Dienstag, 19. Juni 2018

Cefepim: Rote-Hand-Brief wegen neurologischen Nebenwirkungen bei eingeschränkter Nierenfunktion

In einem Rote-Hand-Brief erinnert der Hersteller von Cefepim (Maxipime) , dass bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≤ 50 ml/min) das Risiko schwerwiegender neurologischer Nebenwirkungen einschließlich Enzephalopathie besteht. Die meisten Fälle traten bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf, die Cefepim in einer höheren als der empfohlenen Dosierung erhielten. Betroffen waren insbesondere ältere Patienten. Nach Absetzen und/oder Hämodialyse sind die Symptome im Allgemeinen reversibel, Todesfälle wurden jedoch berichtet.

  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≤ 50 ml/min) muss eine Dosisanpassung erfolgen.
  • Bei Kombination mit potenziell nephrotoxischen Antibiotika (wie Aminoglykosiden) oder stark wirksamen Diuretika muss die Nierenfunktion sorgfältig überwacht werden.
  • Bei Neuauftreten oder Verschlechterung von neurologischen Beeinträchtigungen muss eine Cefepim-Überdosierung in Betracht gezogen werden. Die Diagnose kann durch Bestimmung der Konzentration von Cefepim im Plasma bestätigt werden.

Quelle:
AkDÄ Drug Safety Mail vom 19.6.2018
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