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Freitag, 23. Mai 2014

Voriconazol: EMA empfiehlt Zulassungserweiterung

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) hat in seiner Sitzung vom Mai 2014 empfohlen, die Zulassung von Voriconazol (Vfend, Pfizer) zu erweitern. Es soll nun auch für die Prophylaxe von invasiven Pilzinfektionen bei Hochrisikopatienten nach allogener Stammzelltransplantation eingesetzt werden können.

Quelle:
Mitteilung der EMA vom 22. Mai 2014

Montag, 20. September 2010

AkDÄ: Plattenepithelkarzinome der Haut nach Langzeittherapie mit Voriconazol?

Der Hersteller von Voriconazol (Vfend) informiert über Fälle von Plattenepithelkarzinomen der Haut, die bei Patienten unter einer Langzeitzeittherapie mit Voriconazol aufgetreten sind.

Die betroffenen Patienten wiesen phototoxische Reaktionen und weitere Risikofaktoren einschließlich einer Immunsuppression auf. Zwar ist nach Angaben des Herstellers nicht belegt, ob und inwieweit Voriconazol zur Entwicklung eines Plattenepithelkarzinoms beiträgt, um das Risiko phototoxischer Reaktionen zu senken, sollten Patienten jedoch direktes Sonnenlicht meiden, schützende Bekleidung tragen und Sonnenschutzmittel verwenden. Voriconazol sollte nur in den zugelassen Indikationen bei möglichst kurzer Behandlungsdauer eingesetzt werden.
Voriconazol ist ein Breitspektrum-Antimykotikum vom Triazol-Typ. Es ist zugelassen für die Behandlung der invasiven Aspergillose, der Candidämie bei nicht-neutropenischen Patienten, bei schweren, invasiven, Fluconazol-resistenten Candida-Infektionen und bei schweren Pilzinfektionen durch Scedosporium spp. und Fusarium spp. Es sollte in erster Linie bei Patienten mit progressiven, möglicherweise lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt werden.

Quelle:
AkdÄ Drug Safety Mail 2010-117 vom 20. September 2010
Informationen der Firma Pfizer