Freitag, 18. Dezember 2015
Mepolizumab von der EU-Kommission zugelassen
Mepolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der durch rekombinante
DNA-Technologie in Ovarialzellen des chinesischen Hamsters hergestellt wird. Die empfohlene Dosis von Mepolizumab beträgt 100 mg, subkutan verabreicht einmal alle 4 Wochen. Mepolizumab ist für die Langzeitbehandlung bestimmt. Die Notwendigkeit einer Fortsetzung der Therapie sollte mindestens einmal jährlich, auf Basis der ärztlichen Beurteilung des Schweregrades und des Ausmaßes der Exazerbationskontrolle der Erkrankung des Patienten überprüft werden.
Mepolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper (IgG1, Kappa), der mit hoher Affinität und Spezifität an humanes Interleukin 5 (IL-5) bindet. IL-5 ist das wichtigste Zytokin für Wachstum, Differenzierung, Rekrutierung, Aktivierung und Überleben von Eosinophilen. Mepolizumab hemmt die Bioaktivität von IL-5 mit einer Potenz im nanomolaren Bereich, indem es die Bindung von IL-5 an die Alpha-Kette des IL-5-Rezeptorkomplexes auf der Zelloberfläche von Eosinophilen verhindert. Dadurch wird die IL-5-Signaltransduktion gehemmt und die Produktion und das Überleben der Eosinophilen vermindert.
Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in drei doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studien an Patienten mit schwerem Asthma unter derzeit verfügbarer Therapie nachgewiesen. Mepolizumab verringert die Zahl der Asthma-Exazerbationen. Häufigste Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Reaktionen an der Injektionsstelle und Rückenschmerzen.
Die FDA hat Mepolizumab im November 2015 zugelassen.
Quelle:
EPAR der EMA
Freitag, 6. November 2015
Mepolizumab von der FDA zugelassen
Mepolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Interleukin-5-Antikörper mit einer Halbwertszeit von etwa 19 Tagen, der freies IL-5 bindet. Weil Interleukin-5 eine zentrale Rolle bei der Eosinophilen-Bildung spielt, könnte eine IL-5-Hemmung zur Behandlung der Erkrankung sinnvoll sein.
Mepolizumab wird vierwöchentlich subkutan appliziert.
Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in drei doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studien an Patienten mit schwerem Asthma unter derzeit verfügbarer Therapie nachgewiesen. Mepolizumab verringert die Zahl der Asthma-Exazerbationen.
Sonntag, 4. Oktober 2015
Mepolizumab von der EMA zur Zulassung empfohlen
Mepolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Interleukin-5-Antikörper mit einer Halbwertszeit von etwa 19 Tagen, der freies IL-5 bindet. Weil Interleukin-5 eine zentrale Rolle bei der Eosinophilen-Bildung spielt, könnte eine IL-5-Hemmung zur Behandlung der Erkrankung sinnvoll sein. Mepolizumab verringert die Zahl der Asthma-Exazerbationen. Häufigste Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Reaktionen an der Injektionsstelle und Rückenschmerzen.
Quelle:
Mitteilung der EMA vom 24. September 2015
Sonntag, 16. März 2008
Interleukin-5-Hemmer Mepolizumab bei hypereosinophilem Syndrom
Das hypereosinophile Syndrom besteht aus einer Gruppe heterogener Erkrankungen, die durch eine anhaltende Eosinophilie im Blut und entsprechende Endorganschäden charakterisiert sind. Die Ursachen sind unbekannt. Die derzeitige Therapie besteht in Langzeit-Glucocorticoid-Behandlung. Weil Interleukin-5 eine zentrale Rolle bei der Eosinophilen-Bildung und vermutlich auch bei der Erkrankung spielt, erschien eine IL-5-Hemmung zur Behandlung der Erkrankung sinnvoll. Mepolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Interleukin-5-Antikörper mit einer Halbwertszeit von etwa 19 Tagen, der freies IL-5 bindet.
In der randomisierten, Plazebo-kontrollierten, multizentrischen Doppelblind-Studie in 26 Zentren wurden zwischen März 2004 und März 2006 43 Patienten alle vier Wochen mit Mepolizumab und 42 Patienten mit Plazebo über insgesamt 36 Wochen behandelt. Primärer Endpunkt war die Reduktion des Prednison-Äquivalents auf 10 mg oder weniger über mindestens 8 Wochen. Dieser Endpunkt wurde von 84 % der Patienten in der Mepolizumab-Gruppe und von 43 % der Patienten in der Plazebo-Gruppe erreicht (p <>
Quelle:
Rothenberg ME, et al. Treatment of patients with the hypereosinophilic syndrome with mepolizumab. N Engl J Med. 2008;
http://content.nejm.org/cgi/content/full/NEJMoa070812?query=TOC
http://content.nejm.org/cgi/content/full/NEJMe0800524?query=TOC