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Dienstag, 7. August 2018

Metreleptin von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 1.8.2018 Metreleptin (Myalept, Aegerion) als parenterale Substitutionstherapie bei Patienten mit Leptindefizienz zugelassen:
Diese Leptin-Ersatztherapie wirdin Kombination mit einer Diät zur Behandlung der Folgen eines Leptinmangels bei Patienten mit Lipodystrophie (LD) eingesetzt:
• mit bestätigter angeborener generalisierter LD (Berardinelli-Seip-Syndrom) oder erworbener generalisierter LD (Lawrence-Syndrom) bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren
• mit bestätigter familiärer oder erworbener partieller LD (Barraquer-Simons-Syndrom) bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren, bei denen durch Standardbehandlungen keine
angemessene Einstellung des Stoffwechsels erreicht werden konnte.

Komplikationen der Leptindefizienz können bei erblicher oder erworbener Lipodystrophie - einem Mangel an Fettgewebe - auftreten. Leptin wird im Fettgewebe produziert, bei Fettgewebemangel kann es zu einem Leptinmangel kommen. Leptin reguliert die Nahrungsaufnahme und andere wie Insulin. Patienten mit schwerer Lipodystrophie entwickeln häufig eine schwere Insulinresistenz in jungen Jahren und leiden unter einem schwer einstellbaren Diabetes mellitus oder einer schwer einstellbaren Hypertriglyzeridämie., die wiederum zu Entzündungen des Pankreas führen kann.
Mit Metreleptin steht die erste zugelassene Therapie für die Behandlung von Komplikationen aufgrund eines Leptinmangels zur Verfügung.
Metreleptin ahmt die physiologischen Wirkungen von Leptin nach, indem es sich an den menschlichen Leptinrezeptor, der zu den Rezeptoren der Zytokinfamilie Klasse I, die den JAK/STAT-Signalweg nutzen, gehört, bindet und diesen aktiviert.

Das rekombinant hergestellte Leptinanalogon wurde in einer offenen einarmigen Studien mit Lipodystrophie-Patienten untersucht. Metreleptin reduzierte HbA1c-Werte, Nüchtern-Glucose- und Triglyceridspiegel.
Häufigste Nebenwirkungen waren Hypoglykämie, Kopfschmerzen, Gewichtsabnahme und Bauchschmerzen.

Quelle
EPAR der EMA

Donnerstag, 7. Juni 2018

Metrelepin von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Mai 2018 empfohlen, Metrelepin (Myalepta, Aegerion Pharmaceuticals) als Orphan Drug zur parenteralen Behandlung von Komplikationen einer Leptin-Defizienz zuzulassen.
Metrelepin ist als Ergänzung zu Diät eine Replacement-Therapie bei Lipodystrophie-Patienten

  • mit bestätigter erblicher generalisierter Lipodystrophie (Berardinell-Selp-Syndrom) oder erworbener Lipodystrophie (Lwarence-Syndrom) bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren
  • mit bestätigter familiärer partialer Lipodystrophie oder erworbener partialer Lipodystrophie (Barraquer-Simon-Syndrom) bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren bei denen mit einer Sandardtherapie keine adäquate metabolische Kontrolle erreicht werden konnte.

Metrelepin ist eine rekombinantes humanes Leptinanalogon, das die physiologischen Effekte von Leptin hat. Es bindet sich und aktiviert den humanen Leptin-Rezeptor und senkt so verschiedene Fettarten im Körper und verringert deren Anreicherung in Geweben wie Leber und Muskeln.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 31. Mai 2018

Donnerstag, 27. Februar 2014

Metreleptin von der FDA bei Leptindefizienz zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Metreleptin (Myalept) als Substitutionstherapie bei Patienten mit Leptindefizienz zugelassen.

Komplikationen der Leptindefizienz können bei erblicher oder erworbener Lipodystrophie - einem Mangel an Fettgewebe - auftreten. Leptin wird im Fettgewebe produziert, bei Fettgewebemangel kann es zu einem Leptinmangel kommen. Leptin reguliert die Nahrungsaufnahme und andere wie Insulin. Patienten mit schwerer Lipodystrophie entwickeln häufig eine schwere Insulinresistenz in jungen Jahren und leiden unter einem schwer einstellbaren Diabetes mellitus oder einer schwer einstellbaren Hypertriglyzeridämie., die wiederum zu Entzündungen des Pankreas führen kann.
Mit Metreleptin steht die erste zugelassene Therapie für die Behandlung von Komplikationen aufgrund eines Leptinmangels zur Verfügung. Das rekombinant hergestellte Leptinanalogon wurde in einer offenen einarmigen Studien mit 48 Lipodystrophie-Patienten untersucht. Metreleptin reduzierte HbA1c-Werte, Nüchtern-Glucose- und Triglyceridspiegel.
Weil das Risiko besteht, dass sich unter der Therapie neutralisierende Antikörper entwickeln, darf Metreleptin nur im Rahmen eines REMS-Programms eingesetzt werden.
Häufigste Nebenwirkungen waren Hypoglykämie, Kopfschmerzen, Gewichtsabnahme und Bauchschmerzen.

Quelle
Pressemitteilung der FDA vom 25. Februar 2014