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Freitag, 6. März 2009

AGO empfiehlt Aromatasehemmer auch nach Therapiepause

Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) empfiehlt in ihren aktuellen Leitlinien den Einsatz von Aromatasehemmern wie Letrozol (Femara) in der erweiterten adjuvanten Therapie (EAT) nach fünf Jahren Tamoxifen. Besonders der Therapiebeginn im Anschluss an ein langes Tamoxifen-freies Intervall wurde aufgewertet. Diese Berücksichtigung ist auch auf die aktuellen Daten der MA.17-Studie zurückzuführen: Diese zeigen, dass Letrozol selbst nach einer Therapiepause von bis zu sieben Jahren signifikant das Rezidivrisiko bei Brustkrebspatientinnen senkt und als einzige Substanz das Gesamtüberleben deutlich verlängert. Zudem ist Letrozol als einziger Aromatasehemmer für die EAT im Anschluss an fünf Jahre Tamoxifen sowie nach einer Therapiepause von bis zu sieben Jahren zugelassen.

www.ago-online.org/index.php?lang=de&site=mamma_guide_09_1_0

Montag, 19. Mai 2008

FACE-Studie: Letrozol versus Anastrozol

In der FACE-Studie (Femara vs Anastrozol clinical evaluation) werden zwei Aromatase-Hemmer direkt verglichen. In der offenen Phase-IIIb-Studie sollen rund 4000 postmenopausale, Rezeptor-positive Frauen mit Brustkrebs im frühen Stadium mit intermediärem oder hohem Rezidivrisiko randomisiert über fünf Jahre mit Letrozol 2,5 mg/Tag oder Anastrozol 1 mg/Tag behandelt werden. Primärer Endpunkt ist das krankheitsfreie Überleben. Weitere Endpunkte sind die Zeit bis zur Fernmetastasierung, die Zeit bis zum Auftreten eines kontralateralen Mammakarzinoms, das krankheitsspezifische Überleben und das Gesamtüberleben. Die Rekrutierung der Studie ist abgeschlossen.

Quelle
Pressegespräch „Aromatasehemmer-Therapie im Blick“, Basel, 15. Mai 2008, Veranstalter: Novartis Pharma GmbH

Mittwoch, 12. März 2008

Es ist nie zu spät..


für einen Aromatasehemmer wie Letrozol, denn die Therapie kann Rezidive eines Mammakarzinoms auch dann noch verhindern, wenn sie verspätet begonnen wird. Dies ergab die jetzt von Paul Goss, Boston (rechts, Foto: sh) et al . publizierte Nachbeobachtung der MA.17-Studie.

In der MA.17-Studie waren 5.187 Frauen mit hormonrezeptorpositivem Mammakarzinom mit Letrozol oder Placebo behandelt worden. Die Studie wurde im Oktober 2003 abgebrochen, weil eine Zwischenauswertung nach 2,8 Jahren ergeben hatte, dass mit Letrozol nur 132 Frauen, mit Plazebo dagegen 207 Frauen ein Rezidiv erlitten hatten. Durch Letrozol wurde das rezidivfreie Überleben nach vier Jahren von 87 auf 93 % erhöht. Die Frauen im Plazebo-Arm konnten dann eine Letrozol-Behandlung beginnen, dafür entschieden sich 1.579 Patientinnen. Die nun publizierten Daten der Nachbeobachtung zeigen, dass die Rate der Rezidive von 4,9 % (Gruppe, die keine weitere Therapie wünschte) durch weitere Letrozol-Behandlung auf 2,0 % gesenkt wurde. Auch das Letalitätsrisiko und das Risiko, an einem Karzinom der anderen Brust zu erkranken, wurden verringert. Die verspätete Letrozol-Therapie verbessert unter Berücksichtigung eines gewissen Selektionsbias das krankheitsfreie Überleben nach 5,3 Jahren um 63 % und senkt das Risiko von Fernmetastasen um 61 %.

Nach fünf Jahren Tamoxifen wirkt eine weitere Therapie mit Letrozol weiterhin günstig und bessert die krankheitsfreie Überleben und das Gesamtüberleben. Diese Wirkung ist unabhängig vom Alter der Frau.

Bezahlt wird der Vorteil mit einer höheren Rate an Osteoporose.

Quellen:
Goss PE, et al . Late extended adjuvant treatment with letrozole improves outcome in women with early-stage breast cancer who complete 5 years of tamoxifen. J Clin Oncol 2008, 26: Published Ahead of Print on March 10, 2008 as 10.1200/JCO.2007.11.6798
http://jco.ascopubs.org/cgi/doi/10.1200/JCO.2007.11.6798

Muss HB et al. Efficacy, toxicity, and quality of life in older women with early-stage breast cancer treated with letrozole or placebo after 5 years of tamoxifen: ncic ctg intergroup trial MA.17. J Clin Oncol 2008, 26:
Published Ahead of Print on March 10, 2008 as 10.1200/JCO.2007.12.6334
http://jco.ascopubs.org/cgi/doi/10.1200/JCO.2007.12.6334