Die EU-Kommission hat am 1. April 2020 Bempedosäure (Nilemdo, FGK, München) in Form von Filmtabletten zugelassen bei Erwachsenen mit primärer Hypercholesterinämie (heterozygot familiär und nicht-familiär) oder gemischter Dyslipidämie, adjuvant zu einer Diät:
• in Kombination mit einem Statin oder einem Statin zusammen mit anderen lipidsenkenden
Therapien bei Patienten, die LDL-C-Ziele mit der maximal verträglichen Statin-Dosis nicht
erreichen oder
• als Monotherapie oder in Kombination mit anderen lipidsenkenden Therapien bei Patienten, die
eine Statin-Intoleranz aufweisen oder bei denen ein Statin kontraindiziert ist.
Die von Esperion Therapeutics entwickelte Bempedosäure hat einen neuen Wirkungsmechanismus unter den Lipidsenkern, sie hemmt das Enzym ATP-Citrat-Lyase (ACL) und damit einen wichtigen Schritt bei der Cholesterinsynthese in der Leber.
ATP-Citrat-Lyase bildet Acetyl-CoA, was zu HMG-CoA umgesetzt wird. HMG-CoA ist wiederum ein Substrat der HMG-CoA-Reduktase (dem Angriffspunkt von Statinen) und wird durch dieses weiter zu Cholesterin metabolisiert.
Bempedosäure ist ein Prodrug, das durch sehr langkettige Acyl-Coenzym-A-Synthetase-1 (ASCVL-1) aktiviert wird. Dieses Enzym gibt es in der Leber, aber nicht im Skeletmuskel. Daher wird vermutet, dass Bempedosäure – obwohl es ähnlich wie Statine wirkt – keine unerwünschten Effekte auf die Muskulatur hat.
Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in einem großen Phase-III-Programm mit über 4000 Patienten nachgewiesen. Im Vergleich zu Placebo senkte Bempedosäure den LDL-Cholesterinspiegel in Kombination mit hoch dosierten Statinen zusätzlich um 18%.
Quelle:
EPAR der EMA
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Dienstag, 14. April 2020
Bempedosäure/Ezetimib von der EU-Kommission zugelassen
Die EU-Kommission hat am 27. März 2020 Bempedoinsäure in Kombination mit Ezetimib (Nustendi, FGK, München) in Form von Filmtabletten zugelassen bei Erwachsenen mit primärer Hypercholesterinämie (heterozygot familiär und nicht-familiär) oder gemischter Dyslipidämie, adjuvant zu einer Diät:
• in Kombination mit einem Statin bei Patienten, die LDL-C-Ziele mit der maximal verträglichen
Statin-Dosis zusätzlich zu Ezetimib nicht erreichen ,
• als Monotherapie bei Patienten, die entweder eine Statin-Intoleranz aufweisen oder bei denen
ein Statin kontraindiziert ist und die die LDL-C-Ziele mit Ezetimib allein nicht erreichen
können,
• bei Patienten, die bereits mit der Kombination aus Bempedosäure und Ezetimib als separate
Tabletten mit oder ohne ein Statin behandelt werden.
Die von Esperion Therapeutics entwickelte Bempedosäure hat einen neuen Wirkungsmechanismus unter den Lipidsenkern, sie hemmt das Enzym ATP-Citrat-Lyase (ACL) und damit einen wichtigen Schritt bei der Cholesterinsynthese in der Leber.
ATP-Citrat-Lyase bildet Acetyl-CoA, was zu HMG-CoA umgesetzt wird. HMG-CoA ist wiederum ein Substrat der HMG-CoA-Reduktase (dem Angriffspunkt von Statinen) und wird durch dieses weiter zu Cholesterin metabolisiert.
Bempedosäure ist ein Prodrug, das durch sehr langkettige Acyl-Coenzym-A-Synthetase-1 (ASCVL-1) aktiviert wird. Dieses Enzym gibt es in der Leber, aber nicht im Skeletmuskel. Daher wird vermutet, dass Bempedosäure – obwohl es ähnlich wie Statine wirkt – keine unerwünschten Effekte auf die Muskulatur hat.
Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in einem großen Phase-III-Programm mit über 4000 Patienten nachgewiesen. Im Vergleich zu Placebo senkte Bempedosäure den LDL-Cholesterinspiegel in Kombination mit hoch dosierten Statinen zusätzlich um 18%. Die Kombination von Bempedosäure/Ezetimib führte zu einer zusätzlichen Senkung um 38%.
• in Kombination mit einem Statin bei Patienten, die LDL-C-Ziele mit der maximal verträglichen
Statin-Dosis zusätzlich zu Ezetimib nicht erreichen ,
• als Monotherapie bei Patienten, die entweder eine Statin-Intoleranz aufweisen oder bei denen
ein Statin kontraindiziert ist und die die LDL-C-Ziele mit Ezetimib allein nicht erreichen
können,
• bei Patienten, die bereits mit der Kombination aus Bempedosäure und Ezetimib als separate
Tabletten mit oder ohne ein Statin behandelt werden.
