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Mittwoch, 19. Oktober 2022

Tirzepatid von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 15. September 2022 Tirzepatid (Mounjaro, Lilly) zur parenteralen Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend eingestelltem Diabetes mellitus Typ 2 als Ergänzung zu Diät und Bewegung zugelassen, und zwar
• als Monotherapie, wenn die Einnahme von Metformin wegen Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen nicht angezeigt ist,
• zusätzlich zu anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes mellitus.

Tirzepatid ist ein lang wirkender dualer GIP- und GLP-1-Rezeptor-Agonist (Twincretin). Beide Rezeptoren sind auf den endokrinen Alpha- und Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, in Gehirn, Herz, Gefäßen, Immunzellen (Leukozyten), Darm und Niere vorhanden. GIP-Rezeptoren sind auch auf Adipozyten zu finden. Tirzepatid ist hochselektiv für menschliche GIP- und GLP-1-Rezeptoren. Tirzepatid hat eine hohe Affinität sowohl zu GIP- als auch zu GLP-1-Rezeptoren. Die Aktivität von Tirzepatid auf dem  IPRezeptor ist ähnlich wie die des nativen GIP-Hormons. Die Aktivität von Tirzepatid am GLP-1-Rezeptor ist im Vergleich zum nativen GLP-1-Hormon geringer.
Tirzepatid verbessert die glykämische Kontrolle durch Senkung der Nüchtern- und postprandialen Glukosekonzentration bei Patienten mit Typ-2-Diabetes über unterschiedliche Mechanismen. 
Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden im Surpass-Studienprogramm untersucht. Tirzepatid  verbesserte nicht nur die glykämische Einstellung, sondern senkte auch das Körpergewicht der Patienten deutlich.

Quelle

Dienstag, 14. April 2020

Semaglutid oral von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 3. April 2020 Semaglutid (Rybelsus®, NovoNordisk) in Form von Tabletten für die Behandlung von Erwachsenen mit nicht ausreichend kontrollierten Diabetes mellitus Typ 2 als Zusatztherapie zu Diät und körperlicher Aktivität zugelassen, und zwar in Monotherapie, wenn Metformin nicht vertragen wird oder kontraindiziert ist oder in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Substanzen.

Der Glucacon-like-Peptid-1-Rezeptoragonist Semaglutid steht seit 2018 als Ozempic (NovoNordisk) zur subkutanen Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zur Verfügung. Nun gibt es erstmals einen oral applizierbaren GLP1-Agonisten. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in acht klinischen Studien untersucht.

Quelle
EPAR der EMA

Montag, 3. Februar 2020

Semaglutid in neuer Darreichungsform von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Januar 2020 empfohlen, Semaglutid (Rybelsus®, NovoNordisk) in Form von Tabletten für die Behandlung von Erwachsenen mit nicht ausreichend kontrollierten Diabetes mellitus Typ 2 als Zusatztherapie zu Diät und körperlicher Aktivität zuzulassen, und zwar in Monotherapie, wenn Metformin nicht vertragen wird oder kontraindiziert ist oder in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Substanzen.

Der Glucacon-like-Peptid-1-Rezeptoragonist Semaglutid steht seit 2018 als Ozempic (NovoNordisk) zur subkutanen Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zur Verfügung. Nun gibt es erstmals einen oral applizierbaren GLP1-Agonisten. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in acht klinischen Studien untersucht

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 30. Januar 2020

Mittwoch, 28. März 2018

Ertugliflozin von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 23. März 2018 Ertugliflozin (Steglatro, MSD) für die orale Behandlung von erwachsenen Patienten mit  Diabetes mellitus Typ 2 zusätzlich zu Diät und körperlicher Aktivität als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antidiabetika zugelassen. Außerdem wurde die Kombination von Ertugliflozin plus Sitagliptin (Steglujan) und die Kombination aus Ertugliflozin plus Metformin (Segluromet) zugelassen.

Ertugliflozin ist wie Canagliflozin, Empagliflozin oder Dapagliflozin Hemmer des Natrium-Glucose-Cotransportproteins 2 (SGLT2). SGLT2 ist der Haupttransporter, der für die Rückresorption von Glucose aus dem glomerulären Filtrat in den Kreislauf verantwortlich ist.  Durch die Hemmung von SGLT2 verringert Ertugliflozin die Rückresorption von renal filtrierter Glucose, senkt die Nierenschwelle für Glucose und steigert somit die Glucoseausscheidung im Urin.
Wirksamkeit und Sicherheit von Ertugliflozin wurden im Rahmen von 7 multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebo- oder aktivkontrollierten, klinischen Phase III Studien an insgesamt 4.863 Patienten mit Typ-2 Diabetes untersucht, darunter eine Studie mit 468 Patienten mit moderater Einschränkung der Nierenfunktion.

Quelle:
EPAR der EMA

Dienstag, 13. Februar 2018

Semaglutid von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 12. Februar 2018 Semaglutid (Ozempic, NovoNordik) zur parenteralen Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen, deren Erkrankung durch Diät und körperliche Aktivität nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Semaglutid kann in Monotherapie eingesetzt werden, wenn die Anwendung von Metformin aufgrund einer Unverträglichkeit oder
von Kontraindikationen ungeeignet ist oder es kann in Kombination mit anderen Antidiabetika eingesetzt werden.

