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Dienstag, 7. November 2023

Pirtobrutinib von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 30. Oktober 2023 Pirtobrutininb (Jaypirca, Lilly) bedingt zur oralen Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Mantelzelllymphom (MCL) zugelassen, die  zuvor mit einem Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitor behandelt worden sind.



Pirtobrutinib ist ein reversibler, nicht-kovalenter Inhibitor der Bruton-Tyrosinkinase (BTK). Sie ist ein  Signalprotein des B-Zell-Antigenrezeptors (BCR) und des Zytokinrezeptor-Weges. In B-Zellen führt die  BTK-Signalgebung zur Aktivierung von Signalwegen, die für die Proliferation, den Transport, die Chemotaxis und die Adhäsion von B-Zellen erforderlich sind. Pirtobrutinib bindet sowohl an die Wildtyp-BTK als auch an die BTK mit C481-Mutationen, was zu einer Hemmung der BTK-Kinase-Aktivität führt.

Die Wirksamkeit wurde bei 164 erwachsenen Patienten mit MCL in einer multizentrischen, unverblindeten, einarmigen klinischen Phase 1/2 Studie untersucht (BRUIN). 

Quelle

Info der EMA

Montag, 21. Dezember 2020

Brexucabtagen autoleucel von der EMA zur Zulassung empfohlen

 Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Oktober 2020 empfohlen, Brexucabtagen autoleucel (Tecartus) bedingt für die Therapie von Erwachsenen mit Mantelzell-Lymphom (MCL) zuzulassen werden, wenn sich ein Rezidiv ankündigt oder wenn die Patienten nach zwei oder mehr systemischen Therapien kein Ansprechen zeigen.

Brexucabtagen autoleucel (Tecartus) ist das nach Tisagenlecleucel (Kymriah) und Axicabtagen ciloleucel (Yescarta) das dritte CAR-T-Zell-Medikament, das in der EU zugelassen werden soll. Es enthält autologe anti-CD19-transduzierte CD3+-Zellen. Es stammt ebenso wie Yescarta von Kite Pharma, einer Gilead-Tochter. 

Zur Herstellung wird dem Patienten Blut entnommen, aus dem die T-Zellen angereichert werden. Diese werden dann gentechnisch so verändert, dass sie einen chimären Antigenrezeptor (CAR-T) enthalten, mit dessen Hilfe die T-Zellen die Lymphomzellen erkennen und eliminieren können. Diese modifizierten Immunzellen werden dann dem Patienten wieder infundiert.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Brexucabtagen autoleucel wurde in einer multizentrischen klinischen Studie an erwachsenen Patienten mit refraktärem oder rezidiviertem MCL untersucht. 74 Patienten erhielten Brexucabtagen autoleucel mit einer zwölfmonatigen Nachbeobachtung; sie zeigten eine objektive Ansprechrate (ORR) von 84% und ein vollständiges Ansprechen von 59%.

Die häufigsten Nebenwirkungen waren ein Zytokin-Release-Syndrom (CRS) mit hohem Fieber und grippeähnlichen Symptome, Infektionen und Enzephalopathien. Die Folgen eines CRS können lebensbedrohlich sein. 

Quelle:

Mitteilung der EMA vom 16. Oktober 2020

Freitag, 15. November 2013

Ibrutinib von der FDA für Mantelzell-Lymphom zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Ibrutinib (Imbruvica Sunnyvale, Raritan) für die Behandlung von Patienten mit Mantelzell-Lymphom zugelassen.

Ibrutinib (Imbruvica) hemmt die Bruton Tyrosinekinase (BTK), die wichtig für das Wachstum und Überleben von B-Zellen ist. Ibrutinib tötet maligne B-Zellen ab, greift an gesunden B-Zellen jedoch nicht an. Ibrutinib soll bei MCL wirksamer und besser verträglich sein, als alternative Therapien.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 13. November 2013

Dienstag, 11. Juni 2013

Lenalidomid: FDA erweitert Zulassung für Mantelzell-Lymphom

Die Food and Drug Administration (FDA) hat die Zulassung von Lenalidomid (Revlimid, Celgene) erweitert, es kann nun auch für die Behandlung von Patienten mit Mantelzell-Lymphom eingesetzt werden, deren Erkrankung auf zwei vorhergehende Behandlung (eine davon mit Bortezomib) nicht angesprochen hatte oder danach progredient war.

Quelle:
Mitteilung der FDA vom 5. Juni 2013