Die von Esperion Therapeutics entwickelte Bempedosäure hat einen neuen Wirkungsmechanismus unter den Lipidsenkern, sie hemmt das Enzym ATP-Citrat-Lyase (ACL) und damit einen wichtigen Schritt bei der Cholesterinsynthese in der Leber.
ATP-Citrat-Lyase bildet Acetyl-CoA, was zu HMG-CoA umgesetzt wird. HMG-CoA ist wiederum ein Substrat der HMG-CoA-Reduktase (dem Angriffspunkt von Statinen) und wird durch dieses weiter zu Cholesterin metabolisiert.
Bempedosäure ist ein Prodrug, das durch sehr langkettige Acyl-Coenzym-A-Synthetase-1 (ASCVL-1) aktiviert wird. Dieses Enzym gibt es in der Leber, aber nicht im Skeletmuskel. Daher wird vermutet, dass Bempedosäure – obwohl es ähnlich wie Statine wirkt – keine unerwünschten Effekte auf die Muskulatur hat.
Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in einem großen Phase-III-Programm mit über 4000 Patienten nachgewiesen. Im Vergleich zu Placebo senkte Bempedosäure den LDL-Cholesterinspiegel in Kombination mit hoch dosierten Statinen zusätzlich um 18%. Die Kombination von Bempedosäure/Ezetimib führte zu einer zusätzlichen Senkung um 38%.
Quelle:
Montag, 3. Februar 2020
Bempedosäure von der EMA zur Zulassung empfohlen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Januar 2020 empfohlen, Bempedosäure (Nilemdo®, Daiichi Sankyo) in Form von Filmtabletten zur oralen Behandlung von Erwachsenen mit primärer Hyperlipidämie (heterozygot und nichtfamiliär) oder gemischter Dyslipidämien zusätzlich zu Diät zuzulassen und zwar
Die Kombination aus Bempedosäure und Ezetimib (Nustendi, Daiichi Sankyo) soll ebenfalls in Form von Filmtabletten zur oralen Behandlung von Erwachsenen mit primärer Hyperlipidämie (heterozygot und nichtfamiliär) oder gemischter Dyslipidämien zusätzlich zu Diät zugelassen werden, und zwar
Die von Esperion Therapeutics entwickelte Bempedosäure hat einen neuen Wirkungsmechanismus unter den Lipidsenkern, sie hemmt das Enzym ATP-Citrat-Lyase (ACL) und damit einen wichtigen Schritt bei der Cholesterinsynthese in der Leber.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 30. Januar 2020
- in Kombination mit einem Statin oder anderen Lipidsenkern bei Patienten, bei denen der LDL-Cholesterin-Zielwert mit der maximal tolerierten Statin-Dosis nicht erreicht werden kann
- allein oder in Kombination mit einem anderen Lipidsenker bei Patienten, die Statine nicht vertragen oder bei denen Statine kontraindiziert sind.
Die Kombination aus Bempedosäure und Ezetimib (Nustendi, Daiichi Sankyo) soll ebenfalls in Form von Filmtabletten zur oralen Behandlung von Erwachsenen mit primärer Hyperlipidämie (heterozygot und nichtfamiliär) oder gemischter Dyslipidämien zusätzlich zu Diät zugelassen werden, und zwar
- in Kombination mit einem Statin oder bei Patienten, bei denen der LDL-Cholesterin-Zielwert mit der maximal tolerierten Statin-Dosis plus Ezetimib nicht erreicht werden kann
- allein bei Patienten, die Statine nicht vertragen oder bei denen Statine kontraindiziert sind und bei denen die LDL-Cholesterinziele mit Ezetimib allein nicht erreicht werden können
- bei Patienten, die schon mit Bempedosäure plus Ezetimib als getrennte Tabletten behandelt werden ohne oder mit Statin
Die von Esperion Therapeutics entwickelte Bempedosäure hat einen neuen Wirkungsmechanismus unter den Lipidsenkern, sie hemmt das Enzym ATP-Citrat-Lyase (ACL) und damit einen wichtigen Schritt bei der Cholesterinsynthese in der Leber.
ATP-Citrat-Lyase bildet Acetyl-CoA, was zu HMG-CoA umgesetzt
wird. HMG-CoA ist wiederum ein Substrat der HMG-CoA-Reduktase (dem
Angriffspunkt von Statinen) und wird durch dieses weiter zu Cholesterin
metabolisiert.
Bempedosäure ist ein Prodrug, das durch sehr langkettige
Acyl-Coenzym-A-Synthetase-1 (ASCVL-1) aktiviert wird. Dieses Enzym gibt es in
der Leber, aber nicht im Skeletmuskel. Daher wird vermutet, dass Bempedosäure
– obwohl es ähnlich wie Statine wirkt – keine unerwünschten Effekte auf die
Muskulatur hat.
Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in einem großen Phase-III-Programm mit über 4000 Patienten nachgewiesen. Im Vergleich zu Placebo senkte Bempedosäure den LDL-Cholesterinspiegel in Kombination mit hoch dosierten Statinen zusätzlich um 18%. Die Kombination von Bempedosäure/Ezetimib führte zu einer zusätzlichen Senkung um 38%.
Mitteilung der EMA vom 30. Januar 2020
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