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Montag, 1. August 2016

Elbasvir/Grazoprevir von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 22. Juli 2016 die Fixkombination Elbasvir 50mg/Grazoprevir 100mg (Zepatier. MSD Sharp und Dohme) für die Behandlung erwachsener Patienten mit einer chronischen Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) der Genotypen 1 oder 4 in Kombination mit oder ohne Ribavirin zugelassen.

Die einmal täglich einzunehmende Kombinationstablette enthält den NS5A-Inhibitor Elbasvir (50 mg) und den NS3/4A-Protease-Inhibitor Grazoprevir (100 mg).


Elbasvir ist ein Inhibitor von HCV-NS5A, das für die virale RNA-Replikation und den Zusammenbau
des Virions essentiell ist.

Grazoprevir ist ein Inhibitor der HCV-NS3/4A-Protease, die für die proteolytische Spaltung des HCVkodierten Polyproteins (in reife Formen der NS3-, NS4A-, NS4B-, NS5A- und NS5B-Proteine)
notwendig und für die Virusreplikation essentiell ist.

Basis für Zulassung waren die Ergebnisse aus acht klinischen Studien, in die etwa 2000 Patienten mit chronischer HCV-Infektion eingeschlossen wurden. In diesen Studien wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Elbasvir/Grazoprevir bei verschiedenen Patientengruppen untersucht, darunter Patienten unter Opioid-Agonist-Therapie, Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz und Patienten mit HIV-Koinfektion. Es zeigten sich hohe virologische Heilungsraten 12 Wochen nach Ende der Therapie (SVR 12, primärer Endpunkt).
Für Patienten mit einer chronischen HCV-Infektion vom Genotyp 1 oder 4 mit bzw. ohne kompensierte Zirrhose (Child-Pugh A) wird eine 12wöchige Therapie mit Elbasvir/Grazoprevir empfohlen. Für bestimmte Patienten sollte eine Therapie über 16 Wochen plus Ribavirin in Betracht gezogen werden.

Quelle:
EPAR der EMA
Pressemitteilung von MSD

Sonntag, 29. Mai 2016

Sofosbuvir/Velpatasvir und Grazoprevir/Elbasvir zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Mai 2016 empfohlen,  zwei neue Kombinationen für die Therapie der chronischen Hepatitis C zuzulassen.

Sofosbuvir/Velpatasvir (Epclusa, Gilead) soll in Form von Filmtabletten mit 400 mg Sofosbuvir plus 100 mg Velpatasvir angeboten werden. Das seit 2014 im Handel verfügbare Sofosbuvir ist ein Hemmer der HCV-NS5B-RNA-Polymerase, Velpatasvir ist NS5A-Inhibitor.

Elbasvir/Grazoprevir (Zepatier, MSD Sharp & Dohme) ist ebenfalls oral anwendbar. Elbasvir ist ein NS5A-Inhibitor und Grazoprevir ein NS3/4A-Inhibitor. Beide wirken direkt antiviral. Die Kombination kann ohne und mit Ribavirin eingesetzt werden. Sie wurde im Februar 2016 von der FDA zugelassen (siehe med|pharm|text-Blog)

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 27. Mai 2016

Freitag, 19. Februar 2016

Elbasvir und Grazoprevir von der FDA zugelassen

Die Food and Drug Administration (FDA) hat Ende Januar 2016 Elbasvir plus Grazoprevir (Zepatier, MSD Merck Sharp & Dohme) ohne und mit Ribavirin als Durchbruchtherapie für die Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Infekion durch Hepatitis-C-Virus Genotyp 1 und 4 zugelassen.

Elbasvir ist ein NS5A-Inhibitor und Grazoprevir ein NS3/4A-Inhibitor. Beide wirken direkt antiviral. Die Kombination kann ohne und mit Ribavirin eingesetzt werden.
Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in klinischen Studien mit über 1.300 Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Infektion vom Gentotyp 1 oder 4 mit und ohne Zirrhose untersucht. Die Patienten erhielten die beiden Virostatika ohne oder mit Ribavirin einmal täglich über 12 oder 16 Wochen. Endpunkt war die anhaltende virologische Response, die bei Genotyp 1 bei 94 bis 97 % und bei Genotyp 4 bei 97 bis 100 % lag. Um die Wirkung zu optimieren, wird empfohlen, die Therapiedauer und die Kombination mit Ribavirin nach den Charakteristika der Patienten auszuwählen.
Häufigste unerwünschte Wirkungen der Zweierkombination waren Fatigue, Kopfschmerzen und Übelkeit. Das Präparat enthält einen Warnhinweis, dass bei etwa 1 % der Patienten starke Erhöhungen der Leberenzymparameter i.A. nach acht Wochen Behandlung auftreten können. Daher sind vor und während der Therapie Kontrollen der Leberfunktion sinnvoll.

Quelle:
Pressemitteilung der FDA vom 28. Januar 2016