Semaglutid ist ein GLP-1-Rezeptor-Agonist, der eine 94 %ige Aminosäuresequenz-Homologie zu humanem GLP-1 aufweist. Aufgrund von Molekülmodifikationen bindet es nach subkutaner Gabe stark an Plasmaalbumin und weist eine sehr lange Halbwertszeit von 165 bis 200 Stunden auf. Dies ermöglicht eine einmal wöchentliche subkutane Gabe.
Phase 1- und Phase 2-Studien haben ergeben, dass Semaglutid die typischen Wirkungen eines GLP-1-Analogona zeigt, wie Aktivierung der Insulinfreisetzung und Hemmung der Glucagonsekretion. Die für alle GLP-1-Rezeptor-Agonisten typischen Nebenwirkungen Übelkeit, Brechreiz und Diarrhö treten auch unter Semaglutid dosisabhängig auf, nehmen aber im weiteren Verlauf der Therapie an Häufigkeit und Schwere ab. Pharmakokinetische Untersuchungen an gesunden Probanden und Patienten mit Typ-2-Diabetes belegen die lange anhaltende, gleichmäßige Exposition mit einmal wöchentlicher Gabe. Semaglutid beeinflusst nicht die Plasmakonzentrationen von gleichzeitig verabreichtem Metformin, Warfarin, Atorvastatin, Digoxin, Ethinylestradiol oder Levonorgestrel.
Ergebnisse des Phase-3-Studienprogramms bei Patienten mit Typ 2-Diabetes belegen ausgeprägte Blutzucker- und Gewichts-senkende Effekte von Semaglutid. Zudem konnte in der SUSTAIN-6-Studie zusätzlich eine signifikante Verringerung der kardiovaskulären Ereignisrate bei Hochrisiko-Patienten mit Typ 2 Diabetes und hohem kardiovakulärem Risiko gezeigt werden.

Quelle
EPAR der EMA

Freitag, 2. Februar 2018

Ertugliflozin von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Januar 2018 empfohlen, Ertugliflozin (Steglatro, MSD)für die orale Behandlung von erwachsenen Patienten mit  Diabetes mellitus Typ 2 zusätzlich zu Diät und körperlicher Aktivität als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antidiabetika zuzulassen.


Ertugliflozin ist wie Canagliflozin, Empagliflozin oder Dapagliflozin Hemmer des Natrium-Glucose-Cotransportproteins 2 (SGLT2), das die Ausscheidung von Glucose über den Urin fördert und damit den Blutglucosespiegel senkt.
Die Kombination mit Metformin soll as Segluromet, mit Sitagliptin als Steglujan zugelassen werden.


Quelle:
Mitteilung der EMA vom 25. Januar 2018

Samstag, 16. Dezember 2017

Semaglutid von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Dezember 2017 empfohlen, Semaglutid (Ozempic, NovoNordik) zur parenteralen Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zuzulassen, deren Erkrankung durch Diät und körperliche Aktivität nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Semaglutid kann in Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antidiabetika eingesetzt werden.

Semaglutid ist ein GLP-1-Rezeptor-Agonist, der eine 94 %ige Aminosäuresequenz-Homologie zu humanem GLP-1 aufweist. Aufgrund von Molekülmodifikationen bindet es nach subkutaner Gabe stark an Plasmaalbumin und weist eine sehr lange Halbwertszeit von 165 bis 200 Stunden auf. Dies ermöglicht eine einmal wöchentliche subkutane Gabe.
Phase 1- und Phase 2-Studien haben ergeben, dass Semaglutid die typischen Wirkungen eines GLP-1-Analogons zeigt, wie Aktivierung der Insulinfreisetzung und Hemmung der Glucagonsekretion. Die für alle GLP-1-Rezeptor-Agonisten typischen Nebenwirkungen Übelkeit, Brechreiz und Diarrhö treten auch unter Semaglutid dosisabhängig auf, nehmen aber im weiteren Verlauf der Therapie an Häufigkeit und Schwere ab. Pharmakokinetische Untersuchungen an gesunden Probanden und Patienten mit Typ-2-Diabetes belegen die lange anhaltende, gleichmäßige Exposition mit einmal wöchentlicher Gabe. Semaglutid beeinflusst nicht die Plasmakonzentrationen von gleichzeitig verabreichtem Metformin, Warfarin, Atorvastatin, Digoxin, Ethinylestradiol oder Levonorgestrel.
Ergebnisse des Phase-3-Studienprogramms bei Patienten mit Typ 2-Diabetes belegen ausgeprägte Blutzucker- und Gewichts-senkende Effekte von Semaglutid. Zudem konnte in der SUSTAIN-6-Studie zusätzlich eine signifikante Verringerung der kardiovaskulären Ereignisrate bei Hochrisiko-Patienten mit Typ 2 Diabetes und hohem kardiovakulärem Risiko gezeigt werden.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 15. Dezember 2017