahmen stabilisiert werden. Bei Patienten mit rezidivierter oder refraktärer Erkrankung oder bei Patienten, die bei der Erstlinientherapie kein komplettes Ansprechen erreicht haben, soll es in Kombination mit Interleukin-2 (IL-2) angewendet werden.

Dinutuximab (Unituxin, United Therapeutics Europe Ltd.) war bereits im August 2015 zugelassen worden für die Behandlung von Hochrisiko-Neuroblastom bei Patienten im Alter von 12 Monaten bis 17 Jahren, die zuvor Induktions-Chemotherapie erhielten und mindestens eine partielle Remission erreicht haben, gefolgt von myeloablativer Therapie und autologer Stammzelltransplantation (ASCT). Es sollte in Kombination mit Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor (GM-CSF), Interleukin-2 (IL-2) und Isotretinoin angewendet werden. Auf Antrag des Zulassungsinhabers wurde diese Zulassung im März 2017 widerrufen (siehe med|pharm|text-Blog).


Quelle:
Mitteilung der EMA vom 23.März 2017

Freitag, 28. August 2015

Dinutuximab von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 18. August 2015 Dinutuximab (Unituxin, United Therapeutics Europe Ltd.) zugelassen. Dinutuximab ist für die Behandlung von Hochrisiko-Neuroblastom bei Patienten im Alter von 12 Monaten bis 17 Jahren indiziert, die zuvor Induktions-Chemotherapie erhielten und mindestens eine partielle Remission erreicht haben, gefolgt von myeloablativer Therapie und autologer Stammzelltransplantation (ASCT). Es wird in Kombination mit Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor (GM-CSF), Interleukin-2 (IL-2) und Isotretinoin angewendet.

Auf Antrag des Zulassungsinhabers wurde die Zulassung im März 2017 widerrufen.

Dinutuxumab ist auf die Anwendung im Krankenhaus beschränkt und darf nur unter Aufsicht eines in der Anwendung onkologischer Therapien erfahrenen Arztes erfolgen. Es muss von einer medizinischen Fachkraft verabreicht werden, die darauf vorbereitet ist, schwere allergische Reaktionen, einschließlich Anaphylaxie, in einer Umgebung, in der komplette
Reanimationsdienstleistungen sofort verfügbar sind, zu behandeln.
Dinutuximab ein monoklonaler chimärer Antikörper, der aus murinen variablen Schwer- und Leichtkettenregionen und der menschlichen konstanten Region der IgG1-Schwerkette und der KappaLeichtkette besteht. Dinutuximab reagiert spezifisch mit dem Gangliosid GD2, das auf der Oberfläche von Neuroblastom-Zellen stark sowie auf der Oberfläche von normalen menschlichen Neuronen, peripheren Schmerzfasern und Melanozyten der Haut minimal exprimiert wird.
Es wurde gezeigt, dass Dinutuximab an Neuroblastom-Zelllinien bindet, die bekanntermaßen GD2 in vitro exprimieren. Darüber hinaus hat es sich gezeigt, dass es sowohl antikörperabhängige zellvermittelte Zytotoxizität (ADCC) als auch komplementabhängige Zytotoxizität in vitro induziert. Genauer gesagt wurde festgestellt, dass Dinutuximab in Gegenwart von menschlichen Effektorzellen einschließlich peripheren mononukleären Blutzellen (PBMC) und Granulozyten von normalen menschlichen Spendern, die Lyse von mehreren Neuroblastomzellinien in dosisabhängiger Weise vermittelt. Es wurde festgestellt, dass Granulozyten bei der Vermittlung der Dinutuximab-abhängigen Zytotoxizität von Neuroblastom-Zellen wirksamer als PBMCs sind, wobei bei Zugabe von GM-CSF verbesserte Zelllyse beobachtet wurde. Darüber hinaus zeigen In-vivo-Studien, dass Dinutuximab entweder allein oder in Kombination mit IL-2 das Tumorwachstum bei Mäusen partiell hemmen kann. Die Augmentation der ADCC in Gegenwart von GMCSF und IL-2 waren die Gründe für die Kombination dieser Zytokine mit Dinutuximab in klinischen Studien-
Die Zulassung beruht u.a. auf den Ergebnissen einer multizentrischen, offenen, randomisierten Studie mit 230 Patienten, in der der Antikörper im Vergleich zu alleiniger Retinoid-Therapie zu einem besseren Ereignis-freien Überleben und zu einem besseren Gesamtüberleben führte.
Die FDA hat Dinutuximab im März 2015 als Orphan Drug zugelassen.


Quelle:
EPAR der EMA
Mitteilung der EMA

Montag, 25. Mai 2015

Dinutuximab von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Mai 2015 empfohlen, Dinutuximab (Unituxin, United Therapeutics Europe Ltd.) für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 Monaten bis 17 Jahren zuzulassen, die an einem Hochrisiko-Neuroblastom leiden, das zuvor mit einer Induktions-Chemotherapie behandelt worden war. Hierbei musste zumindest eine partielle Remission erreicht worden sein und anschließend eine myoablative Therapie und eine autologe Stammzelltransplantation durchgeführt worden sein. Dinutuximab wird in Kombination mit GM-CSF, Interleukin-2 (IL-2) und Isotretinoin angewendet.

Dinutuximab ist ein monoklonaler Antikörper, der an Disialogangliosid (GD2) bindet, das sich in hoher Konzentration auf der Oberfläche von Neuroblastomzellen befindet. Die Bindung von Dinutuximab an die Neuroblastomzellen markiert diese so, dass sie vom körpereigenen Immunsystem als fremd erkannt werden können.
Die Zulassungempfehlung beruht u.a. auf den Ergebnissen einer multizentrischen, offenen, randomisierten Studie mit 230 Patienten, in der der Antikörper im Vergleich zu alleiniger Retinoid-Therapie zu einem besseren Ereignis-freien Überleben und zu einem besseren Gesamtüberleben führte.
Die FDA hat Dinutuximab im März 2015 als Orphan Drug zugelassen.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 21. Mai 2015

Dienstag, 10. März 2015

Dinutuximab von der FDA zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Dinutuximab (Unituxin, United Therapeutics Corporation) beschleunigt als Orphan Drug in Kombination mit GM-CSF, IL-2 und 13-cis-Retinoinsäure für die Behandlung von Kindern mit Hochrisiko-Neuroblastom zugelassen, die ein mindestens partielles Ansprechen auf die vorhergehende First-Line Therapie aus verschiedenen Substanzen gezeigt haben.
Dinutuximab ist ein chimärer monoklonaler Antikörper, der an die Oberfläche von Neuroblastom-Zellen bindet. Er wird im Rahmen einer multimodalen Therapie einschließlich Operation, Chemotherapie und Bestrahlung eingesetzt.
Die Zulassung beruhte u.a. auf den Ergebnissen einer multizentrischen, offenen, randomisierten Studie mit 226 Patienten, in der der Antikörper im Vergleich zu alleiniger Retinoid-Therapie zu einem besseren Ereignis-freien Überleben und zu einem besseren Gesamtüberleben führte.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 10. März 2015