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Sonntag, 13. September 2015

Canagliflozin: FDA warnt vor erhöhtem Frakturrisiko

Die Food and Drug Administration (FDA) warnt vor einem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen aufgrund einer Verringerung der Knochendichte bei Einnahme von Canagliflozin (Invokana, Janssen-Cilag). Die Fachinformation muss entsprechend überarbeitet werden.
Die FDA prüft derzeit, ob das Frakturrisiko auch bei Anwendung von anderen SGLT2-Inhibitoren wie Dapagliflozin und Empagliflozin erhöht ist.

Quelle:
Mitteilung der FDA vom 10. September 2015

Freitag, 27. Juli 2012

Protonenpumpenhemmer: Änderungen der Fachinformationen

Die Arbeitsgruppe Pharmakovigilanz des Ausschusses für Humanarzneimittel der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) empfiehlt die Änderung der Fachinformationen für PPI.

Die verschreibungspflichtigen Protonenpumpeninhibitoren Omeprazol, Esomeprazol/Naproxen, Omeprazol/Ketoprofen, Esomeprazol, Lansoprazol, Pantoprazol, Rabeprazol können - insbesondere in hoher Dosierung und bei Einnahme über eine längere Zeit (> 1 Jahr) - das Risiko von Oberschenkelhals-, Handgelenks- und Wirkelsäulenfrakturen vor allem bei älteren Patienten oder bei Vorliegen anderer bekannter Risikofaktoren mäßig erhöhen. Ergebnisse von Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass Protonenpumpeninhibitoren das Risiko von Frakturen möglicherweise um 10 bis 40% erhöhen, wobei dieses erhöhte Risiko teilweise auch durch andere Risikofaktoren bedingt sein kann. Patienten mit Osteoporoserisiko sollen entsprechend den gültigen klinischen Richtlinien behandelt werden und ausreichend Vitamin D und Calcium erhalten.
Bei Patienten, die für mindestens drei Monate, jedoch in den meisten Fällen für ein Jahr mit verschreibungspflichtigen Protonenpumpeninhibitoren behandelt wurden, trat eine schwere Hypomagnesiämie auf. Schwerwiegende Manifestationen von Hypomagnesiämie mit Erschöpfungszuständen, Tetanie, Delir, Krämpfe, Schwindelgefühl und ventrikulären Arrhythmien können auftreten, aber sie können sich schleichend entwickeln und dann übersehen werden. Bei den meisten betroffenen Patienten verbesserte sich die Hypomagnesiämie nach Gabe von Magnesium und Absetzen des Protonenpumpeninhibitors. Bei Patienten, für die eine längere Behandlungsdauer vorgesehen ist oder die Protonenpumpeninhibitoren mit Digoxin oder anderen Arzneistoffen einnehmen, welche Hypomagnesiämie hervorrufen können (z.B. Diuretika), sollte der Arzt vor und periodisch während der Behandlung mit PPI eine Überwachung der Magnesiumwerte in Betracht ziehen.
Die Produktinformationen der Präparate sollen entsprechend geändert werden.

Quelle:
Mitteilung des BfArM vom 26. Juli 2012

Donnerstag, 21. April 2011

EMA: Femurfrakturen sind Klasseneffekt der Bisphosphonate

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäische Zulassungsbehörde (EMA) kam aufgrund einer Überprüfung der Daten zum Schluss, dass Femurfrakturen ein Klasseneffekt der Bisphosphonate sind.

Atypische Femurfrakturen können in seltenen Fällen bei Behandlung mit allen Bisphosphonaten auftreten. Bei allen Bisphosphonat-haltigen Präparaten muss künftig ein entsprechender Warnhinweis aufgeführt werden. Bislang war ein solcher Hinweis nur bei Alendronsäure enthalten.

Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 15. April 2011

Mittwoch, 23. März 2011

FDA: Keine Warnung vor erhöhtem Frakturrisiko bei OTC-PPI

Die Food and Drug Administration (FDA) hält eine Warnung vor einem erhöhten Frakturrisiko bei frei verkäuflichen Protonenpumpenhemmern (PPI) derzeit nicht für erforderlich.

Die bislang verfügbaren Daten zeigen, dass das Frakturrisiko durch PPI nur in hohen Dosen und/oder bei Einnahme über mehr als ein Jahr erhöht wird.
OTC-PPI werden nur in niedriger Dosierung angeboten und sind nur für eine zweiwöchige Behandlungsdauer bis zu dreimal im Jahr vorgesehen. Die FDA empfiehlt Ärzten und Apothekern das Frakturrisiko zu bedenken, wenn sie Patienten zu einer höher dosierten und/oder längeren Anwendung von OTC-PPI raten.

Quelle:
FDA Drug Safety Communication vom 23. März 2011

Montag, 27. September 2010

EMA: Überprüfung von Bisphosphonaten begonnen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat eine Überprüfung der Wirkungen und Nebenwirkungen von Bisphosphonaten begonnen.

In klinischen Studien und Postmarketingerhebungen war ein erhöhtes Risiko von atypischen Stressfaktoren gesehen worden. Ein Hinweis hierauf war bereits 2008 in die Produktinformation von Alendronsäure aufgenommen worden. Nun will das CHMP nochmals alle vorliegenden Daten überprüfen und das Nutzen-Risiko-Verhältnis neu bewerten.

Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 24. September 2010

Donnerstag, 27. Mai 2010

FDA: Warnung vor erhöhtem Frakturrisiko durch Protonenpumpenhemmer

Nach Ansicht der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) erhöht die langfristige Therapie mit Protonenpumpenhemmern (PPI) möglicherweise das Risiko für Frakturen.

Die FDA gelangt aufgrund der Ergebnisse verschiedener Studien zur Einschätzung, dass der langfristige Gebrauch von PPI das Risiko für Oberschenkelhals-, Handgelenks- und Wirbelsäulenfrakturen erhöhen kann. Ein entsprechender Warnhinweis soll in die Gebrauchsinformation aufgenommen werden.
In sechs von sieben epidemiologischen Studien, in denen Patienten unter PPI-Therapie ein bis zwölf Jahre beobachtet worden waren, konnte ein Zusammenhang mit der PPI-Einnahme und einem erhöhten Frakturrisiko gesehen werden. An der Wirksamkeit und an der Notwendigkeit des Einsatzes der PPI besteht allerdings kein Zweifel, sie sollten allerdings in der niedrigst möglichen Dosis angewendet werden. Bei Patienten mit erhöhtem Osteoporose-Risiko ist zudem der Knochenstatus regelmäßig zu erheben. Auf eine ausreichende Versorgung mit Calciumsalzen und Vitamin D ist zu achten.
Die FDA weist ferner darauf hin, dass auch andere Faktoren in den Studien zur Erhöhung des Knochenbruchrisikos geführt haben können. Es ist derzeit auch völlig unklar, welcher Mechanismus dieser unerwünschten Wirkung zugrunde liegen könnte.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 25. Mai 2010
FDA Drug Safety Communication vom 25. Mai 2010