Posts mit dem Label Anämie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Anämie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 25. April 2023

Vadadustat von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 24. April 2023 Vadadustat (Vafseo, Akebia) für die orale Behandlung von symptomatischer Anämie infolge chronischer Nierenerkrankung bei Erwachsenen, die eine chronische Erhaltungsdialyse erhalten, zugelassen.

Vadadustat ist ein Inhibitor der Hypoxie-induzierbaren-Faktor (HIF)-Prolylhydroxylase. Er führt zu einem Anstieg der zellulären Spiegel von Hypoxie-induzierbarem Faktor und regt dadurch die endogene Erythropoetin(EPO)-Bildung an. Hierdurch wird die Eisenmobilisation verstärkt und die Produktion von Erythrozyten erhöht, was in einem allmählichen Anstieg des Hb-Werts resultiert.

Wirksamkeit und Sicherheit von Vadadustat wurden bei einmal täglicher Anwendung in der Behandlung einer Anämie bei erwachsenen Dialyse-Patienten mit CKD im Vergleich zu Darbepoetin alfa in zwei globalen multizentrischen, randomisierten, aktiv kontrollierten, offenen klinischen Studien (INNO2VATE 1 und INNO2VATE 2) untersucht. 

Quelle

EPAR der EMA


Donnerstag, 19. August 2021

Roxadustat von der EU-Kommission zugelassen

Die EU-Kommission hat am 18. August 2021 Roxadustat (Evrenzo, Astellas) für die orale Behandlung erwachsener Patienten mit symptomatischer Anämie bei chronischer Nierenerkrankung zugelassen.

Roxadustat ist ein Hypoxie-induzierbarer-Faktor-Prolylhydroxylase-Inhibitor (HIF-PHI). Die Aktivität von HIF-PH-Enzymen steuert die intrazellulären Konzentrationen von HIF, einem Transkriptionsfaktor, der die Expression von an der Erythropoese beteiligten Genen reguliert. Die Aktivierung des HIF-Signalwegs ist wichtig bei der adaptiven Antwort auf eine Hypoxie, um die Produktion von Erythrozyten zu erhöhen. 

Über die reversible Inhibition von HIF-PH stimuliert Roxadustat eine koordinierte erythropoetische Antwort, die eine Steigerung der Konzentrationen von endogenem Erythropoetin (EPO) im Plasma, die Regulation von Eisentransporterproteinen und eine Verringerung der Hepcidin-Produktion (Hepcidin ist ein Eisenregulatorprotein, das während Entzündungen bei CKD erhöht ist) zur Folge hat. Dies führt zu einer erhöhten Bioverfügbarkeit von Eisen, einer erhöhten Hb-Produktion und einer Steigerung der Erythrozytenmasse.

Wirksamkeit und Sicherheit von Roxadustat wurden über mindestens 52 Wochen in einem weltweit durchgeführten Phase III-Studienprogramm untersucht, das aus 8 multizentrischen und randomisierten Studien mit nicht dialysepflichtigen (NDD)- und dialysepflichtigen (DD) CKDPatienten mit Anämie bestand.

Quelle

EPAR der EMA 

Donnerstag, 7. Mai 2020

Luspatercept von der EMA zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom April 2020 empfohlen, Luspatercept zur parenteralen Behandlung von Erwachsenen mit Transfusions-abhängigerAnämie aufgrund eines myelodysplastischen Syndroms mit sehr niedrigem, niedrigem oder intermediärem Risiko zuzulassen, die nicht ausreichend auf eine Erythropoetin-basierte Behandlung ansprechen oder dafür nicht geeignet sind. Außerdem soll Luspatercept für die Behandlung von Erwachsenen mit Transfusion-abhängiger Anämie im Zusammenhang mit einer Beta-Thalassämie zugelassen werden.

Luspatercept ist ein Erythrozyten-Reife-Aktivator. Es handelt es sich um ein Fusionsprotein aus einer modifizierten extrazellulären Domäne des Activin-Rezeptor Typ IIB, der zur TGF-β-Rezeptorfamilie gehört, und dem Fc-Fragment des humanen IgG1.
Luspatercept wirkt als Ligand für mehrere Zytokine der TGFβ-Familie, nämlich GDF-8, GDF-11 und Activin A. Diese Zytokine hemmen über den SMAD2/3-Signalweg die späte Phase der Erythropoese und damit die Ausreifung der roten Blutkörperchen. Luspatercept wirkt sozusagen als Liganden-Falle und fördert die Erythropoese.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 27. April 2020

Mittwoch, 19. Juni 2013

Lenalidomid: Zulassungserweiterung für transfusionsabhängige Anämie bei MDS

Die EU-Kommission hat die Zulassung von Lenalidomid (Revlimid, Celgene) erweitert, es kann nun auch zur Behandlung von Patienten mit transfusionsabhängiger Anämie infolge myelodysplastischer Syndrome (MDS) mit Niedrig- oder Intermediär-1-Risiko in Verbindung mit einer isolierten Deletion 5q als zytogenetische Anomalie eingesetzt werden, wenn andere Behandlungsoptionen nicht ausreichend oder nicht angemessen sind.